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Ausverkaufte Stadien und mediales Echo wie noch nie: Die Frauenfußball-WM in Deutschland hat neue Maßstäbe gesetzt.
Frankfurt/Main - Der Fußball-Weltverband (FIFA) hat die Frauen-WM in Deutschland in den höchsten Tönen gelobt. Die OrganisatorInnen um Steffi Jones dürfen sich die Hände reiben - obwohl das frühere Ausscheiden der DFB-Auswahl die Bilanz trübt. "Es ist die beste Frauenfußball-WM der FIFA seit Bestehen", sagte FIFA-Frauenfußball-Abteilungsleiterin Tatjana Haenni. Weiters lobte sie die "hervorragende Stimmung" in den Stadien. "Aber das Wichtigste ist: Die ganze Welt sieht, dass Frauenfußball eine tolle Sportart ist und dass wir ihn weiterbringen."
Echte Straßenfeger
Medial war die WM ein voller Erfolg: Die Zeitungen berichteten jeden Tag seitenweise, die TV-Einschaltquoten - mit 16,95 Millionen ZuschauerInnen während des Viertelfinal-Aus Deutschlands gegen Japan als Spitzenwert - schlugen alle Rekorde. Die Live-Übertragung des Endspiels zwischen den USA und Japan am Sonntag war mit 15,34 Millionen ZuschauerInnen ebenfalls ein echter Straßenfeger, was einem Marktanteil von 46,6 Prozent entspricht. Laut media control-Zahlen waren Männer ab 14 Jahren (8,13 Millionen) dabei eher am Tele-Ball als Frauen (6,89 Millionen).
Unkenrufe
Allerdings prophezeite nach Franz Beckenbauer auch ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz, dass der Frauenfußball wieder von der Bildfläche verschwinden werde. Spiele der Frauen-Bundesliga werden auch in Deutschland in Zukunft mitnichten regelmäßig live im Fernsehen zu sehen sein.
Großes Publikumsinteresse
Und das trotz des ZuschauerInneninteresses auch vor Ort: Bereits vor den Spielen um Platz eins bis drei hatten schon 771.419 ZuschauerInnen die Spiele gesehen, im Schnitt 25.714. Das Finalspiel Japan gegen USA, bei dem sich die Asiatinnen durchsetzten, fand im ausverkauften Stadion in Frankfurt am Main statt. Die Frauenfußball-WM zeichnete sich auch durch ihren friedlichen Ablauf aus: keine Polizei-Aufgebote, keine betrunkenen Fans, keine gefährlichen Feuerwerkskörper.
Einzelne Spielerinnen äußerten sich begeistert von der ungewohnten Aufmerksamkeit. "Es ist ein Fußball-Paradies", schwärmte Mexikos Maribel Dominguez. "Danke Deutschland! Eine tolle Organisation", sagte die schwedische US-Trainerin Pia Sundhage. "Dieses Turnier hat den Frauenfußball auf der ganzen Welt weitergebracht."
Schattenseiten
Die sechste Weltmeisterschaft hatte aber auch ihre Schattenseiten: Erst wurde Kolumbiens Torfrau Yineth Varon positiv getestet, dann erwischte es die beiden Nordkoreanerinnen Song Jong Sun und Jong Pok Sim. Nach dem letzten Gruppenspiel des Asienmeisters gegen Kolumbien musste die ganze Mannschaft zur Dopingkontrolle - ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der FIFA. Das Ergebnis steht noch aus. DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach von einem "menschenverachtenden System in Nordkorea, in dem versucht wird, Sportler mit allen Mitteln zu Erfolgen zu führen".
Auch sportlich betrachtet mussten die Fans dennoch einige Abstriche machen - vor allem in der Gruppenphase. Und die Schiedsrichterinnen gaben sich teilweise der Lächerlichkeit preis: Ein von der Ungarin Gyoengyi Gaal nicht geahndete Handball-Spiel von Äquatorialguineas Bruna war die Slapstick-Einlage des Turniers.
"Frauenfußball Sportart dieses Jahrtausends"
"Letztlich hat die WM Maßstäbe gesetzt in einer Größenordnung, die wir uns alle nicht vorstellen konnten", sagte Jones OK-Präsidentin. Viele Fußball-Macher in Deutschland sind geradezu euphorisiert. Siegfried Dietrich, Manager des deutschen Rekordmeisters 1. FFC Frankfurt, sagte der Zeitung "Die Welt": "Ich glaube daran, dass der Frauenfußball unter den Frauen die Sportart dieses Jahrtausends ist."
Aber nicht in Österreich?
In Österreich standen an diesem Wochenende trotz WM-Finales aber längst schon wieder die Fußball-Männer im Mittelpunkt. (APA/red)
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Hoffentlich verschwindet das sofort wieder aus dem Fernsehen.
Da verpasst man eine Etappe und muss sich dann statt der Wiederholung am Abend wirklich Frauenfußball anschauen...
Gibt es etwas Unattraktiveres? Warum sollte man sich das ansehen wollen? Sind die technisch besser als die Männer, schneller, ist das Spiel attraktiver? NEIN!
Auch bei den Männern sieht man keine geilen Körper mehr seit die die Leiberln nicht mehr tauschen dürfen :(
In der Schule oder im Verein unbedingt spielen!!!...die Kinder werden sowieso immer blader, bitte schauts einmal auf der Straße wo die 8-12 jährigen schon die Wampe vor sich herschieben (ganz unisex).
Aber im Fernsehen...I don`t like.
Im Österreichischen TV gibt es halt keine TdF Zusammenfassung...
Und danach hat der Eurosport auch noch Snooker gezeigt...
Ich habe sowieso ohne Ton geschaut und daneben gelesen...leider hat der Spass so lange gedauert aber die Hoffnung stirbt eben zuletzt.
hat mir schon gut gefallen, die frauenfußball wm. die niveauunterschiede zu den "kleinen" teams werden endlich kleiner, dass zeigt, dass dort auch professionell gearbeitet wird. ab dem 1/4 finale waren die spiele auch qualitativ sehr hochwertig (kein vergleich zu früheren frauen-wms, die abgesehen von deutschland, schweden und der usa eher einem planlosen ballherumdreschen geglichen haben) !physisch waren die amerikannerinnen eine augenweide (auch die schusstechnik 1a - dort wird tolle arbeit gemacht)!, taktisch und technisch die japanerinnen. hier auch gratulation an den trainer, mit einem klar unterlegenen team den titel geholt.
enttäuschend: brasilien, nur mätzchen, das italien des frauenfußalls
insgesamt macht das ganze lust auf mehr!
Wenn die Qualität nur halb so gut, wie die mediale Inszenierung gewesen wäre, könnt ich zustimmen. Aber wenn ich die Wahl hab zwischen Barca und diesem Hundskick, dann weiß ich, was ich mir anseh. Anyways, ist der mediale Hype weg, schaut sich das kein Mensch mehr an.
ist alles ein bissal relativ. die aufmerksamkeit.
hab gestern ein interview von einem ösi in den usa gelesen, der dort schon jahrzehnte lebt und mal american football spielte. (da war ja jetzt die american football wm der männer, sieger usa, sind im prinzip mit einem college team angetreten).
auf die frage ob man da etwas mitbekommen hat von dieser wm ? nix hat er davon mitbekommen, von der damenfußball-wm hingegen schon.
denn ausserhalb deutschlands haben sich die Medien nur sehr mau mit der Frauenfussballwm befasst, von anfang an.
Und wieso sollte für irgendein land ausser deutschland das ausscheiden der deutschen mannschaft etwas negatives sein?
Ich würde mir schon manchmal wünschen dass Berichte auch mal österreichspezifisch ins detail gehn und nicht nur oberflächlich bei den deutschen abgeschrieben wird.
(und nein hier ist nicht ausschlaggebend dass die WM in deutschland stattgefunden hat wenn man von DEN Medien und DEN Zeitungen schreibt)
Die Qualifikation für die EM 2013 beginnt bald. Österreich spielt in Gruppe 7 gegen Dänemark, Tschechien, Portugal und Armenien. Das erste Spiel ist richtungsweisend:
Am 17.09.2011 im Voralpenstadion Vöcklabruck:
Österreich : Tschechien
Wenn es Männer gibt, die das machen wollen, soll man ihnen keine Prügel in den Weg werfen.
Gibt ja auch Eiskunstläufer und Balett-Tänzer (fällt ja auch in eine ähnliche Kategorie).
Mein Fall ist das zwar nicht (dann schon viel lieber Frauen-Fussball), aber das Gute daran ist: es wird niemand gezwungen, es sich anzusehen.
Dieses Problem schien das gestrige Frauen-WM-Finale ja nicht zu haben. Das Stadion war voll, die TV-Einschaltquoten waren sicher nicht schlecht, und ich hab gelesen, dass es sogar einen neuen Rekord an Tweets per Second gegeben haben soll.
Kann also niemand sagen, dass sich für Frauen-Fussball niemand interessiert.
Klar, bei der Frauen-WM wird ja schon monatelang vor der WM mit der Berichterstattung begonnen, Zeitungen bringen dicke Extra-Seiten, alle Spiele werden live übertragen, Public Viewings, eigens neue Stadien gebaut und und und ...
... während die armen Männer auf Dorffussballplätzen fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihre WM abhalten müssen, und das Finale vielleicht einen winzigen 5-Zeilen-Bericht irgendwo im hintersten Eck des Sportteils bekommt.
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