Es geht um mehr als nur das nächste Tor

19. Juli 2011, 10:47
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    foto: jugend eine welt

    Die "Michael Rua Stars" beim Training in Walkersville.

Sport und Ausbildung: Von Jugend Eine Welt unterstützte Fußballprojekte bieten jungen Frauen in Südafrika Auswege aus der Armut

"Wenn ich erwachsen bin, möchte ich Pilotin werden und in einem richtigen Haus wohnen. Doch als nächstes möchte ich mit meinem Team das morgige Spiel gewinnen", sagt Mokoena. Die 12-Jährige ist die Torfrau der "Michael Rua Stars", des Mädchenfußballteams ihrer Schule. Zusammen mit ihrer Mutter, der kleinen Schwester und ihrem älteren Bruder, dessen Frau und seinem Sohn lebt sie in Sicelo, einem "Township" südlich von Johannesburg. Ein hartes Leben.

"Beim Fußballspielen können sie für ein paar Stunden wieder Kinder sein", erklärt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. Der Verein ist offizieller "Sponsor" der "Michael Rua Stars". "Die Teams nehmen an Meisterschaften teil und spielen in der Jugendliga. Sie schlagen sich sehr gut."

Die "Michael Rua Schule" der Salesianer Don Boscos in Walkerville, etwa 35 Kilometer südlich von Johannesburg, ermöglicht sozial benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung. "Fast all unsere SchülerInnen kommen aus sehr armen Familienverhältnissen und wohnen in den Townships", erklärt Charl Domingo, Administrator der Schule und Projektpartner des Hilfswerks. "Eine Ausbildung bietet diesen jungen Menschen eine Perspektive für die Zukunft. Ohne Ausbildung bleiben oft nur Arbeitslosigkeit und Frustration, die sich nicht selten in Kriminalität entlädt."

Mit Hilfe von Fördermitteln, u. a. des Österreichischen Sportministeriums, und Spendengeldern aus Österreich wird das Fußballprogramm der Schule finanziell unterstützt. So können nicht nur Trikots und Bälle besorgt werden, sondern auch qualifiziertes Personal bezahlt und der Sportplatz in Schuss gehalten werden.

Wege aus dem Abseits

Gerade Fußball sei ein tolles Mittel um junge Menschen anzusprechen: "Viele Jugendliche kommen am Anfang nur zum Fußballspielen in unsere Projekte", erklärt Heiserer. Dabei geht es aber mehr als nur den Wettkampf um Tore: "Fußball gibt den SozialarbeiterInnen die Gelegenheit mit den Kindern in Kontakt zu treten und ihnen in weiterer Folge Hilfe anzubieten", so Heiserer.

Jugend Eine Welt unterstützt im Bereich Fußball und Entwicklung mehrere Fußballprojekte auf vier Kontinenten. Mit dem Thema Sport und Entwicklung beschäftigt sich das Hilfwerk seit der Fußball-WM 2002 intensiv. Mit der Kampagne "Fußball für Straßenkinder" nutzt der Verein die allgemeine Fußballbegeisterung, um auf die besondere Lebenssituation von Straßenkindern und benachteiligten Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen. Dabei wird besonders das pädagogische und soziale Potential von Sport zur nachhaltigen Verbesserung von Lebenssituationen und zum sozialen Lernen aufgezeigt. (red)

Amy4
00
20.7.2011, 18:49
fußball als männerdomäne von frauen geknackt

ja, es geht um weitaus mehr: die japanerinnen sind erstmals fußball-weltmeista u. haben mit diesem erfolg in ihrem land die welt des machismo ins wanken gebracht (süddeutsche) - kinder, küche, kuschen ist auch dort f. frauen wünschendwert. eine japan. frau soll zurückhaltend sein, das feld den männern überlassen. so sehen es zumind. die vertreter der sich trotz techn. fortschritts zum trotz hartnäckig haltenden macho-gesellschaft. "alles was frauen zu tun hätten, sei auf einem warmen futon ein kind zu machen." i.d. politik/wirtschaft sind frauen mangelware, japan ist im ranking auf platz 121. für Mi Ueda, feministin, ist d. sieg d. japanerinnen bedeutend. frauen sind in einen bereich eingedrungen, der als für männer vorbehalten galt.

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