Auch in Privatwirtschaft

Frauenministerin pocht auf Papa-Monat

25. Juli 2011, 07:28

Heinisch-Hosek will vier Wochen beim Baby in Kindergeld-Gesetz verankern

Wien  - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek pocht auf die Einführung eines Papa-Monats auch in der Privatwirtschaft. Mit ihren Ideen zur Umsetzung möchte sie demnächst an Familienminister Reinhold Mitterlehner herantreten. Vorstellen kann sich Heinisch-Hosek eine Regelung im Kindergeld-Gesetz - laut ihren Angaben eine "kostenneutrale" und einfach umzusetzende Möglichkeit.

"Natürlichster Einstieg in Väterkarenz"

Der Papa-Monat sollte sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Privatwirtschaft bezahlt werden - nämlich aus dem Kindergeld-Topf. Entscheidet sich ein Elternpaar etwa für das Modell 15+3 und nimmt der Vater den Papa-Monat in Anspruch, so werden seine vier Wochen vorgezogen und vom Schluss der Karenz abgezogen. Ob dann der Mann basierend auf dem Beispiel nur weitere zwei oder die Frau 14 Monate beim Kind zu Hause verbringt, sollte laut der Ressortchefin frei vereinbar sein. "Den Papa-Monat sehe ich als natürlichsten Einstieg in die Väterkarenz, das sollte man möglich machen", erklärte Heinisch-Hosek. Weiters meinte sie: "Das Vorziehen wäre eine einfache kostenneutrale Möglichkeit, die bei gutem Willen schnell umsetzbar wäre. Man hat etwas Bestehendes und muss nichts Neues erfinden. Ich hoffe auf Zustimmung, weil ich den Vorschlag für sehr praktikabel halte." Zu ändern wäre neben dem Kindergeld-Gesetz auch das Mutterschutzgesetz, hieß es aus ihrem Büro.

In Zusammenhang mit der Väterkarenz zeigt sich Heinisch-Hosek "sehr zufrieden" mit der Entwicklung beim einkommensabhängigen Kindergeld. Weiterhin sei jedoch Aufklärungsarbeit und Werbung in den Unternehmen notwendig. Eine Änderung kann sie sich langfristig bei der längsten Kindergeld-Variante (30+6) vorstellen. Dadurch blieben vor allem Frauen dem Job lange fern, wodurch der Wiedereinstieg in den Beruf schwierig wird. Vor einer etwaigen Veränderung müssten jedoch die Kinderbetreuungsplätze ausgebaut werden.

Obsorge, Partnerschaftsvertrag und Regenbogenfamilien

Auf der Agenda steht bis Herbst 2012 auch ein neues Familienrecht, ganz oben dabei die Punkte gemeinsame Obsorge nach strittigen Scheidungen, das Besuchsrecht und das Namensrecht. Heinisch-Hosek geht von einer Einigung mit Justizministerin Beatrix Karl aus: "Wir wollen beide rasch vorankommen." Die Frauenministerin deponierte weiters ihre Vorstellungen für ein "modernes" Familienrecht. Dieses soll unter anderem einen Partnerschaftsvertrag für Paare, die nicht heiraten wollen, und Regelungen für Regenbogenfamilien sowie lesbische Paare mit Kinderwunsch enthalten. Heinisch-Hosek ist überzeugt: "Die Bevölkerung sieht die Dinge viel selbstverständlicher, weil es Lebensrealität ist."

Nah an der Frau

Um die Lebensrealität von Frauen kennenzulernen, absolviert die Ministerin noch im Sommer eine Tour durch Österreich. Dabei besucht sie etwa Unternehmerinnen, Pendlerinnen oder eine mobile Krankenschwester. (APA)

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18 Postings
Sigrun1
00
25.7.2011, 23:01

die Männer sollten auch den Nachweis bringen die Babies stillen zu können, als Vorbedingung für Papamonat

Sigrun1
00
25.7.2011, 22:54

nicht noch mehr frei haben, aber mehr arbeiten um den Kindern eine gute Zukunft zu sichern soll die Devise sein. Sich nur auf den Staat verlassen sich nur unmündige Bürger, die keine Selbstverantwortung haben wollen oder können

Berti Mueller
00
25.7.2011, 20:45

"Eine Änderung kann sie sich langfristig bei der längsten Kindergeld-Variante (30+6) vorstellen. Dadurch blieben vor allem Frauen dem Job lange fern, wodurch der Wiedereinstieg in den Beruf schwierig wird."

was für ein Holler! Dieser ständige Wahn, die Lohnabhängigen möglichst rasch wieder ins Hamsterrad sperren zu wollen! Und dann am besten gleich wieder 40 Stunden!
Völlig falscher Ansatz! Entschleunigung ist angesagt und Arbeitsteilung.

30 Stunden sind genug!

Quargelbrot
14
25.7.2011, 19:18

"Liebe" Politiker!

Hört endlich auf, den Leuten vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Familienleben zu regeln haben.

Selbst bis zum Hals im Dreck, aber den Vormund spielen wollen.

Geht's sch****!

Lilith Boessse
 
13
25.7.2011, 15:42
way to go

eine gute sache. jetzt können die väter endlich ohne größeren erklärungsbedarf ggnüber freunden und arbeitgeber in karenz gehen.

weil: gehen wollen ja viele (was man so hört), aber anscheinend sei es so schwierig, dies auch wirklich zu tun.

diejenigen, die schon väter sind, können sicher bestätigen, dass das eine wunderbare einrichtung ist, weil diese intensive zeit mit dem kind unersetzbar und unwiederbringlich ist, weil die buzis eh so unglaublich schnell größer werden.

knurrhoernchen
51
25.7.2011, 18:49
Letzter Absatz ... Scherzküberl?

Männer sind keine Hüter!

Lilith Boessse
 
00
25.7.2011, 22:34
stimmt nicht! während frauen oft kühe

hüten, hüten männer schafe und ziegen.

die kriegen das schon hin, mutties wie vatis!

Neuer Nick neues Glück
31
25.7.2011, 22:17

Wolltest du uns nicht früher immer unter einigem Gelächter der Anderen einreden, du wärst selbst ein Mann?
Hach, war das immer witzig!

Quargelbrot
30
25.7.2011, 19:19

Stimmt!

Denn lt. knurrhoernchen sind alle Männer böse Unmenschen!

bösartiger gutmensch
00
25.7.2011, 15:12

"Um die Lebensrealität von Frauen kennenzulernen, absolviert die Ministerin noch im Sommer eine Tour durch Österreich. Dabei besucht sie etwa Unternehmerinnen, Pendlerinnen oder eine mobile Krankenschwester."

wird eh zeit, dass sie sich mal die lebensrealität von frauen ansieht. aber ob eine (!) mobile krankenschwester da weiterhelfen kann?

überhaupt sollte sie sich mal die lebensrealität der menschen insgesamt, nicht nur der frauen ansehen ....

Tiefkühlsack
31
25.7.2011, 08:55
Gute Idee!

Umleiten der Transferleistungen um den Verdienstausfall des Papas zu kompensieren fehlt halt noch.

ma48a
111
25.7.2011, 08:33

alles was mit zwag ist ,ist nicht gut.
solange die frau nicht das gleiche verdient für die gleiche arbeit ,ist es nicht sinnvoll einen diskurs darüber zu führen.

Sigrun1
00
25.7.2011, 22:59

richtig! Bezahlt werden soll die Leistung, d.h.: Arbeit in der Zeiteinheit.
Beamte kriegen f Arbeit gezahlt, d.h. ganz wurscht wie lange sie für etwas benötigen. Frauen mit viel Karenzzeiten könnten bei der gleichen Arbeit ein Erfahrungsdefizit haben und deshalb weniger bezahlt kriegen. Leider ist es tatsächlich so, daß vielerorts Frauen auch f die gleiche Leistung nicht gleich bez werden

ma48a
00
25.7.2011, 21:57
ok,

die roten striche zeigen mir das die frauen nicht das gleiche verdiene sollen, damit sind die männer gezwungen , um den kredit ab zu zahlen zu können, weiter zu arbeiten.
ihr habt mich überredet.
danke

bösartiger gutmensch
31
25.7.2011, 15:13

"solange die frau nicht das gleiche verdient für die gleiche arbeit"

nur, weil das zum ungefähr eine millionsten mal behauptet wird, ists noch immer nicht wahrer.

Bürger Europas
28
25.7.2011, 10:16

Und warum verdienen Frauen weniger? Weil sich Männer viel weniger um ihre Kinder kümmern.
Da beisst sich wohl die Katze in den Schwanz. Irgendwie muss man den Kreislauf durchbrechen.

"Her Master's Voice"
00
25.7.2011, 22:50
Wieso soll sich da die Katze in den Schwanz beissen?

Steht der Frau doch frei sich einen entsprechenden Partner zu suchen.

K. K. Lacke
81
25.7.2011, 10:33
sie unterliegen hier selbst einem Zirkelschluss

und wollen diesen damit auch noch zum Argument erheben?

tut mir leid, aber das ist doch nicht ihr Ernst, oder?

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