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Die Grüne Frauensprecherin ortet bei der Bezahlung im öffentlichen Dienst "erstaunliche Parallelen" zur Privatwirtschaft.
Wien - Die Grünen orten eine "eklatante Ungleichbehandlung" bei den variablen Gehaltsbestandteilen im öffentlichen Dienst. Insgesamt wurden im Jahr 2010 (ohne Verteidigungs- und Infrastrukturministerium) 649.438 Überstunden geleistet, das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grünen durch die Ressorts hervor.
87,4 Prozent Männeranteil bei Auszahlungen
2010 wurden von Frauen im Bundesdienst 190.331 Überstunden geleistet (29,31 Prozent), von Männern 459.107 (70,69 Prozent). Die Gesamtkosten für die Überstunden von Frauen beliefen sich laut den Anfragebeantwortungen auf 6,179.869 Euro, für Männer auf 42,848.678 Euro. In Summe sind dies rund 49 Mio. Euro. Der Anteil für Männer beträgt hier 87,4 Prozent, für Frauen 12,6 Prozent.
Niedrige Teilzeitquote von Männern
Ausgehoben wurden auch die Daten über die geleisteten Mehrstunden. Davon spricht man, wenn teilzeitbeschäftigte ArbeitnehmerInnen - in der Überzahl Arbeitnehmerinnen - die für sie vereinbarte Wochenstundenanzahl überschreiten. 88 Prozent der Mehrstunden im öffentlichen Dienst werden von Frauen erbracht, nur knapp zwölf Prozent von Männern. Bei der Verteilung der Mehrstundenentgelte bekamen Frauen 90,6 Prozent und Männer 9,4 Prozent der im Vergleich zu den rund 49 Mio. Euro weit geringeren Gesamtsumme von 65.841 Euro.
Der höhere Frauenanteil bei den Mehrstunden lässt sich vor allem durch die auch im öffentlichen Dienst niedrige Teilzeitquote von Männern erklären. Laut dem Gleichbehandlungsbericht des Bundes 2010 handelte es sich bei 92,5 Prozent der 1.025 Teilzeitbeschäftigten in den Zentralstellen um Frauen.
Im öffentlichen Dienst besteht außerdem die Möglichkeit, Leistungsprämien und Belohnungen auszuzahlen. Im Vorjahr belief sich diese Summe auf knapp 9,8 Mio. Euro. Rund ein Drittel davon ging an Frauen und zwei Drittel an Männer.
Heinisch-Hosek gefordert
Bei der Durchsicht der Zahlen zeigen sich "erstaunliche Parallelen" zur Privatwirtschaft, erklärte die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner. Sie sieht Frauen- und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gefordert. Die Grünen plädieren für eine bessere Verteilung der Überstunden, weiters sollte der Männeranteil in der Teilzeit erhöht werden und die Überstunden verstärkt durch Zeitausgleich abgebaut werden. (APA)
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Das ist ja wirklich eine bodenlose Frechheit.
Da arbeitet einer ein bissl mehr und kriegt das auch noch bezahlt!!
Tut mir leid euch aus eurer Traumwelt aufzuwecken, aber ab einer gewissen Ebene sind auch Beamte pauschaliert und dort werden Überstunden ohne Ende geleistet. Also wenn man die ganzen Abteilungsleiter, Gruppenleiter und Sektionschefs dazuzählt, dann wird die Überstundenleistung noch einmal wesentlich eklatanter.
Bezahlt wiederum werden die nicht, das gefällt dann den GrünInnen (solange es Männer trifft).
meine kollegen (und auch ich) wären heilfroh, wenn die kollegInnen auch ihren teil an der massiven mehrbelastung tragen würden. das zu tun weigern sich die meisten jedoch beharrlich. allerdings erlebe ich das "erst" seit 1987 live mit.
Na, serwas.
Sprich wenns nach den Grünen geht, müssen ca. die Hälfte meiner Kollegen gekündigt werden und mit Frauen ersetzt werden damit in unserem Büro die Überstundenanzahl zwischen Männern und Frauen gleich ist?
Das die Sekräterin in Vollzeit (einzige weibliche Person im Betrieb) nicht die gleiche Überstundenanzahl zusammenbringen kann wie restlichen 10 Männer, ist wohl zu viel Mathematik für die Grünen oder?
Voll meiner Meinung!
Ich bin dafür Frauen per Gesetz zu der selben Anzahl an Überstunden wie die männlichen Kollegen zu verpflichten.
Weiters würde ich sie auch sofort dazu verpflichten die Männertoiletten verwenden zu müssen und sie müssen sich mindestens so viele Brusthaare wie der Kollege neben ihnen implantieren lassen.
...erreicht man da eben nichts. Da muss man die Frauen eben zwingen und mit Sanktionen aufwarten, wenn sie in den nächsten Jahren nicht endlich mehr Überstunden leisten.
Umgekehrt gehts ja auch, dass man Betriebe und Väter eben zwingen muss weil Freiwillig nix geht...
Na dann: Verpflichtende Frauenquote bei Überstunden - bis 2014!
"Die Grünen plädieren für eine bessere Verteilung der Überstunden, weiters sollte der Männeranteil in der Teilzeit erhöht werden und die Überstunden verstärkt durch Zeitausgleich abgebaut werden."
vielleicht liegts einfach daran, dass frauen weniger überstunden machen wollen? dafür aber mehr in teilzeit arbeiten möchten? und die auszahlung der überstunden zum haushaltsbudget beiträgt?
ginge es nach den grünen, müsste eine gesetzliche quote her, damit mehr männer gegen deren wunsch in teilzeit bzw frauen in vollzeit arbeiten und frauen überstunden schieben müssen, damit 50% überall erreicht wird. ob das gewünscht wird, ist nachrangig.
Dabei ist das nur die letzte Finte um den Gehaltsunterschied zwischen mann und frau aufrecht zu erhalten. Wer die Macht hat, beantragt Überstunden und bekommt das Geld dann gleich überwiesen. Und für den den Hunger in der Welt sind natürlich auch die Männer Schuld. Die Welt ist ja eh so einfach zu erklären.
Da im Bundesdienst die "Überstunden" im Quartal abgebaut werden müssen/können, und nur ausbezahlt werden, wenn dies nicht möglich war, kommt es gerade bei Frauen mit Bürojobs zu weniger Auszahlungen. Sie nehmen sich die Tage dann halt frei (oft gezwungenermaßen).
Bei manchen Dienststellen geht das aber nicht, weil sonst niemand mehr da ist, der den Dienstbetrieb aufrecht erhält. Dies deshalb, weil seit Jahren nur mehr sehr sporadisch nachbesetzt werden darf. Da MUSS dann ausbezahlt werden, denn es hat keinen Sinn 5 Wochen Urlaub und 200 Stunden "Zeitausgleich" stehen zu lassen. Denn solche MitarbeiterInnen werden dann über kurz oder lang krank und da fallen dann wieder Überstunden bei den anderen an.
Und kassieren deswegen auch mehr dafür.
Frauen machen mehr Mehrstunden und kassieren folglich in diesem Bereich mehr.
Wo liegt nun genau das Problem? Ich versteh die "eklatante Ungleichbehandlung" nicht, wenn ich ehrlich bin.
Sowohl bei den Gehältern, Stunden, alsauch die Arbeit selbst. Z.B. fiel die hohe Arbeitslosigkeit in Wien nur bei Männern, während sie bei Frauen, AkademikerInnen und Älteren weiter stieg.
M verwechseln F mit gratis Sklavenpersonal (Flexi-Liberalisierung) 3/4 der unbezahlten, stressigen, unbedankten und unbeliebten Drecksarbeit, Haus- und Kinderarbeit leisten Frauen allein, weil sie sonst keiner macht. Weiters 75-80 Prozent der seelisch belastenden Pflegearbeit. Wenn F irgendwann im Burnout zusammenkracht, macht sie M nieder und tritt noch nach. F sind zwar wesentlich sensibler und schmerzempfindlicher, aber erhalten weniger Behandlungen, weil M F-Erkrankungen tabuisiert.
M sehen sich dabei als Opfer.
Kommt uns das irgendwoher bekannt vor?
Geht doch ganz klar hervor - das Frauen eben mehr Teilzeit arbeiten - und dort ebenso IHre Mehrarbeit leisten.
Interessieren würde mich höchstens noch in welchen Betätigungsfeld die meisten Mehr/Überstundne anfallen - könnt mir vorstellen bie Polizei (eine Männerdomäne) bei IT (eine Männerdomäne) ....
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