Männer kassieren Löwenanteil der variablen Gehälter

25. Juli 2011, 10:26
  • Die Grüne Frauensprecherin ortet bei der Bezahlung im öffentlichen Dienst "erstaunliche Parallelen" zur Privatwirtschaft.
    foto: apa/dpa/tschauner

    Die Grüne Frauensprecherin ortet bei der Bezahlung im öffentlichen Dienst "erstaunliche Parallelen" zur Privatwirtschaft.

Grüne Anfrage zeigt "eklatante Ungleichbehandlung" - Frauensprecherin für bessere Verteilung der Überstunden

Wien - Die Grünen orten eine "eklatante Ungleichbehandlung" bei den variablen Gehaltsbestandteilen im öffentlichen Dienst. Insgesamt wurden im Jahr 2010 (ohne Verteidigungs- und Infrastrukturministerium) 649.438 Überstunden geleistet, das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grünen durch die Ressorts hervor.

87,4 Prozent Männeranteil bei Auszahlungen

2010 wurden von Frauen im Bundesdienst 190.331 Überstunden geleistet (29,31 Prozent), von Männern 459.107 (70,69 Prozent). Die Gesamtkosten für die Überstunden von Frauen beliefen sich laut den Anfragebeantwortungen auf 6,179.869 Euro, für Männer auf 42,848.678 Euro. In Summe sind dies rund 49 Mio. Euro. Der Anteil für Männer beträgt hier 87,4 Prozent, für Frauen 12,6 Prozent.

Niedrige Teilzeitquote von Männern

Ausgehoben wurden auch die Daten über die geleisteten Mehrstunden. Davon spricht man, wenn teilzeitbeschäftigte ArbeitnehmerInnen - in der Überzahl Arbeitnehmerinnen - die für sie vereinbarte Wochenstundenanzahl überschreiten. 88 Prozent der Mehrstunden im öffentlichen Dienst werden von Frauen erbracht, nur knapp zwölf Prozent von Männern. Bei der Verteilung der Mehrstundenentgelte bekamen Frauen 90,6 Prozent und Männer 9,4 Prozent der im Vergleich zu den rund 49 Mio. Euro weit geringeren Gesamtsumme von 65.841 Euro.

Der höhere Frauenanteil bei den Mehrstunden lässt sich vor allem durch die auch im öffentlichen Dienst niedrige Teilzeitquote von Männern erklären. Laut dem Gleichbehandlungsbericht des Bundes 2010 handelte es sich bei 92,5 Prozent der 1.025 Teilzeitbeschäftigten in den Zentralstellen um Frauen.

Im öffentlichen Dienst besteht außerdem die Möglichkeit, Leistungsprämien und Belohnungen auszuzahlen. Im Vorjahr belief sich diese Summe auf knapp 9,8 Mio. Euro. Rund ein Drittel davon ging an Frauen und zwei Drittel an Männer.

Heinisch-Hosek gefordert

Bei der Durchsicht der Zahlen zeigen sich "erstaunliche Parallelen" zur Privatwirtschaft, erklärte die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner. Sie sieht Frauen- und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gefordert. Die Grünen plädieren für eine bessere Verteilung der Überstunden, weiters sollte der Männeranteil in der Teilzeit erhöht werden und die Überstunden verstärkt durch Zeitausgleich abgebaut werden. (APA)

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bevor ich die mäderlpartie wähle

hacke ich mir beide Hände ab. und ich war mal echter Fan, als die noch eine ernstzunehmende Partei waren.

Hauptsache, an anderer Stelle wird vor der "Verweiblichung" der ö.Gesellschaft gewarnt.

Das ist ja wirklich eine bodenlose Frechheit.

Da arbeitet einer ein bissl mehr und kriegt das auch noch bezahlt!!

Tut mir leid euch aus eurer Traumwelt aufzuwecken, aber ab einer gewissen Ebene sind auch Beamte pauschaliert und dort werden Überstunden ohne Ende geleistet. Also wenn man die ganzen Abteilungsleiter, Gruppenleiter und Sektionschefs dazuzählt, dann wird die Überstundenleistung noch einmal wesentlich eklatanter.
Bezahlt wiederum werden die nicht, das gefällt dann den GrünInnen (solange es Männer trifft).

So eine himmelschreiende Ungerechtigkeit! - Wo kommen wir denn da hin, wenn ausgerechnet jene Mitarbeiter, die ohnehin weniger Zeit zum Geldausgeben haben weil sie mehr arbeiten müssen als vorgesehen, dann auch noch mehr Geld dafür kriegen! :)

Was die Grünen inzwischen wollen, ist logisch.
Am Mars.

Und für wen machen Männer Überstunden? Vermutlich für die Familie/Alimente/die Frau die dann natürlich weniger arbeiten kann/darf/soll.

aber bitte sofort umsetzen!

meine kollegen (und auch ich) wären heilfroh, wenn die kollegInnen auch ihren teil an der massiven mehrbelastung tragen würden. das zu tun weigern sich die meisten jedoch beharrlich. allerdings erlebe ich das "erst" seit 1987 live mit.

Na, serwas.

Sprich wenns nach den Grünen geht, müssen ca. die Hälfte meiner Kollegen gekündigt werden und mit Frauen ersetzt werden damit in unserem Büro die Überstundenanzahl zwischen Männern und Frauen gleich ist?

Das die Sekräterin in Vollzeit (einzige weibliche Person im Betrieb) nicht die gleiche Überstundenanzahl zusammenbringen kann wie restlichen 10 Männer, ist wohl zu viel Mathematik für die Grünen oder?

Voll meiner Meinung!
Ich bin dafür Frauen per Gesetz zu der selben Anzahl an Überstunden wie die männlichen Kollegen zu verpflichten.
Weiters würde ich sie auch sofort dazu verpflichten die Männertoiletten verwenden zu müssen und sie müssen sich mindestens so viele Brusthaare wie der Kollege neben ihnen implantieren lassen.

Mit Freiwilligkeit...

...erreicht man da eben nichts. Da muss man die Frauen eben zwingen und mit Sanktionen aufwarten, wenn sie in den nächsten Jahren nicht endlich mehr Überstunden leisten.

Umgekehrt gehts ja auch, dass man Betriebe und Väter eben zwingen muss weil Freiwillig nix geht...

Na dann: Verpflichtende Frauenquote bei Überstunden - bis 2014!

"Die Grünen plädieren für eine bessere Verteilung der Überstunden, weiters sollte der Männeranteil in der Teilzeit erhöht werden und die Überstunden verstärkt durch Zeitausgleich abgebaut werden."

vielleicht liegts einfach daran, dass frauen weniger überstunden machen wollen? dafür aber mehr in teilzeit arbeiten möchten? und die auszahlung der überstunden zum haushaltsbudget beiträgt?

ginge es nach den grünen, müsste eine gesetzliche quote her, damit mehr männer gegen deren wunsch in teilzeit bzw frauen in vollzeit arbeiten und frauen überstunden schieben müssen, damit 50% überall erreicht wird. ob das gewünscht wird, ist nachrangig.

Und ich Nivling dachte Überstunden müssen von der Chefin angeordnet werden!

Dabei ist das nur die letzte Finte um den Gehaltsunterschied zwischen mann und frau aufrecht zu erhalten. Wer die Macht hat, beantragt Überstunden und bekommt das Geld dann gleich überwiesen. Und für den den Hunger in der Welt sind natürlich auch die Männer Schuld. Die Welt ist ja eh so einfach zu erklären.

Überstunden/Freizeit

Da im Bundesdienst die "Überstunden" im Quartal abgebaut werden müssen/können, und nur ausbezahlt werden, wenn dies nicht möglich war, kommt es gerade bei Frauen mit Bürojobs zu weniger Auszahlungen. Sie nehmen sich die Tage dann halt frei (oft gezwungenermaßen).
Bei manchen Dienststellen geht das aber nicht, weil sonst niemand mehr da ist, der den Dienstbetrieb aufrecht erhält. Dies deshalb, weil seit Jahren nur mehr sehr sporadisch nachbesetzt werden darf. Da MUSS dann ausbezahlt werden, denn es hat keinen Sinn 5 Wochen Urlaub und 200 Stunden "Zeitausgleich" stehen zu lassen. Denn solche MitarbeiterInnen werden dann über kurz oder lang krank und da fallen dann wieder Überstunden bei den anderen an.

Mänbner machen also mehr Überstunden.

Und kassieren deswegen auch mehr dafür.
Frauen machen mehr Mehrstunden und kassieren folglich in diesem Bereich mehr.
Wo liegt nun genau das Problem? Ich versteh die "eklatante Ungleichbehandlung" nicht, wenn ich ehrlich bin.

Wenn nicht überall 50:50 raus-kommt, sind unsere Grünen mathematisch überfordert :(

was kostet freizeit ? und wieviele männer würden teilzeit arbeiten wenn es sich finanziell nicht negativ auswirkt weil das haushalzbudget eh so super ist ? Fragen über Fragen....

Rofl

Einfach nur lächerlich!

Echt? Ihr habt die Sklaverei wieder ausgerufen! Die Männer fressen alles weg!

Sowohl bei den Gehältern, Stunden, alsauch die Arbeit selbst. Z.B. fiel die hohe Arbeitslosigkeit in Wien nur bei Männern, während sie bei Frauen, AkademikerInnen und Älteren weiter stieg.
M verwechseln F mit gratis Sklavenpersonal (Flexi-Liberalisierung) 3/4 der unbezahlten, stressigen, unbedankten und unbeliebten Drecksarbeit, Haus- und Kinderarbeit leisten Frauen allein, weil sie sonst keiner macht. Weiters 75-80 Prozent der seelisch belastenden Pflegearbeit. Wenn F irgendwann im Burnout zusammenkracht, macht sie M nieder und tritt noch nach. F sind zwar wesentlich sensibler und schmerzempfindlicher, aber erhalten weniger Behandlungen, weil M F-Erkrankungen tabuisiert.

M sehen sich dabei als Opfer.
Kommt uns das irgendwoher bekannt vor?

Genau! - In Wahrheit regieren 5 Männer die Welt ...

... und das Sie als Frau noch wählen dürfen ist reiner Glücksfall!

Was sollen die Ungleichbehandlungsvorwürfe hier?

Geht doch ganz klar hervor - das Frauen eben mehr Teilzeit arbeiten - und dort ebenso IHre Mehrarbeit leisten.

Interessieren würde mich höchstens noch in welchen Betätigungsfeld die meisten Mehr/Überstundne anfallen - könnt mir vorstellen bie Polizei (eine Männerdomäne) bei IT (eine Männerdomäne) ....

Wenn ich die Technik

nicht verstehe, dann muss die Technik mich verstehen. Sonst geh ich wieder in den Frisiersalon...

Naja, dazu müsste eine Frau mal ein "Unlogik-Gatter" und das "Maybe-Bit" erfinden, damit ...

... diese Adaption flächendeckend in elektronischen Geräten umgesetzt werden kann.

"es sollte der männeranteil in der teilzeit erhöht werden..."

gehts noch?

noch besser

Wie sollen die Frauen in der Justiz und Exekutive mit einem kolportierten anteil von 10 % die hälfte der absoluten überstunden übernehmen?

Zum wiederholten Male die Bitte:

nicht logisch zu analysieren und zu argumentieren. Das wollen wir nicht hören!

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