Das müssen wir nicht schlucken!

Kommentar | Sandra Ernst Kaiser
26. Juli 2011, 07:00
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foto: sabrina koitz

"Geschmacklos als harmlose Beschreibung"

dieStandard.at-Leserin Sabrina K. konsterniert sich darüber, dass "Kärntner Nudelvariationen einige Assoziationen genießerischer Natur hervorrufen, doch in Anbetracht der Bewerbung dieses Lieferanten ist eher das Gegenteil der Fall. Geschmacklos wäre noch eine harmlose Beschreibung."

Die Kärntner NudelherstellerInnen "Torbauer" verbinden was keiner Verbindung bedarf: Eine halbnackte Frau mit Blume und fragwürdigem Gesichtsausdruck hat auch unserer Meinung nach nichts mit Teigwaren zu tun. Ein Sexismus-Klassiker: Frauen werden zu Marketingzwecken auf ihre Sexualität reduziert.

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hier bin ich ausnahmsweise mal mit dieStandard einer meinung.

der staatspreis macht die werbung nicht weniger dummdreist.

ich verstehe schon, dass sie die zweideutigkeit dieser anzeige verstehen - das duerfen und koennen sie aber nicht von allen verlangen.

Die "Reproduktion von ewiggestrigen Geschlechterstereotypen" ist zwar etwas, das ich fast täglich kritisiere (dazu gibt es Anlass genug), aber auf die Kritik an der Ottakringer-Werbung bezogen muss ich mir dann doch die Frage stellen, ob wir ob unserer oft angegriffenen Standpunkte vielleicht ein bisschen was von unserem Humor eingebüßt haben. Diese Werbung ist einfach witzig. Was sie aussagt, kann durchaus als Satire aufgefasst werden, da spricht nichts dagegen. Also gönnen wir uns doch eine kleine Auszeit und lachen mal wieder ein bisschen.

Witzig

Also die Ottakringer Werbung ist einfach nur total witzig. Ich denke, es ist offensichtlich, dass die Sprüche mit Augenzwinkern gemeint sind und mit Sexismus haben sie wirklich nichts zu tun.
Schön, dass wir sonst nichts zu jammern haben.

was mich (neben der blöden stereotypen-zementiererei) an der ottakringer-werbung so wundert ist, dass so für eine Droge geworben werden darf ("ist die stimmung im keller, hol sie rauf", "schlucke deine gefühle runter")

Die Brieflos und die Ottakringer Werbung finde ich orginell

und gelungen. Ich denke wir Männer trinken mehr Bier und spielen öfter als Frauen, da wurde eben auf die Zielgruppe zugeschnitten. Die zwei anderen gefallen mir nicht. Außerdem wäre - zumindest bei den Nudeln - ja eher die Frau die Zielgruppe (glaube Lebensmittel werden öfter von Frauen als Männern gekauft).

ich wär so gerne mal bei einer redaktionssitzung dabei. frag mich echt was das für menschen sind die die unglaublich komische und gar nicht sexistische werbe kampange von otterkringer nicht kapieren. so humorbefreit muss man mal sein.

Die Ottakringer-Werbung

ist für Männer ja wohl genauso "beleidigend" wie für Frauen... Nur scheinen wir da wohl etwas mehr Humor für klassische Stereotypen-Klischees zu haben

brauchst gar nicht versuchen, die redaktion hat einmal mehr bewiesen das sie völlig humorbefreit ist. hab aber eigentlich mitleid, muss schlimm sein so durch die welt zu gehen.

Ottakringer

Ich verstehe nicht was an der Ottakringer Werbung so schlimm ist, ich sehe darin nur einen harmlosen Scherz.

Das Schreiben von Margot V. hätte ich auch nicht beantwortet. Es geht hier um Bierwerbung, nicht um ein Schulbuch!!!

Nnachdem ein nicht unbeträchtlicher Anteil der westlichen Gesellschaften schon das neoliberale dogma des "sich verkaufen müssens um erfolgreich zu sein", also als ein weiteres Produkt auf dem markt zu gelten, kritiklos übernommen hat und dies damit nicht nur eine arbeitsmarktpolitische notwendigkeit ist sondern es "in" ist, sich öffentlich über facebook und co zu verkaufen, können sie davon ausgehen, dass solche werbesujets wie jenes von ottakringer dasselbe bei vielen menschen hervorrufen: sie werden denken, dass man dann "ein mann ist", wenn man gefühle runterschluckt.

danke, 5, setzen

wortspiel

offensichtlich muessen einige die kampagne im gesamten kontext sehen, um einzelsujets zu verstehen; ein weiteres zitat der gleichen kampagne: "ich kenne meine rechte, sie hält das bier" - ich glaube nicht, dass die anwaltskammer dies als juristenfeindlich ansieht. wortwitze sind nur dann witzig, wenn man sie nicht wörtlich sondern in ihrer zweideutigkeit versteht. und werbung verwendet eben gern wort- und sickerwitze. daraus sexismus ableiten zu wollen, ist etwas bemüht. bitte, zum xten mal: eine pauschale mega-zitrone für werbung, weil sie konsumentinnen dinge andreht, die sie nicht brauchen (oder eine galerie mit böser werbung), und dann die emanzipatorische citrus-energie auf die wichtigen verfehlungen in der "realen" welt!!! danke.

hahahahahahaha wer so dumm ist lebensweisheiten von einem werbeplakat für bier zu übernehmen is meiner meinung nach echt selber schuld. haha na echt ich pack es nicht....

Ich denke mir die Bierwerbung trifft vor allem die Männer. Ich finde es nicht schön, wenn Vorurteile oder dumme "Pinsenweisheiten" Männern aufgebürdet werden. Bild 1 und 2 sind sehr zu kritisieren. Die Vorurteile, Frauen seien
Sexobjekte oder Ware verkörpert diese Sujets schon sehr klar.

sexistische Werbung so oder so. Sie spiegelt die Geschmacklosigkeit, Dummheit und die Einfallslosigkeit des Designers wider.

Das müssen wir nicht schlucken!

manche machens trotzdem gern!

nur ein gedanke - fortsetzung

weiter, heißt aber auch nicht daß männergehirne jetzt frauen mit produkten identifizieren.der mangel an ausgestellten männerkörpern ist allerdings sexistisch, wird aber, sofern unsere gesellschaft keinem prüden zeitalter entgegenläuft, denke ich in naher zukunft noch behoben werden.und heterosexuelle männer werden immer einer wohlgeformten (wobei die werbung leider meist nur den postulierten geschmack einer phantasielosen masse trifft) frau nachblicken, mit oder ohne werbung, dennoch bedeutet das nicht, daß sie unbedingt mit dieser frau, deren körper sie bewundert oder zumindest für interessant gefunden haben, auch unbedingt schlafen wollen.

doch

eigentlich schon.

nein eigentlich nicht

nur ein gedanke (kein kriegsruf)

den nackten oder in die rundungen hervorhebende kleidung gehüllten körper einer frau als sujet zu nehmen,
heißt nicht daß man die frau auf ihren körper reduziert,
sondern daß man den körper einer frau ausstellt, allein pubertierende männer reduzieren eine frau auf ihren körper, vieles darin verheißene entspricht ihrem traumbild einer beziehung deren andere umso schönere wenn auch komliziertere facetten sind ihnen noch geheimnis (manche kommen auch nie aus der pubertät hinaus), daran ändert werbung mit ihrer (da sie spiegel bleibt und immer nur reagiert) überschätzten macht , weder im positiven noch im negativen etwas.daß die werbefrizzen mit ihrem produkt die assozziation zu einem sexuellen wunschtraum wecken möchten verwundert nicht weite

bitte um sofortige aberkennung.

...die zitrone fürs bier ist ein leider unlustiger witz.
platten sexismus von subversivem humor
(freiwillige überzeichnung von klischees bis ins absurde)
ned unterscheiden zu können warat schlecht. für die sache.

bild 3)

Die Ottakringer Kampagne finde ich derzeit eigentlich richtig gut, auch den anderen Spruch: "Für Frauen, die mehr als eine Flasche zuhause haben wollen" (so oder so ähnlich lautet er).
Hier wird scheinbar einfach versucht zwanghaft in einer Werbung etwas negatives zu finden.

Bild 2
Seltsam ist (unabhängig vom Plakat, worüber man sicher geteilter Meinung sein kann) daß die Sprecherin der Grünen Frauen in Salzburg an den Standard schreibt, anstatt sich mit Ihrem Unmut direkt an Herrn Schider zu wenden, der in grüner Lokalpolitik in Salzburg wegen seines diesbezüglichen Engagements kein Unbekannter ist...

1) ich versteh die werbung nicht...soll die frau eine dumme nudel darstellen oder was?
2) ...ok..hübsches bild; klar sexistisch
3) was haben denn kinder schon wieder damit zu tun???
4) frauen-trachten sehen eben so aus; männer-trachen nun mal nicht

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