Urteil gegen "LebensschützerInnen"

Küng stellt sich hinter AbtreibungsgegnerInnen

25. Juli 2011, 10:37

St. Pöltener Bischof gegen Bemühungen, AktivistInnen "aus dem Straßenbild zu entfernen"

Wien - Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng hat am Wochenende Kritik an einem Urteil gegen vier AbtreibungsgegnerInnen geübt, die in Graz erstinstanzlich wegen Stalkings verurteilt wurden, und sich hinter die Aktivitäten der "LebensschützerInnen" gestellt.

Er habe den Eindruck, in Österreich und anderswo in Europa werde "gezielt versucht, Lebensschützer mundtot zu machen", kritisierte er laut Kathpress.

Ein Grazer Gynäkologe, vor dessen Praxis demonstriert worden war, hatte Anzeige erstattet, nachdem die AbtreibungsgegnerInnen eine Wohnung über seiner Ordination gekauft hatten. Auch Patientinnen hätten sich von den DemonstrantInnen belästigt gefühlt, gab er zu Protokoll. Der Grazer Gericht befand die Angeklagten - nicht rechtskräftig - des Stalkings für schuldig. Ein Termin für die Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht Graz steht noch nicht fest.

Küng zeigte sich "verwundert" über dieses Urteil und stellt den Tatbestand des Stalkings "gegen einen Arzt" in Frage. "Es muss auch in Zukunft erlaubt sein, mit großem Respekt vor der Person eine Frau darauf aufmerksam zu machen, was eine Abtreibung bedeutet, und ihr beratend Hilfsangebote vorzustellen", findet er.

Der Bischof räumt ein, man könne "über die Methoden des Lebensschutzes" durchaus "unterschiedlicher Meinung" sein, allerdings ist er gegen Bemühungen, sogenannte LebensschützerInnen "aus dem Straßenbild zu entfernen". (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 39
1 2
kakophobikerin
13
klar ist die kirche gegen abtreuibung, wo sollen denn sonst die ganzen kleinen buben herkommen, die missbraucht werden können

bluebeard's 8th wife.
16
27.7.2011, 14:32

"mit großem respekt vor der frau" - den soll er bitte den hli-faschisten beibringen, nicht unsereinem.

grauslich
14
27.7.2011, 07:13

Es muss auch in Zukunft erlaubt sein, mit großem Respekt vor der Person einen St. Pöltner Diözesanbischof der röm.-katholischen Kirche darauf aufmerksam zu machen, welche Auswirkungen der von ihm vertretene Glaube auf Unbeteiligte haben kann, und ihm beratend Alternativangebote vorzustellen:
www.atheistische-religionsgesellschaft.at
www.giordano-bruno-stiftung.at
:)

VoK
00
26.7.2011, 12:31

Mit der jahrelangen Ruhe der St. Pöltner Bischöfe scheint es vorbei zu sein - ich erinnere mich noch (un)gut an den Vorgänger der tw. etwas abstruse Ansichten hatte...

pago1
13
25.7.2011, 22:41
warum wird da nicht der mafiaparagraph angewendet

weils lauter fpövpler sind?

Verdammt Coole Schreckschrauwe
01
30.7.2011, 21:12
wieso fragen Sie, Sie wissen es ja ohnehin - ja, da geht es um Seilschaften!

René Herndl
05
25.7.2011, 21:17
Der Vertreter einer Organisation, ...

... die bis jetzt die Menschenrechtskonvention nicht unterzeichnet hat, die nach wie vor die Rechte der Frauen missachtet, in der Kindesmissbrauch gerne vertuscht wird und Andersgläubige Menschen zweiter Klasse sind, die Faschisten (wie die Nazis oder Franko, Pinocet und andere blutrünstige Diktatoren unterstützt (hat), die Kriege und Massenmorde mit zu verantworten hat - der sollte ganz ruhig sein und eher die Reichtümer dieser Organisation an die vielen Armen dieser Welt verteilen.

BlackAdder
15
25.7.2011, 22:09

Auf die frage an gläubige warum katholische kirchen, im gegensatz zu den schlichten protestantischen, so überladen prunkvoll, schamlos goldstrotzend sind bekam ich die antwort: "um jesus zu ehren".

Seien wir uns doch ehrlich, die wissen einfach was wichtig ist, mit so nebensächlichen banalitäten wie "teilen mit den bedürftigen" sollen sich gefälligst andere die zeit vertreiben und ihr geld verschwenden.

pago1
23
25.7.2011, 21:05
das sind durchwegs fanatiker und extremisten und gehören als solche behandelt

StVO2
06
25.7.2011, 21:03
Lebensschützer - Kongo

Eine Frage an die Lebensschützer. Vor ca. 50 Jahren wurden bei Untuhen im damaligen Konge nach dessen Unabhängigkeitserklärung kath. Nonnen vergewaltigt, was nicht in allen Fällen folgenlos blieb. Wurden den Nonnen dann auch Plastikembryos vor die Nase gehalten, bevor sie abtreiben ließen, allerdings mit dem Segen der Kirche.

Kendall Von Tharn
07
25.7.2011, 19:02

na hoffentlich trägt er einen gummi, wenn er sich dahinter stellt

demo krat1
012
25.7.2011, 18:56

also wenn eine Frau eine Abtreibung bei einem Arzt machen läßt dann ist das für sie sicher eine ganz spezielle Situation. Wenn sich dann jemand in das Arzt-Patientenverhältnis ungebeten dreinmischt, dem sollte ganz klar per Gesetz bestraft werden. Die Abtreibungsgegner können von mir aus eine PR Aktion starten, aber nicht einzelne Frauen stalken. Frechheit.

kasperl-und- Petzi
112
25.7.2011, 17:46
na wenn das so ist

Dann sollten wir jeden Sonntag vor der Kirche stehen und Bilder von den Untaten der Kirche zeigen.

Was sind denn das fuer Deppen bitte

Verdammt Coole Schreckschrauwe
02
27.7.2011, 10:09
na was glaubenS, wie die dann erst recht schreien täten: Christenverfolgung, Christenverfolgung!

BlackAdder
015
25.7.2011, 17:44

Im straßenbild somalias können gerade jede menge leben geschützt werden, wie wär's, herr bischof, wie wär's, ihr "lebensschützer" ?

Oder reicht's nicht zu mehr als menschen in einer notlage belästigend durch die straßen zu ziehen und danach selbstgerecht und selbstzufrieden im bequemen wohnzimmersessel die eigene "leistung" zu loben ?

Jane Lane
 
06
25.7.2011, 19:40

Vergiss es.

Sobald du so einem "Besten aller Menschen" selbsternannten "Lebensschützer" vorschlägst, doch etwas von den Unmengen an Gold, Juwelen oder Immobillien, auf denen die Kirche gierig draufhockt, abzutreten und Müttern, Väter, Kindern zu helfen, kommt sofort ein beißreflexartiges " Na hätten die halt verhütet, da in Somalia oder Polen - das ist doch nicht MEIN (der Kirche) Problem!)

Für solche Leute zählen nur Föten, Soldaten und "Gebärmaschinen" zwecks Nachschub.
Alles dazwischen oder drumherum ist denen egal.

noirc80
02
25.7.2011, 22:23

moment: verhütet? wären sie 'verantwortungsvoll' (=enthaltsam) gewesen, wohl eher.

Jane Lane
 
00
27.7.2011, 15:46

Stimmt! Mein Fehler, Danke.

noirc80
05
25.7.2011, 17:07

vielleicht sollte man auch mal die gottesdienste stürmen und dort ein bisschen "demonstrieren".

Lord Chaos
07
25.7.2011, 16:42

Ist es auch erlaubt einem Bischof klarzumachen, mit grossem Respekt natürlich, was eine moderne, laizistische Gesellschaft ist und welchen Stellenwert die rkK darin hat?

BlackAdder
04
25.7.2011, 17:38

Vorbeten kann man's ihm wohl,
nur verstehen wird er es nicht.

Viktoria Roth
010
25.7.2011, 15:27
Was ich den Bischof Küng immer schon fragen wollte: WER genau

stopft denn dem Dietmar Fischer von HLI und seiner Gang das viele Geld hinein, zum Kauf der vielen Eigentumswohnungen und Häuser.WER ist das?
Fischer röchelt ja monatlich in seiner Zeitung an die SpenderInnen, dass er tausende von Euros Aussenstände hat! Hier geht es doch nicht um die Frauen, es geht um eine Schei..propaganda, um Entmündigungsversuche und letztlich nur um Betrug!

zhang sanfeng
09
25.7.2011, 14:19
"stellt den Tatbestand des Stalkings... in Frage"

sich die nachbarwohnung mieten, um den patientinnen des arztes im stiegenhaus plastik-embryos vorzuhalten ist also noch nicht stalking.
das wäre es erst, wenn die "lebensschützer" wie schachtelteufelchen aus dem gyn-stuhl springen würden oder wie?

youmakemefart
011
25.7.2011, 14:17

Die kath. Kirche ist eine Schande für die Botschaft Jesu

Black Widdow
318
25.7.2011, 13:09
Kennen wir doch schon

und wenn eine Frau nach Vergewaltigung schwanger wird, dann hats ihr gefallen, sonst wärs sie ja folgenlos geblieben, nicht wahr Herr Bischof? (Originalzitat eines Bischofskollegen in S)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 39
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.