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Abtreibung: Mitterlehner gegen Stögers Vorstoß

4. August 2011, 13:05
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    foto: ap/ronald zak

    Mitterlehner wull "Mut zum Kind" machen.

Familienminister sieht in dem Vorschlag, in allen Regionen Österreichs Abtreibungen in öffentlichen Spitälern zu ermöglichen, ein "falsches Signal"

Wien- Familienminister Mitterlehner hält den Vorstoß von Gesundheitsminister Stöger, in allen Regionen Österreichs Abtreibungen in öffentlichen Krankenhäusern zu ermöglichen, für das "falsche Signal". Ihm gehe es viel mehr darum, die Unterstützung für Eltern auszubauen und dadurch "Mut zum Kind" zu machen, hieß es aus dem Büro des Ressortchefs am Donnerstag.

Auch der St. Pöltner Bischof Küng sprach gegenüber der Kathpress von einem "Signal in die völlig falsche Richtung". ÖVP-Klubobmann Kopf meinte ebenfalls: "Abtreibung ist keine staatliche Aufgabe."

Die Forderung Stögers sei konträr zu den Bemühungen des Familienministeriums: "Uns geht es um eine Aufwertung der Familie. Wir wollen österreichweit ein gutes Umfeld schaffen, in dem sich Paare oder Mütter für die Geburt eines Kindes entscheiden." So wurde etwa auf den Ausbau der Kinderbetreuung oder die unterschiedlichen Varianten beim Kinderbetreuungsgeld verwiesen. Natürlich handle es sich bei einem Schwangerschaftsabbruch um eine persönliche Entscheidung, dieser sollte aber nur der allerletzte Ausweg sein.

"Klar" dagegen

Im Familienressort verwies man weiters auf die bundesweit rund 400 Beratungseinrichtungen, wo gut und objektiv über Unterstützungsmöglichkeiten informiert werde. Grundsätzlich richte sich Stögers Forderung aber an die Bundesländer, so das MItterlehner-Büro.

ÖVP-Klubobmann Kopf sprach sich "klar" gegen die Pläne des Gesundheitsministers aus. Dessen Ziel sollte viel eher sein, die Zahl der Abtreibungen durch entsprechende Rahmenbedingungen zu verringern, erklärte er. Es könne nicht sein, dass Abtreibungen zu "Standardaufgaben" in öffentlichen Spitälern werden, so Kopf. Es gebe keinen Grund für gesetzliche Änderungen sowie kein Junktim mit den Verhandlungen zur Spitalsfinanzierung, betonte der Klubobmann.

Ärzte/Ärtzinnen dürften nicht gezwungen werden

Die Österreichische Ärztekammer hat gegenüber den Aussagen Stögers am Donnerstag skeptisch gezeigt. Ärzte/Ärtzinnen dürften auf keinen Fall gegen ihren Willen gezwungen werden, Abtreibungen vorzunehmen. Dies wäre "ethisch fragwürdig", betonte Kammerpräsident Walter Dorner in einer Aussendung.

Dorner lehnt auch Stögers Überlegungen, die Forderung eventuell durch finanziellen Druck zu untermauern, ab: "Es ist bedenklich, die Spitalsreform und die damit verknüpften finanziellen Mittel an die Ermöglichung von Abtreibungen zu binden." (APA, red)

Kommentar posten
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Verdammt Coole Schreckschrauwe
03
Walter Dorner, der beste Promotor des Opus Dei in der Ärztekammer....

chilli p.
21
was wollen sie von einem fünffachen vater aus oberösterreich?

wahrscheinlich hat er sich vor der pressemeldung noch ie gedanken über die legale abtreibung gemacht.

BlackAdder
33

Oder über verhütung, ist ja schließlich auch verboten.

news_letter
60

Aus den Zelllinien abgetriebener Föten kann man tolle Impfstoffe herstellen, z.B. gegen Röteln!

BlackAdder
42

Neuer nick, neues glück ?

fersuchung
106
dieses "nicht-neuronale schmerzempfinden"

ist offensichtlich ein märchen aus der gleichen ecke wie "PAS" und "PASS".

A.B. Artig1
01

Bald gibt es aus der Ecke auch die "weltweit anerkannte" Krankheit UEKZV, dechiffriert: "unfähig, ein Kondom zu verwenden", die eine Totalübernahme de Verantwortung seitens des Staates oder der Sexpartnerin unumgänglich macht.

fersuchung
11
gute idee

laß es dir patentieren - die väterrechtler zahlen sicher jede menge kohle dafür (und so, wie die drauf sind, mehr als sie unterhalt zahlen würden) *g*

BlackAdder
103

Deswegen konnte ich mir auch das kichern nicht verkneifen ;-)

fersuchung
93
im grunde eh ziemlich geschickt

wann immer eine behauptung widerlegt ist, kommen sie mit einer neuen daher - und seit einigen jahren sind sie eben draufgekommen daß man am besten fährt mit behauptungen, die so abstrus sind daß man sie weder beweisen noch widerlegen kann. im prinzip dasselbe wie beim konstrukt "gott".

und man kann auch weiterhin schön macht über das gewissen der schäfchen ausüben.

Pe Sa
00

hihi :)

fersuchung
103
hihi?

vom standpunkt der wirtschaftlichen nutzung her war paulus doch eindeutig ein genie und seine nachfolger auch. allein schon die einführung der wassertaufe anstatt der beschneidung - genial. ;-)

Pe Sa
18

frag mich nur die ganze zeit was die kirche damit zu tun hat ?

fersuchung
103
wirklich?

dann fragen sie sich hoffentlich auch, was die kirche mit der abtreibungsdebatte an sich zu tun hat. ;-)

Pe Sa
211

mit dieser debatte hier im forum frag ich mich das wirklich.
außer ihnen und dem verehrten backadder bringt hier niemand die kirche ins spiel.

BlackAdder
103

"Auch der St. Pöltner Bischof Küng sprach gegenüber der Kathpress von einem "Signal in die völlig falsche Richtung"."

fersuchung
101
ganz offensichtlich

ich finds eh auch entzückend wie wenig leute bewußt reflektieren wo sie ihre "überzeugungen" in bestimmten fragen herhaben. :-)

Pe Sa
00

ich zumindest hatte heute meinen spaß, thx.
kleiner tipp "don't feed them" ;)
cu

BlackAdder
41

Schade wenn diskussionen zu ernsthaften und wichtigen themen zur persönlichen belustigung missbraucht werden.

Lectrice
21

Ignorieren - habe ich bei einer anderen Diskussion auch - neunmalkluge/r und anmassende/r Wikipediastudent/In

BlackAdder
42

Ist ein problem wenn man grundsätzlich erst mal versucht jedes gegenüber ernstzunehmen.

Außerdem wechselt der typ die nicks,
ist also recht mühsam zu ignorieren.

Lectrice
31

Ist so - ist ja ein anonymes Forum.

Einfach manches als Spiel sehen und die ernst nehmen, mit denen man diskutieren kann. Da gibt es glücklicherweise einige, kluge, nette, witzige usw.

Wie im echten Leben halt ;-).

Die Multinicker und ein paar ander sind mühsam. Ich lasse mir trotzdem nicht den Spass nehmen. Habe aber mit nämlichem/r auch schon mal abgebrochen.

fersuchung
20
achwas

solang der kasperl nicht vom krokodil gefressen wird... ;-)

Lectrice
21

Die Puppenbühne ist nebenan.........

abruptio
03

Die ÖVP ist sich der Tatsache nicht bewußt, daß sie mit ihrer stockkonservativen Gesinnung jeden potentiellen Wähler mit Bildung und halbwegs modernem Lebensstil vertreibt....

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