Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Hat den K2 endlich gepackt: Die Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner.
vergrößern 500x366Ein Bild des Gipfels mit einem vergrösserten Ausschnitt, der die Gruppe von BergsteigerInnen um Kaltenbrunner am Dienstag, 23. August 2011, beim Aufstieg zum Gipfel zeigt. Um 18.18 Uhr (Ortzeit) erreichten sie den Gipfel des 8.611 Meter hohen Bergs.
vergrößern 500x751Alle Achttausender bestiegen - Eine Chronologie
Gerlinde Kaltenbrunner hat am Dienstag um 18.18 Uhr Ortszeit den Gipfel des 8.611 Meter hohen K2 erreicht. Zuvor war Kaltenbrunner sechsmal an dem zweithöchsten Berg der Welt gescheitert.
Die Oberösterreicherin ist somit die erste Frau, die sämtliche 8.000er der Erde ohne zusätzlichen Sauerstoff bezwungen hat. Vor ihr waren die Südkoreanerin Oh Eun-Sun und die Spanierin Edurne Pasaban bereits auf allen Achttausendern, sie haben aber teilweise zusätzlichen Sauerstoff verwendet.
Kaltenbrunner war mehr als zwei Monate unterwegs gewesen. Begleitet wurde sie von dem Polen Darius Zaluski sowie den Kasachen Maxut Zhumayev und Vassiliy Pivtsov, die laut einer Aussendung auch kurz davor standen, den Gipfel zu erreichen. Der Ehemann von Kaltenbrunner, Ralf Dujmovits, und ein weiteres Teammitglied hatten auf dem Weg aufgegeben und waren zurückgekehrt.
Bei ihrer Expedition auf den Berg versuchte die Oberösterreicherin den Aufstieg erstmals über die wenig bestiegene Nordseite von China aus.
Von der Krankenschwester zur Alpinistin
Kaltenbrunner, die am 13. Dezember 1970 geboren wurde und in Spital am Pyhrn aufwuchs, begann schon in jungen Jahren mit dem Bergsteigen. Während ihrer Ausbildung zur Krankenschwester nutzte sie jede Gelegenheit, ihre Technik zu verbessern. Mit der Besteigung des Broad Peak-Vorgipfels ging ihr Traum, einen Achttausender zu besteigen, frühzeitig in Erfüllung.
Von nun an steckte Kaltenbrunner ihr ganzes Krankenschwestern-Gehalt in alpinistische Expeditionen. Nach dem Aufstieg auf den Nanga Parbat (8.126 m) im Jahr 2003 verschrieb sich die "Oberösterreicherin des Jahres 2005" endgültig dem Profibergsteigen. Dabei wird sie nicht müde zu betonen, dass ihre Leidenschaft nicht allein den hohen Bergen gilt, sondern auch den dortigen Menschen sowie deren Religion und Kultur.
Wettkampf nicht im Vordergrund
Immer wieder erklärt die Oberösterreicherin auch, dass ihr das Rennen mit anderen Bergsteigerinnen um die 14 Achttausender nicht so wichtig sei. "Ich halte das total fern von mir, weil ich da einfach keinen Wettkampf sehe", so Kaltenbrunner. Das bewies sie auch im Mai 2005, als sie gemeinsam dem Japaner Hirotaka Takeuchi den Everest besteigen wollte. Auf 7.650 m erlitt der Asiate ein Gehirnödem. Kaltenbrunner zögerte keine Sekunde, brach die Expedition ab und rettete Takeuchi das Leben. Später sagte sie: "Am Everest umkehren zu müssen, um einem Freund das Leben zu retten, macht uns nochmals unendlich reicher."
Tod klettert mit
Im Mai 2007 erlebte Kaltenbrunner am Dhaulagiri (8.167 m) ihre schlimmsten Momente. Ein Lawinen-Abgang verschüttete ihr Zelt. Während sich die Oberösterreicherin aus eigener Kraft ausgraben konnte, starben zwei spanische Bergkameraden. Ihre Einstellung hat sich dadurch nicht verändert: "Die Berge bleiben meine Liebe", sagte sie kurz darauf. Bei einem weiteren Bergdrama am K2 am kam am 6. August 2010 ihr schwedischer Kamerad Fredrik Ericsson ums Leben. (APA)
Raha Moharrak ist auch die bisher jüngste Person aus dem arabischen Raum, die den welthöchsten Berg bezwungen hat
Als erste Frau erreichte sie den Mount-Everest-Gipfel zweimal in einer Saison
Lauda ist nach seinem schweren Unfall weiter Rennen gefahren. Sennas Tod hatte nicht das Ende der F1 zu Folge. Das österreichische Ski-Team hat nicht aufgehört zu trainieren, nachdem Grugger so schwer gestürzt ist oder Lanzinger sein Bein verloren hat. Im Extremsport passieren nunmal Unfälle. Aber wieso provoziert gerade das Thema Bergsteigen so viel negative Stimmung? Wieso liest man gerade hier, die Menschen wären "selbst schuld" wenn etwas passiert, oder wie in ihrem Fall, es wäre "bedenklich", nach Unfällen weiterzumachen. Weil Bergsteigen selten im Fernsehen übertragen wird und daher der Unterhaltungswert eher gering ist? Die Frage ist weder Vorwurf noch Provokation, ich bin wirklich nur an ihrer Meinung interessiert!
Da haben Sie schon recht: wenn man das mit anderen Sportarten vergleicht, ist es nichts Besonderes, wenn man nach tragischen Unfällen weiter macht. Es kann ja jeder machen was er will. Nur ist es dann auch legitim zu sagen wenn was passiert ist: jo mei, des Risiko war bekannt. Kann man halt nix machen.
Klar ist es legitim, sowas zu sagen, freie Meinungsäußerung und so. Aber bei Lanzinger kann ich mich zum Beispiel an sehr viel Mitleid und Ergriffenheit erinnern, während beim Bergsteigen noch gar nichts passiert sein muss, da heißt es oft schon im Vorfeld "Wieso müssen diese Idioten so viel riskieren"... Natürlich war ihr Post nicht derart vehement, aber es hat eben doch mein Interesse geweckt, wieso gerade das Thema Bergsteigen derart polarisiert.
sind voll von solchen "za wos brauch mo des" Postern.
Fürchten sich, dass deren Steuergelder verprasst werden, wobei die meisten von denen eh' keine Steuern zahlen.
Es ist eine Extremleistung von Kaltenbrunner und ihrem Team, vor allem eine gesamtheitliche aus vielen Faktoren.
Natürlich wird dadurch die Welt nicht gerettet, aber das wird sie durch Dummposter noch weniger, Kaltenbrunner macht wenigstens Benefiz-Aktionen.^
Also nicht allzu ernstnehmen all die "Nichtversteher"...
Menschen, die selbst keine Passionen gegenüber dem Leben haben, gönnen auch anderen selten etwas. Was hier noch hinzukommt ist ein unglaubliches runtermachen einer Frau, die bewundernswertes und das mit e. tollen Einstellung leistet.
Ich finde es schön, wenn jemand seine Passion im Leben so umsetzen kann.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.