"Angst vor Armut wird in Form von Körperfett bekämpft"

Interview |
  • Stephanie von Liebenstein ist Wissenschaftslektorin für Geisteswissenschaften und lebt in Berlin. Neben ihrem Engagement in der GgG arbeitet sie an ihrem Doktorat über den dicken Körper in der englischen Literatur der frühen Neuzeit.
    foto: von liebenstein/privat

    Stephanie von Liebenstein ist Wissenschaftslektorin für Geisteswissenschaften und lebt in Berlin. Neben ihrem Engagement in der GgG arbeitet sie an ihrem Doktorat über den dicken Körper in der englischen Literatur der frühen Neuzeit.

Stephanie von Liebenstein von der "Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung" über die alltägliche Ausgrenzung von Dicken, Abgrenzungsmechanismen der Mittelschicht und "Quotendicke"

Dicke Menschen müssen Tag für Tag mit Vorurteilen leben: Irgendwie, so die allgemeine Zuschreibung, stimmt mit ihnen etwas nicht. Die müssen ein Problem haben, und mehr noch: Sie sind selber eines und selbst schuld daran. Stephanie von Liebenstein ist selber dick und lässt die negativen Gedankenketten, die sich um dicke Körper wickeln, nicht gelten. In ihrem Verein "Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung" (GgG) geht sie gemeinsam mit vielen anderen deutschen DickenaktivistInnen das Thema von wissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Seite an und versucht über Pressearbeit, Einmischung in aktuelle Diskurse und Vernetzung mit anderen dickenfreundlichen Organisationen den Blick auf Dicke zu verändern. Birgit Tombor sprach mit ihr über die Problematik des Dicken-Bashings, Formen der Diskriminierung und warum es "Quotendicke" braucht.

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dieStandard.at: Warum haben Sie eine "Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung" gegründet?

Stephanie von Liebenstein: Im Gründungsjahr 2005 gab es in Deutschland wenig dickenfreundliche Berichterstattung und praktisch noch keine deutschsprachigen Informationen über Gewichtsdiskriminierung im Internet, was mich dazu veranlasst hat, ein paar Leute zusammenzutrommeln, um gemeinsam die US-amerikanische Webseite des "Council on Size and Weight Discrimination" (CSWD) zu übersetzen. Damals hatte ich gerade einige Monate in New York gearbeitet und die "Fat-Acceptance"-Bewegung und damit auch Menschen wie Miriam Berg vom CSWD direkt kennengelernt. Diese hat mir erlaubt, die Inhalte der CSWD-Webseite auf Deutsch zu publizieren. Die Übersetzung der bestimmt hundert Dokumente war die erste Amtshandlung der GgG.

Wichtig war für uns zunächst, auf die Diskriminierung dicker Menschen aufmerksam zu machen, den Ernst der Problematik zu verdeutlichen und ein deutsches Wort dafür zu finden: Gewichtsdiskriminierung. Ich finde es gut, dass dieses Wort, das durch uns in die Diskussion eingebracht wurde, inzwischen ein üblicher Begriff zu sein scheint.

dieStandard.at: Mit welchen Formen der Diskriminierung sehen sich Dicke konfrontiert? 

Von Liebenstein: Gewichtsdiskriminierung gibt es in vielerlei Form, sei es in Gestalt der pauschalen Standpauke, der dicke Menschen beim Arztbesuch regelmäßig ausgesetzt sind, sei es in Form der sogenannten Downward Mobility im Arbeitsmarkt, der Dicke in vielen Fällen unterliegen: Dicke Menschen sind eher arm, eher arbeitslos, stecken eher in schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen.

Gewichtsdiskriminierung kommt aber auch in vielen Alltagsdingen zum Ausdruck, z.B. zu kleinen U-Bahn- und Flugzeugsitzen, Anfeindungen auf der Straße und im Schwimmbad, in nicht benutzbaren Fitnessgeräten für Menschen ab einem bestimmten Gewicht und vielem anderen. Vieles davon, u.a. medizinische Diskriminierung, erleben unsere Mitglieder regelmäßig. Einige Fluglinien verlangen inzwischen die Buchung eines zweiten Sitzes von Menschen, die wegen ihres Gewichts ihren Sicherheitsgurt nicht schließen können. Schwangere und Behinderte zahlen weiterhin nur einfach.

In Deutschland gab und gibt es zudem Probleme bei der Verbeamtung, wenn man einen BMI von über 30 hat. In viele dieser Dinge, speziell das Verbeamtungsproblem, kommt zurzeit glücklicherweise Bewegung, z.B. durch die jüngsten Urteile beispielsweise des OVG Nordrhein-Westfalen oder des VGH Baden-Württemberg, die für dicke VerbeamtungsanwärterInnen positiv ausfielen.

Nicht so leicht zu ändern sind die ganz alltägliche, auch unterschwellige Diskriminierung durch KollegInnen, ChefInnen, die Schule, ÄrztInnen, ErzieherInnen, zum Teil sogar die eigenen Eltern, aber auch die permanente Medienhetze und politische Maßnahmen wie z.B. den Nationalen Aktionsplan "In Form" für gesunde Ernährung und mehr Bewegung in Deutschland. In diesem werden Dicke schon rhetorisch massiv abgewertet, indem sie mit "unsportlich", "faul", "verfressen" und "unterschichtig" in Verbindung gebracht und damit ohne jede wissenschaftliche Grundlage in eine moralisch minderwertige Ecke gestellt werden.

Das Problem ist, dass die meisten Menschen glauben, sofort zu wissen, was mit einem dicken Menschen los ist, wenn sie ihn sehen: Sie/er ist disziplinlos, faul, krank, hat emotionale Probleme, ist unterschichtig, uninformiert, unbeliebt, unsportlich, schlampig, dreckig, hat ihr/sein Leben nicht im Griff usw. Das sind Zuschreibungen, die vor allem eins zeigen sollen: Ihr seid anders, ihr seid nicht wie wir. Das ist das Grundproblem, wogegen es zu kämpfen gilt.

dieStandard.at: Was - denken Sie - steckt hinter diesen Vorurteilen?

Von Liebenstein: Dicke Menschen so zu sehen hat eine sehr lange Tradition. Schon in der frühen Neuzeit hat man bestimmte Stereotypen mit dicken Menschen verbunden, z.B. Triebhaftigkeit, Faulheit und Verweichlichung. Schon Heinrich VIII. wurde als "fettes Schwein" bezeichnet, auch Händel und der englische Dichter Ben Jonson: Der Topos ist also nichts Neues. Auch die Rhetorik vom "Terror von innen" kennen wir schon von Thomas Morus. Was allerdings zunächst nicht mit Dicken verbunden wurde, ist ein vorrangig medizinischer Diskurs. Diese Entwicklung begann erst im 19. Jahrhundert. Aus dieser Ära haben wir ganz viel, was wir heute über dicke Menschen glauben. Und manche Dinge haben sich verschärft in den letzten zehn, fünfzehn Jahren.

dieStandard.at: Welche Verschärfungen denn?

Von Liebenstein: Die Probleme des Gesundheitssystems zum Beispiel, für die irgendwer verantwortlich gemacht werden muss. Am besten ist es, diejenigen zur Kasse zu bitten, die vermeintlich selbst schuld sind an ihrem Gesundheitsrisiko. Dass Dicke zumindest weitestgehend "selbst schuld" sind, wird erst einmal als selbstverständlich angenommen, denn man müsste ja einfach nur weniger essen und sich mehr bewegen, so das allgemeine Credo. Auch Hobbyfußballer sind zwar verantwortlich für ihr Gesundheitsrisiko: Der größte medizinische Kostenfaktor bei Männern unter 40 sind Sportverletzungen. Das jedoch ist vollkommen unproblematisch, denn im Bewusstsein der Öffentlichkeit gilt: Sport ist gut, Übergewicht ist schlecht.

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass wir immer älter und gesünder werden. Von irgendetwas müssen aber ÄrztInnen, die Pharmaindustrie und die Fitness- und Diätindustrie auch noch leben. So wurde der riesige Markt der Präventivmedizin entdeckt, neue Risikogruppen werden erfunden. Dass die Mehrzahl der Menschen angeblich zu dick ist, einen vermeintlich zu hohen Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel hat und diversen anderen "Risikogruppen" angehört, hat hauptsächlich etwas damit zu tun, dass es ein immenses wirtschaftliches Interesse daran gibt, Vorsorgeuntersuchungen, Blutdruckmedikamente, cholesterinsenkende Margarine, Diätjoghurt und Sportstudiomitgliedschaften zu verkaufen. Wenn die Mehrzahl der Menschen mit ihrem Körper zufrieden wäre, würden ganze Branchen zusammenbrechen.

dieStandard.at: In den Medien hört und liest man von der Fett-"Epidemie", das Bild einer mehrheitlich zu dicken Gesellschaft wird gezeichnet und problematisiert. Diskriminieren/problematisieren wir uns also selbst?

Von Liebenstein: Meiner Meinung nach gibt es einen Zusammenhang zwischen der Diskriminierung von Dicken und der Diskriminierung von Menschen aus der sogenannten "Unterschicht". Durch immer mehr prekäre Lebensverhältnisse, die inzwischen auch die Mittelschicht betreffen, gibt es ein erhöhtes Bedürfnis der mittleren Einkommensschichten nach einer Abgrenzung von der "Unterschicht". Symptomatisch dafür ist zum Beispiel das Einkaufen in Bioläden, der Kult um gesundes Essen und das selber Kochen, das ja angeblich so gut für den Körper ist. Solche Dinge werden einfach nur zelebriert, um zu zeigen: Wir sind anders als die "Unterschicht". Und die ist natürlich dick, hängt den ganzen Tag vorm Fernseher rum und stopft sich mit Chips voll. Die eigene Angst vor Armut wird also in Form von Körperfett bekämpft.

Natürlich geht es bei der Diskriminierung von dicken Menschen nicht nur gegen die "Unterschicht", sondern auch gegen andere Gruppen, die im Durchschnitt dicker sind als die klassische Mittelschicht: Menschen mit Migrationshintergrund und ältere Menschen. Im Kampf um immer knapper werdende Arbeitsplätze gibt es ein Interesse daran, diese Gruppen mit Adjektiven in Verbindung zu bringen, die sie für die Arbeitswelt eher disqualifizieren: nicht so leistungsfähig, ständig krank, unbeweglich und unflexibel und wegen ihres unerwünschten Äußeren nicht in der Lage, ein Unternehmen nach außen zu repräsentieren. Die Diskriminierung von Dicken kann so auch die Gestalt einer mittelbaren Diskriminierung von älteren Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund annehmen, da diese durchschnittlich dicker sind.

dieStandard.at: Gibt es auch Schnittpunkte von Frauen- und Dickendiskriminierung?

Von Liebenstein: Selbstverständlich: Schon Susie Orbach schrieb "Fat is a Feminist Issue". Frauen leiden in ungleich höherem Maße als Männer unter dem Druck, dünn sein zu müssen. Der Irrglaube, Frauen seien von Natur aus leichter als Männer, ist ja nicht aus den Köpfen zu bekommen. Tatsache ist: Frauen vertragen selbst erhebliches Übergewicht wesentlich besser als Männer und müssen schon 180 kg wiegen, um annähernd dasselbe Erkrankungs- und Sterberisiko zu haben wie ein normalgewichtiger Mann. Es verwundert daher nicht, dass es auch wesentlich mehr adipöse Frauen gibt als adipöse Männer.

Doch nicht nur dicke, sondern gerade auch dünne Frauen sind permanent mit ihrem Körper beschäftigt und haben das Gefühl, noch nicht dünn, fit und schön genug zu sein. Wie gut für die männlichen Kollegen, wenn die 42-jährige promovierte Juristin, die ihnen ihr Projekt zu klauen droht, sich plötzlich lieber den ganzen Tag mit Gesundheit, Fitness und Schlankheit auseinandersetzen möchte und eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin macht. Gewichtsdiskriminierung ist eben nicht nur ein Problem von Dicken, sondern mindestens in gleichem Maße von Dünnen. Gleichzeitig werden Frauen eben auch im Beruf immer noch viel zu sehr über ihren Körper bewertet. Sich dann zurückzuziehen und zu sagen: Die gesunde Ernährung meiner Familie ist mir wichtiger als mein Beruf - damit machen sich Frauen selber so viel kaputt.

dieStandard.at: Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach die Medien dabei, dass das "Fett = schlecht und ungesund-Paradigma" unwidersprochen Eingang in unsere Köpfe gefunden hat?

Von Liebenstein: Eine Studie von Anja Hilbert, Winfried Rief und Elmar Braehler von der Universität Marburg zeigt, dass 75 Prozent der Deutschen stigmatisierende und 25 Prozent stark stigmatisierende Vorurteile gegen Dicke haben. Die Rolle der Medien ist in diesem Zusammenhang natürlich sehr wichtig, weil Informationen über sie stark gefiltert werden bis hin zur massiven Verzerrung von beispielsweise Studienergebnissen. Fakt ist, dass die meisten Medien fast nur negative Berichterstattung über Dicke bringen und dass Dicke fast ausschließlich im medizinischen oder politischen Themenumfeld auftauchen: als medizinisches oder volkswirtschaftliches Problem. Besonders bezeichnend sind die dazugehörigen Abbildungen: der klassische "headless fattie", also dicke Körper ohne Kopf, Fokus auf Fettröllchen oder einen bildfüllenden Hintern. Auch beliebt: Ein dickes Kind, das sich einen Burger in den Mund schiebt.

Was ich besonders fatal finde, ist, dass Zahlen und Studienergebnisse, die Dicksein betreffen, von den Medien auf unseriöseste Weise effekthascherisch aufgebläht werden. Als die Nationale Verzehrsstudie II zum Beispiel Thema war, titelte die Stuttgarter Zeitung "Dicke unterschätzen die Gefahren des Übergewichts". Die Studie selbst untersuchte diesen Zusammenhang jedoch noch nicht einmal. Wir haben aus diesem Grund einen Flyer für die Presse herausgebracht, der Hinweise gibt, wie man Katastrophenrhetorik, stigmatisierendes Bildmaterial und diskriminierende Zuschreibungen vermeiden kann. Der Flyer hilft auch dabei, Statements von ÄrztInnen und der Wissenschaft richtig einzuordnen: Was ist der Unterschied zwischen Korrelation und Verursachung, was ist eine relative Wahrscheinlichkeit, warum sollte lieber mit absoluten Zahlen gearbeitet werden - da braucht es Aufklärungsarbeit nicht nur für JournalistInnen.

dieStandard.at: Stört Sie eigentlich der Begriff "Dick/e"?

Von Liebenstein: Im Gegenteil, "dick" ist für uns ein wertneutraler Begriff, im Gegensatz zu anderen wie "übergewichtig" oder "adipös": Der Erstere behauptet, dass es ein "abnormales Gewicht" gäbe, der zweite ruft einen medikalisierten Diskurs auf, der schon viel zu oft verwendet wurde, um uns klein zu halten. Das Wort "fett" wiederum ist im Deutschen negativ besetzt, "fat" im Englischen nicht eindeutig, es bedeutet "fett" und "dick". Wirklich schade, dass es ein Wort wie "fat" im Deutschen nicht gibt, denn es ist einerseits ganz neutral, andererseits hat es ein wunderbar subversives Potenzial. Zwar könnten wir uns auch "fett" nennen (das Wort "schwul" war ja auch einmal ein Schimpfwort, das sich eine Subkultur angeeignet hat, gerade weil es ein Schimpfwort war).

Ich fände den Gedanken ganz reizvoll, befürchte aber, dass die deutschsprachige Dickenbewegung noch zu sehr in den Kinderschuhen steckt, um derart subversiv zu sein. Subversiver Humor wird hier noch nicht genug verstanden: genau das zu tun, was das Vorurteil von einer/m erwartet, nur noch etwas extremer; also öffentlich Essen in sich hineinzustopfen, überquellende Fettrollen in engen Höschen zu präsentieren und dergleichen. Die Comedienne Cindy aus Marzahn geht ja ein wenig in diese Richtung. Ich persönlich fände ein Sahnetorten-Eat-In eine schöne Idee oder grellpinke T-Shirts mit der Aufschrift "FETTE SAU".

dieStandard.at: Was sagen Sie denen, die meinen, alle wollen eigentlich schlank sein und Dicke belügen sich selbst?

Von Liebenstein: Die "Wohlfühlfigur" ist ja eine Illusion. Mich hat keiner gefragt, ob ich so sein will, wie ich bin. Ich finde es nicht toll, dick zu sein, ich bin einfach so; andere haben vielleicht eine große Nase oder sind nur 1,40 m groß. Wahrscheinlich wäre mein Leben einfacher, wenn ich "schnipp" machen könnte und dünn wäre. So einfach ist das aber nicht. Dünn zu sein ist für Menschen wie mich mit einem Einsatz verbunden, der sich für die allermeisten kaum lohnen dürfte: ein Leben lang ununterbrochen zu hungern wie ein/e Magersüchtige/r. Dazu habe ich aber keine Lust, der Preis ist mir zu hoch. Warum sollte ich mir künstlich eine psychische Erkrankung antrainieren, Energie verschwenden auf etwas, das mir Lebensfreude und Leistungsfähigkeit raubt, nur weil irgendwer mich lieber dünn sähe? Lieber lebe ich mit meiner Figur und achte nur ein wenig darauf, gesund zu essen, mich zu bewegen und Spaß am Leben zu haben.

dieStandard.at: Gibt es für Sie eine Gewichtsgrenze, ab der Sie sagen würden: Es muss was passieren.

Von Liebenstein: Eine generelle Gewichtsgrenze, die für alle - oder auch nur für mich selber - gilt, gibt es für mich nicht. Ab wann das Gewicht für den einzelnen Menschen ungesund oder auch nur unangenehm wird, ist wohl eine höchst individuelle Angelegenheit. In unserem Verein gibt es Leute mit 160 kg, die fit sind wie ein Turnschuh und sich wohlfühlen. Andere brechen schon mit 90 kg unter ihrem Gewicht fast zusammen und kommen keine Treppe mehr hoch. Für mich ist alles eine Frage von Alternativen: Leide ich mehr, wenn ich so bleibe, wie ich bin, oder leide ich mehr, wenn ich - auf welche Weise auch immer, denn eine funktionierende Therapie gibt es bisher nicht - mein Gewicht reduziere.

Menschen, die sich mit ihrem Gewicht schlecht fühlen, rate ich zuerst einmal zu ein wenig Sport, denn aus eigener Erfahrung weiß ich: ob man die 762 Stufen des Stuttgarter Fernsehturms hinaufkommt, hat weniger mit dem Gewicht zu tun als mit Training. Wichtig ist natürlich auch die Frage: Bin ich wirklich "zu schwer" oder sind es irgendwelche anderen, die mir das Leben schwer machen? In den allermeisten Fällen ist die Umwelt das gewichtigere Problem.

dieStandard.at: Diät ist keine Option?

Von Liebenstein: Natürlich nicht. Wenn Diäten und Ernährungsumstellungen funktionieren würden, gäbe es nicht so viele davon. Sogar das Kompetenznetz Adipositas, das von der Bundesregierung finanziert wird, zeigt mit der Forschung von Prof.in Martina de Zwaan: Abnehmen ist - langfristig gesehen - ein Ding der Unmöglichkeit. Der Prozentsatz an Diät haltenden, die ihr Gewicht um mehr als fünf Prozent reduzieren und die Abnahme über mehr als ein Jahr halten, ist verschwindend gering. De Zwaan spricht schon vom sogenannten "false hope syndrome" der Dicken, d.h. dem pathologischen Glauben daran, dass die Gewichtsabnahme diesmal endlich gelingen wird. Fazit: Diät ist eine nicht funktionierende Therapie für eine nicht existente Krankheit. Der fast zwangsläufig einsetzende Jojo-Effekt ist gesundheitlich wesentlich schlimmer als das Dicksein selbst.

dieStandard.at: Was braucht es für die Dicken stattdessen?

Von Liebenstein: Wichtig wäre ein gesellschaftliches Klima, das Dicke nicht zu VersagerInnen stempelt, sondern einsieht, dass es von der Natur vorgesehen ist, dass es Menschen ganz unterschiedlicher Kleidergrößen gibt. Dick zu sein ist kein Problem, Dicke haben kein charakterliches oder gesundheitliches Manko - jedenfalls nicht mehr als die meisten Dünnen. Dicke sollten in den Medien, in der Politik, Wirtschaft und im Schwimmbad öfter vertreten sein. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es dicke Menschen gibt und dass diese genau dasselbe tun wie dünne: Unternehmen repräsentieren, Reden halten, mit FreundInnen ausgehen, mit ihren Kindern toben, flirten, sich schick anziehen.

Die Modeindustrie könnte eine ganze Menge beitragen, aber nicht einmal die Hersteller für Übergrößen setzen wirklich dicke Models ein: Wenn ein Model Größe 42 hat, gilt es schon als "Plus-size". Es braucht attraktive dicke Identifikationsfiguren, kompetente Dicke in gesellschaftlichen Schlüsselpositionen, dicke ForscherInnen! Forschung von Dünnen über Dicke, das hat etwas von Kolonialisierung. "Nichts über uns ohne uns" ist nicht umsonst ein GgG-Motto. Ein paar "Quotendicke" in den Medien und der Öffentlichkeit können überhaupt nicht schaden. (bto/dieStandard.at, 5.9.2011)


WISSEN: Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung

Die Schwerpunkte der Vereinsarbeit liegen im Bereich Recht, Kinder, Kultur und Medizin. Neben einer professionellen, anonymen und kostenlosen Rechtsberatung setzt sich die GgG u.a. im Bereich Verbeamtung für ein Umdenken in den Gerichten ein, veröffentlicht Informationen für Kinder und ErzieherInnen, u.a. eine Kinderwebseite (www.dickduenn.de) und ein Kinderbuch, das in den nächsten Monaten erscheinen soll, stellt eine regelmäßige aktualisierte Presseschau zum Thema "Gewicht" zur Verfügung und unterstützt dickenfreundliche Projekte im Bereich Kultur und Forschung. Die AG Medizin der GgG bietet Informationen und Aufklärung für medizinisches Personal, insbesondere in den Bereichen Pflege und Umgang mit dicken PatientInnen, und betreibt ein noch laufendes Projekt zur Recherche dickenfreundlicher Krankenhäuser in Deutschland.

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Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung

Council on Size and Weight Discrimination

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hervorragend formuliert...!

hervorragend formuliert...!
- aber nur eine oase im meer der "giftigkeit" ...

Es ist zur Zeit in vielen Bereichen ein Trend unbequeme Wahrheiten nicht mehr auszusprechen bzw. aussprechen zu können, weil sich irgendjemand diskriminiert fühlen könnte, nach demselben Prinzip wird unendlich viel Verständnis und Toleranz für Dinge eingefordert bei denen man sich an den Kopf greift.
Im Internet ist das zum Glück noch nicht so.

Im Übrigen hat jede Randgruppe das Recht darauf veraxscht zu werden.

Im Übrigen hat jede Randgruppe das Recht darauf veraxscht zu werden

glauben die chronischen veraxscher...
(weil man halt gern glaubt, was man zur eigenen ego-erhöhung braucht)

So ist es

Gut erkannt, liebe chambala

Hat auch etwas mit Täterintrojekten zu tun. Ein furchtbar destruktiver Mechanismus, der hier unreflektiert ausagiert wird - gehässig gegen sich selbs und andere. Wahrscheinlich ist unsere Gesellschaft deshalb genau so, wie sie ist.

Naja, ich denke das hat es immer schon gegeben. Mal waren es Rothaarige, dann Hagere, dann wieder Raucher, Frauen so u. so.

Ich denke nur wenige Menschen sind mit sich selbst zufrieden und können auch anderen was gönnen und diese unterstützen - egal ob die groß, klein, dick, dünn, schön, weniger schön, oder was auch immer sind.

Schein ist einfacher als Sein - das wird sich nicht ändern und ist jeweils ein individueller Erkenntnisprozess.

War das immer so? Wissen Sie das?

"...nur wenige Menschen sind mit sich selbst zufrieden und können auch anderen was gönnen und diese unterstützen."

Bemerkenswerte Bestandsaufnahme über einen wirklich erbärmlichen Zustand. Warum ist das so? Muss das so sein? Ist das überall so?

Nein - ich brauche dringend eine Studie um meine täglichen Wahrnehmungen auch zu glauben, weil ich als normaler Mensch z'deppert bin selbst was zu erkennen.

Bemerkenswert naiv würde ich Ihre Einstellung nennen - solange es mir nicht ein Experte bestätigz stimmt es nicht.

Nona - wer geifert am meisten, die selbst mit sich nicht zufrieden sind. Die kümmern sich um die anderen - der Rest lebt eh das eigene Leben und kann auch anderes tolerieren.

Und was Rothaarige betrifft - bevor diese Haarfarbe absolut Mode wurde, war es "schlimm" rothaarig zu sein - diese Kinder wurden in den 60ern noch verspottet (u.a. auch als "Hexen").

Warum so aggressiv?

Ich habe nur ein paar Fragen gestellt. Kein Grund also, auszuzucken.

Ich fürchte nur, Sie haben nicht den blassesten Schimmer von der Belastbarkeit von Alltagsüberzeugungen und der Funktion von Wissenschaft. In der Wissenschaft tummeln sich übrigens keine "Experten", die finden Sie besser in Politik und Wirtschaft. Überdenken Sie also das Ganze noch einmal. Sonst muss ich annehmen, dass Ihr erster Absatz vollinhaltlich zutrifft. Bis auf das Attribut "normal" halt.

Hexe hat mir immer gefallen.;-)
Besonders lustig war es für mich, als rotblond modern wurde, hab ich an mir alle anderen Farben des Spektrums ausprobiert, nur nicht meine eigene.

Nur finde ich das es schon ein Unterschied. Dicke auf ihren schlechten Lebensstil aufmerksam zu machen gleichzusetzen mit Diskriminierung von Rothaarigen ist schon etwas seltsam

Nun ja, dann sollten dünne auch mal auf ihren schlechten Lebensstil - wenig Bewegung, schlechte Haltung usw. aufmerksam gemacht werden. Das ist kein Privileg Übergewichtiger und die haben dann

genauso Probleme mit Herz-Kreislauferkrankungen, Bewegungsapparat usw.

Und? Die Diskriminierung Rothaariger oder von Frauen (lesens mal was vor 100 JAhren offiziell in Wien im Bereich Psychiatrie über Frauen os ganz hochwissenschaftlich und ernsthaft verbreitet wurde) usw. gab es schon immer - heute weiss man es besser.

Natürlich sind auch Magersüchtige auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. Allerdings ist m.M ein direkter Vergleich nicht möglich da es sich um eine Psychische Erkrankung handelt.

Das ihrer Meinung nach Dünne GENAUSO Probleme haben mit Herz-Kreislauferkrankungen wie Dicke disqualifiziert sie allerdings schon ein bisschen für eine sachliche Diskussion

Gut zu wissen, dass schlanke, die sich nie krank werden - ich frage mich nur warum die dann genauso im Krankenhaus liegen, beim Arzt sitzen usw.

Möglicherweise sollte ich mir eine Brille zulegen, weil ich auch Schlanke in den Arztpraxen/Krankenhäusern sehe.

Natürlich liegen auch Menschen die KEINER Risikogruppe angehören im Krankenhaus. Allerdings ist das Risiko das man dort landet wenn man Übergewichtig ist viel, viel höher.
Aber geben sie es ruhig zu, sie wollen es nicht verstehen und in ihrer Eigenen Wahrheit weiterleben. Dazu verdrehen sie dann auch immer die Posts der anderen, so wie sie mir gerade praktisch vorwerfen das ich behaupte Dünne sind nie im Krankenhaus.

Irgendeine Risikogruppe finden's für jeden über 40, davon können Sie schon auf Grund der "Wertefestlegung" die in den letzten Jahrzehnten sukzessive nach unten ging, ausgehen.

Jössas, was soll ich rothaarige rauchende Frau da erst sagen?
Na hager bin ich wenigstens nicht.;-)

Der Ausbund an "eh scho wissen was " *looool*

Jo, ich kann damit gut leben, ich Ausbund, so bleiben mir wenigstens die fern, die ich eh nicht um mich haben möchte...;-)

Wenn ich mir da so manches durchlese, dann sehe ich das genauso wie Sie ;-).

Hat Vorteile wen man so ein Ausbund ist, nicht ;-)!

Eindeutig.
Lieber Ausbund als Hosenbund.;-)

Und sie funktionieren doch...

Auch ich habe mir ca. 10 Jahre lang eingeredet, dass Diäten nicht funktionieren und es mir gar nichts ausmacht, zu dick zu sein. Vor 3 Jahren hat dann ein neuer Versuch mit einer anderen Diät Erfolg gehabt, seither hab ich 40 kg weniger und ehrlich, es lebt sich so viel angenehmer. Natürlich muss ich mich mit dem Essen zurückhalten, um nicht mehr zuzunehmen. Aber bevor ich abgenommen hatte, war ich auch ständig auf Diät - nur erfolglos eben.

Welche Diät hat denn funktioniert?

Das ist doch sicher interessant für alle Abnehmwilligen hier...

so ein schmarrn...

wer glaubt denn sowas...!

"sondern gerade auch dünne Frauen sind permanent mit ihrem Körper beschäftigt und haben das Gefühl, noch nicht dünn, fit und schön genug zu sein"

darauf antworte ich, dünn, mit einem anderem Zitat von Stephanie von Liebenstein aus dem Interview:

"Das Problem ist, dass die meisten Menschen glauben, sofort zu wissen, was mit einem dicken Menschen los ist"

Also bitte dieselbe Behandlung anderen zuteil werden lassen, die man für sich und seine Lobbygruppe einfordert.
;-)

Sie hätten auch einfach schreiben können: Ich bin dünn. Die zwanghaft dazugedichteten Zeilen, deren Aufgabe allein darin bestand, von der kurzen Beschreibung ihres Körpers abzulenken, damit Sie nicht eingebildet rüberkommen, hätten Sie sich sparen können. ;)

Die zwanghaft dazugedichteten Zeilen, deren Aufgabe allein darin bestand, von der kurzen Beschreibung ihres Körpers abzulenken, damit Sie nicht eingebildet rüberkommen, hätten Sie sich sparen können. ;)

Nein, ich hätte meine Kritik, dass die Dame dasselbe tut, was sie anderen ankreidet, in einfachen Worten vermitteln können.
Simple Botschaften wie "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu." reizen zwar zum Vorwurf der Plattitüde, sind jedoch leicht verständlich.
;-)

Auch wenn ich mit der Meinung von Frau von Liebenstein in vielen Punkten nicht d´accord gehe, so beweist allein das Lesen der Kommentare hier, dass die Diskriminierung und Stigmatisierung von Dicken in unserer Gesellschaft tatsächlich ein Problem darstellt.

Das stimmt. Das Problem ist das sie das ganze Persönlich nehmen, ich es aber nur sachlich ansprechen will.
Für sie ist es bestimmt kein Problem einen Alkoholiker oder Kettenraucher auf seinen schlechten Lebensstil aufmerksam zu machen, bzw. ist es sogar Gesellschaftliche Norm solches Verhalten anzuprangern und negativ zu behagten.
Die negativen Auswirkungen von Übergewicht sollten eigentlich bekannt sein und liste das jetzt nicht auf.
Dicke gehört ein Spielgel vorgehalten damit sie ihr Leben ändern können.

diskriminierungen und verspottungen

kann man nur persönlich nehmen, denn sie sind persönlich gemeint.

die art, wie sie (gerechtfertigte) information und motivation zu verhaltensänderung oder aufmerksam machen.. und (nicht gerechtfertigte) anprangerung, anwendung von beschämung und (moralischer) abwertung gleichsetzen, als wäre es dasselbe, irritiert mich schon sehr.
ja man muß den menschen infos geben und ratschläge anbieten. aber die art, die MITTEL, wie das EU-gesundheitscouncel derzeit versucht, seine ziele durchzu"treten" (man muß sich bloß mal die anweisungen an die ärzteschaft durchlesen - bis hin zur öffentlichen diffamierung und entzug von bürgerrechten geht das) ist eine schande für europa.
kein zweck heiligt alle mittel. abwertung und diskriminieren: nein

Ich glaube, man sollte hier nicht verallgemeinern.

Es gibt durchaus einige Kommentare, bei denen sich dickere Menschen zu recht angegriffen fühlen. Der Großteil der Kommentare hier im Forum greifen aber zurecht die Statements von Fr. Von Liebenstein an. Die kann man nur im Licht eines Lobbying-Gedankens halbwegs akzeptieren und werden und daher zurecht zerrissen!!!

Welche Kommentare sind das, bitte?

von mir, posting wurde entfernt...

"backhendlfriedhof"
("schwartenfetischist" -nie gewesen
"fettsack" -nie wohl gefühlt)

-wobei die letzten beiden auf mich bezogen waren.
bin jetzt auch kein "dürrer", aber immer wen die wampe stark wächst denk ich mir: "schei*e, kein zucker die nächsten wochen."

da hams aber glück gehabt bis jetzt

in der bim sitzend hört man da ganz ganz andere sachen, von denen man nur alpträumen kann... fettsau ist die zärtlichste benennung darunter.
allerdings muß man der sachlichkeit halber sagen, über zu dünne hört man ähnliches.

denn es ist nie das objekt der diskriminierung oder verspottung das wesentliche kriterium, sondern nur und ausschließlich die lust und der macht-kick des spötters, um den es geht. darum sind diskriminierung und häme ja auch nicht objektgebunden, sondern mal in die richtung mal in die andere..
jedenfalls immer richtung "weg vom spötter und seinen eigenen defiziten".

L-O-L

"Neben ihrem Engagement in der GgG arbeitet sie an ihrem Doktorat über den dicken Körper in der englischen Literatur der frühen Neuzeit."

Ein gewisser Egozentrismus ist da aber nicht zu übersehen. Nach dem Motto: Ich bin dick, also studiere ich Dickheit und engagiere mich für Dicke. Und zu behaupten, dass es keine mehr oder weniger "normalen" Körpergewichte gäbe, ist pure Realitätsverweigerung.

Jedoch kommt auf Liebenstein und Konsortinnen fürwahr eine schwere Zeit zu. Ich halte die "Dickendiskriminierung" im Moment für kaum existent, befürchte aber, dass dies in Zeiten knapp werdender Ressourcen anders werden wird. GgG könnte in Zukunft also doch noch zu was nützlich sein...

Ein gewisser Egozentrismus ist da aber nicht zu übersehen

naja, mit hinblick auf die sozialen erfahrungen durchnittlich dicker menschen ist dieser "egozentrismus" aber auch nachvollziehbar und im sinne einer erhaltung der psychischen integrität und des selbstwertes auch eine "gesunde", notwendige reaktion.
würde mit dicken menschen gelassener und mit mehr akzeptanz ihrer höchst autonomen wahl ihrer lebensfor- und körperformen umgegangen, wäre er nicht nötig. also ist er eigentlich eine folge falscher motivationsansätze, die derzeit leider unser gesamtes gesundheitspräventionssystem verseuchen.

wieso nicht?!

Wär ja nicht wirklich glaubwürdig wenn die Dame magersüchtig ist und sich für Dicke einsetzen würd?!

Dicke sollten...im Schwimmbad öfter vertreten sein

na für meinen Geschmack sind dort genug

na für meinen Geschmack sind dort genug

quod erat demonstrandum.

Ja bitte auch noch tätowiert, da hat man dann mehr zu lachen :-)

Ich würde mir hier ein Doppelinterview wünschen, mit einem Arzt der gleich nebenbei die Auswirkungen auf die Gesundheit erwähnt. Es geht nämlich nicht nur um das sich wohl fühlen sondern auch darum seinen eigenen Körper zu schaden.

"sei es in Gestalt der pauschalen Standpauke, der dicke Menschen beim Arztbesuch regelmäßig ausgesetzt sind"

Was soll das mit Diskriminierung zu tun haben? Es ist der Job des Arztes darauf hinzuweisen, auch wenn es der Patient nicht hören will.

Ja ja

"In unserem Verein gibt es Leute mit 160 kg, die fit sind wie ein Turnschuh und sich wohlfühlen. Andere brechen schon mit 90 kg unter ihrem Gewicht fast zusammen und kommen keine Treppe mehr hoch"

Muhahahahahahahahahahahah- na genau... meine liebe... hab selber 23 kilo abgenommen, muss allerdings dazu sagen dass ich mir die höchst persönlich vorher angefressen habe, und es ist ein exorbitanter unterschied, ob man mit 108 oder mit 85 kilo durch die welt spaziert, und noch was, wer dike nicht mag kann sich gleich bei mir melden, ich mag dumme nicht...

Alkoholiker,Erwerbslose....

Alte,Süchtige,Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, unsere Gesellschaft kann beim Ausgrenzen sehr hart sein.....

simpel:

mehr kalorien verbrennen als zu sich nehmen - dafür brauch ich keine diät, sondern einen rein bewussteren konsum von lebenmitteln, gepaart mit einer endorphinausschüttung, die ich mir beispielsweise über >etwas< sportliche aktivität, anstatt über zwei mc-menüs täglich zu lukrieren versuche

ich muss ja auch nicht finanzwirtschaft studiert haben, um zu verstehen, dass ich bei 10 euros die ich verdiene, ein minus von 5 haben werde, wenn ich 15 ausgebe!?
bei kilos verhält es sich ähnlich...

ist halt wie beim geld - dort klappt es auch nicht...

die verlockungen sind einfach zu gross. drum haben 90% der österreicher kein geld, aber schulden. wer gibt nur so viel aus, wie er im börserl hat? genau: derjenige, der keinen kredit bekommt. beim essen ist es nicht anders. beim einen bleibts mehr haften als beim anderen. in der schnitt sind aber alle österreicher zu fett und zu sehr verschuldet. und wie das "zurück" geht, machen jetzt ja alle banken und staatshaushalte vor: gar nicht. noch mehr schulden - noch mehr fett...

Auch beim Geld: Jeder entscheidet, ob er mehr oder weniger ausgibt als er einnimmt. Je weiter man sich vom ausgeglichenen zustand entfernt, desto schwieriger wird das zurück.

Beim Gewicht ist es das Gleichgewicht Essen - Verbrauchen, und man kann an beiden hebeln drehen.

Beim Geld ist es Einnehmen - Ausgeben , und auch hier kann man beide Seiten beeinflussen.

Und leicht ist es für keinen, mehr Genuss ist immer angenehmer.

wenn alles nur eine bilanzzieherei ist - jeder körper ist gleich - wir sind ja alle aus plastik, warum dann - und jetzt ohne sch...ß - bitte erklären sie mir - warum meine cousine, eine supernette frau, bei einem tgl. kalorienkonsum von 1700cal am tag (grundumsatz 1500) zunimmt - weil sie frisst, oder wie? es ist nunmal so menschen verwerten jeder anders die nahrung, wenn es nicht so wäre wäre die welt doch viel einfacher - ist sie aber nicht.

Können's lesen?

Wenn sie schlechter verwertet, muss sie eben weniger essen.

Möglicherweise ist sie aber auch einfach beim aufschreiben oder erzählen nicht ehrlich - das ist häufiger.

Der Mensch ist aber was seinen Stoffwechsel und Hormonhaushalt und speziell das Zusammenspiel beider betrifft etwas komplizierter und vielschichtiger als ein Bankomat.

das schöne ist...

...dass physikalische grundprinzipien wie z.b. energieerhaltung (energie rein = energie raus) auch für wahnsinnig komplexe systeme gilt ;)

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