Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

PETA will Lust auf vegetarisch machen, ein Film berichtet über die Unlust und Schwarzer bekommt Ratschläge für ihren nächsten offenen Brief.
Nicht nur Alice Schwarzer, auch die mädchenmannschaft.net richtet das Wort an Charlotte Roche. Keinen herablassend-mütterlichen Appell, sondern als schwesterlicher Rat gemeint. Bevor sie selber ein Buch schreibt, so Bloggerin Nadja, wäre doch auch mal angebracht, ein solches zu lesen. Zum Beispiel den Philosophen Michel Foucault - das stünde der Skandalnudel Roche ganz gut an, weil der hat sich so seine Gedanken gemacht, wie das so ist, mit dem Tabu und dem Sex. Denn wer so viel darüber redet, der Lust an der Beichte frönt, gewährt dem kontrollierenden Zugang zum Individuum Tür und Tor. Und außerdem sei das literarische Niveau von "Schoßgebete" unter jeder Kritik - schreibt Nadja. Dass Roche und noch nicht einmal der geschäftstüchtige Piper-Verlag nie Literatur versprochen haben, lässt die Bloggerin offenbar nicht gelten.
Und weil sie grad dabei war: "Alice, falls ich Dich auch erwische ... beim nächsten offenen Brief bitte nicht so rumschnauzen. Das war ja zum Ohrenkrebs kriegen, dein Rumgemecker. Also. Weißte Bescheid!" Wir auch und klicken weiter zum maedchenblog.de.
Mit Sexismus für Tiere kämpfen
Dort hat man sich PETA zur Brust genommen und fragt: Heiligt der Zweck wirklich jedes Mittel? mädchenblog.de erinnert an die schon kontrovers diskutierte Kampagne "Holocaust auf ihrem Teller". "Wenn es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi" war ein Slogan der Kampagne. Für die Autorin eine schreckliche Relativierung, und auch Rassismus und Sexismus erachte PETA als probates Mittel, um auf den Tierschutz aufmerksam zu machen. So findet sich im Blogeintrag ein Bild einer nackten Frau in einer Umkleidekabine, den Hintern in die Kamera gereckt und darunter erfahren wir, dass auch wir so einen Körper unser eigenen nennen könnten - vorausgesetzt wir würden Vegetarierinnen werden. Aha.
Gegen den männlichen Sexualterror
Um die Frage "heiligt der Zweck die Mittel" ging es auch in den Kommentaren zu den SlutWalks. Allerdings handelt es sich bei diesen weniger um eine Handlungsanleitung zum normgerechten Körper wie bei PETA, sondern "gegen den unerträglichen männlichen Sexualterror", applaudiert Luise F. Pusch in ihrem Sprachblog den SlutWalks begeistert zu. "Dass wir dafür eine Methode gefunden haben, die die Medien umso magischer anzieht, je mehr wir uns ausziehen, finde ich genial. Wir schlagen sie mit ihren eigenen Waffen, bzw. fangen sie in ihren eigenen Netzen", so die Grand Dame der feministischen Sprachkritik. Pusch widmet sich in ihrem Blog auch der nicht ganz korrekten deutschen Übersetzung in "Schlampenmärsche". So wäre Slut wohl besser mit "Fotze" übersetzt und "Walk" mit einem Spaziergang denn mit einem Marsch. Aber auch Fehlübersetzungen haben Vorzüge: "Die Verkopplung der unordentlichen Schlampe mit dem militärischen Marsch ist so apart wie attraktiv. Die Schlampe wird dadurch ordentlicher und der Marsch schlampiger - beide Seiten können das gut vertragen."
Nach so viel Entblößung geht's auch noch zur Sex-Bloggerin Rachel Rabbit White, die allerdings diesmal über die Doku "(A)sexuell" bloggt, ein Film über den New Yorker Asexuellen-Aktivisten David Jay - eine willkommene Abwechslung. Der Film folgt dem Leben Jays und fragt unter anderem, wie Asexualität in Beziehungen funktioniert. "Intiminität oder Beziehung verweist sofort auf Sexualität", so Jay in einem Interview, der sich von der Asexuellen-Bewegung einen offenen und ehrlichen Umgang mit Asexualität wünscht, während etwa die Sex-Positv-Bewegung einen offenen und ehrlichen Umgang mit Sexualität anstrebt - zwei Ziele, die sich laut Jay sehr gut ergänzen. Rachel Rabbit White schreibt, dass die Sex-Positiv-Bewegung zwar wichitige Impulse brachte, wie wir über Sex reden könnten. Sie müsste sich aber auch Fragen solcher Art widmen: Wie interessiert an Sex bin ich wirklich? Oder: Wie und wodurch wurde mein sexuelles Verhalten beeinflusst? Und so resümiert die Sex-Bloggerin, Sex sei zwar ein schöner Teil des Lebens aber beileibe nicht die einzige Option.
Bioessen und Impfskepsis
Dass die Autorin Sibylle Berg auch für den Online-Spiegel die mehr oder weniger großen Fragen unserer Zeit an Angriff nimmt, ist dank dem Blog franziskript.de nun auch etwas weiter gesickert. Frau Berg freut sich in ihrer Kolumne "Fragen Sie Frau Sibylle" über neu gewonnene Feinde wie etwa die Maskulinisten, "eine vermutlich extrem humorvolle Splittergruppe des Opus Dei", und stellt sich auch gleich für weitere Feindschaften zur Verfügung. Aktuell könnte sie diese mit Eltern schließen, denn: "Will man sich richtig in die Scheiße setzen, sollte man unbedingt etwas über Kinder schreiben." Und so legt sie ohne Rücksicht auf Sympathieverluste los, und das obwohl sie selbst keine Kinder hat, was ja, so Berg, der Gipfel der Frechheit ist, denn "über das hochartifizielle Gebiet der Kinderzubereitung darf nur eine Meinung haben, wer seinem Gebärauftrag nachgekommen ist." Dennoch erlaubt sich Berg öffentliche Verwunderung über "Impfskeptiker" zu äußern, dank derer das Ziel von WissenschaftlerInnen, die Masern bis 2015 auszurotten, wohl nach weiter hinten korrigiert werden muss. "Toll, wenn sich Menschen ohne jedes Fachwissen per Gebärauftrag zu Experten erklären."
Berg macht sich auch noch munter über das "volle Programm" samt Bioessen oder atmungsaktive Kleidung her. Ob das ein zukunftsträchtiger Weg für den Nachwuchs ist, diese Frage traut sie sich dann aber doch nicht zu beantworten: "Meine Bewunderung gilt allen, die mit der Kinderherstellung eine lebenslange Verantwortung übernehmen, die eigentlich alles nur falsch machen können, denn ein richtig gibt es doch kaum."
"Wired" kommt, mit GQ?
Und zu guter Letzt noch ein Blick auf ein berechtigtes Ärgernis, dem auf side-glance.de Luft gemacht wurde. Das US-amerikanische Technologie-Magazin WIRED kommt nach Deutschland. Ein Heft, das sich "aufgrund der Thematik eindeutig an Geeks richtet" steht auf side-glance.de zu lesen. Darüber könne sich frau - jawohl - in Deutschland freuen, gäbe es da nicht den seltsamen Vertriebsweg. Das Magazin soll nämlich "im Bündel mit einem Männermagazin" erscheinen. Welches? "GQ", "ein Frauenmagazin (Mode, Sex, Blahblahgähn...) - nur mit umgekehrten Vorzeichen." Weder modern, noch zukunftsträchtig findet das die Autorin, die aber auch das amerikanische Original nicht als sexismus- und stereotypenfreie Zone abfeiern will. Dennoch: "Artikel von Limor Fried und Christina Bonningtonh zeigen meiner Meinung nach wie es auch geht." (beaha, dieStandard.at, 31. 8. 2011)
Der Frauenanteil in ORF-Debatten stagniert - Weil sie zu passiv sind, sagt Robert Stoppacher - Weil der ORF zu lasch ist, sagt die Grüne Judith Schwentner
Magazin für das Frauennetzwerk Medien am Weg zum "billig-sexistischen Boulevard" - Rainer: "Profil" in bester Gesellschaft
Das aktuelle "fiber"-Heft widmet sich dem kleinen, aber bedeutetenden Kürzel "Post*"
Das Magazin habe bisher einen 30-prozentigen Frauenanteil, jedoch kaum in Bereichen, in denen journalistische Inhalte entschieden werden
Beauty-Terror made in Austria - Ab nächster Woche begleitet der Privatsender heimische Kandidatinnen auf ihrem Weg zur Schönheits-OP
Kachelmanns einstweilige Verfügung gegen "Unworte" wie "Unschuldsvermutung": "Emma"-Herausgeberin will lieber Instanzenweg ausschöpfen
Ab der nächsten Ausgabe erscheint das feministische Magazin wieder im Zwei-Monats-Rhythmus
Der neue Sender Sixx wirbt mit "Mädels, euer Fernsehen ist da!" - dieStandard.at fragt beim Sender nach dem Zusammenhang zwischen Programm und Frauen
Magazin habe Verantwortung, "ihr Gewicht in die relevanten Themen und Diskussionen der Branche einzubringen"
Das noch junge "Philosophie Magazin" fragt, ob Frauen von Natur aus gut sind - Das Heft liefert dennoch keinen Grund für Ärger, ganz im Gegenteil
Frauen seien bei Fernsehdiskussionen oft zu still, sagt ORF-Talkerin Ingrid Thurnher - Die grüne Frauensprecherin Judith Schwentner erwartet sich strategisches Bemühen
Frauenfreundliche Politik als extremistisch diskreditiert: Frauennetzwerk Medien zeichnet "Krone"-Autor für "beispiellose frauenfeindliche Hetzkampagne" aus
Eine türkische TV-Serie rückt das Thema Zwangsheirat ins Licht. Das Aufbrechen traditionell-konservativer Geschlechterrollen und Klischees gelingt aber nicht
Die neue Ausgabe des Comics über die Vampirjägerin Buffy greift ein politisches Thema auf: Ungewollte Schwangerschaft - Achtung, Spoiler-Alarm
Zwei Studentinnen bastelten das Video "Sh*it White Feminists Say" und nehmen darin sich und andere privilegierte Feministinnen auf die Schippe
Netzfunde über das Heranwachsen in einer nach Geschlecht sortierten Welt – Von der kindlichen Empörung in der Spielzeugabteilung bis zum Streit über Biologiebücher
Eine Künstlerin bespringt fremde Männer und Bloggerin Antje Schrupp versucht alternative Herangehensweisen an die Liebe
Die Blogosphäre war wieder kreativ, hochaktiv und aktivistisch: Männlichkeit in Graz und wie Bitterfotze "Happy, happy" wurde
Ex-Chefredakteurin Bascha Mika diskutiert am Mittwoch beim Wiener Journalistinnenkongress. Bequemlichkeit habe sie auch unter Kolleginnen beobachtet
FM4-Schwerpunkt zu 100 Jahre Frauentag in der Sparte Kurzsendungen ausgezeichnet
Reaktion auf die männliche Vergabepraxis bei JournalistInnen-Auszeichnungen - Der erste Journalistinnenpreis geht an Ulla Schmid vom Nachrichtenmagazin "profil"
Diesmal in der Blogrundschau: Ein Streifzug durch die Blogosphäre feministischer "Supermoms"
Bei "Regendering-Media" wurden stereotype Geschlechterrollen in den Medien hinterfragt und mögliche Gegenstrategien ausgelotet
Eine "Charta für rollenbildneutrale Mediendarstellung" soll Sexismen in den Medien verringern - dieStandard.at fragte nach, wie das gelingen soll
alice schwarzer hat ihre schreiben an ch. roche nicht als `schwester`sondern als `fräundin` gerichtet, die sie mal war . das ist ihr gutes recht; sind charlottes mutter und alice schwarzer schon zu beginn des buches ständige begleiterinnen d. armen `eliza-lotte`. spuken sogar beim devoten sexspiel m.d. ehemann der ...lotte im kopf herum.
mit dem gemeinsamen interview 2001 lässt sich dagegen weniger `kohle` machen..
http://www.emma.de/ressorts/... lotte-liz/
d. grande dame hat es auf dem gebiet der fem. linguistik zu erhebl. prominenz/einfluss gebracht, die maskulinguistik enttarnt und auf vorderfrau gebracht - göttin sei dank wird die fem. linguistik und gerechte sprache künftige generationen prägen...
.
stimmt. das ist nicht "herablassend-mütterlich", sondern "herablassend-tantenhaft" (um nicht zu sagen "herablassend-odiös").
und wieso hier aus der feministischen sprachkritikerin Luise F. Pusch ein(e) "Grand(!) Dame" gemacht wird, entzieht sich meinem genderverständnis ;o)
Rein theoretisch ist es ja möglich das das natürliche Vorkommen von Asexualität innerhalb einer stark kooperierenden Spezies die Arterhaltung fördert. sprich einzelne Individuuen sind im sexuellen Wettbewerb ausgenommen und kümmern sich um phylogenetische aufgaben, wie Brutpflege, Infrastruktur usw. Das wäre auch evolutionstechnisch möglich.
Natürlich kann es auch aufgrund einer psychischen Belastungssituation entstehen oder als Anpassungsprozess in der Partnerwahl aufgrund mangelnder Erfolge.
Ihre Fingerzeigmentalität a la "schau der ist gestört" Teil ich aber nicht unbedingt.
von essen, trinken und schlafen für dich? gesund?
ähm und ja: eine beschädigung (wie auch immer man es nennen mag) der psyche kann ursache für absolute asexualität sein.
nichts anderes als ein programm das abläuft.
Werfen Sie bitte mal einen Blick auf den momentanen Stand der Forschung bezüglich der menschlichen Sexualität. Asexualität ist -- auch wenn es paradox klingt -- eine sexuelle Orientierung, die auf ihre weitreichende Anerkennung noch wartet. Aber wer weiß, ob das überhaupt noch relevant sein wird, denn auch die einzelnen Kategorien der sexuellen Orientierung werden mittlerweile hinterfragt. Übrig bleibt nur die Erkenntnis: Die menschliche Sexualität ist so kompliziert, wie die Welt in der wir leben. Wehe dem, der glaubt, für eines der beiden eine alles erklärende Formel gefunden zu haben.
Sicher, die Asexuellen muss man dringend heilen, behandeln, das ist eine Krankheit, die sind unnatürlich, da ist was in der Kindheit schief gelaufen...
Kommt Ihnen das nicht bekannt vor?
Asexualität ist eine ganz normale und legitime sexuelle Orientierung, wie jede andere (wobei prinzipiell alle im Fluss sein können, da gibt es kaum etwas Endgültiges und Absolutes), aber freilich jene, die -noch- mit der geringsten Aufmerksamkeit und Unterstützung leben muss, die einzige, über die man noch spotten darf, jene, wo bei weitem der meiste Aufklärungsbedarf herrscht, wie man an Ihrem Beispiel sieht. Und selbstverständlich kommt auch Asexualität in der Natur vor, wie das meiste andere Sexuelle.
... wenn man hier sieht wie sich Frauen gegenseitig ans Leder gehen muss das mit der Emanzipation ja wohl erledigt sein :-)
Als vielfacher Vater finde ich den Artikel von "Frau Sibylle" übrigens ausgesprochen lesenswert.
Dh alles was Sie nicht verstehen oder mögen ist kranker Müll? Sehr armes Weltbild, sie tun mir richtig leid, ich fang schon mal zum Spenden sammeln an!
Beschweren Sie sich doch bitte bei der Zuständigen Stelle beim Salzamt, vielleicht wird dieStandard dann endlich offiziell gegen ein Forum für arme, falschverstandene, vernachlässigte und von den bösen Frauen schlecht behandelte Männer getauscht. Inoffiziell ist dieStandard.at das ja schon lange...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.