Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Semenya hat heuer etliche Siege über 800 Meter gefeiert, ihre wichtigsten Rennen aber läuft sie bei der WM. Am Donnerstag steigt der Vorlauf.
Daegu - Nun, da Oscar Pistorius ausgeschieden und Usain Bolt fehlgestartet ist, dreht sich alles um Caster Semenya. Die Südafrikanerin, die in Daegu zur Titelverteidigung über 800 Meter antritt, war bei der WM 2009 wegen ihres männlich wirkenden Körpers und Gesichts aufgefallen. Bis ihr Geschlecht eindeutig geklärt war, hatte der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) sie gesperrt. Bei der WM in Südkorea will die 20-Jährige nicht über ihre Emotionen stolpern, sondern zu Gold laufen. Am Donnerstag stehen die Vorläufe an, das Semifinale folgt am Freitag, das Finale am Sonntag.
Im Juli 2010 waren die Untersuchungen zu dem von der IAAF nach dem WM-Sieg Semenyas 2009 in Berlin angeordneten Geschlechtstest abgeschlossen worden. Medizinische Details blieben vertraulich. Als Konsequenz der Affäre, die einen sportpolitischen, juristischen und ethischen Konflikt auslöste, führte der Weltverband eine Regel zum Hyperandrogenismus ein. Athletinnen mit einer Überproduktion männlicher Hormone müssen nun nachweisen, dass sie daraus im Wettbewerb keinen Vorteil ziehen.
An ihre Berlin-Weltklassezeit (1:55,45) ist Semenya nicht mehr herangekommen. Heuer hat sie als Bestleistung 1:58,61 stehen, damit wäre sie im Jahr 2000 der Kärntnerin Stephanie Graf (1:56,64) unterlegen. In Südafrika wurde zuletzt spekuliert, sie sei übergewichtig und außer Form. In Daegu ließ Semenya durch ihren Pressesprecher ausrichten, sie habe hart trainiert. "Eine gute WM-Leistung wird mich für die Olympia-Qualifikation motivieren."
"Druck und Verwirrung"
Semenya werde bei der WM viel innere Stärke benötigen, meint ihr Manager Jukka Harkonen. "Es wird darauf ankommen, wie sie mit den Emotionen umgeht. Es kann wohl niemand den Druck auf Caster und ihre Verwirrung in den vergangenen Jahren nachfühlen." Semenya stand nach Berlin monatelang im Abseits, während Zitate wie jenes von IAAF-Generalsekretär Pierre Weiss um die Welt gingen. "Es ist klar, dass sie eine Frau ist. Aber vielleicht nicht zu hundert Prozent." Mittlerweile tritt sie nicht nur im Stadion, sondern auch bei Pressekonferenzen wieder auf, Fragen zum Geschlechtstest sind nicht zugelassen. Doch so schnell Semenya auch rennt, die Vergangenheit wird sie immer wieder einholen. (APA, fri, DER STANDARD Printausgabe 1.9.2011)
Reaktionen der FIFA auf Vorschläge "wenig berauschend"
Formel 1 bleibt weiterhin eine männliche Domäne
Vorschlag, Frauen in die Profliga NBA zu holen, sei "ein Witz"
Die Hochspringerin Ariane Friedrich wurde im vergangenen Jahr via Facebook sexuell belästigt: "Ich habe solche Sachen jahrelang erdulden müssen"
Neben Wambach wurde Pia Sundhage von der FIFA als Frauen-Welttrainerin des Jahres 2012 ausgezeichnet
Letzte Bastion des reinen Olympischen Männersports gebrochen - Die meisten Boxerinnen treten in Hosen an
Der IOC-Präsident spricht von einem "Meilenstein" - Nach einer kontroverser Debatte einigten sich die zuständigen Herren über spezielle Kopftücher
Internationaler Judoverband gibt nach: Athletin wird mit speziellem Kopftuch am Wettkampf teilnehmen
Nach Grünem Licht aus Saudi-Arabien für weibliche Olympioniken: Verbot islamischer Kopfbedeckung bei den Wettkämpfen könnte Antritt noch verhindern
Das braucht eine Sportlerin, um populär zu werden, meint Elisabeth Max-Theurer vom Olympischen Komitee - In London gibt es erstmals Frauenbewerbe in allen Sportarten
Saudi-Arabien gehörte bislang zu den nur drei Ländern, aus denen noch nie Frauen an Olympischen Spielen teilgenommen hatten
Die Debatte um die Überprüfung des Geschlechts der Südafrikanerin durch den Leichtathletik-Weltverband sorgte weltweit für Aufsehen und Empörung
Königreich erlaubt Athletinnen erstmals die Teilnahme, doch Stute der Jugendolympiaden-Dritten muss wegen Verletzung pausieren
Wider die Tradition: Gouverneur lässt Schaukampf zwischen Profi-Ringerin und Amateuer untersuchen
Japanerin schafft als älteste Frau der Welt erneut Gipfelsturm des höchsten Bergs der Welt
Madrid-Siegerin bezeichnet über blauen Sand verärgerte ATP-Kollegen als "Würstchen"
Politikerin und Sportjournalistin zur Präsidentin des ""Sportclubs der Wissenschaft und Technologie" gewählt
Nach wie vor widerstrebt es den Entscheidungsträgern Frauen in den Klub aufzunehmen - Nun macht auch Barack Obama Druck auf den Vorstand
"Mehr Stoff" bei Turnieren erlaubt, um auch Athletinnen aus Ländern mit strengeren Moralvorstellungen Teilnahme zu ermöglichen
Neue Struktur: Künftig muss mindestens ein Mitglied weiblich sein
Anmeldungen für den Lauf am 3. Juni sind bis zum 22. April möglich - Über 15.000 Plätze sind schon vergeben
Sie trainiert dort, wo unter den Taliban Frauen gesteinigt wurden: 17-jährige Sadaf Rahimi steigt bei erstem Olympia-Auftritt der Boxerinnen in den Ring
"Rockzwang" ad acta gelegt: AIBA-Chef überlässt den Boxerinnen die Entscheidung
Neben Saudi-Arabien und Brunei hat das Emirat als drittes Land bislang noch nie Frauen zugelassen
Schimmelpenninck wurde 1938 als erste Frau Präsidiumsmitglied im Ski-Weltverband FIS - Im Juli wäre sie 100 geworden
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.