Komplette Streichung

Den Frauenbibliotheken wird der Garaus gemacht

Bericht | Birgit Tombor, 8. September 2011, 07:00
  • Artikelbild
    foto: apa/dpa/armin weigel

    Sparen war gestern, heute ist radikales Streichen angesagt: Den feministischen Archiven und Bibliotheken geht's an Kragen, dass manchen die Luft ganz weg bleibt.

Aus Mini- wird Null-Förderung: Geldhahn für unabhängige Bibliotheken wird zugedreht, Einrichtungen fürchten um Weiterbestehen

Bei den Kleinen wird zuerst gespart. Das stimmt auch im Fall der außeruniversitären Bibliotheken in Österreich, speziell der sieben unabhängigen Frauenbibliotheken*. Für die gab es bereits bisher kaum Gelder aus dem Wissenschaftsministerium: 2010 32.690 Euro, 2011 nur mehr 23.800 Euro ergab eine Anfrage der Grünen. Und 2012 gibt es gar nichts mehr.

Die Streichungen wurden vom Ministerium als "schmerzlicher Schritt" bezeichnet - für wen, steht wohl außer Frage. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle bleibt mit den maximalen Einsparungen im außeruniversitären Bereich - die zuständige Abteilung im Ministerium wurde aufgelöst - auf dem Kurs seiner Vorgängerin Beatrix Karl: Weg von der Basissubvention hin zu einem Drei-Säulen-Modell, das die Integration der kleinen Forschungseinrichtungen in größere vorsieht. Für die gibt es über die nächsten drei Jahre gleich 780.000 Euro, die über die Österreichische Akademie der Wissenschaften ÖAW fließen.

"Anscheinend verzichtbar"

Nicht "integriert" bzw. zusammengelegt werden aber die außeruniversitären wissenschaftlichen Bibliotheken in Österreich, worunter auch die sieben feministischen fallen, und deswegen heißt es für die: Null-Förderung. "Es gibt einfach keinen Plan B wie bei den Forschungseinrichtungen", erklärt Margit Hauser, Geschäftsführerin von "Stichwort - Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung" in Wien. "Bei den Bibliotheken wurde das nicht in Erwägung gezogen, weil es sich um 'nur' vierzig Einrichtungen handelt. Das gilt in Österreich anscheinend als verzichtbar."

Wie sich das mit dem knappen Budget ausgehen soll, gibt im Stichwort Kopfzerbrechen auf: Durch die Streichung der Gelder aus dem Wissenschaftsministerium fallen zehn Prozent der Jahressubventionen weg. "Das ist sehr, sehr empfindlich", betont Hauser, die hofft, von anderen Seiten Gelder zu bekommen. Aber: "Das ist alles noch in Verhandlung." Hinzu kommt, dass das Stichwort jüngst in neue Räume umgesiedelt ist, was die Kosten in die Höhe getrieben hat. "Für uns ist es also existenziell, diese Mittel wieder aufzutreiben."

Grüne fordert Streichung der Streichungen

Die ersatzlose Streichung will die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner, so nicht hinnehmen. Sie sieht die gesamte außeruniversitäre Forschung in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften durch den kompletten Wegfall der Fördermittel in der Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro pro Jahr vernichtet. Gerade dort werde gespart, wo ohnehin nicht viel zu holen sei. Da die Wirtschaft durch Sponsoring in diesen Bereichen nicht einspringt, müsse hier weiterhin subventioniert werden. Geld gibt es nach wie vor: "Für Massenstudien und MINT-Fächer wird ab Herbst das Budget um 40 Millionen Euro aufgestockt", betont die Grüne.

Schwentner fordert die Rücknahme der Einsparungen, weil sie viele Institutionen bedroht und Auswirkungen auf feministische und frauenpolitische Forschung und Dokumentation hat. "Wir versuchen jetzt, auch im Netzwerk der Fraueninstitutionen aktivistisch vorzugehen. Und wir werden nicht locker lassen", kündigt die Grüne Frauensprecherin an.

Umstrukturierungen bereits in Gange

Die Streichungen bedeuten für etliche Fraueneinrichtungen tatsächlich Existenzgefährdung: "Es gibt Archive und Bibliotheken, die in bisheriger Form nicht mehr weitermachen werden können aufgrund dieser und anderer Streichungen, vom Land zum Beispiel", sagt Hauser. Deswegen müssten die betroffenen Stellen Aufgaben abgeben. Die Bibliotheksbestände bleiben zwar in der jeweiligen Region, aber es werde eine Verlagerung bei Archiv- und Dokumentationsarbeit geben: "Die wird sich umstrukturieren." In Graz und in Innsbruck gibt es betroffene Einrichtungen, die sich verkleinern müssen. "In noch zu klärendem Ausmaß werden vom Stichwort von dort Bestände übernommen", sagt Hauser.

Nicht ins Frauenressort abschieben

Aber wie soll die Mehrarbeit finanziert werden? "Der Standpunkt im Wissenschaftsministerium ist: Die Bibliotheken sollen Geld von dort herbekommen, wo sie thematisch dazugehören. Was uns natürlich ins Frauenressort zurückjagt, wo wir ohnehin schon den größten Teil unserer Förderungen herkriegen", erklärt Hauser. Das läuft aber dem Anspruch der Fraueneinrichtungen in Österreich zuwider, die die "Hälfte der Welt den Frauen" beanspruchen: "Wir wollen auch von anderen Ministerien und Stellen berücksichtigt und nicht immer nur als 'Frauensache' im Frauenressort angesiedelt werden."

Eigene Förderschiene

Stattdessen wäre es wünschenwert, wenn der Wissenschaftsfonds FWF, wohin vom bmwf bereits versucht wurde, die eingesparten Druckkostenzuschüsse für wissenschaftliche Publikationen zu delegieren, "eine eigene Förderschiene für Archive und Bibliotheken einrichtet", sagt Hauser mit Verweis auf Deutschland. Dort gibt es zusätzlich zur weiterbestehenden Bibliothekenförderung eigene Finanzspritzen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG aus. "Aber davon habe ich bei uns noch nichts gehört."

Was laut Margit Hauser dagegen sicher sei: "Die Landschaft der Faueninformationseinrichtungen in Österreich wird sich definitiv ändern." Es werden nämlich immer weniger. (bto/dieStandard.at, 8.9.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 395
1 2 3 4 5 6 7 8 9
lightyear2000.tumblr.com
21
12.9.2011, 14:09
@ K. K. Lacke

ganz im gegenteil, es ist unwidersprochen, dass feminismus wissenschaftlich ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Femi... ftstheorie

http://www.die-autonomen.de/wiss%20Fe... nismus.htm

etc. etc.

lightyear2000.tumblr.com
11
12.9.2011, 16:32
@ k. k. lacke glücklicherweise bleiben deine ungustiösen und diffamierenden kommentare der öffentlichkeit enthalten.

aber wie wärs eigentlich, wenn du mal zu argumentieren beginnen würdest, anstatt andauernd primitiv herumzuschimpfen? ich glaub, du kannst dich gar nicht so ausdrücken, dass du nicht zensiert wirst *lol*.

weisst du eigentlich, was das offensichtlichste argument ist, dass du unrecht hast? es gibt (ohne übertreibung) zig tausende feministische, wissenschaftliche arbeiten, die sich allesamt mit diversesten feministischen thematiken beschäftigen. und die sind alle (mit wahrscheinlich einigen einzelfällen) wissenschaftlich anerkannt.

wenn jetzt der akademische feminismus tatsächlich unwissenschaftlich wäre, hätte das doch schon längst ein (akademisches) erdbeben / aufschrei gegeben, meinst nicht?

obibiber
10
17.9.2011, 12:40

ich glaub, es gibt mehr als nur zig tausende ;)

Hafniumcarbid
01
11.9.2011, 22:50
"Geldhahn für unabhängige Bibliotheken wird zugedreht"

So unabhängig sind sie dann wohl doch nicht, wenn sie am öffentlichen Finanztropf hängen.

obibiber
00
17.9.2011, 12:41

jo, so wie so viele andre, die net feministisch sind... wollen's jetzt die ganzen unis zusperren, die sind auch vorrangig über "die öffentliche hand" subventioniert?

lightyear2000.tumblr.com
10
12.9.2011, 18:06

bevor du zu weinen anfängst, solltest du lieber arguemntieren, das machst du nicht, weisst du, wieviele antworten ich auf meine postings bekommen hab, die aus reinen beschimpfungen, verunglimpfungen etc. bestanden haben?

argumentieren tun hier sehr wenige menschen. aber hauptsache mir wird vorgeworfen, ich tu es nicht - schau durchs forum, da sind haufenweise argumente drin, alles andere ist realitätsverweigerung.

lightyear2000.tumblr.com
10
12.9.2011, 18:04

du hast doch grad überhaupt nix belegt, du hast schlicht gesagt: "das ist falsch", ohne jegliche ARGUMENTATION! lol, das kann ein 3 jähriges kleinkind auch ;-)

ich argumentiere nochmal für die andere seite:

Tätigkeit der Mädchen wird (noch immer, auch wenn sich da schon viel geändert hat) tendenziellauf häusliche Arbeiten gerichtet
Tätigkeit der Jungen tendenziell eher auf breiter angelegte wettbewerbsorientierte Aufgaben.
Ein Kind bekommt etwas, weil es ein Junge oder ein Mädchen ist. (Bsp.: ein Neugeborenes schreit,
unterschiedliche Zuschreibungen)
vergleiche Erving Goffman – Geschlecht und Werbung http://bit.ly/q1NhUX

widerlegen Sie das mit argumenten, ohne zu sagen "das ist blöd" denn das ist kindergarten, was Sie da machen.

lightyear2000.tumblr.com
10
12.9.2011, 14:41

wenn dus nicht glaubst, ist das nicht mein problem.

aber zu schreien "das ist blöd" ohne jegliche begründung kann ein 3 jähriges kleinkind auch.

fakt ist, dass zb gender studies an der uni wien studiert werden kann und als wissenschaft unbestritten / unbezweifelt ist. weil sie methoden haben, die ebenso wissenschaftlich anerkannt sind wie diskursanalyse, ethnographische beobachtungen, qualitatives bzw. quantitatives interview, induktive inhaltsanalyse etc. etc.

und du machst dich lächerlich, indem du dich (wie viele anderen hier auch) hinstellst und ohne jede argumentation "das ist unwissenschaftlich aber genau kann ich das auch nicht begründen" schreist. lachhaft.

Der Kluge
01

Wir fordern eigene Männerbibliotheken und Bibliotheken, welche die klassische, traditionelle Familie hochhalten!

obibiber
00
17.9.2011, 12:42

das ist eh in den meisten bibliotheken so, schaun sie sich mal deren bestand an...

Jane Lane
 
00
12.9.2011, 12:03

Sollte Sie das tatsächlich interessieren, sollte Sie in kircheneigenen resp. Kloster-Bibliotheken fündig werden.
Die entsprechen praktisch genau dem, was Sie wollen.

Wie es mit dem staatliche Budget für diese Sammlungen zwecks deren Erhalt (zB Melk) aussieht wäre eine interessante Frage.

lightyear2000.tumblr.com
10
12.9.2011, 04:32
bzgl. dem, was du zu familien gesagt hast (deine postings werden dauernd zensiert, daher hier die antwort):

die klassische familie ist nicht mein feindbild, aber die bürgerliche familie, wie sie lange bestanden hat (und noch immer in ansätzen besteht) ist extrem diskriminierend. viele menschen ausgeschlossen, insebes. schule, lesben und transsexuelle menschen; bzw. alle, die nicht im klassischen schema vater, mutter kind leben können oder wollen. unsere gesellschaft ist heteronormativ, also auf den weißen, heterosexuellen mann ausgelegt und - klar - das gilt es zu durchbrechen.

www.lightyear2000.tumblr.com
51
brauchst nicht fordern, die gibts ja eh schon, geh in irgendeine bibliothek deines vertrauens, da wirst wohl fündig werden.

frauenbibliotheken sind notwendig, um dem androzentrischen blick bzw. den male bias (= die männliche sicht der dinge zb. auf div. sachgebiete)
etwas entgegen zu halten, denn den hast in fast jeder wissenschaft (dem wird ja versucht mit gender mainstreaming entgegen zu wirken), bei der entwicklung von medikamenten (der männliche körper gilt / galt als norm), eben auch in bibliotheken, bei der erzählung von geschichten etc. etc.

und klarerweise auch bei "banaleren" sachen wie straßennamen, büsten, statuen die herumstehen..

beobachte das mal bei einem spaziergang durch irgendeine x-beliebige stadt, auf wieviele männer bzw. frauen (also leblos in form von büsten, straßennamen, ehrentafeln etc.) du stößt.

Der Kluge
13
10.9.2011, 02:07

Schön wärs!
Bei meiner Bibliothek gibt es zwar eine "Frauen" aber keine "Männer" Abteilung. In dieser Abteilung findet man dann sogar auch noch Extremisten wie Butler.
(Fortschrittliche pro-Familie Standpunkte sucht man vergebens)

Die Genderideologie ist schon längst Mainstream und zentrale Teil der herrschenden Politik werden von ihr dominiert und beeinflußt.

Der Trick war denkbar einfach, sich als Wissenschaft verkaufen, an den Universitäten gender-Professorinnen installieren, massiv publizieren, die politischen Parteien (jugendorganisationen) unterwandern, eigene genderstudies Studiengänge, Genderideologie für Lehrer und bald auch an den Kindergärten. Dass die Gesellschaft dabei drauf geht, ist den Genderextremos egal

www.lightyear2000.tumblr.com
10
10.9.2011, 16:33
zum anderen: es ist unwidersprochen, dass feminismus wissenschaftlich ist:

gender studies / queer politics (die ja zu einem großteil aus dem feminismus entstanden sind) sind sozialwissenschaften wie politikwissenschaft, soziologie, ethnologie u.a. und als solche klarerweise als wissenschaft anerkannt.

weil sie methoden haben, die ebenso wissenschaftlich anerkannt sind wie diskursanalyse, ethnographische beobachtungen, qualitatives bzw. quantitatives interview, induktive inhaltsanalyse etc. etc.

im gegensatz dazu sind sämtliche studien der WU unwissenschaftlich, weil sie etwa wie bwl nur eine anleitung für etwas sind.

argumentieren ist nie von nachteil, entweder du tust das oder lässt es bleiben, weil "das ist blöd" kann bereits ein 3 jähriger sagen.

Der Kluge
11
10.9.2011, 22:53

Queer politics bedient sich keiner wissenschaftlichen Methodik.
Ganz im Gegenteil, sobald biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau thematisiert (unterschiedliche Hirnstruktur, Hormonhaushalt..) werden, schließt die Genderideologin die Augen und schreit "die Gesellschaft macht das Geschlecht".

Alle Unterschiede zwishcen Mann und Frau werden reflexartig mit der Gesellschaft begründet.
Familie wird als repressives Patriarchat begriffen, das von einem anti-männlichem Bündnis abgelöst werden soll. Mann und Frau müssen völlig gleich gemacht werden (Hobbies, Lebenslauf, Interessen, Sexualität...)
Sämtliche Erkenntnisse zu Identitätsstörungen usw. usf. werden ausgeblendet.
Politischer Aktivismus ist keine Wissenschaft

lightyear2000.tumblr.com
11
11.9.2011, 12:54

ja, queer politics nicht, aber die queer theory sehr wohl - und in gewisser weise ist das eine vom anderen nichteinmal zu trennen, weil es sich wechselseitig bedingt.

es gibt ja doch sehr viele, wissenschaftlichen studien, die das auch tatsächlich belegen und nachweisen, so einfach wie von Ihnen beschrieben ist es klarerweise nicht.

familie im klassischen sinne heißt nun mal, dass die frau zuhaus bleibt, sich um die hausarbeit kümmert und am gesellscahftlichen leben kaum teilnimmt, während das der mann schon macht und lohnarbeiten geht, dazu wird seine arbeit mehr wertgeschätzt.
diese form von familie ist entschieden abzulehen und dagegen wehrt sich sowohl der wissenschaftliche feminismus wie queer studies / gender studies.

www.lightyear2000.tumblr.com
11
10.9.2011, 16:32

die ganze gesellschaft ist männlich:
denn der androzentrische Blick bzw. den male bias (= also die männliche Sicht der Dinge zB. auf div. Sachgebiete, und/oder Definitionen bei zB. gesellschafts-politischen wichtigen Gebieten) hast du hingegen in fast jeder Wissenschaft, bei der Entwicklung von Medikamenten (der männliche Körper gilt / galt als Norm), bei der Erzählung von Geschichten / der Geschichte. Das war und ist ja bis heute - diesem männlichen Blick, der ja über Jahrtausende unwidersprochen schlicht ein Fakt war.

Aber Sie könne sich das ja selbst verdeutlichen, wenn Sie durch irgendeine x-beliebige Stadt spazieren und auf die Straßen- und Gassennamen achten, bzw. auf die Büsten, Statuen, Ehrentafeln etc.

WNQ
 
11
10.9.2011, 14:36

Butler eine „Extremistin“? Ich bin teile zwar ihre Ansichten nicht, v.a. zum nahen Osten, aber sie „Extremistin“ zu nennen ist nun wirklich lächerlich.

Der Kluge
13
11.9.2011, 01:09

Um die antiisraelische Polemiken geht es mir überhaupt nicht. Die sind auch naiv und grauslich, aber hier geht es um die Genderreligion

Selbstverständlich ist Butler da eine führende Extremistin. Sie behauptet ja sogar, dass das biologische Geschlecht (sex) Resultat von Sprache/Gesellschaft/.. sei.

Der gesamte Gender-dekonstruktivismus ist pure Ideologie, die Zersetzung unserer Gesellschaftsstrukturen darin offenes Programm.

WNQ
 
00
12.9.2011, 20:16

Wenn ich Butler richtig verstanden habe, dann behauptet Sie nicht, das biologische Geschlecht wäre „Resultat“ von „Sprache/Gesellschaft/…“, sondern dass (I) die Kategorie „biologisches Geschlecht“ theoriebeladen ist und (II) nicht klar ist, welche Funktion so etwas wie ein „reines“ biologisches Geschlecht, das sozusagen um alle sozialen Faktoren bereinigt wurde, noch haben sollte. (I) ist unstrittig (empirische Data interpretieren sich nicht selbst), (II) spannend und für die meisten gesellschaftlichen Bereiche richtig (Chromosomen-Sätze sind keine erhellende Erklärung für menschliches Verhalten). Für jemanden, der so wirkt als ob er nach einem „Frauen-sollen-kochen-und-Kinder-kriegen”-Gen sucht, ist das wohl schon zu „extrem“.

lightyear2000.tumblr.com
10
12.9.2011, 04:28

ich wette mit dir, dass du es nicht schaffst zu beweisen, dass das "biologische" geschlecht (selbst das ist konstruiert, weil ja eine "vagina" erst mal so genannt werden muss, bzw. in der kultur eine andere bedeutung hat) nicht resultat von sprache u gesellschaft ist.

und wie möchtest du "geschlecht" außerhalb von gesellschaft, kultur, geschichte, epoche denken, das geht ja gar nicht!

dabei geht es nicht zu sagen: "aber das sieht man ja, frauen haben.. u männer haben.." weil es ja auch intersexuelle menschen gibt, die uneindeutige geschlechtsorgane haben.

außerdem wird ein hals, mund, beine etc. in verschiedenen kulturen auch verschieden behandelt..

Der Unkurze
00
12.9.2011, 16:35

Nagut ich versuche mal ob ich durchkomme,

Wie können bei Tieren, die weder Sprache noch gesellschaftliche Umgangsformen pflegen trotzdem eindeutig die geschelchter bestimmt werden, wenn des ohne Sprache und Gesellschaft doch nicht geht?
Damit wäre belegt das geschlchtesspezifische Unterschiede auch ohne Sprache und Gesellschaft existieren.

"selbst das ist konstruiert, weil ja eine "vagina" erst mal so genannt werden muss, bzw. in der kultur eine andere bedeutung hat"
Die Schwerkraft/Erdbeschleunigung hats auch schon gegeben, bevor sie benannt wurde, oder gar berechenbar wurde.

Biologische Unterschiede sind existent, ob sie sprachlich benannt werden oder nicht spielt keine Rolle.

lightyear2000.tumblr.com
10
12.9.2011, 17:59

da muss jedoch radikal zw. tier und mensch unterschieden werden. du kannst ja nicht ins tierreich gehen und das dann auf die menschen übertragen.

ein beispiel:

Tätigkeit der Mädchen wird (noch immer, auch wenn sich da schon viel geändert hat) tendenziellauf häusliche Arbeiten gerichtet
Tätigkeit der Jungen tendenziell eher auf breiter angelegte wettbewerbsorientierte Aufgaben.
Ein Kind bekommt etwas, weil es ein Junge oder ein Mädchen ist. (Bsp.: ein Neugeborenes schreit,
unterschiedliche Zuschreibungen)
vergleiche Erving Goffman – Geschlecht und Werbung http://bit.ly/q1NhUX

Der Kluge
12

Was bitte ist eine Frauenbibliothek?
In Innsbruck gibt es 120.000 Einwohner, aber man braucht 2 feministische Bibliotheken?

Abgesehen von der Ineffizienz, ist es ein Witz dass diese extreme Ideologie (!!) als Wissenschaft verkauft wird und wir Steuerzahler das auch noch bezahlen müssen!!

Es gibt auch nicht ein Dutzend nationalistischer Bibliotheken! Und das ist auch gut so! Ein Wahnsinn, wie UNSER STEUERGELD verschleudert wird. Trotz der Schulden...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 395
1 2 3 4 5 6 7 8 9

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.