Rutsch mir doch den Nuckel runter!

Ansichtssache |
Bild 1 von 5»
foto: europark-magazin skiny-werbung

Fall 1: Skiny

Wie geht schlechte, sexistische Werbung? Mal sehen. "Sexuelle Anzüglichkeiten auf Kosten der Frauen, die Benutzung von weiblichem Sex zur Anpreisung von Waren" - Check. "Die Gleichsetzung von Frauen mit Produkten und Konsumartikeln, auch in Kombination mit der Verwendung des weiblichen Sex" - Check.

Diese Werbung des Unterwäscheherstellers Skiny trifft zwei Kriterien sexistischer Werbung, die DOKU GRAZ in einem Katalog versammelt, wie den Nagel auf den Kopf. Sie nuckelt im Vordergrund an einer Banane, die nur schwer zu identifizieren ist. Wahrscheinlich Absicht, damit die AdressatInnen nicht glauben, dass fürs Obst geworben wird. Der kopflose Er präsentiert breitbeinig sein verpacktes Package.

Skiny findet's sichtlich in Ordnung, dass das Sujet wie eine Szene aus einem Porno wirkt, nur dass die Beteiligten beinahe Züchtiges anhaben. So geht schlechte, sexistische Werbung.

weiter ›
Share if you care
Posting 26 bis 75 von 79
1 2 3

Ich finds heftig, dass die Redaktion einen Thread hier heute über Nacht gelöscht hat.

Es gab hier zwei Posts der Redaktion, als Antwort auf meine Frage, welche diese nicht sehr gut dastehen lassen hat. Es ging um die Präsentation der Citrone am Dienstag und um das verschwinden des Artikels am Tag darauf von der Hauptseite.

Screenshots der Unterhalten werde ich an diesen Post anhängen, da ansonsten (bei externen Links) der Filter anspringt.

Das ganze rückt den Feminismus in ein schiefes Licht.
Von einem Standard hatte ich mir das nicht gedacht.

Es rückt ja wohl höchstens die diestandard-Redaktion, bzw,. den für Zensur zuständigen Teil und nicht DEN FEMINISMUS ins schiefe Licht. Ich mein, warum nicht gleich DIE MENSCHHEIT oder DEN PLANETEN?`

DIE POSTER sind doof.

hallo, hast du die screenshots noch? ein link geht eh, musst halt nur das www weglassen, dazu vielleicht die punkte ausschreiben oder ähnlcihes. würds gern nachlesen. danke!

Sei nicht so hysterisch.

dieDoubleStandard

Fall 5: Halbnackte, kopflose frau ist ganz doll böse.
Fall 1: Halbnackter, kopfloser Mann "präsentiert breitbeinig sein verpacktes Package".

falls es ihnen entgangen ist: der satz bei fall 1 wurde nicht mit freude geschrieben.

zu Fall 4:

Gehts eh noch? Jetzt darf man nicht einmal mehr Frauenhäuser unterstützen? Putzen muss jeder, was soviel heisst wie es wird sicher sehr oft gekauft, also nehmt mal den Kopf aus dem Arsch und denkt vielleicht zweimal über eure Artikel nach.

Der herablassende, flapsige Ton war der Reaktion also so peinlich, dass zwei eigene Kommentare gelöscht wurden

Wohl einzigartig im Standard.at

ein freund gerade auf FB gepostet...

"In latvia there is no feminism, because we dont have any ugly girls :)"

Der Name sagt alles.

ein Brüller

Zitrone

Die vorangegangene Kritik an der Zitrone ist teilweise berechtigt, finde ich. Die Zitronen-Diashow ist einfach billig und folgt offensichtlich dem Prinzip Masse statt Klasse bzw. Quantität vor Qualität. Was bringt es, mit Müh und Not aus den langweiligsten Winkeln des Lebens etwas zusammenzukratzen und den Stempel Diskriminierung draufzuhauen? Besser wäre es, sich auf einen fragwürdigen Fall zu konzentrieren und diesen ausführlich zu behandeln.

Schau an

da ist ein ganzer Fred verschwunden...

Was nicht passt, wird passend gemacht (=gelöscht).

(Dabei hat sich hier die postende Redaktion im Ton vergriffen und nicht die User.)

endlich zu den wichtigen fragen!

1. ist es schon eine Meisterleistung, in den H&M Katalog Sexismus hinein zu interpretieren. Damenbademoden lassen sich nun mal schlecht an Osterhasen präsentieren. Und ein einziges Foto immer wieder zu retuschieren statt dutzende zu fotografieren ist einfach günstigert/schneller. Dies passiert bei allen Produkten - definitiv nicht frauenfeindlich.
2.: Bitte ENDLICH AUFHÖHREN das gros der Zitronen an Werbung zu verschleudern. ES GIBT WICHTIGERE THEMEN in der Ggleichberechtigungsdebatte!!!!
z.b.: Warum sprechen auf der European Startup Week 2011, 26 Österreicher – und nicht eine einzige Österreicherin?! Ist das das Bild, das dieses Land vom zukünftigen Unternehmertum hat/vermitteln will – ein rein männliches? Das wären interessante Themen!

Oder warum nennt sich die Extremsport-Veranstaltung "Red Bull DolomitenMANN" und lässt außerdem keine Frauen daran teilnehmen? (Die Frage ist rhetorisch gemeint, die Antwort steht auf Wikipedia.)

schon, aber es fangt im kleinen an. Genau da muss man ansetzen. Ich finde aber die ständigen sexistischen Werbewiederholungen schon sehr diskriminierend. Auf Lange Sicht gesehen prägt es die Gesellschaft.

mag sein, dass es günstiger und schneller ist, aber dass es den betreibern des onlineshops nicht selbst ein wenig creepy vorkommt, für den GANZEN onlineshop eine EINZIGE vorlage zu verwenden?!

schauen sie ihn sich doch an. die vorlage hat man quer über alle bereiche verwendet - selbst für handtaschen. war es zuviel verlangt, wenigstens eine zweite vorlage zur abwechslung zu nutzen?

warum hat man nicht auch gleich denselben kopf überall verwendet? wäre ehrlich gewesen.

es wurde nur eine vorlage genommen weil sonst der ankleideraum nicht funktionieren würde.

der sinn dahinter ist es zu sehen wie die kleidung an einem selber aussehen würde (angenommen man findet ein model das vom look her dem eigenen nahe kommt).

das modulare anlegen diverser kleidungsstücke und accessoirs funktioniert da natürlich nur wenn man immer die gleiche körperhaltung hat...

die idee von kleiderpüppchen gibt es schon seit dem 13. jahrhundert.
http://www.puppenhausmuseum.de/paper-dol... s-50s.html

jaja, das ist schrecklich langweilig und hässlich, keine frage, ich bin ganz bei ihnen. hat aber definitiv nichts mit sexismus zu tun. die gleichen leute hauen auch 50 autos auf das gleiche strassenbild oder 250 etiketten auf das gleiche bierflaschenfoto.
daraus aber die intuitaion der erschaffung eines stereotypen frauenbildes und somit frauenfeindlichkeit hinein zu interpretieren ist einfach nicht richtig.

natürlich ist es creepy; den sexismus dahinter seh ich allerdings nicht.

Interessant, wie die Reaktionen sind, offenbar so unterschiedlich wie die handelnden Personen...

Dass die Redaktion den Dienstag oft nützt, um solche kontroversiellen Themen zu lancieren, die dann am Mittwoch von der Startseite weg sind, ist mir auch schon aufgefallen, ich habe mir diesen Artikel extra nochmal rausgesucht, weil der seltene Fall eingetreten ist, dass ich teilweise mit der Zitronenvergabe übereinstimme.

Fall 1 ist klar, das ist eine klare Zitronenplantage.
Fall 2 ist eher ein Fall für Photoshopdesaster, ich würde da nicht so viel hineininterpretieren, Zitrone hat es sich durchaus verdient.
Fall 3: Für Bild.de eine klare Zitrone
Fall 4 verstehe ich die Zitrone nicht und
Fall 5 auch nicht wirklich.

Bisschen entkrampfen...

Über Fall 1 habe ich schon irgendwo gelesen (Falter?).
Für die Werbeagentur ist es einfach eine Frühstücksszene und wer bei einer Banane gleich etwas Unanständiges denkt, ist selbst schuld. Wie der Schelm denkt, so ist er.

bei bild 1 versteh ichs.

nummer 3 ist maximal eine gratwanderung. ist halt so, wie wenn wo ein foto vom prinz ernst august wär, der eine windel anhat. das bezieht sich halt auf bekannte vorfälle mit der person, da würd dann auch keine von männerfeindlichkeit sprechen.

was an 2 schlimm sein soll, versteh ich absolut ned, da warens halt, wenig verwunderlich, der meinung, dass es effizienter ist, 10 fotos zu machen und die bikinimuster und kopf mit passender haarfarbe reinzukopieren anstatt 10.000 fotos mit allen möglichen bikinikombinationen und haarfarben zu machen.

Also das Foto OK, wenn sie sich so fotographieren lassen will, passt das. Aber die Kommentare dann von bild.de dazu?

Fall 3: wie gesagt, eher ein Fall für Photoshopdesaster. Sorry, aber das "macht man" einfach nicht. Vor allem nicht so auffällig. Sollen's halt ein Model nehmen, das fotographieren und dann zugeben, dass sie zu sierig waren, mehrere Models mit unterschiedlichen Kombinationen zu fotographieren. Ich teile die Auffassung der Redaktion nicht, es ist nicht passiert, weil Frauen als "austauschbar" dargestellt werden sollen, sondern weil der pure Geiz zugeschlagen hat. Und dafür ist eine Zitrone durchaus gerechtfertigt...

frauenfeindliche symbolik und abwertung/die bilder-sprache des patriarchats bzw. d. patriarchalisch infizierten umwelt

wieder einmal der beweis, wie desensibilisiert menschen - wohl zumeist männer - auf sexistische werbung reagieren. die frau im blickpunkt, reduziert auf den porno-effekt, hält nach wie vor einzug, nicht nur in die welt der medien und werbung. und zeigt, wie wir in einer männlich bestimmten kultur leben , die geprägt ist von frauenfeindlichkeit, abwertung , verachtung - sichtbar bis in den alltäglichen sprachgebrauch . auch hier gilt: sprache ist ein instrument, um wirklichkeit herzustellen, die wirklichkeit des patriarchats./senta tr. plötz/ gleiches gilt für die bildersprache in werbung und medien-welt..wer das nicht erkennen kann, scheint blind und taub zu sein..

ihre überschrift könnte auch lauten:

"durch männerfeindliche Feminismustheorien wird der Mann zum gesellschaftlichen Weichei"

da ist genauso viel wahrheit drinnen wie in ihrer aussage .. und deshalb eigentlich indiskutabel weil von vornherein barrieren aufgebaut werden die subjektiver nicht sein könnten ...

Ad Bild 4

Auch ich spende wöchentlich für ein Frauenhaus...

sexist!

Ad 4

Ja, Frauen kaufen Haushaltsreiniger. Noch immer. Und weil das pfui ist, wäre den Frauen in Frauenhäusern besser geholfen, wenn der Hersteller nichts an die Frauenhäuser spendet?
Fall 2 gehört IMO eher nach photoshopdisasters. Fall 1 ist allerdings wirklich jenseitig und eine verdiente Zitrone.

also sollen frauen auch gefälligst selbst für die kosten der frauenhäuser geradestehen, da sie sie auch beanspruchen?

der spender ist immer noch der kunde, der die produkte bezahlt.

faszinierend, was du aus meinem posting rausliest. dass der konsument immer alles zahlt, setze ich als bekannt voraus.

schauen sie sich einfach das prospekt an.

http://www.penny.at/downloads... index.html

die zitrone gibts, weil man bei der vielen zusammenarbeit (soletti, tee, milka, kaffee) wieder mal "unfreiwillig" frauen mit putzen assoziiert hat. na gut, ein shampoo gibts auch.

pampers hätte thematisch eigentlich auch gepasst, weil kinder und jugendliche ebenfalls angesprochen sind, aber diese produkte waren wohl für unicef reserviert.

oder sieht die unterstützung darin aus, dass man kostenlose putzmittel an die frauenhäuser liefert?

nun für jede marke oder warengruppe...

...gibt es einen (marketing) verantwortlichen der über das budget entscheidet, welche marke also bei einer hilfsaktion mitmacht hängt von dessen entscheidung ab. sollte die spendenwilligkeit also bei der warengruppe "putzmittel" besonders gross sein: who cares!

und die warengruppe putzmittel hat sich dazu entschieden, die frauenhäuser zu unterstützen?

warum nicht obdachlosenheime oder greenpeace oder wwf oder blindenvereine?

ist die spendenwilligkeit bei den putzmitteln so groß, darf man dann annehmen, dass viel gewinn eingefahren wird, weil man die kunden abzockt?

ja, das ist tatsächlich so,

der/die Brandmanager/in entscheidet, was die Warengruppe unterstützt. ich vermute mal, in diesem Fall ist es eine Brandmanager_in_, der Frauenhäuser wohl ein Anliegen sind, und nicht Obdachlosenheime. Und ja, klar überlegt die Warengruppe, ob das Anliegen bei der Warengruppenzielgruppe ankommt. Dass Frauenhäuser bei einer Warengruppe, die hauptsächlich von Frauen gekauft wird, ankommen, wo ist das Problem?

warum überlegt man nicht auch wie man die zielgruppe der männer als spender erreichen kann? weil männer nicht an spenden für frauenhäuser interessiert sind?

Ich schon. Ich finds gut. Und jetzt?

Vielleicht gehen ja nur Feministinnen aber nicht die Unternehmen davon aus, dass man mit Putzmitteln nicht Männer als Zielgruppe erreicht?

wenn sie das so interessiert...

...wieso fragen sie nicht bei den zuständigen verantwortlichen nach? z.b. spendet billa für die caritas, interspar für sos kinderdorf, viele unternehmen machen das auch anonym. sind wir doch froh das gespendet wird! ihrer meinung nach "darf" ein putzmittel nicht für frauenhäuser spenden, weil das für sie nicht legitim ist?? nochmal: who cares?!

Werbung hat das Ziel, die Aufmerksamkeit auf ein Produkt oder ein Unternehmen zu richten.

Ein probates Mittel dazu ist Provokation.
Also haben die Werbeschaffenden, zu denen sicherlich auch Frauen zählen, ihre Arbeit gut gemacht.
Mir gefällt's!

Skiny: Der Mann wird zb nur auf seinen Körper reduziert und ist daher beliebig austauschbar (h&m). Aber weils ein Mann ist wird natürlich gedreht und gewendet was das Zeug hält.

Was spricht übrigens gegen provokante Werbung? Wie soll man denn sonst auf sein Produkt aufmerksam machen?

das ist doch das diskriminierende.

warum darf frau nicht auch einen feschen mann sehen? mit kopf!

Darf sie, gibts auch öfters und wurde zum Teil ebenfalls zitronisiert...

Und wenn der Frau der Kopf abgeschnitten ist, ist das auch ein Grund für die Zitrone, weil "Reduzierung auf den Körper" und so. Die Skinny Werbung ist sexualisiert und darum fragwürdig, aber nicht zwingend sexistisch

fall 4

bitte DIEstandard, macht euch nicht lächerlich.
ihr bestimmt sicher nicht welche produkte sich für menschen einsetzen dürfen und welche nicht. was ihr immer mit zwang reininterpretiert ist zum haare raufen!

und wegen solchen geschichten die ihr da immer raus zaubert, wird die richtig starke frau auch nicht mehr ernst genommen...bravo!

Nur die Verkäufer von Zementmischern, Motorsägen, Äxten und Hämmern dürfen für die wiener Frauenhäuser spenden.

immerhin spenden bierunternehmen für den regenwald.

wie sieht hierbei die assoziation aus?

ich pinkle nach ein paar bier hin und wieder an einen baum und muss deswegen einen in südamerika retten??

warum spenden nicht die an frauenhäuser oder wird das nicht an die große glocke gehangen?

Normalerweise halte ich ja nichts von den Zitronen, aber das Sujet von Skiny ist wirklich grenzwertig und darüber.

gehe ebenfalls vollkommen d'accord mit den anderen zitronen.
eigenartiger tag heute..

Posting 26 bis 75 von 79
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.