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Wien - Auf die Kreativität und die spezifisch weibliche Perspektive, aus der Wissenschaft und Forschung von Frauen angegangen und realisiert wird, dürfen Wissenschaft und Wirtschaft nicht verzichten. Um die Leistungen von Frauen in der Forschung sichtbar zu machen, wählt eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury eine herausragende Expertin auf dem Gebiet der Forschung und Technologie zur "FEMtech-Expertin des Monats". Im September ist die Wahl auf die Agrarwissenschaftlerin Sylvia Blümel gefallen.
Nach dem Studium der Agrarwissenschaften an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien, wo sie promovierte und habilitierte, baute Blümel das Institut für Pflanzengesundheit der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) auf, das die Wissenschaftlerin seit 2003 leitet. Zusätzlich lehrt Sylvia Blümel an der BOKU Wien.
Als Leiterin des Instituts für Pflanzengesundheit ist Blümel mit dem Aufbau eines nationalen wie EU-weit vernetzten Labors für die Identifikation von Schaderregern, das Krankheiten und Beschädigungen von Pflanzen erforschen soll, befasst. "Die Anzahl neuer Schaderreger und die dazu benötigten Nachweisverfahren werden aufgrund des globalisierten Welthandels weiter zunehmen", so Blümel.
Frauenförderung in der AGES
Um die Chancengleichheit von Frauen und Männern bei der AGES zu optimieren, war Sylvia Blümel maßgeblich an einem von FEMtech geförderten Projekt beteiligt: eine Gruppe von MitarbeiterInnen erarbeitete ein Konzept zur Einstellung, Förderung und Sichtbarmachung von Frauen, das in die Forschungs- und Personalentwicklungsstrategie der AGES integriert wurde. "Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen und in der Forschung brauchen mehr Eigenmarketing, damit ihre Leistungen sichtbar werden", ist Sylvia Blümel überzeugt.
Expertin des Monats
Mit der monatlichen Expertinnenwahl stellt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie seit März 2005 Frauen aus der FEMtech Expertinnen-Datenbank vor, die sich erfolgreich im Technologie- und Forschungsbereich etabliert haben. Für die Ermittlung der Siegerin wird eine unabhängige Jury aus hochrangigen VertreterInnen der Wirtschaft, der Wissenschaft und des Personalmanagements eingesetzt.
FEMtech fFORTE
FEMtech - Frauen in Forschung und Technologie ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen der Initiative fFORTE. fFORTE (Frauen in Forschung und Technologie) ist eine gemeinsame Initiative des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, des bmwf, des bm:ukk, des bmvit und des bmwfj zur Stärkung von Frauen in Forschung und Technologie. (red)
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Datenbank mit über 1400 Fachfrauen aus rund 100 Fachgebieten
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