Initiativbericht angenommen - Sollten Unternehmen dem nicht nachkommen, kommt 2015 verpflichtende Quote
Am Dienstag hat das EU-Parlament ein wichtiges Signal für mehr Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern am Arbeitsplatz gesetzt. Im Rahmen der Abstimmung zum Initiativbericht über die unternehmerische Tätigkeit von Frauen in kleinen und mittelständischen Unternehmen haben die Abgeordneten ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in den Verwaltungsräten gefordert, vor allem, wenn die Mitgliedstaaten Anteilseigner der Unternehmen sind.
"Das Europaparlament hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind und dass dieser Missstand behoben werden muss - wenn nötig, mit verpflichtender Quote", kommentierte die stellvertretende Delegationsleiterin der SPÖ-EU-Abgeordneten Evelyn Regner gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
Verpflichtende Quote von 30 Prozent
EU-Justizkommissarin Viviane Reding habe bereits verkünden lassen, dass, sollte sich aufgrund freiwilliger Maßnahmen der Unternehmen bis 2012 das Geschlechterverhältnis in Führungspositionen nicht verbessern, ab 2015 eine verpflichtende Quote von 30 Prozent eingeführt werde. "Von Seiten des EU-Parlaments kann Reding mit Unterstützung für ihren Vorschlag rechnen. Das Bewusstsein, dass die Erhöhung des Frauenanteils im Management nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit ist, sondern auch Vorteile für die Unternehmen und somit für die Gesamtwirtschaft mit sich bringt, ist unter den Europaparlamentariern auf jeden Fall vorhanden", betonte Regner. (red)