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Vaduz - Der Schwangerschaftsabbruch steht in Liechtenstein nach wie vor unter Strafe. Die Gesetzesinitiative zur Einführung einer Fristenregelung wurde mit 52,3 Prozent Nein-Stimmen am Sonntag in einer Volksabstimmung knapp verworfen. Das Stimmvolk folgte somit Erbprinz Alois.
Knapp über 60 Prozent Beteiligung
Die von der Arbeitsgruppe Schwangerschaftskonflikte vors Volk gebrachte Gesetzesinitiative "Hilfe statt Strafe" wurde von 5760 Bürgerinnen und Bürgern abgelehnt und von 5246 Personen angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 61 Prozent, was für liechtensteinische Verhältnisse niedrig ist. In acht der elf liechtensteinischen Gemeinden wurde die Initiative abgelehnt. In den Gemeinden Vaduz, Schaan und Triesen stimmte eine Mehrheit dafür.
Die Initianten verfolgten das Ziel, Abtreibungen in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen bei vorausgehender Pflichtberatung zu legalisieren. Dafür sollte das Strafgesetzbuch entsprechend abgeändert werden. Ein Schwangerschaftsabbruch wird im Fürstentum mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft, selbst wenn der Eingriff im Ausland durchgeführt wurde. Zu einer Verurteilung ist es aber seit Jahren nicht mehr gekommen.
Erbprinz mit Ergebnis zufrieden
Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, der sich im Vorfeld der Abstimmung gegen die Initiative ausgesprochen hatte, zeigte sich zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis. Allerdings könne das Thema Schwangerschaftsabbruch nun keineswegs von der politischen Agenda genommen werden. Der Thronfolger will umgehend mit dem Landtag und der Regierung Gespräche aufnehmen, um möglichst rasch Reformen zu realisieren, "die wirkliche Hilfe bieten".
Abtreibung im Ausland verboten
Die Regierungsparteien hatten im Vorfeld der Abstimmung angekündigt, einen Alternativvorschlag ins Parlament einzubringen, falls die Initiative abgelehnt werde. Dieser Vorschlag sieht vor, dass Schwangerschaftsabbrüche zwar verboten bleiben sollen, aber nicht mehr bestraft werden, wenn der Eingriff im Ausland erfolgt. (APA/ag.)
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Pro-life Organisationen sind, meiner Meinung nach, die wahren Verbrecher.
Durch diese entsteht mehr Leid; mehr Abtreibungen, die von unseriösen Stellen durchgeführt werden, was bis zum Tod der Betroffenen führen kann.
Jugend für das Leben z.B. sollte sich in Jugend für das Leiden umbenennen, wäre echt passender ...
Jeden Tag werden ganz offiziell 2800 Tötungen (!) vorgenommen.
Die Schuld an diesem Massenmord (!) den pro life Organisationen zuzuschieben ist genauso lächerlich, wie Ausnahmefälle in denen eine Abtreibung entschuldbar (!) sein mag, als Legimiation für alle Fälle zu missbrauchen.
Und ja, einen Kind einen Tag vor der Geburt hat ein Großhirn, erkennt die Stimme der Mutter, denkt und ist ein Mensch und kein Zellhaufen, oder was auch immer unmenschliche Primitivlinge behaupten mögen.
Wenn sie ihrem nick ehre machen könnten würden sie keine unterstellungen einbringen die in dem von ihnen beantworteten beitrag keine basis finden. Wo hat der vorredner pro-life organisationen mit den abbrüchen an sich in zusammenhang gebracht ? Nirgendwo.
Fakt ist daß in ländern, wo abbrüche strafbar sind, diese trotzdem durchgefügrt werden (siehe das katholische polen - 500 erlaubte abbrüche, 190.000 "illegale"), und das definitiv zu wesentlich mehr leid und gesundheitlichen problemen bis hin zu todesfällen führt als alle legalen abbrüche zusammen.
Was für sie entschuldbar ist - irrelevant.
Was ihr "argument" bezüglich "ein tag vor der geburt" soll, bitte um erklärung, was hat das mit der fristenlösung zu tun ?
Das war das 1. Mal, dass über dieses Thema in Liechtenstein überhaupt geredet wurde. Die Arbeitsgruppe Schwangerschaftskonflikte, bestehend aus 3 Frauen, hat mit beschränkten finanziellen Mitteln gegen eine finanzstarke Kampagne der Gegner, gegen die Grossparteien und das angedrohte Veto des Fürstenhauses fast die Sensation geschafft. Die Stimmung bei den Gegnern und Gegnerinnen ist auf jeden Fall schlecht, das hätten sie nicht erwartet.
Ja, aber es gibt keine perspektive, denn der erbprinz sagt zwar das thema ist damit bei diesem votum nicht vom tisch, er redet dann aber selbstverständlich nur davon wie man den frauen den nicht-abbruch schmackhafter machen kann, nicht davon wie man die fast 50% ernst nimmt und entsprechende möglichkeiten schafft.
Liechtenstein ist nicht wesentlich anders als VOrarlberg oder die angrenzenden Sch. Kantone. In all diesen Gegenden wäre es bei derartigen Abstimmungen knapp.
Ausserdem ist die wirtschaftliche Lage der allermeisten Liechtensteiner nicht so, dass das soziale ARgument wonach für viele die Abtreibung der letzte Ausweg ist besonders stark wirkt.
Schade das man über das Thema nicht reden kann ohne sich gleich wechselseitig als Nazi oder Mörder zu beschimpfen. Gerade in Mitteleuropa gibt es heutzutage soviele passende Adoptiveltern die keine eigenen Kinder kriegen können. Man könnte da wirklich in vielen Fällen sowas vermeiden.
Im übrigen ist es müßig das da jetzt die Fetzen im Forum fliegen. Es war ein Volksentscheid das muss man akzeptieren.
Wie kommen sie nun von "wirtschaftliche lage" auf "das soziale argument" ?
Wirtschaftliche probleme sind das eine, ein soziales umfeld in dem man sich keine kinder vorstellen kann EIN anderes argument, das sind aber beiweitem nicht alle.
Und das argument eine adoption wäre ja für alle ein probates mittel um einen abbruch zu vermeiden kann ich schon nicht mehr hören, es kann nur von jemandem kommen der sich noch nie über die gründe für abbrüche informiert hat, und sich auch nicht im geringsten für die nöte von frauen in einer solchen situation interessiert.
Gerade in Mitteleuropa gibt es heutzutage soviele passende Adoptiveltern die keine eigenen Kinder kriegen können.
Und es gibt auch hier mitten in Europa zB Rumänien, Polen, Ukraine, Bulgarien,...(von Indien, China, afrik.& südamerikan. Ländern möchte ich garnicht erst anfangen) bereits soviele elternlose Kinder, die dringenst Eltern brauchen.
Warum zu diesen Heerscharen von elternlosen Kindern noch auf Muss weitere hinzufügen? Sollten nicht erstmal diejenigen vernünftig versorgt werden, die schon geboren sind?
Und es ist schlichtweg nicht korrekt diese Argumente immer mit denselben Totschlagargumenten niederzuprügeln.
Offenbar wollte eben eine knappe Mehrheit der Liechtensteiner eine Lösung (es bleibt verboten wird aber de facto eigentlich seit vielen Jahren nicht bestraft) zumindest aus symbolischen Gründen aufrecht erhalten. Dafür gibts eben aber auch ARgumente. Diese kann man religiös oder eben auch völlig ohne Religion vorbringen und verdienen sie auch Respekt.
Ansonsten war ich eigentlich versucht auf Ihr Posting sehr kurz zu antworten nämlich mit "q.e.d."
Und nun zeigen sie mir bitte wo ich in meiner replik die religion auch nur angesprochen oder sonstige angebliche "totschlagargumente" eingebracht hätte.
Ich habe eine frage gestellt, und nichts niedergeprügelt, und zwar AN SIE und ihre ausführungen, völlig ohne bezug zu liechtenstein.
Es ist erfahrung aus vielen derartigen pseudodiskussionen, es steht ihnen aber natürlich frei mich, auf sie bezogen, eines besseren zu belehren.
Sie haben zwar die erste frage noch nicht beantwortet, aber dann versuchen wir's eben mal mit dieser:
Wie kommen sie darauf daß adoption für alle frauen ein akzeptables mittel wäre um einen abbruch zu vermeiden ?
Adoption zur Vermeidung eines schrecklichen (und oftmals auch für die Frau traumatisierenden) Vorgangs aus.
Ihre Frage indiziert ausserdem sozusagen etwas unvermeidbares "den Abbruch" und legt dar, dass alle anderen in der Handlungs- und Beweispflicht sind diesen unvermeidlichen grundhumanen und vernünftigen Vorgang irgendwie argumentativ abzuwehren. Man kann es auch umgekehrt betrachten. Welche Argumente rechtfertigen es eine Geburt zu verhindern.
Ich denke, dass man ein wesentliches ARgument nämlich die schlechte soziale Lage oder, dass die Mutter nicht mit einem Kind zu recht kommt durch Adoptionen lösen kann.
Das ist keine Lösung für alle Fälle aber doch für die Mehrheit wie ich meine.
da sie niemals schwanger werden können, können sie auch nicht wissen, was es für eine Frau bedeutet, ein Kind austragen zu müssen, dass sie unter keinen Umständen will.
Die meisten (die sich halt kein schlechtes Gewisen einreden lassen) sind nach einem Abbruch erleichtert.
Sie sollten weniger versuchen mir etwas anzudichten und stattdessen einfach die fragen beantworten...
Mit keinem wort habe ich gesagt oder auch nur impliziert ein abbruch wäre die einzige lösung, sie hingegen haben postuliert es gäbe für alle andere lösungen als einen abbruch, was schlichtweg nicht den tatsachen entspricht.
Wie voreingenommen sie sind, und wie wenig es wirklich um eine für die einzelne frau stimmige lösung geht zeigt sich ja an subtilen moralkeulen wie "schrecklicher vorgang".
Das ist mein Satz im Original "Das ist keine Lösung für alle Fälle aber doch für die Mehrheit wie ich meine."
Das ist doch etwas anderes als das was Sie mir andichten.
Offenbar reden wir aneinander vorbei. Insoferne wirds besser sein wir lassen es bleiben.
Warum eiern sie so herum anstatt zuzugeben daß sie keine ahnung haben ?
Sehen wir uns FAKTEN an, z.B.:
"Im Land Salzburg kommen jährlich etwa 5.200 Kinder zur Welt, davon werden 7 Kinder zur Adoption freigegeben. Diesen Kindern stehen 70 Paare gegenüber, die ein Kind adoptieren möchten."
Meine fragen dazu:
- Warum denken sie daß die anzahl der zur adoption freigegebenen kinder so gering ist, weil die adoption eine so tolle alternative für frauen mit unerwünschten schwangerschaften ist ?
Es gibt in ganz österreich gerade mal ein paar hundert adoptionswillige paare pro jahr, was machen sie mit dem "kinderüberschuss" falls sich nun, sagen wir mal, auch nur 50% dafür entscheiden ?
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