Pflege-Strukturreform

Frauen pflegen, Männer ernähren

Bericht | Sandra Ernst Kaiser, 22. September 2011, 06:15

Wird die Pflege-Strukturreform daran etwas ändern? - Bisher setzt die Politik auf traditionelle Geschlechterzuschreibungen und miese Arbeitsbedingungen

Die Betriebsrätinnen sind wütend. "Pflegerinnen haben auch eine Schmerzgrenze", erklärte eine davon am Montag bei der gewerkschaftlichen Enquete zum Thema "Soziale Arbeit ist mehr wert". Denn ihre Schützlinge haben die Pflicht, ihre Tätigkeiten minutiös aufzulisten - inklusive längerer Fahrtzeiten beispielsweise aufgrund einer verkehrstechnischen Behinderung. Ihre Kolleginnen berichteten über unzumutbare Arbeitszeiten, zu wenig Personal, ständige Bereitschaft, keine langfristige finanzielle Absicherung, viele und lange Krankenstände und zu geringe Löhne.

Im Vorfeld der am 23. September startenden Verhandlungen zur Pflege-Strukturreform im Sozialministerium machten die GewerkschafterInnen die teilweise skandalösen Arbeitsbedingungen von Pflegekräften in Österreich zum Thema. Auch Forderungen und einen dazu passenden Finanzierungsplan blieben sie nicht schuldig. Rudolf Hundstorfer soll all das in seine Hände bekommen, so die GewerkschafterInnen.

Sein Kollege Wolfgang Schüssel wollte 2006 mit dem Machtwort "Österreich hat keinen Pflegenotstand" die Pflegedebatte abwürgen. In diesem Fall begann die Debatte aber erst richtig. Zum einen wurde bekannt, dass selbst die Schwiegermutter des damaligen Kanzlers von slowakischen Pflegerinnen betreut wurde: Stundenlohn zwei bis drei Euro, Rechtsstatus illegal. Zum anderen wurde erkannt, dass aufgrund der demographischen Entwicklung die Pflege kranker oder alter Menschen bald nicht mehr finanzierbar sein wird. Denn Berechnungen der Statistik Austria zufolge wird nämlich 2030 jedeR Neunte in Österreich über 75 Jahre alt sein.

Was bisher geschah...

In diesen fünf Jahren wurde etwa ein Pflegefonds eingerichtet, der bis 2014 finanzielle Sicherung bringen soll. Und die Gewerkschaften GPA und Vida erkämpften für die Pflegerinnen den BAGS-Kollektivvertrag, der zumindest eine Basis für das Pflegepersonal darstellt, aber nicht von allen Einrichtungen angewendet wird.

"Industrialisierung der Pflege"

Die Ökonomin Gudrun Biffl plädierte im Rahmen der Enquete an die GewerkschafterInnen selbst mit einer "Industrialisierung der Pflege". Sie meint: "Nur im industriellen Sektor hat die Gewerkschaft gute Arbeitsbedingungen durchgesetzt". Diese seien aber Voraussetzung für eine gute Struktur, die auch im Dienstleistungsbereich notwendig ist. Damit gehen auch eine arbeitsteilige Organisationsform und eine Professionalisierung der Branche einher. Ihr Zeugnis für die vorhandene Pflegestruktur in Österreich fiel dürftig aus: "Unterentwickelt" und "in der Denke hinten nach", nennt sie sie.

Dieses Zeugnis wird von den Betriebsrätinnen aus unterschiedlichen Bundesländern bestätigt. Der Föderalismus macht die Sache für das Pflegepersonal nicht einfacher: Unterschiedliche Pflege-Schlüssel und Ausbildungen, sowie Abhängigkeiten etwa vom "Fonds Soziales Wien", der sich durch kurzfristige Planung auszeichnet, belasten die Frauen. Eine Betriebsrätin schilderte, dass sich das Land Oberösterreich nicht an die Kollektivverträge hält. Aus Niederösterreich wiederum wurde berichtet, dass branchenspezifische Schulen geschlossen werden, obwohl hoher Andrang herrscht und anstelle ausgebildeter PflegerInnen vom NÖGUS (Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds) Hilfskräfte eingestellt werden, die dem Land billiger kommen. Aus der Steiermark wurde vom wieder eingeführten Pflege-Regress berichtet, sowie der 25-prozentigen Kürzungen im Sozialbereich im Rahmen des Sparbudgets. 

Insgesamt also sehr schlechte Voraussetzungen für eine Dienstleistung, die viele ganz dringend brauchen. Derzeit beziehen 420.000 Personen Pflegegeld, 350.000 von ihnen werden zuhause, überwiegend von ihren Angehörigen, gepflegt. Über 80 Prozent derer, die Pflege zuhause verrichten sind Frauen. Und nicht wesentlich anders gestaltet sich die Situation in den Einrichtungen, die mobile und/oder stationäre Pflege anbieten: Auch hier sind über 90 Prozent der MitarbeiterInnen Frauen.

Ausgeblendete Geschlechterzuschreibungen

Die dahinter stehenden Geschlechterzuschreibungen und die weiblich Prägung des Berufsstandes wurden bei der Enquete weitgehend außen vor gelassen. Die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie wurde zwar von Betriebsrätinnen thematisiert, nicht aber vor dem Hintergrund der Zuweisungen "Frau = privat" und "Mann = öffentlich".

In einer Studie von Chiara Saraceno und Wolfgang Keck über unterschiedliche "Policy Regimes" wurde erst kürzlich wieder darauf verwiesen, dass in Österreich nach wie vor auf Familialismus gesetzt wird. Es wird also davon ausgegangen, dass weibliche Angehörige im Regelfall die Pflege übernehmen, während Männer nach wie vor die Ernährerrolle inne haben. Dass aber die den Frauen zugeschriebenen Rollen nichts mit Liebesdiensten oder angeborenen, naturgegebenen Fähigkeiten wie Fürsorglichkeit zu tun haben, darauf verweisen WissenschaftlerInnen regelmäßig.

Österreich setzt auf familiäre Schwarzarbeit

Diese familienunterstützte Schwarzarbeit wird durch den Mix aus Sach- und Geldleistungen gefördert und wirkt sich nicht nur volkswirtschaftlich negativ aus. Das von den österreichischen PolitkerInnen präferierte Modell lebt auch von den Einkommensunterschieden zwischen Westmitteleuropa und Ostmitteleuropa. Eingebunden in die globale Verwertungskette erbringen Frauen auf den "Hinterbühnen des Kapitalismus" (Arlie Hochschild) kostensenkende Leistungen für die Gesellschaft, die unauffällig in die Bilanzen einfließen und indirekt den Mehrwert fördern.

Die Feminisierung der Branche zeigt sich aber nicht nur in der unbezahlten Pflegearbeit, sondern auch in den Angestellten-Verhältnissen: 2009 lagen die mittleren Brutto-Einkommen bei einer 38,5 Stunden-Woche im Bereich Gesundheit und Soziales bei 1.564 Euro (Frauen: 1.470 Euro, Männer 1.990 Euro) - dieser Wert liegt um 17 Prozent unter dem branchenübergreifenden Durchschnittseinkommen. Die vielen weiblichen Beschäftigten in personenbezogener Dienstleistung arbeiten vorwiegend in Teilzeitmodellen, auch wenn sie gerne Vollzeit beschäftigt wären. Die relativ geringen Einkommen, verbunden mit unattraktiven Arbeitszeiten führen zu einer hohen Fluktuation und spätestens in der Pension zu Armut.

Kosten der Pflege

Nach Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) werden die Gesamtkosten von rund vier Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2020, und auf 8,5 Milliarden im Jahr 2030 steigen. In Relation zum BIP ist das ein Anstieg von 1,3 Prozent auf 1,96 Prozent. Die Gewerkschaften GPA und Vida rechnen für 2020 mit einem Anstieg der Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro. Ihre Rechnung ist deshalb höher als jene des WIFO, weil sie die Gehälter dem durchschnittlichen Niveau, also um 17 Prozent, angleichen wollen.

Geht es nach der Gewerkschaft, sollen sich die Mittel zu einer Milliarde aus Vermögenssteuern, 450 Millionen aus der Erbschaftssteuer, 150 Millionen Erbersatzsteuer (Stiftungen), 250 Millionen Euro durch besondere VerbraucherInnensteuern und 200 Millionen aus der Einkommenssteuer für hohe und besonders hohe Einkommen lukrieren. Neben der vorgeschlagenen Finanzierung fordern die GewerkschafterInnen eine bundesweit einheitliches Ausbildungs- und Entgeltsystem sowie einen einheitlichen Pflegeschlüssel. Wie sehr der ehemalige Gewerkschafts-Chef Rudolf Hundstorfer auf die Forderungen seiner GenossInnen eingeht und dabei die traditionellen Geschlechterrollen nicht aus den Augen verliert, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. (Sandra Ernst Kaiser, dieStandard.at 23.9.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2
obibiber
00
25.9.2011, 10:08

"Die relativ geringen Einkommen, verbunden mit unattraktiven Arbeitszeiten führen zu einer hohen Fluktuation und spätestens in der Pension zu Armut."

es wird noch einige jahrzehnte (bis die geburtenstarken jahrgänge nach ihrer gepflegt-werden-phase verstorben sind) dauern, in denen jüngere unterbezahlt wie existenz-gefährdend arbeiten, vor allem frauen. jene, die heute pflegen und noch jüngere kriegen allerdings keine pension mehr und auch keine (staatliche) pflege mehr, weil viele von ihnen nicht mehr in angestellten-verhältnissen unterkommen, oder nur phasen- und teilzeitweise...
der kurs könnte geändert werden, seitens der politik, allerdings müssten da schon längst radikalere weichenstellungen passieren...

Horst0815
08
22.9.2011, 08:38
Wissenschaft?

Zitat: "Dass aber die den Frauen zugeschriebenen Rollen nichts mit Liebesdiensten oder angeborenen, naturgegebenen Fähigkeiten wie Fürsorglichkeit zu tun haben, darauf verweisen WissenschaftlerInnen regelmäßig."

Ich würde mich sehr über nähere wissenschaftliche Informationen zu diesem Thema freuen!

obibiber
20
25.9.2011, 10:08

selber literatur suchen und nicht warten darauf, bis sich jemand die arbeit antut, sie darüber zu unterrichten.

Hafniumcarbid
02
25.9.2011, 23:02
Frauen pflegen freiwillig.

Das ist ihre biologische Bestimmung. Darauf verweisen Wissenschaftler regelmäßig.

Glaubst du mir nicht?

Suchen musst du dir die Literatur dazu allerdings selber. Wär ja noch schöner, wenn ich mir auch noch die Arbeit antun und meine Behauptungen begründen müsste.

Strom
01
22.9.2011, 23:26

Das soll wahrscheinlich heißen, dass der Stress und die Belastungen durch Pflegearbeiten für Frauen nicht geringer ausfallen als für Männer, dass sich Frauen aber zu all diesen unbezahlten Diensten gezwungen sehen, da sich Männer gern der Verantwortung für alles Unangenehme und Unbezahlte entziehen.

Nennt mich Loretta
 
13
23.9.2011, 13:56
Ja, bitte. Klären Sie uns doch auf die der gemeine Mann denn so ist.

Schon mal dran gedacht, dass Frauen eher Pflegearbeit an ihren Ehemännern übernehmen, weil diese im Schnitt um ca. 5 Jahre früher sterben?

Warum sollte ein vollzeit-beschäftiger Mann gemeinsame Verwandte pfelgen, obwohl die Frau Hausfrau ist oder nur teilzeit arbeitet?...da werden wohl beide ein INteresse daran haben, dass das Vollzeit-EK weiter ins Haushaltsbudget fließt.

Aber was red ich...Frauen sind einfach alle selbstlose, sich aufopfernde Engel und Männer selbstsüchtige Egomanen. ;-)

beliar
01
22.9.2011, 18:50

haben sie schon einmal einen krebskranken angehörigen, der unter morphin steht "gepflegt" und sich um das familiäre einkommen bemühen müssen?
Zuweisungen "Frau = privat" und "Mann = öffentlich".
leider JA, wenn der mann stirbt oder die kunden merken das schauts für frau ziemlich schlecht aus, unbezahlte arbeit für nicht zahlende kunden hab ich schon genug geleistet weils nicht anders möglich war, kennen sie das wort dumping? ich glaube nicht

gebt den stevia frei
72
22.9.2011, 13:25

Haben Sie denn schon angefangen selbst zu suchen? :)

Sonst ists wie mit der Pflege: Beine hochlegen und andere machen lassen.

Hafniumcarbid
17
22.9.2011, 13:35
Er hat das aber nicht,...

...wie die Autorin, behauptet. Und wer eine Behauptung aufstellt, ist in der Pflicht, diese zwecks Glaubwürdigkeit auch zu begründen bzw. untermauern. Behaupten kann bekanntermaßen jeder alles.

obibiber
00
25.9.2011, 10:12

sie sind in der pflicht, wenn sie was nicht wissen, sich drum zu kümmern sich zu informieren. frauen müssen ihnen nicht infos liefern, da würden sie ja wieder gratis für sie arbeiten. wozu? weil zu faul, selbst zu suchen? oder sie das was sie finden würden eigentlich gar nicht wissen wollen.

Hafniumcarbid
02
25.9.2011, 23:05
Irrtum.

Derjenige, der eine Behauptung aufstellt, ist in der Pflicht, diese durch Quellen und ähnliches zu untermauern. Andernfalls ist die Behauptung unglaubwürdig. Dieses Problem haftet leider der gesamten "Gender-Theorie" und sonstigen Parawissenschaften an.

obibiber
00
26.9.2011, 13:55

wieso sollte sich jemand die mühe machen, für sie was rauszusuchen, wenn sie ohnehin nur vorurteilsbehaftet irgendwelche überzeugungen niederschreiben? also ich mach das sicher nicht, suchen sie selbst, sie haben ja anscheinend internet, für den anfang würde das zwar nicht reichen, aber wie gesagt, glaub ich auch nicht, dass sie tatsächlich daran interessiert sind, sich ernsthaft mit dem thema auseinander zu setzen.

gebt den stevia frei
41
22.9.2011, 15:19

Er zweifelt auch nicht die Glaubwürdigkeit an, sondern ist sehr an dem Thema interessiert und will genaueres wissen. Da kann er sich schon mal ein wenig vorab informieren, ohne gleich dieselben Quellen durchzulesen, die auch die Autorin hergenommen hat.

Mein Beitrag war auch keine Kritik an Horst0815, eher ein Beispiel zur "Schatz, mach du, du kochst besser. Ich machs nächstes Mal, versprochen."-Mentalität.

Hafniumcarbid
03
22.9.2011, 15:45
Ich vermute doch, dass er die Glaubwürdigkeit anzweifelt.

Ich tu das zum Beispiel, wenn jemand sagt "das ist wissenschaftlich belegt" und auf Nachfrage dann mit "Googeln kannst du wohl selber" antwortet. Und jeder halbwegs kritisch bzw. eigenständig denkende Mensch tut das ebenfalls. Wie schon geschrieben: Behaupten kann jeder alles.

gebt den stevia frei
10
22.9.2011, 19:55

hier wird ihnen geholfen:
http://www.feministische-studien.de/index.php... 19&intro=1

der wunsch nach pflege durch weibliche angehörige kann nur von leuten kommen, die zuviel geld haben.

alle anderen können nicht pflegen, weil sie entweder weit weg von ihren eltern wohnen, selbst lohnarbeiten müssen oder nicht zur pflege fähig sind.

und selbst die, welche genug geld hätten, heuern dafür unterbezahlte bedienstete an, weil sie nicht selbst pflegen wollen.

metalwoman
00
24.9.2011, 18:54

Manchmal kann man dazu sogar verpflichtet werden, z.B. bei landwirtschaftlichen Übergabsverträgen war es früher durchaus üblich, dass den Übernehmern (= der Schwiegertochter oder Tochter) die Pflicht auferlegt wurde, die Übergeber im Alter zuhause ordentlich zu pflegen. Und auch wenn es nicht (mehr) im Vertrag steht, wird es von vielen als selbstverständlich erwartet!
Diese Frauen müssen dann irgendwie Haushalt, Landarbeit, Kindererziehung und Pflege unter einen Hut bringen.

zahnloser Tiger
14
22.9.2011, 15:38
sie sind unsachlich und attackieren ad hominem, wenn nicht sogar nach Geschlecht

also wo ist der wissenschaftliche Nachweis dafür "daß die den Frauen zugeschriebenen Rollen nichts mit Liebesdiensten oder angeborenen, naturgegebenen Fähigkeiten wie Fürsorglichkeit zu tun haben"?

der Verweis auf eine Quelle wäre weit kürzer ausgefallen als ihre Rabulismen und hätte KEINER persönlichen Attacken bedurft

darf man also schlussfolgern, daß sie keinen solchen erbringen können, und nur deshalb eine negative Antwort verfasst haben weil sie ihn für die Frage persönlich angreifen wollten?

denn genau das haben sie ja getan

ich frage mich wie sie von anderen Eigeninitiative für Recherchen verlangen können wenn sie sich nicht einmal banalster Anstandsregeln besinnen können

welches Leid hat man ihnen bitte getan?

styx12
00
22.9.2011, 08:29

Und ich dachte immer, dass die Einnahmen aus den vielen neuen Steuern zur Senkung der Steuern auf Arbeit verwendet werden. ;-)

athea
00
22.9.2011, 08:25
und dieser molochfonds sw

der fsw verrechnet eine stunde heimhilfe mit ca 27€....wenn ich das jetzt runterrechne von der fetten option ca 2000brutto für 140std...wären wir bei 16,7€/h für den/die sozialarbeitende....das sind dann mindestens 10€/h für die verwaltung!!!!!!!! irgendwas is da nicht korrekt.

inness robins
01
22.9.2011, 08:05
Spekulantentum

Hätte die Gewerkschaftsbank nicht den Streikfond wegspekuliert, könnten sich viele Pfleglinge kompetente
Betreuung um dieses Geld leisten.
Kann man besteuern, was in der Karibik versenkt wurde?
Bitte kein Rat von der spekulierenden Gewerkschaft-sie hat schon einmal den Blick in die Zukunft versucht und heute badet es die Pflege aus!

andreas lamers
 
11
22.9.2011, 15:48
weil die gewerkschaft

aus ihren ruecklagen was bezahlt? ist die gewerkschaft die neue caritas oder hat sie die sozialversicherungen abgeloest? und wenn ja warum zahlen sie immer noch sozialabgaben? wenn wuerde ich mich um die verspekulierten SV ruecklagen sorgen. das sind aber 2 verschiedene dinge. das benzin ist ja auch nicht so teuer geworden weil der konsum zugesperrt hat, und die telekom hat nicht den markt manipuliert weil die upc leute entlassen will. chaostheorie und schmetterlingseffeckt sind tolle dinge, aber nicht immer zusammenhaengend. es sei denn sie koennen es erklaeren.

Lectrice
02
22.9.2011, 15:30

Was hat der Streidfond mit der Finanzierung von Pflege zu tun?

Ich glaube Sie missverstehen hier einiges.

gracilis
02
22.9.2011, 07:54
Pflegenotstand ??

Wer sich zum dipl. KrankenpflegerIn ausbilden lässt denkt an eine fixe Anstellung in einem guten Spital. In Wahrheit haben die Spitäler zwar eklatanten Personalmangel, aber angestellt wird keiner, weil es die Politik lieber kaputt spart. Dann gibt es noch die Pflegeheime, die absolut deprimierend sind, und sich auch keiner freiwillig antut. Als letztes gibt es dann noch die Heimkrankenpflege, die Branche mit den IRRESTREN Arbeitszeiten, ständiger unbezahlter Rufbereitschaft und Zeitdruck.
Was schlägt die Politik vor? Plakatiert wird eine Akademisierung der Pflege, um den Ruf zu Bessern. In Wahrheit hofft man auf billiges sklovakisches Personal, dass sich nicht beschwert über die Bedingungen, und mit einem schlechten Lohn zufrieden ist.

Sambapati
10
22.9.2011, 07:25
bravo, der-diestandardInnen,

das stimmt, dass immer alle betroffen sind. ob alt und jung, ob MännIn od. Frau, und alles dazwischen! Der Artikel wurde richtig platziert.

Fehlen nur noch alle anderen, die man extra so schön aufteilt.

Elio Ambrosi
 
04
22.9.2011, 07:01
Bitte liebe Sandra Ernst Kaiser:

der Fond bedeutet hinterer Teil des Wageninneren, Hintergrund eines Gemäldes, Rückstand beim Braten,

der Fonds: bestimmte Vermögensreserve .. etc
(vgl. auch www.duden.de)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.