Daimler-Chef gegen Frauenquote

"Wohin soll ich all die Männer aussortieren?"

26. September 2011, 11:00

Deutscher Protest gegen Einführung fixer Quote wird lauter: Auch Familienministerin Schröder insistiert auf flexibler Regelung

Berlin/Frankfurt/Stuttgart - Daimler-Chef Zetsche wettert gegen die Einführung einer festen Frauenquote für Führungspositionen in Unternehmen in Deutschland. "Wohin soll ich all die Männer aussortieren? Alle zwangsweise in Rente schicken, damit überhaupt so viele Stellen frei werden?", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Autobauers der Sonntagsausgabe der "FAZ" zu Forderungen nach einer Frauenquote von 40 Prozent.

"Nicht realisierbar"

Der Manager bezog sich damit auf frühere Pläne von Arbeitsministerin von der Leyen für eine einheitliche Frauenquote in Management-Positionen, denen jedoch wenig Chancen auf Umsetzung eingeräumt werden. Dies sei "schlicht nicht realisierbar", ereiferte sich Zetsche.

Schröder für Flexibilität

Familienministerin Schröder kündigte indes an, noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf für eine flexible Frauenquote in Unternehmen vorzulegen. "Die Zeit der reinen Selbstverpflichtungen ist vorbei", sagte Schröder der "Welt am Sonntag".

Eine feste Frauenquote, wie sie von der Leyen fordere, lehnte sie erneut ab. "Von einer starren 30-Prozent-Quote halte ich überhaupt nichts. Denn die Verhältnisse in den einzelnen Branchen sind objektiv ganz unterschiedlich." Mit ihr werde es "keine Einheitsquote" geben.

Selbst definierte Quote bis Jahresende

Bei einem ersten Spitzentreffen im März hatten die Dax-Konzerne vereinbart, bis zum Jahresende eine selbst definierte Quote für Management-Jobs vorzulegen. Schröder will sich am 17. Oktober erneut mit den Vorständen der 30 größten Unternehmen treffen und sehen, welche Zielmarken sie sich gesetzt haben und wie sie sie erreichen wollen.

Derzeit bei acht Prozent

Zetsche betonte, er setze eher auf interne Programme als auf politische Vorgaben. Er strebe an, bei Daimler im Jahr 2020 einen Anteil von 20 Prozent weiblichen Führungskräften zu erreichen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Anteil von Frauen in leitenden Positionen auf rund acht Prozent beziffert. (APA/Ag.)

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Posting 1 bis 25 von 102
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Elisa B
10
30.9.2011, 21:18
Deutschland schafft sich ab

Es ist absurd zu glauben, dass ein Kapitalist freiwillig mehr an Männer bezahlt wenn er billigere (Lohnschere!!) Frauen bekommt, die das gleiche Leisten.
Eine Quote ist eine Diskriminierung und ein Instrument der undemokratischen Wirtschaftsformen! Im freien Markt, und den haben wir in Deutschland, zählt die beste Leistung zum besten Preis.

Heavyweather
21
26.9.2011, 22:59

Wir nehmen vorwiegend Frauen auf.
Denen muss man einfach weniger bezahlen und sie arbeiten auch härter. Blöd ist es wenn die schwanger werden...aber das sieht man meistens eh gleich bei der Bewerbung. Z.B. fragen wir einfach ob sie in einer fixen Beziehung ist, örtlich ungebunden, flexibel...
Auch den Facebook Account kann man anschauen, da sieht man dann leicht den Status und das soziale Umfeld.
Verraten sich eh alle meist.
Frauen über 40 laden wir gar nicht erst ein.
Da gibt es so viele Möglichkeiten.

verinus
04
26.9.2011, 20:33
wir schaffen uns gerade selber ab...

...anstatt leistung in den vordergrund zu stellen wird von politischer seite eins propagiert:

das wichtigste ist welches geschlecht du hast (genau das gegenteil vom dem was anstrebendswert ist)

gebt den stevia frei
20
28.9.2011, 02:36

seit wann zählt in österreich leistung?

man will als frau doch nur gerechtigkeit und die wird einem nicht gegönnt.

Isegrim1
00
30.9.2011, 08:31

Wenn Sie Gerechtigkeit wollen gehen Sie zu Gott, aber selbst da denk ich wird nach anderen Maßstäben objektiv gemessen. Das Leben richtet sich nicht nach Gerechtigkeit, sondern nach Durchsetzungs- und Anpassungsfähigkeit.

verinus
02
28.9.2011, 08:56

die gerechtigkeit will man aber auch als mann. so ganz geschlechtsunabhängig.

aber was passiert? weitere klientelpolitik anstatt fairness. jetzt sind nicht nur die seilschaften bessergestellt, sondern auch noch die frauen...super, gut gemacht...

gebt den stevia frei
10
28.9.2011, 10:14

dann holt sie euch doch.

verlangt eine quote für nicht-seilschaffende.

wenn ihr nicht-seilschaffende es bis heute nicht geschafft habt, gerechtigkeit zu erlangen, dann werdet ihr es auch in den nächsten zehn jahren nicht schaffen.

verinus
02
28.9.2011, 10:51

wenn schon änderung, dann zum besseren und nicht zum schlechteren.

die österreichische frauenpolitik ist bis auf einige wenige ausnahmen durch die bank abzulehnen, da eine reine schlechterstellung für männer, keine gleichstellung für frauen.

gebt den stevia frei
11
28.9.2011, 15:16

eine frauenquote ist ein weg zum besseren.

was die seilschaften aufführen sieht man doch täglich in den nachrichten. österreich ist ein witz geworden.

sagens einfach, wie sie sich vorstellen können, seilschaften zu verdrängen ohne ein festgelegtes merkmal wie das geschlecht herzunehmen.

Der Unkurze
01
28.9.2011, 18:12

Seilschaften kann man garnicht wegbekommen.

Aber nur weil man schon auf einem Bein hinkt muss man sich nicht noch zusätzlich ins andere schießen damit man gleichmässig hinkt..

gebt den stevia frei
10
28.9.2011, 20:06

deswegen werden verschiedene meinungen vertreten.

mit "könn mad ned, woll ma ned" kommt man nicht weiter. wir brauchen lösungen!

bis dahin nimmt man wackelige lösungen, die wenigstens ein bisschen mehr diversität bringen - wie auch durch die migrantenquote -, da die seilschaften meist in homogenität leben.

sinds damit nicht einverstanden, dann tuns mehr gegen die seilschaften.

zahnloser Tiger
01
29.9.2011, 14:35
komisch, vertreten sie ihre Meinung in dieser Art nur wenn Frauen betroffen sind?

oder wieso spielt die Notwendigkeit KONSTRUKTIVE Lösungen zu erarbeiten keine Rolle wenns um die GO geht, aber dann wenn sie meinen sie bräuchten NOCH MEHR QUOTEN und NOCH MEHR POSITIVDISKRIMINIERUNG, obwohl sie rechtlich de facto privilegiert sind?

könnten sie bitte mal die Ausprägung ihrer Konsequenz hinterfragen?

gebt den stevia frei
00
29.9.2011, 21:19

konstruktive lösungen sind zb schlichtungsstellen.
aber da der staat überall spart, wirds damit nix.

wie wollens sonst streitigkeiten über besuchszeiten, schulthemen, essen usw. bei gemeinsamer obsorge zwischen eltern, die nicht dazu geeignet sind, lösen? mit der wega einfallen und die tür aufbrechen lassen?
wollens dafür eine eigene abteilung (GO-Polizei) gründen?
kaum möglich, da die ÖVP ja auch bei der polizei spart wo es nur geht.

konflikte lassen sich nicht durch gesetze lösen. wenn dann müsste man motivation bieten, sodaß beide eltern freiwillig der gemeinsamen obsorge zustimmen.

aber das wird vor gericht bereits gemacht.

vätern, die an ihren kindern nicht interessiert sind, automatische obsorge zu geben ist ein riesenunsinn.

"Her Master's Voice"c
00
1.10.2011, 17:08
Väter, die an ihren Kindern nicht interessiert sind?

Könnten ja von sich aus auf die GO verzichten, genauso wie wie Mütter das können.

Warum aber sollten Väter, die an ihren Kinder interessiert sind deswegen nicht (automatisch) GO haben?
Warum sollten Männer überhaupt Kinder bekommen, wenn sie garnicht an Kindern interessiert sind?
Sind die alle "zwangsbeglückt" worden?

Warum soll ein Vater keine Obsorge bekommen, wenn die Mutter nicht zur GO geeignet bzw willig ist?

Knochenmann
01
26.9.2011, 19:59

Wenn sich erstmal jeder sein Geschlecht selbst aussuchen darf (M/F/X), dann ist die Quote ohnehin für den Arsch.

Snieftaps
03
26.9.2011, 19:57
Mir tun all die Frauen leid,

die es mit besten Qualifikationen und harter Arbeit in eine Fuehrungsetage schaffen, einen guten Job machen, aber dank linker Sozialexperimente stets nur die "Quotentussis" sind.
Kann mir uebrigens schwer vorstellen, dass in der "Quoten-Jetzt!" Fraktion sonderlich viele erfolgreiche Geschaeftsfrauen und Technikerinnen sitzen- wohl eher fantasiereiche IdeologInnen.

grauekatze
02
28.9.2011, 09:47
ist natürlich viel viel besser

den job NICHT zu bekommen, WEIL man eine frau ist, anstatt einer quotenregelung sei dank das geschlechtsargument aus dem weg geräumt zu bekommen.
wie oft denn noch? quote bedeutet gleich qualifiziert wie der beste männliche bewerber! in jedem anderen fall meine herren: KLAGEN

1000 Kopfläuse können nicht irren
01
28.9.2011, 12:11
Super Vorschlag.

Ist sicherlich sinnvoll, ein Gesetz zu schaffen um dann erst recht ständig klagen zu müssen. Überhaupt nicht zynisch und die Gerichte haben sicherlich nichts anderes zu tun.

Der Unkurze
01
28.9.2011, 11:52

nein gerade erst die Quotenregelung macht das Geschlecht zu einem Qualifikationsmerkmal.

Und was alle bisher schuldig blieben, definieren sie bitte mal "gleiche Qualifikation", danke.

gebt den stevia frei
20
28.9.2011, 02:38

quotentussis sinds nur für leute, die einen gewissen mindset haben. bei denen hilft alles nichts. die weigern sich doch schon mit den "quotentussis" zu sprechen um die vorurteile aus dem weg zu räumen.

jane doe2
03
26.9.2011, 19:45

Drum niemals an die Börse, denn dann gehört einem das Unternehmen nicht mehr! Wenn ich eine Firma besitze, kann mir kein Gesetz der Welt vorschreiben, ob ich einen Mann oder eine Frau einstelle. Sollte das jemand versuchen, müßte man ganz klar über die Schließung der Firma nachdenken! Das wäre dann noch schlimmer als Kommunismus und wäre eine klare Enteignung.

Asperitias
110
26.9.2011, 18:45

Quotenregelungen sind etwas Tolles.
Zu wissen, dass man einen Job nur bekommen hat weil man weiblich ist - obwohl beispielsweise einige Männer qualifizierter gewesen wären - muss so richtig schön für das eigene Ego sein. :-)

grauekatze
31
26.9.2011, 21:21
viel befriedigender ist es natürlich

einen auf armes hascherl zu machen und nie seiner qualifikation abseits von geschlecht beurteilt zu werden- denn diese zählt genauso bei einem quotenjob.
da sie nicht gerade mit fundiertem wissen hier glänzen, denke ich, um ihren kalauer aufzunehmen, sie sind hier der quotenmaskulist... khihihihi

Lectrice
31
26.9.2011, 20:22

Dann qualifizieren Sie sich mal und informieren sich über die Bedeutung Quote um hier überhaupt mitreden zu können.

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