Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Unter dem Motto "Lebe dein Leben, kenne deine Rechte" steht der diesjährige Weltverhütungstag am 26. September. Internationale Organisationen auf dem Gebiet der Familienplanung, darunter die European Society of Contraception und Reproductive Health (ESC), das Centro Latinamericona Salud y Mujer (CELSAM), der Population Council und der Asia Pacific Council on Contraception (APCOC), haben diesen Tag im Jahre 2007 das erste Mal ins Leben gerufen, um Jugendliche mit weltweiten Aktionen auf Verhütung als wirksamen Schutz vor unerwünschten Schwangerschaften hinzuweisen.
Verhütung auf Krankenschein und "Sexkoffer neu"
Aus diesem Anlass haben die Grünen ihre Forderung nach Verhütungsmittel auf Krankenschein erneuert. Das sei vor allem für Jugendliche und einkommensschwache Frauen wichtig, meinte Frauensprecherin Judith Schwentner: "Im Gegensatz zu fast allen westeuropäischen Ländern gibt es in Österreich von der Krankenkasse keinen Kostenersatz für Verhütungsmittel. Die Wahl der Empfängnisverhütung darf keine soziale Frage sein." Puncto mangelnder Aufklärung, wie sie den Jugendlichen weltweit in einer aktuellen Studie attestiert wird, forderte sie den "Sexkoffer neu": "Die Sexualaufklärung im Frontalunterricht muss einer zeitgemäßen Sexualerziehung mit gut ausgebildeten, externen SexualpädagogInnen weichen".
Unvorsichtige und schlecht aufgeklärte Jugend
Die Studie im Auftrag der Stiftung Weltbevölkerung und zehn anderer Organisationen zeigt tatsächlich Handlungsbedarf: Viele junge Menschen wüssten nicht genug über effektive Verhütungsmethoden. Die Zahl der Jugendlichen, die ungeschützten Sex haben ist demnach in Europa als auch in Entwicklungsländern alarmierend hoch. In Europa hätten 42 Prozent der befragten Jugendlichen angegeben, ungeschützten Sex zu haben. Am höchsten war die Zahl demnach in Thailand: Dort sagten 62 Prozent der Jugendlichen, dass sie keine Verhütungsmittel benutzen.
Nur etwas weniger als die Hälfte der befragten europäischen Jugendlichen hielt sich bei den verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten für sehr gut informiert. In Kenia und Uganda seien es sogar weniger als ein Viertel. Insgesamt wurden 5.253 Jugendliche in 25 Ländern befragt.
Frage vor allem der weiblichen Gesundheit
Die Studie mache klar, dass junge Menschen bessere Aufklärung brauchten, um sich vor ungewollten Schwangerschaften und Aids schützen zu können, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr. "Gerade die Jugend ist von den gesundheitlichen Risiken durch fehlende Verhütung, wie HIV/Aids, besonders betroffen. Zudem sind Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt in Entwicklungsländern die Haupttodesursache für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren."
Verhütung für Frauen in Entwicklungsländern
Die SPÖ erinnerte anlässlich des Weltverhütungstags an das Thema selbstbestimmte Familienplanung aus globaler Perspektive. Vor dem Hintergrund der Überbevölkerung sei es laut Bereichssprecherin für Globale Entwicklung Petra Bayr unablässig, den Zugang zu Kontrazeptiva zu gewährleisten, um Frauen die Wahl über die Anzahl und den Zeitpunkt der Geburt ihrer Kinder zu geben: "215 Millionen Frauen weltweit würden gerne Familienplanung betreiben, haben aber keinen Zugang zu modernen Verhütungsmittel."
Bayr führt als positives Beispiel in Sachen Familienplanung Indonesien an, dem bevölkerungsmäßig zwar viertgrößten Land der Erde, das aber in den letzten Jahren mit einigen sehr erfolgreichen Kampagnen zum Thema Familienplanung aufwarten konnte. "Hauptsächlich, weil mittlerweile 57 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Zugang zu modernen Verhütungsmitteln haben", so die Nationalratsabgeordnete, die sich im Sommer selbst vor Ort ein Bild machen konnte. (red/APA)
Link
Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung: Welt-Verhütungstag 2011 - Lebe dein Leben, kenne deine Rechte
Notfallmittel künftig rezeptfrei für Jugendliche unter 17 Jahren
In einer Sammelklage fordern Frauen Schadenersatz für Schwangerschaft und Kinder
Der World Contraception Day am 26. September will Jugendlichen die Notwendigkeit von Safer Sex bewusst machen
5.700 Klägerinnen in den USA bei denen Blutgerinsel auftraten wurden bisher entschädigt
Kirchliche Arbeitgeber müssen Mitarbeiterinnen keine eigene Krankenversicherung mit Kostenübernahme von Pille und Co. anbieten - Versorgung mit kostenfreier Verhütung auf Versicherungen übertragen
77 Prozent der ÖsterreicherInnen haben in den vergangen zwölf Monaten verhütet - ExpertInnen fordern Verhütungsmittel auf Krankenschein und bessere Aufklärung
Verhütung auf Krankenschein: Katholisches Netzwerk will keinen freien Zugang für kirchliche Mitarbeiterinnen egal welcher Konfession
"Historischer" Entscheid: Kassen müssen für Verhütung und weitere Gesundheitsleistungen für Frauen aufkommen
Hormonelles Verhütungsmittel mit knapp 3.000 Nebenwirkungen: Gesundheitsdienst hat bereits 200.000 Pfund an Entschädigungen bezahlt
"Erwartungen sind nicht erfüllt worden": Zu häufig Nebenwirkungen wie Depression und Gewichtszunahme beobachtet
Weder beim Geschlechtsverkehr noch beim Sport darf die Spirale spürbar sein - Einzig das Rückholfädchen kann zu lang sein
Rasch aufeinanderfolgende Schwangerschaften sind ein hohes Gesundheitsrisiko - Die Ärztin Jutta Reisinger engagiert sich für Wissen über Familienplanung
Das Verhüten von Schwangerschaften war bis 1900 verboten, dennoch existierten damals viele skurrile und schädliche Methoden
Ovulations-Ring misst Körperinnentemperatur permanent und ermöglicht darüber präzise Vorhersage fruchtbarer Tage
Die Entwicklung des Intrauterinpessars - Eine Spurensuche des Museums für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
Junge Mutter zeigt sich als Aushängeschild einer Kampagne geläutert: "Glaubt mir, das wäre nicht schön!"
Deutsche Ärztin empfahl vor hundert Jahren Pessare als Verhütungsmittel
Zukünftige Verhütungsmethoden für den Mann werden eine gesellschaftspolitische Debatte auslösen, ist sich Gynmed-Leiter Fiala sicher - und das Vertrauen der Frauen auf die Probe stellen
Sexualberaterin Bettina Weidinger im dieStandard.at- Interview über das Verhütungsverhalten junger Frauen und "alte feministische Argumente"
Verhütung soll nicht länger Frauensache bleiben - Immer mehr Männer möchten Mitverantwortung übernehmen - Doch noch ist die einzig sichere Alternative zur Pille die männliche Sterilisation
Das Wiener Museum für Verhütung und Schwangerschafts- Abbruch stellt den Kampf um die Kontrolle der Fruchtbarkeit dar
Es gibt viel Aufklärungsbedarf zur "Pille danach", sagen ExpertInnen und fordern deren rezeptfreie Abgabe - dieStandard.at recherchierte zum Stand der Dinge
Wie gesagt - i-Tüpferl Reiterei. Enthaltsamkeit ist sehr wohl eine Methode/Möglichkeit eine SS zu verhindern. Punkt.
Alternativ, wie schon genannt, nicht vaginaler Sex - auch eine Möglichkeit eine unerwünschte SS zu verhindern. Verhütungsmethode ja oder nein?
Wenn diese Frauen alle ungewollt Gv hatten (sprich, vergewaltigt wurden), kann ich mir vorstellen, dass diese Kinder ungeplant sind.
Wenn ich keine VM habe und 100% keine Kinder (mehr) will, darf ich keinen einvernehmlichen GV haben. Ganz einfach.
In diesem Artikel ging es aber auch um Ö und um Jugendlich in Europa und nicht in erster Linie um 3.Welt Länger und dass sich Jugendliche kaum schützen!
Die unnötigen GrünInnen wollen ja das Verhütungsmittel vom Steuerzahler finanziert werden (also sex. Vergnügen auf Kosten Dritter) ...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.