215 Millionen Frauen ohne Zugang zu Kontrazeptiva

26. September 2011, 15:13

Rote erinnern an Problematik der Überbevölkerung und Grüne erneuern Forderung nach Verhütung auf Krankenschein für ÖsterreicherInnen

Wien - Unter dem Motto "Lebe dein Leben, kenne deine Rechte" steht der diesjährige Weltverhütungstag am 26. September. Internationale Organisationen auf dem Gebiet der Familienplanung, darunter die European Society of Contraception und Reproductive Health (ESC), das Centro Latinamericona Salud y Mujer (CELSAM), der Population Council und der Asia Pacific Council on Contraception (APCOC), haben diesen Tag im Jahre 2007 das erste Mal ins Leben gerufen, um Jugendliche mit weltweiten Aktionen auf Verhütung als wirksamen Schutz vor unerwünschten Schwangerschaften hinzuweisen. 

Verhütung auf Krankenschein und "Sexkoffer neu"

Aus diesem Anlass haben die Grünen ihre Forderung nach Verhütungsmittel auf Krankenschein erneuert. Das sei vor allem für Jugendliche und einkommensschwache Frauen wichtig, meinte Frauensprecherin Judith Schwentner: "Im Gegensatz zu fast allen westeuropäischen Ländern gibt es in Österreich von der Krankenkasse keinen Kostenersatz für Verhütungsmittel. Die Wahl der Empfängnisverhütung darf keine soziale Frage sein." Puncto mangelnder Aufklärung, wie sie den Jugendlichen weltweit in einer aktuellen Studie attestiert wird, forderte sie den "Sexkoffer neu": "Die Sexualaufklärung im Frontalunterricht muss einer zeitgemäßen Sexualerziehung mit gut ausgebildeten, externen SexualpädagogInnen weichen".

Unvorsichtige und schlecht aufgeklärte Jugend

Die Studie im Auftrag der Stiftung Weltbevölkerung und zehn anderer Organisationen zeigt tatsächlich Handlungsbedarf: Viele junge Menschen wüssten nicht genug über effektive Verhütungsmethoden. Die Zahl der Jugendlichen, die ungeschützten Sex haben ist demnach in Europa als auch in Entwicklungsländern alarmierend hoch. In Europa hätten 42 Prozent der befragten Jugendlichen angegeben, ungeschützten Sex zu haben. Am höchsten war die Zahl demnach in Thailand: Dort sagten 62 Prozent der Jugendlichen, dass sie keine Verhütungsmittel benutzen.

Nur etwas weniger als die Hälfte der befragten europäischen Jugendlichen hielt sich bei den verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten für sehr gut informiert. In Kenia und Uganda seien es sogar weniger als ein Viertel. Insgesamt wurden 5.253 Jugendliche in 25 Ländern befragt.

Frage vor allem der weiblichen Gesundheit

Die Studie mache klar, dass junge Menschen bessere Aufklärung brauchten, um sich vor ungewollten Schwangerschaften und Aids schützen zu können, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr. "Gerade die Jugend ist von den gesundheitlichen Risiken durch fehlende Verhütung, wie HIV/Aids, besonders betroffen. Zudem sind Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt in Entwicklungsländern die Haupttodesursache für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren."

Verhütung für Frauen in Entwicklungsländern

Die SPÖ erinnerte anlässlich des Weltverhütungstags an das Thema selbstbestimmte Familienplanung aus globaler Perspektive. Vor dem Hintergrund der Überbevölkerung sei es laut Bereichssprecherin für Globale Entwicklung Petra Bayr unablässig, den Zugang zu Kontrazeptiva zu gewährleisten, um Frauen die Wahl über die Anzahl und den Zeitpunkt der Geburt ihrer Kinder zu geben: "215 Millionen Frauen weltweit würden gerne Familienplanung betreiben, haben aber keinen Zugang zu modernen Verhütungsmittel." 

Bayr führt als positives Beispiel in Sachen Familienplanung Indonesien an, dem bevölkerungsmäßig zwar viertgrößten Land der Erde, das aber in den letzten Jahren mit einigen sehr erfolgreichen Kampagnen zum Thema Familienplanung aufwarten konnte. "Hauptsächlich, weil mittlerweile 57 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Zugang zu modernen Verhütungsmitteln haben", so die Nationalratsabgeordnete, die sich im Sommer selbst vor Ort ein Bild machen konnte. (red/APA)


Link

Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung: Welt-Verhütungstag 2011 - Lebe dein Leben, kenne deine Rechte

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Frage an die Grünen:

Warum soll es die Pille auf Krankenschein nur für Österreicherinnen geben, warum nicht einfach für alle Frauen?

weil kenianerInnen eher selten eine österreichische krankenversicherung haben?

das kümmert doch die grünen normalerweise nicht! warum jetzt auf einmal?

# selbstbestimmte Familienplanung #

Das Wörtchen "NEIN" soll da auch helfen. Aber ach so, die Sozis meinen damit ja "selbstbestimmte Abtreibung, wenn was schief gegangen ist" :-(

In Afghanistan oder Pakistan kann die Frau also einfach "nein" sagen und nix passiert.

*kopfschüttel*

nur weil der papst nein zu kondomen sagt, müssen nicht auch sie nein zu ihnen sagen.

lebens a bissl selbstbestimmter.

Was hat der Papst damit zu tun? Ich bin ausserdem kein Mitglied einer Kirche.
Es ist aber ein Fakt, dass es eben kein 100%sicheres Verhütungsmittel gibt (ausser Enthaltsamkeit oder "nicht vaginaler GV").

Enthaltsamkeit ist KEIN Verhütungsmittel, da Sie per definitionem keine Verhütung brauchen, wenn Sie keinen Sex haben.

Es ist kein Verhütungsmittel, aber ein Mittel (=> Verzicht) welches eine unerwünschte SS verhindert.
Ganz einfach.

Sie schrieben Verhütungsmittel.
Ganz einfach.

Dann halt Methoden zur Verhütung von SS - besser?
Meine Güte - man kann aber auch i-Tüpferlreiterei betreiben ...

Sie haben es immer noch nicht verstanden.

Weder ist Enthaltsamkeit ein VerhütungsMITTEL noch eine VerhütungMETHODE, da es gar nicht zum Sex kommt. Verhütung wird erst interessant, wenn beim Sex eine Schwangerschaft verhindert werden soll.

Wie gesagt - i-Tüpferl Reiterei. Enthaltsamkeit ist sehr wohl eine Methode/Möglichkeit eine SS zu verhindern. Punkt.
Alternativ, wie schon genannt, nicht vaginaler Sex - auch eine Möglichkeit eine unerwünschte SS zu verhindern. Verhütungsmethode ja oder nein?

weil bei einem zugang zu verhütungsmitteln vielleicht 5% der sexenden schwanger werden können, sollen gleich alle 100% mit dem sex aufhören?

da schütten sie das kind aber mit einem ganzen schwimmbad aus.

Es kann doch jeder soviele Kinder bekommen wie er möchte. Die Ressourcen müssen nur endlich gerecht verteilt werden.

Und Sie meinen, dass Frauen in Ländern, in denen es keine Möglichkeiten zur Verhütung oder zu medizinischer Betreuung gibt, so viele Kinder haben, weil sie so viele Kinder haben "wollten"?

Ernsthaft?

Wenn diese Frauen alle ungewollt Gv hatten (sprich, vergewaltigt wurden), kann ich mir vorstellen, dass diese Kinder ungeplant sind.
Wenn ich keine VM habe und 100% keine Kinder (mehr) will, darf ich keinen einvernehmlichen GV haben. Ganz einfach.

Sie haben keine Ahnung wie es in der Welt zugeht. Irgendwie beneide ich Sie um Ihren beschränkten Horizont, sie müssen es einfach haben im Leben - im Gegensatz zu Frauen in den betreffenden Gebieten.

Ich habe von EINVERNEHMLICHEM GV gesprochen. Wenn eine Frau dazu gezwungen wird, gilt dies natürlich nicht, denn dann kann sie nicht nein sagen.
Aber es gibt ja auch bei uns Frauen die ungewollt schwanger werden, die nicht gezwungen wurden.

Wenn aber GV doch NICHT-EINVERNEHMLICH stattfindet, dann haben Frauen keinerlei Problem damit 10 oder mehr Kinder aufzuziehen ? Seltsame Logik !!

Zwang ist nicht auf körperliche Gewalt beschränkt!!! Bitte ignorieren Sie nicht die simple Tatsache, dass Frauen in vielen Ländern der Welt gar keine Chance auf "einvernehmlichen" Sex haben!!

In diesem Artikel ging es aber auch um Ö und um Jugendlich in Europa und nicht in erster Linie um 3.Welt Länger und dass sich Jugendliche kaum schützen!

Die unnötigen GrünInnen wollen ja das Verhütungsmittel vom Steuerzahler finanziert werden (also sex. Vergnügen auf Kosten Dritter) ...

Nachdenken ist jetzt nicht so Ihre Stärke, oder?

ich dagegen halte religion für das große problem unserer zeit. ohne sie wäre es nicht zur überbevölkerung gekommen.

ich weiß ja nicht wie ihr das seht...

...aber ich halte die überbevölkerung für DAS große Problem unserer Zeit. So gut wie alles ließe sich regeln würden wir in nachhaltiger Zahl diesen Planeten bevölkern. da muss eindeutig mehr getan werden.

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