Zahlen, Daten, Fakten zur Lohnschere

Hintergrund | Beate Hausbichler
2. Oktober 2011, 17:43
  • Bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung verdienen Frauen durchschnittlich 24,3 Prozent 
weniger als Männer.
    foto: ap/ronald zak

    Bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung verdienen Frauen durchschnittlich 24,3 Prozent weniger als Männer.

dieStandard.at über die verschiedenen Zahlen zur Lohndifferenz, wie sie berechnet werden und warum die Schere kleiner wurde

Der Equal Pay Day steht bevor und somit auch wieder die Konfrontation mit unterschiedlichen Zahlen über Einkommensdifferenzen, Statistiken oder auch Zweifel an diesen. Einmal ist von 18 Prozent Lohndifferenz die Rede, an anderer Stelle sogar von 40 Prozent. Was für eine Rolle spielen Teilzeit oder die Berufswahl? Und überhaupt: War heuer nicht schon mal Equal Pay Day? dieStandard.at recherchierte und erkundigte sich bei Expertinnen.

  • Die aktuelle Lohndifferenz

Die jüngsten Daten, die für den diesjährigen Equal Pay Day relevant sind, kommen aus der Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria und stammen aus dem Jahr 2009. Bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung und einer Betrachtung der Brutto-Jahreseinkommen verdienen Frauen durchschnittlich 24,3 Prozent weniger als Männer. Umgelegt auf die Kalendertage heißt das: Ab 4. Oktober arbeiten Frauen statistisch gesehen gratis. Um Missverständnisse zu vermeiden, formuliert es AK-Wirtschaftsexpertin Bettina Csoka gegenüber dieStandard.at nochmal anders: "Der 4. Oktober ist jener Tag, an dem vollzeitbeschäftigte Männer bereits das Einkommen erreicht haben, wofür vollzeitbeschäftigte Frauen bis Jahresende arbeiten müssten."

Im Vergleich zu den Einkommensdifferenzen der letzten Jahre ist das eine Verringerung. Im vorigen Jahr lag die Differenz bei 25, 6 Prozent, in den Jahren davor waren es zwischen 26 und 27 Prozent. Der kleinere Lohnunterschied in diesem Jahr verdankt sich allerdings nicht den steigenden Gehältern von Frauen, sondern dem Wirtschaftseinbruch, durch den 2009 vor allem Männer in den Industriebranchen an Einkommen verloren haben. Die kleinere Differenz ergibt sich somit aus dem krisenbedingten markanten Lohn-Rückgang bei Männern, erklärt Csoka.

Da war doch was mit 18, oder gar 40 Prozent?

Neben den diesjährigen 24,3 Prozent und den letztjährigen 25,6 Prozent, ist vielerorts jedoch auch noch von weitaus höheren oder niedrigeren Einkommensdifferenzen die Rede. Die höchste Zahl in Bezug auf die Gehaltsschere liegt bei 38 Prozent. Sie berücksichtigt die Einkommen aller ArbeitnehmerInnen unabhängig von Arbeitszeit oder Berufszweig. Völlig außer Acht sollte diese Zahl aber nicht gelassen werden, meint Csoka: "Wenn man ein umfassendes Bild haben will, ist es durchaus legitim, die Einkommen aller ArbeitnehmerInnen zu betrachten, denn das entspricht ja auch den realen Arbeits- und Lebenssituationen."

Und mit weiteren Zahlen wird in Zusammenhang mit den hiesigen Einkommensdifferenzen zwischen Männern und Frauen immer wieder aufgewartet: 18 Prozent und 12 Prozent. Beim ersten Wert werden die Arbeitszeiten außen vor gelassen, jedoch Faktoren wie Alter, Ausbildung, Beruf, Branche und Dauer der Betriebszugehörigkeit einkalkuliert.

Und was sagen uns die 12 Prozent? Eine WIFO-Untersuchung ("Geschlechterspezifische Lohnunterschiede in Österreich") berücksichtigte bei der Gehaltsdifferenz von 24,3 Prozent neben den in den 18 Prozent einbezogenen Aspekten auch Schulbildung, Berufserfahrung oder den Familienstand - auch die Teilzeitgehälter wurden rausgerechnet. Das Ergebnis: Die Hälfte des Lohnunterschiedes konnte nicht mit einem dieser beobachtbaren Faktoren begründet werden. "Es bleiben somit 12 Prozent Gehaltsunterschied, die nicht nachvollzogen werden können", so Csoka.

Hat sie die falsche Branche erwischt?

Weniger Verdienst durch die Branche ist zwar eine Begründung für einen niedrigeren Lohn, für Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen und Familie in der AK Wien, sei er deshalb aber noch lange nicht fair. "Es geht nicht nur um vergleichbare Tätigkeiten, sondern um gleichwertige Tätigkeiten - darüber brauchen wir dringend eine Diskussion. Es gibt sehr viele Tätigkeiten, die Arbeit am Menschen sind, z.B. in Pflegehilfsberufen oder in der Kinderbetreuung, also Tätigkeiten mit viel Verantwortung, die aber nicht entsprechend entlohnt werden." Der Wert von bestimmten Arbeiten sei nichts statisches, sondern müsse ein Prozess gesellschaftlicher Auseinandersetzung sein, so Moritz gegenüber dieStandard.at.

Auch für Bettina Csoka enden die Überlegungen zu niedrigen Entlohnungen nicht mit der Branche. "Frauen arbeiten überproportional in jenen Branchen, in denen unterdurchschnittliche Löhne bezahlt werden. Wir haben es hier mit einer Vermengung von Ursache und Wirkung zu tun."

  • EU-Schlusslicht Österreich

Frauen arbeiten aber nicht nur in Branchen, die schlecht bezahlen, sondern sie arbeiten insbesondere in Österreich oft Teilzeit. Dies ist beispielsweise ein Faktor, warum sich Österreich im Vergleich mit anderen EU-Staaten in Sachen Gehaltsschere ganz weit hinten einreihen muss: Österreich befindet sich vor Estland und der Slowakei unter den letzten drei. Eurostat berechnet für Österreich seit Jahren stabile 25,5 Prozent weniger Gehalt für Frauen, eine Zahl, die nicht auf den Vollzeit-Jahreseinkommen basiert, sondern ausschließlich auf Stundenlöhnen, die bei Teilzeitarbeit nachgewiesen niedriger ausfallen wie bei Vollzeitarbeit, so Csoka. Für die Berechnungen des Europa-Vergleiches greift Eurostat auf nationale Quellen zurück. "Die Österreichischen Daten sind zwar sehr aussagekräftig, aber wie gut die Vergleichsdaten sind, lässt sich schwer sagen", so Csoka über die Schwierigkeiten eines Vergleiches zwischen den 27 EU-Ländern.

  • Unterschiede zwischen Angestellten und BeamtInnen

Bei den Unterschieden zwischen den Frauen sind vor allem jene zwischen Beamtinnen und Nichtbeamtinnen eindrücklich. Denn für den öffentlichen Sektor kann festgestellt werden: Einkommensdifferenzen zwischen Männern und Frauen müssen nicht sein. Vergleicht man die Vollzeiteinkommen von Beamten und Beamtinnen ist eine Gehaltsdifferenz nicht vorhanden, werden Teilzeitlöhne inkludiert, beträgt die Differenz weniger als 10 Prozent.

Ganz anders bei den ArbeitnehmerInnen der Privatwirtschaft. Weibliche Angestellte bekommen 50 Prozent eines Männergehalts und bei den Arbeiterinnen sind es gar nur 44 Prozent. Für diese Berechnung wurden nicht die Durchschnittseinkommen verwendet, sondern Medianeinkommen, d.h. je die Hälfte der betrachteten Beschäftigtengruppe verdient weniger bzw. mehr als den Medianwert.

Ob dieses Unterschiedes zwischen Öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft zieht Csoka den Schluss: "Der öffentliche Dienst zeigt es uns: Gleiche Einkommen sind möglich."

  • Unterschiede zwischen den Bundesländern

Vorarlberg hat mit 31,8 Prozent die größte Gehaltsdifferenz und musste somit den Equal Pay Day bereits am 6. September begehen, gefolgt von Oberösterreich mit einer Differenz von 28, 5 Prozent. Auch hier handelt es sich, wie auch beim österreichweiten Wert von 24,3 Prozent, um ganzjährige Vollzeitgehälter. Diese beiden unrühmlichen letzten Plätze bestehen bereits seit Jahren. Die geringsten Einkommensunterschiede gibt es in Wien mit 21, 2 Prozent. Bettina Csoka: "Meine These ist, dass das gute Abschneiden der Stadt Wien damit zusammenhängt, weil dort ein großer öffentlicher Sektor besteht. Hier wird die positive Gestaltungswirkung des öffentlichen Sektors deutlich."

  • Und schließlich: Equal Pay Day war doch schon!

Stimmt. Und zwar am 13. April. Mit diesem Datum wurde der Tag markiert, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um auf das Gehalt aus dem Jahr 2010 zu kommen, das Männer bereits mit Jahresende bekommen haben. Heuer mussten Frauen somit 70 Tage länger arbeiten. Der Equal Pay Day wird auch im Herbst begangen. Dieser hingegen verweist auf das Datum, ab dem Frauen - statistisch gesehen - ohne Lohn weiterarbeiten müssen.

"Zwei Termine gibt es deshalb, weil in Österreich der Equal Pay Day ursprünglich im Frühjahr begangen wurde. Auf EU-Ebene wurden dann Initiativen gestartet, die das Datum im Herbst fokussierten. Schließlich meinte man, dass es nicht schadet, zweimal im Jahr aus unterschiedlichen Blickwinkeln den Lohnunterschied zu betrachten. Einmal von der Seite, wie viel Tage noch fehlen, dass Frauen gleich viel wie Männer verdienen, und einmal von der Perspektive, wie viele Tage sie länger arbeiten müssten, um auf das gleiche Gehalt zu kommen", erklärt Ingrid Moritz die zweifache Ausführung des Equal Pay Days.

Fest steht: Von 4. Oktober bis 31. Dezember 2011 arbeiten Frauen in Österreich statistisch gesehen ohne Lohn, aber voraussichtlich dennoch weiter. (Beate Hausbichler, dieStandard.at, 2. Oktober 2011)


Woher die Zahlen stammen

  • Die aktuellen Zahlen zum Equal Pay Day (24,3 Prozent), sowie die aus den vergangenen Jahren (25, 6, sowie die Zahlen aus den Jahren davor,26 bis 27 Prozent) stammen aus der Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria und werden auf Basis von Vollzeitbeschäftigung und einer Betrachtung der Brutto-Jahreseinkommen erhoben. 
  • Die alle ArbeitnehmerInnen inkludierenden 38 Prozent stammen von der AK OÖ und wurden auf Basis der Daten aus der Lohnsteuerstatistik 2009 berechnet.
  • 12 Prozent ungeklärte Differenz, WIFO-Studie: "Geschlechterspezifische Lohnunterschiede in Österreich", in: WIFO-Monatsberichte 2/2009, AutorInnen: Christine Zulehner, Klaus Grünberger. Die Daten stammen aus dem Zeitraum von 2004 bis 2006
  • EU-Vergleich: Eurostat Strukturindikator für geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle
  • Die Bundesländer-Unterschiede bei den Lohndifferenzen wurden ebenfalls von der AK OÖ berechnet, auf Basis der Daten aus der Lohnsteuerstatistik 2009.

Bettina Csoka arbeitet als Wirtschaftsexpertin für die Arbeiterkammer Oberösterreich

Ingrid Moritz leitet die Abteilung Frauen und Familie in der Arbeiterkammer Wien. Arbeiterkammer Wien

Link

Lohngerechtigkeit

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statistik

glaub nur der statistik, die du selbst gefälscht hast...die einkommensunterschiede resultieren nicht daraus, dass frauen für den den GLEICHEN job mit GLEICHER ausbildung weniger verdienen, sondern daraus, dass frauen überwiegend in branchen arbeiten, die sehr schlecht bezahlt sind...ich selbst arbeite bei einem großen handelsunternehmen und verdiene mit 35 EXAKT das gleiche wie frauen, die den selben job machen und wesentlich jünger sind - also aus meiner erfahrung kann ich hier keine ungleichbehandlung feststellen...und in den führungspositionen, die 5-8 k /monat aufwärts verdienen ist die verteilung mann / frau ca. 50 %, tendenz eher mehr frauen...

also müssten gewisse branchen endlich besser bezahlt werden bzw. müsste es einen gesellschaftlichen turnaround geben, was die anerkennung / wertschätzung dieser branchen betrifft geben...

Wo ist die Gehaltsschere?

Der Median-Nettostundensatz bei Unselbständigen berechnet sich bei Frauen zu 9,18€, bei Männern zu 9,47€. Das ist eine Gehaltsschere von 4%.

https://docs.google.com/spreadshe... G5wVm96cnc

Korrektur: Ich hab mir die Daten der StatA für 2010 nochmal vorgenommen und versucht, den Stundensatz für unselbständig beschäftigte Männer und Frauen zu berechnen. Und bin dabei auf Interessantes gestoßen: in der Vollzeit haben Frauen einen um 7% bis 17% niedrigeren Stundensatz. Bei Teilzeit hingegen haben sie einen gleichen bis um 14% HÖHEREN Stundensatz als die Männer. Wer's nicht glaubt, kann meine Berechnungen im Spreadsheet im folgenden Link nachvollziehen, Einwände sind erwünscht!!

https://docs.google.com/spreadshe... G5wVm96cnc

Ja eh, Frauen sind benachteiligt, weil sie die Kinder auf die Welt bringen. Nun, dann beschwert euch doch bei Gott oder so.

Man kann es noch so oft wiederholen es wird trotzdem nicht wahr.

Würde das Märchen von der Lohnschere zwischen Männern und Frauen nur ansatzweise stimmen dann
wäre jeder Arbeitgeber verrückt, würde er Männer beschäftigen.

Transfer unberücksichtigt

weiters fehlen in der Statistik die Transferzahlungen von Staat, Gemeinde, Vätern, Exmännern und aktuellen Partnern ;-)
Eine Freundin arbeit halb, bekommt für´s Kind 600 vom Ex, 200 von der Republik. Wäre sie verheiratet gewesen würde sie vom Ex auch noch etwa 1000 bekommen. Das ergib einen monetären Transfer von 800 bis 1800.-

die 200 vom Staat und die 600 vom Ex kriegt sie aber fürs Kind und nicht für sich!

Ja und? Die 800€ sind trotzdem Einkommen, das ihr und ihrem Kind zum Leben zur Verfügung steht.

Transferleistungen, die dazu dienen zukünftiger BürgerInnen/SteuerzahlerInnen zu erziehen. Frauen und Männer, die Kinder erziehen, leisten ja auch was. Wer Kinder hat weiß, dass das kein Spaziergang ist. Wenn der Mann erzieht hat er auch ein Recht auf Transferleistungen des Staates und Alimente.

dass es mittlerweile auch seriöse Studien gibt, die nur noch auf ca. 8% Differenz kommen und diese hauptsächlich durch den Karrierenachteil aufgrund der Karenzzeit erklärt wird dürfte der Autorin entgangen sein

na immerhin hat sie erwähnt, dass es grundsätzlich keine Gehaltunterschiede aufgrund des Geschlechtes gibt.....

stellen sie sich vor, mann und frau im selben beruf...

sie und er arbeiten dabei in den selben wochenarbeitsstunden und deine frau erhält für die selbe/gleiche arbeit welche du machst, weniger geld....

????

verdienen politerkerinnen auch weniger geld als politiker????

"Der öffentliche Dienst zeigt es uns: Gleiche Einkommen sind möglich."

Dieser Satz kann wohl doch nur zynisch gemeint sein.

Dass im öffentlichen Dienst im bezug auf effizientes und qualitätsvolles Arbeiten, Narrenfreiheit herrscht ist für jemanden, der alles was er verdient, wohl oder übel auch selbst erwirtschaften muss, schon schlimm genug. Dass hier noch mit den Fingern auf all diejenigen gezeigt wird, die es sich nicht richten könne wie sie es brauchen, ist Verhöhnung von ehrlichen Arbeitern auf schon bizarren Niveau!!

für mich ist das mit den beamten doch klar

das ist nämlich die einzige berufsgruppe die hier als einzelne gruppe betrachtet wird, während bei allen anderen vergleichen nicht bäcker mit bäcker verglichen wird sondenr bäcker mit schlosser und frisör mit stahlbauarbeiter.

neideststattliche Erklärung:

Ich erkläre hiermit offiziell ab sofort den Frauen zu helfen und auch nur mehr teilzeit zu arbeiten.

Statistisch gesehen

sind dafür alle Mäner grob geschätzt ab 11. November tot!

hab nachgerechnet:

wenn man die lebenserwartung der frauen am 31.12. enden lässt (82,1 Jahre macht 4,446 Tage pro Jahr) müssen sie bis zum 24.september (60) arbeiten.
männer sterben dann am 6.dezember (76,4), müssen bis zum 16. oktober (65) arbeiten.

(Angaben ohne Gewähr)

!Neid!

Statt sich Gedanken zu machen, wieso die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, wird eine Neiddebatte geschürt.

Wenn sich zwei streiten, freut sich der/die Dritte...

"Gründe sind lt. grüner Frauensprecherin unter anderem Teilzeit,..."

...'nuff said.

"Und was sagen uns die 12 Prozent? Eine WIFO-Untersuchung ("Geschlechterspezifische Lohnunterschiede in Österreich") berücksichtigte bei der Gehaltsdifferenz von 24,3 Prozent neben den in den 18 Prozent einbezogenen Aspekten auch Schulbildung, Berufserfahrung oder den Familienstand - auch die Teilzeitgehälter wurden rausgerechnet. Das Ergebnis: Die Hälfte des Lohnunterschiedes konnte nicht mit einem dieser beobachtbaren Faktoren begründet werden. "Es bleiben somit 12 Prozent Gehaltsunterschied, die nicht nachvollzogen werden können", so Csoka." And f*** das ist ein echtes Zitat.

lesen Sie eine Zeile weiter unten:

"Weniger Verdienst durch die Branche ist zwar eine Begründung für einen niedrigeren Lohn, für Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen und Familie in der AK Wien, sei er deshalb aber noch lange nicht fair."

Die Branche macht es aus. Wenn man das auch noch wegrechnet sind wir bei einem Gefälle im einstelligen Bereich (wenn überhaupt dann noch etwas vorhanden ist), damit lässt sich dann nicht mehr so schön polemisieren.

Aber gerade die Branche ist ein massives Argument. Es ist nicht einzusehen warum man in sozialen Berufen schlechter verdient, die essentiell für die Gesellschaft sind, als beispielsweise Banker, Fußballer oder jemand der Kaffeautomaten programmiert.

Doch, die Branche ist mitentscheident.
Ein Fußballer verdient genau deswegen so viel weil wegen ihm 50.000 Leute ins Stadion kommen, Merchandising kaufen, Spiele im Fernsehen anschauen, Firmen für teure Werbungen in der Halbzeit zahlen,...

Wenn ein Maurer eine Betonwand aufstellt ist das auch mehr Wert als die zb Haareschneiden.

Handlungsbedarf seitens der Politik besteht aber trotzdem, Pflegeberufe, Betreuer in Kindergärten, Lehrer,... gehören dann einfach besser unterstützt, aber nicht auf Kosten von Sparten die zurecht so viel verdienen wie sie verdienen.

Ja, das sage ich ja auch, die Branche ist mitentscheidend. Die Wertigkeit ist eine falsche. Das Land Steiermark musste sowohl Sturm Graz als auch GAK subventionieren, weil diese Clubs sich offenkundig (durch männliche Misswirtschaft oder weil sich das Geschäft wirklich nicht rentiert? you choose) nicht selbst wirtschaftlich erhalten konnten. Ach ja, nicht zu vergessen, das Klagenfurter Stadion z.B. rentiert sich ja wirtschaftlich auch nicht wirklich.
Und warum die österreichischen Pimperlfussballer u. Männer wie Maischberger, Hochegger, Grasser und viele mehr, mehr verdienen als eine Krankeschwester oder Lehrerin ist einfach peinlich für eine vermeintlich zivilisierte Gesellschaft.

Frauen sind

warum auch immer bei vergleichbaren Jobs jünger - und verdienen daher aufgrund durchschnittlich entsprechend weniger Berufserfahrung weniger. Außerdem haben sie mit 60 schon das Regelpensionsalter erreicht und Männer erst mit 65.
Der Equal-Pay-Day sagt nicht wirklich etwas über ungleiche Bezahlung aus.

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