Mikrofinanz

Feminisierung der Verschuldung?

Birgit Tombor, 13. Oktober 2011, 07:00

Instrument der Entwicklungshilfe unter Kritik: ForscherInnen stellen schlechte Zeugnisse aus, was Frauenempowerment anbelangt - Eine Bestandsaufnahme, auch bei österreichischen Hilfsprojekten

Hilfe zur Selbsthilfe gegen Armut und Frauenempowerment waren die wichtigen Ziele, die über das System der Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern erreicht werden sollten. Den Menschen, vor allem den Frauen, die von herkömmlichen Banken als nicht kreditwürdig eingestuft wurden, sollte über Kleinstkredite die Möglichkeit geboten werden, an der Geldwirtschaft teilzuhaben. Dieser Ansatz trat vor zwanzig Jahren seinen Siegeszug um die Erde an, verbreitete sich von Bangladesch bis nach Südosteuropa, Südamerika, Afrika. 2005 riefen die Vereinten Nationen das Jahr der Mikrofinanz aus, 2006 erhielt der Mikrofinanzbank-Pionier Muhammad Yunus den Friedensnobelpreis; die Weltbank, die Europäische Investitionsbank, Bankinsitute und Investoren weltweit - alle wollten sie helfen.

Sparen, Ausleihen, Investieren

Mikrofinanz kennt nicht nur eine Form: Es gibt Dorfbanken, Solidaritätsgruppen, "linkages", Spargenossenschaften und letztlich Banken. Nur die letzte Variante ermöglicht es den KreditnehmerInnen, individuelle Verträge auszuhandeln; die anderen setzen die Bildung einer Spargemeinschaft voraus. Gerade darin wurzelt der 2006 Friedensnobelpreis-gekrönte Ansatz, den Yunus im ruralen Bangladesch umsetzte: Erst verlieh er Kleinstsummen aus seinem Privatvermögen und verlangte dafür Bürgschaft. Später schlossen sich Frauen in Gruppen zusammen, um genügend "Einsatz" zusammen zu bekommen, damit jede von ihnen einen kleinen Kredit mit kurzer Laufzeit bei Yunus' 1983 gegründeter Grameen Bank* aufnehmen konnte. Das geliehene Geld war zweckgebunden: Die Frauen mussten es investieren, nicht verkonsumieren. Sie konnten Saatgut kaufen, Hühner, einen Karren, mit dem sie ihr selbstangebautes Obst zum Markt im Ort transportieren konnten. Sie wurden Unternehmerinnen.

Echte KundInnen

Die Tilgung der Kredite funktionierte einwandfrei: Weniger als ein Prozent bezahlte ihre Schulden nicht zurück. Warum? Weil der soziale Druck innerhalb der Spargruppe groß ist. Das Motto lautet: Mitgehangen, mitgefangen. Ließe eine bei einer Rückzahlungsrate aus, müsste eine andere einspringen. Gegenseitige Verantwortung und das Vermeiden von Gesichtsverlust in der Gemeinschaft sind hier die immanenten Kontrollmechanismen. Nur: Das mit der Verantwortung gegenüber der Gruppe wurde vor allem in infrastrukturell weniger benachteiligten Gebieten wie Städten bei den KreditnehmerInnen gerne gegen die individuelle Verpflichtung gegenüber einer Bank getauscht. Sie wurden echte KundInnen. Und die Banken wurden echte Unternehmen.

For- statt Non-Profit

Die ursprünglich als Non-Profit-orientiert konzipierten Mikrofinanzbanken bekamen For-Profit-orientierte Konkurrenz. Nach dem 358-Millionen-Dollar-Börsegang von Indiens Marktführer SKS Microfinance, der auch Investoren wie George Soros und Fondsmanager von Goldman Sachs und Morgan Stanley anlockte, im letzten Jahr gab es immer mehr Anbieter, nicht nur in Indien, auch in Mexiko, Bolivien, Indonesien. Und diese Anbieter wollten übers Geldgeben viel Geld machen, indem sie Zinsen von über 30 Prozent verlangten und das Geld quasi zweckungebunden vergaben; KundInnen konnten zudem bei mehreren Banken gleichzeitig Kredite laufen haben - und sich so umso höher verschulden.

Kaum positive Wirkungen

In Indien wurden die großteils weiblichen SchuldnerInnen von wöchtlichen Besuchen der KrediteintreiberInnen eingeschüchtert; sie sollten ihre Kinder arbeiten schicken, um die Forderungen zu begleichen; man zwang sie, letzte Wertsachen zu verkaufen; oder ihren Körper. Was folgte, war eine Welle an Suiziden**, die der längst aufgekommenen Kritik an der Mikrofinanz verstärkt Gehör verschaffte, und die unter anderem lautet: Es findet kein Frauenempowerment über Mikrokredite statt, sondern eine Feminisierung der Verschuldung.

Diese Kritik bekommt vermehrt durch Studien Rückenwind, die die Effekte der Mikrofinanzierung untersucht haben. Sozioökonomin Katharina Hammler hat für das Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) eine kritische empirische Bestandsaufnahme dazu erstellt und hält fest, dass "empirisch fest abgesicherte Aussagen über die Wirkung von Mikrokrediten kaum getroffen werden können", es aber "gerade die methodisch aufwendigsten und als am verlässlichsten erachteten Studien" sind, "die kaum positive Wirkungen von Mikrofinanzprojekten feststellen können".

Verschlechterung für Frauen - mit Ausnahmen

Weder haben Banerjee et al. (2010) für Indien oder Crépon et al. (2011) für Marokko positive Effekt auf Empowerment - gemessen als die Macht, im Haushalt Entscheidungen zu treffen -, Gesundheit und Sozialfaktoren über Mikrofinanzierung aufgezeigt noch Hanappi-Egger et al. (2008) im Fall Ägypten. Hier besagen die Ergebnisse sogar negative Entwicklungen für Frauen: Die klassische Arbeitsteilung werde reproduziert, Frauen würden in den informellen Sektor gedrängt und eine "Feminisierung von Schulden" trage eher zur Verschlechterung der Situation von Frauen denn zu einer Stärkung bei. Ashraf et al. (2010) haben für die Philippinen hingegen festgestellt, dass sich eine Form der Mikrofinanz positiv auf das Empowerment auswirkt, weil Frauen darüber mehr Mitsprache bei den Konsumentscheidungen des Haushalts verfügten: Das Mikrosparen.

kfb hat keine "Mikrokredit-Policy"

Womit man wieder am Anfang wäre: Vor den Banken, vor "linkages", bei den Spargenossenschaften, und die spielen auch in der Österreichischen Entwicklungshilfe eine Rolle. So weist die Katholische Frauenbewegung (kfb), die in vielen internationalen Projekten Frauen unterstützt, eine generelle "Mikrokredit-Policy" von sich: "Eine Stärkung der Rolle der Frau in Entwicklungsländern kann nie nur rein ökonomisch funktionieren", ist die Referentin für Entwicklungspolitik des kfb Anja Appel überzeugt. Die kfb setze auf die Stärkung der Frauen innerhalb einer Struktur, in welcher auch Mikrofinanz eine Rolle spielen kann, aber nicht muss: "Im Rahmen unserer Projektarbeit ermöglichen wir den Frauen, gemeinsam zu sparen und untereinander Geld zu leihen."

CARE setzt auf Spargruppen auf Dorfebene

Für die Hilfsorganisation CARE Österreich ist die profitorientierte Mikrofinanz durchaus kritisch zu betrachten. "CARE ist nicht überzeugt, dass solche Initiativen die 'Ärmsten der Armen' erreichen. Vielmehr zielen sie auf Bevölkerungsgruppen ab, die bereits einfacheren Zugang zu Krediten haben. Zudem stellt sich die Frage, was passiert, wenn jemand den Kredit nicht zurückzahlen kann", sagt Development-Leiterin Sok-Chea Ung.

Deshalb setzt auch CARE in seinen Projekten auf Eigenermächtigung - und das einfache und als wirksam bestätigte Prinzip von "Spar- und Verleihgruppen auf Dorfebene" (Village Savings and Loan Groups): "Das funktioniert wie in einem Sparverein. Die Gruppe entscheidet gemeinsam über die Verwendung der angesparten Beträge." So machen sich die Menschen nicht abhängig von Geldgebern wie Banken und nicht einmal von CARE selbst: "Von uns erhalten sie eine Sparbox und Schulungen, zu Buchhaltung zum Beispiel, damit die Gruppe nachvollziehen kann, wer was wann eingezahlt hat", erklärt Ung. Die SparerInnen können selbst bestimmen, wer wann wieviel Geld über welchen Zeitraum erhält und geben die Kontrolle über die verfügbare Summe, die sich über die Anzahl der Sparenden akkumuliert, nicht ab.

Ein derart selbstorganisiertes Geldwesen ist laut Ung so nachhaltig wie populär und die Frage, wer Kredite wie zurückzahlt, erübrige sich. Denn Zinsen sind in diesem System nicht obligatorisch.

Keine Entmündigung

Aber wer kontrolliert, dass die Frauen das gesparte, geliehene Geld selbst verwalten und nicht männliche Verwandte? "Die PartnerInnenorganisationen haben vor Ort im Großteil der Fälle BetreuerInnen", erklärt Appel. So passiere eine Kontrolle, die über Vertrauen funktioniere, denn die BetreuerInnen seien schon im Aufbau der Gruppe involviert, kennen die Frauen und diese sie. Ihre Aufgabe sei es laut Appel aber nicht, wöchtlich in die Haushalte zu gehen, um zu überprüfen, welches Familienmitglied nun Gelder verausgabt hat: "Das wäre eine Art Entmündigung." (bto/dieStandard.at, 13.10.2011)


* Bangladeschs Premierministerin Sheikh Hasina hat Yunus im März 2011 als Direktor der Bank abgesetzt, offiziell aus Altersgründen. Im April bestätigte das Oberste Gericht die Entscheidung.

** Indiens Regierung hat mittlerweile eine Regulierung der Zulassung von Mikrofinanzbanken beschlossen. KreditnehmerInnen dürfen auch nicht mehrere Darlehen bei verschiedenen Banken laufen haben.


Links

CARE Österreich

kfb - Katholische Frauenbewegung Österreichs

ÖFSE: Mikrokredite: Eine kritische empirische Bestandsaufnahme

CARE-Report zu Mikrofinanz in Afrika "Closing the gap"

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2
der schwitzbär der schwitzt sehr
01
14.10.2011, 02:58
nun ja

eine genossenschaftliche Idee wurde kommerzialisiert

Profitmöglichkeit lockt Schmeißfliegen an

Auch unseren Strom bezogen wir jahrzehntelang von uns selbst (Staat), bauten Laufkraftwerke und Speicher wie Kaprun

heute ist das alles in privater Hand, und die melkt uns gnadenlos

Das ist bei Mikrofinanzkrediten nicht anders

Neuer Nick neues Glück
01
13.10.2011, 18:27

Dabei hat doch gerade dieStandard diesbezüglich immer so getan, als bräuchte man nur Frauen das Geld geben und alles würde gut.
Dass dem nicht so ist kommt jetzt wenig überraschend.

Mat E.
02
13.10.2011, 17:01

So sah es vor 5 Jahren im Standardforum aus:

http://derstandard.at/plink/262... pid5305082
http://derstandard.at/plink/262... pid5305414

Man beachte das Jubelgeschrei und die negativen Bewertungen bei den Kritikern.

R.M. S.
01
14.10.2011, 12:08

Ich habe den eindruck daß gefordert wird das Frauen zwar die Kredite bekommen sollen, aber bitte keinen druck auf Tilgung, wenn die Kredite schon zurückgezahlt werden müßen (mit Unterton: was an sich schon nicht in ordnung ist - das Geld solte einfach an Frauen verschenkt werden).

Das die Vorgehensweise dieser 'Kredithaie' UAS ist versteht sich von selbst, aber daß ist schliesslich die Gleichberechtigung - wenn ein Mann nicht zurückzahlen kann, wird genauso verfahren.

life's a jock
00
14.10.2011, 23:12
Selbst das kapitalistischste aller Länder - die USA -

hat letztes Jahr dem Kreditwucher von 30+% Zinsen einen Riegel vorgeschoben.

Kaum ein Schuldner kann solche Zinssätze zurückzahlen. Hätte er diese Möglichkeiten, wäre er auf so einen Kreditwucher nicht angewiesen.
Hoffentlich nehmen sich die Länder ein Beispiel daran, weil es sonst nur Geldsklaverei ist. 30%+ Zinsen dienen einzig der ewigen Schuldenzurückzahlung.

Solche Kredite auch noch zweckungebunden zu vergeben ist der Wahnsinn schlechthin, da damit erst recht die Ärmsten aller Armen angesprochen werden, die damit konsumieren (teilweise MÜSSEN) und nicht investieren.

Deswegen funktioniert das originale Non-Profit-System am besten, da damit ungenutztes Geld zu günstigen Konditionen nach Prüfung der Zweckgebundenheit vergeben werden.

life's a jock
00
13.10.2011, 20:54

Mikrokredite an sich sind nicht das Problem, sondern die Vergabe an jeden kleinen Wicht.

Vor der Vergabe sollte man sich eben auch ansehen, ob die Kreditvergabe sinnvoll ist, selbst wenns nur 100€ sind. Einen Kredit zu vergeben, damit man in der Wüste ein Sonnenstudio hinstellt, macht wenig Sinn.

O5
20
13.10.2011, 16:30

Kredite ermöglichen unzählige Dinge die unsere Lebensqualität enorm verbessern: sie ermöglichen uns ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, sie ermöglichen Firmen neue Produktionshallen zu bauen, sie ermöglichen vielen Leuten sich weiterzubilden.

Nicht ohne Grund ist eines der Hauptprobleme von Entwicklungsländern dass es keinen gut entwickelten Bank- und Finanzsektor gibt und deshalb die Investitionen gering sind, sowohl die von Individuen als auch die von Firmen.

ABER natürlich hängts davon ab was man mit dem Geld macht - man kann sinnvoll investieren, wie in meinen Beispielen, oder man kann das Geld für Konsum raushauen. Das müssen die Leute in Entwicklungsländern in denen es bisher keine Kreditmöglichkeiten gab natürlich erst lernen.

zahnloser Tiger
14
13.10.2011, 14:34
"Ein wenig, nur geliehenes, Geld in die Hände von Frauen gelegt und die Dritte Welt kann sich ändern: Ein wenig mehr Gleichberechtigung, ein wenig weniger Armut?"

sorry, das ist billiger und blanker Sexismus

Mikrokredite werden OHNEHIN schon hauptsächlich an Frauen vergeben, weil die Mikrokreditbanken diese als "vertrauenswürdiger" einstufen.

Das alleine müsste schon jeder tatsächlichen Feministin sauer aufstßen, wo doch Mann und Frau völlig gleich sind?

fällt das niemandem auf?

gottseidank ist aber endlich die Quotenforderung für Armut gestellt worden:

warum sollten allein die Männer als Ernährer fungieren, und die wirtschaftlichen Risiken von Krediten und anderen Finanzierungsmöglichkeiten tragen?

aber was soll der Artikel uns sagen?

dass es gemein ist wenn Kredite sexistisch vergeben werden wissen wir. Aber warum ist es "mehr okay" Männer zu diskriminieren als Frauen?

kanns wer erklären?

life's a jock
10
13.10.2011, 20:42

männer erhalten makrokredite.

zahnloser Tiger
00
14.10.2011, 08:14
in Entwicklungsländern? wohl kaum

wenn sie nix sinnvolles dazu zu sagen haben wäre es schön wenn sie sich den Kommentar sparen

oder müssen sich nur "die Anderen" einer gewissen Diskussionskultur befleissigen?

life's a jock
00
14.10.2011, 11:04
die kredite vergibt man nicht vorwiegend an frauen,

weil diese vertrauenswürdiger sind. frauen sind in dritteweltländern häufiger wegen des haushalts, der pflegebedürftigen eltern und der kinder an den wohnort gebunden, während die männer auch mal für mehrere tage/wochen/monate auswärts arbeiten können, deswegen macht man es auch in dorfgemeinschaften. es ist schwierig eine monatliche rate bar zu zahlen, wenn man nicht in der nähe ist.

frauen lassen sich auch leichter einschüchtern, ist der mann gerade nicht zuhause. wie der artikel auch schön darlegt scherrt es die dortige "russenmafia" der kapitalistischen mikrokreditgeber auch nicht, der frau den vorschlag zu machen sich zu prostituieren. wie machens das bei männern?

zahnloser Tiger
01
14.10.2011, 11:56
komisch... in allen möglichen Quellen wird sogar der Geschlechtsbezug hervorgehoben

aber ist klar... alles falsch, nur sie haben recht...

http://de.wikipedia.org/wiki/Mikr... beitsweise

glaubens wirklich dass sie einem Mann nicht vorschlagen könnten er solle halt jemanden berauben oder ein Organ verkaufen?

mit einer Niere kann er wahrscheinlich sogar den ganzen Kredit auf einmal berappen. Also was genau daran sollte bitte ein sachliches objektives Argument sein?

vielleicht schaffen sies ja beim nächsten Anlauf ein solches aus dem Ärmel zu zaubern...

life's a jock
00
14.10.2011, 20:09

wer sagt, dass die niere auch gut ist?

prostitution ist allgemein akzeptiert. bei diebstahl gehens rasch in den bau.

https://secure.wikimedia.org/wikipedia... _Situation

wie sie nachlesen können, sind nicht nur frauen kreditnehmer. sie sind eben in der mehrheit, da sie sich bewährt haben und die anforderungen erfüllen. es gibt aber immerhin an die 200.000 männliche kreditnehmer.

findens ansonsten mal 6 männer, die sich genug vertrauen, dass sie einen kredit aufnehmen, wobei deren frauen ja noch keinen kredit aufgenommen haben dürfen. man wird kaum 2 kredite innerhalb der familie vergeben.

haben die eine ähnliche glücksspielproblematik wie österreich, hätten viele männer ein vertrauensproblem.

ravenna
00
13.10.2011, 16:09

"....wo doch Mann und Frau völlig gleich sind?"

Wo kommen wir da hin, wenn jeder Dahergelaufene sowas behaupten kann? Zumindest in diestandard gilt das auf jeden Fall nicht!

100tausend
00
13.10.2011, 14:07

...woran sollte man Reichtum erkennen gäbe es keine Armut?

dasandere
01
13.10.2011, 13:32
Brandaktuelle Studien

aus Kamerun - durchgeführt von Ökonomen - bestätigen das. Schlimmer noch, MK dienen nur als Steinchen mehr im alltäglichen Ponzi-Schema des überlebens...

hexe caracas
33
13.10.2011, 12:58
nur eine Einschränkung der Reproduktion

(Fertilität) kann vor Armut schützen...aber das will niemand hören...

Tethys
00
13.10.2011, 14:42

Gerechter Lohn und faire Arbeitsbedingungen schützen auch vor Armut.

zahnloser Tiger
01
14.10.2011, 09:35
mitnichten...

ohne soziales Netz könnens noch so gut verdienen... wenn sie krank oder invalide werden hilft ihnen ihr voriger Job herzlich wenig...

vor ARMUT schützt nur gelebte Solidarität, von individueller wie von staatlicher Seite...

readymate
10
13.10.2011, 14:13
Toller Vorschlag für Länder,

in denen Kinder die einzige Altersversorgung sind!

Ihre Wortwahl beruht wohl auf einem Missgriff!

Sie werden wahrscheinlich an konventionelle Geburtenkontrolle gedacht haben und nicht, wie man aus Ihrer Begriffswahl schließen könnte, an Sterilisation und dergleichen...?!

.

Sun Zi
41
13.10.2011, 13:42
Diese Aussage ist nicht PC und daher so nicht OK!

Vor allem wäre dann ja der einzelnen "schuld" bzw. in der Pflicht und man kann es nicht mehr nur der Gesellschaft umhängen sich darum zu kümmern! Ein ganz grässlicher Gedanke!

Werner Haglmüller
11
13.10.2011, 15:17
Sie haben keinen Schimmer von "PC"

Sie wissen nur, dass Sie es unbedingt in den Dreck ziehen müssen, dann können Sie sich ganz kurz ein ganz klein wenig als etwas Besseres fühlen.

So Nina
00
13.10.2011, 13:40
Ja, leider...

...und Religionsführer, eigenartige Gurus, verblendete Veggie-Fanatiker und Politiker behaupten immer noch, es sei genug für alle da, auch wenn die Weltbevölkerung auf 15 Mrd. anwächst...

GOTT (himself)
01
13.10.2011, 17:02
Was passiert, wenn die Weltbevölkerung auf 15 Mrd. angestiegen ist kann wohl keiner vorher sagen.

Aber eines ist Fakt: Alleine mit den Lebensmitteln die in der ersten Welt derzeit täglich vernichtet werden, könnte das gesamte Hungerproblem der Welt 2fach (also mengenmäßig, d.h. es könnten sogar doppelt so viele Hungernde ernährt werden als es derzeit gibt) gelöst werden. Wobei 70% der weltweit landwirtschaftlich nutzbaren Flächen derzeit brach liegen oder anderweitig genutzt werden (Hausbau, Zersiedelung)!!!

Und das obwohl uns seit Jahrzehnten von der Lebensmittelindustrie eingeredet wird, der Planet würde nicht genügend Lebensmittel für alle abwerfen.

Sie sehen: Man braucht weder Gurus noch Fanatiker. Es reicht wenn man sein Hirn einsetzt und sich an die harten Fakten hält!

Erstversuch
01
13.10.2011, 14:04
Und Leute wie Sie haben schon den Weltuntergang bei 1 MIa gepredigt

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