Anti-Babypille

Einnahme der Pille soll Beziehungsdauer beeinflussen

12. Oktober 2011, 10:05

Studie bescheinigt, dass "Pillen-Frauen" längere, dafür sexuell unbefriedigerende PartnerInnenschaften führen

London - WissenschafterInnen haben herausgefunden, dass sich Frauen seltener von ihrem Partner trennen, wenn sie bei Beginn der Beziehung mit der Pille verhütet haben. Sie sind auch insgesamt glücklicher mit ihrer PartnerInnenschaft als Frauen, die zur Zeit der Partnersuche gar nicht oder anders verhütet hatten, schreiben die ForscherInnen in den "Proceedings of the Royal Society B". Allerdings hat das Phänomen auch einen Nachteil: Die "Pille-Frauen" sind weniger zufrieden mit ihrem Sexualleben und der Attraktivität ihres Partners.

Kursierende Annahmen

Die Frage, ob die Einnahme der Pille einen Einfluss darauf hat, welchen Partner eine Frau zum Vater ihrer Kinder wählt, wird in Fachkreisen schon länger diskutiert. Die zugrundeliegende Theorie ist folgende: Normalerweise suchen Frauen eher Männer, deren genetische Merkmale in bestimmten Bereichen von ihren eigenen abweichen, da dies die Gesundheit des künftigen Nachwuchses verbessert. Außerhalb der fruchtbaren Tage ziehen Frauen aber Männer vor, die besonders zuverlässig und treu sind - also gute Väter abgeben.

Die Pille löscht diese natürlichen, hormonell bedingten Schwankungen im Verlauf eines Zyklus. Das führt dazu, dass sich Frauen bei der Partnerwahl eher verhalten wie an ihren unfruchtbaren Tagen: Sie bevorzugen genetisch ähnlichere und zuverlässigere Männer.

Befragung mit über 2.500 Frauen

Um zu überprüfen, ob diese Hypothese stimmt, befragten Craig Roberts von der University of Stirling (Stirling/Großbritannien) und seine MitarbeiterInnen mehr als 2.500 Frauen, die mindestens ein Kind haben. Die ForscherInnen wollten wissen, wie zufrieden die Frauen mit ihrer Beziehung zum Kindsvater sind - im Allgemeinen und speziell im Sexualleben. Ein Teil der Frauen hatte zu Beginn der Partnerschaft die Pille genommen, ein Teil nicht. Etwas mehr als 700 Frauen waren zum Zeitpunkt der Befragung geschieden oder lebten vom Kindsvater getrennt.

Das Ergebnis: Die "Pillen-Frauen" hatten insgesamt längere Beziehungen, und zwar im Schnitt um zwei Jahre. Sie trennten sich seltener und waren zufriedener mit der Unterstützung durch den Vater als die Frauen, die zu Beginn der Beziehung anders oder gar nicht verhütet hatten. Sexuell lief es bei den "Pillen-Frauen" hingegen nicht so gut: Je länger die Beziehung dauerte, umso unzufriedener waren sie mit ihrem Sexualleben. (APA)

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11 Postings
Lectrice
00
12.10.2011, 12:57

Im Schnitt 2 Jahre - ist ja ein Wahnsinnsunterschied.

BlackAdder
00
13.10.2011, 13:00

Wie groß der unterschied ist würden nur absolute zahlen klarlegen, z.b. 2 statt 4 jahre, 10 statt 12, "2 jahre unterschied" sagt da recht wenig aus.

WBR
00
12.10.2011, 16:20

Kommt mir nicht so wenig vor, es ist bei diesen Fallzahlen jedenfalls ein signifikanter Unterschied.
Aber wie subspace99 schon richtig angemerkt hat: Was Ursache ist und was Wirkung, das dürfte ziemlich schwierig festzustellen sein.

subspace99
010
12.10.2011, 10:54

Idiotisch.

Die Studie geht vor, als ob die Entscheidung für die Einnahme der Pille zufällig geschehen würde. Natürlich nehmen "Bindungs-willigere" Frauen durchschnittlich häufiger die Pille (als Verhütungsmittel, das vor allem bei einem gleichbleibenden Partner Sinn macht).

Jolene111
210
12.10.2011, 10:13
PartnerInnenschaft

Das ist ja jetzt wirklich absurd! ich gehe davon aus, dass Frauen, die die Pille nehmen, in den meisten Fällen NICHT in einer lesbischen Beziehung sind. Warum um alles in der Welt, wird dann von einer PartnerINNENschaft anstatt von einer Partnerschaft gesprochen?

you dont see me
01
12.10.2011, 14:57

ja, ist höchst absurd.
vor allem wenn gleichzeitig nur "ihrem partner" , "partnersuche", "ihres partners", "partnerschaft"...
verwendet wird.

man kanns auch übertreiben.

Hannibal Lektor
04
12.10.2011, 12:09
Schon richtig so!

Bei einer heterosexuellen Beziehung gibt es eine Partnerin und einen Partner, daher: PartnerInnenschaft.
Die PartnerInnenschaft gehört ja hoffentlich nicht nur dem Mann alleine. B-)
"Frau" APA hätte aber auch einfacher das Wort Beziehung verwenden können, oder ist dieses Wort irgendwie bealastet?

Lilith Boessse
 
10
12.10.2011, 11:21
woher...

.... diese aufregung?

Jolene111
03
12.10.2011, 11:47
Bin nicht aufgeregt...

... nur verwundert. Beruflich muss ich das nervige I leider leider verwenden. Aber ansonsten verwende ich es erst dann, wenn Frauen und Männer gleich viel Gehalt für gleiche Arbeit erhalten. Das Schreiben des Binnen-Is und div. andere Formalitäten sind halt einfacher zu realisieren, als die wahren Diskriminierungen anzugehen...

M L3
04
12.10.2011, 10:51
Falls im Artikel wirklich gegendert wurde, dann tippe ich auf ein automatisches Programm - oder Gedankenlosigkeit

Aber ich hab auch ein automatisches Programm :-) Binnen-I-Be-Gone im Firefox verschont mich im allgemeinen von dem Schwachsinn, außer es wird darüber diskutiert.

winston_churchill
 
31
12.10.2011, 10:40
wummm

naja - aber warum nicht?
den rest denk ich mir lieber ...

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