Doppelbelastung ist noch immer ein "Frauenproblem"

27. Oktober 2011, 13:53
  • Kind und Beruf - noch immer vorwiegend für Frauen eine schwierige Kombination.
    foto: apa/rainer jensen

    Kind und Beruf - noch immer vorwiegend für Frauen eine schwierige Kombination.

Drei Viertel der befragten Mütter fühlen sich in ihren Karrierechancen gebremst - Starker Wunsch nach mehr Nachmittagsbetreuung

Wien - Die schulische Tagesbetreuung von Kindern in den eigenen vier Wänden wird zu fast drei Viertel von Müttern geleistet, wie eine am Donnerstag präsentierte "market"-Umfrage im Auftrag der Fraueninitiative des Bildungsvolksbegehrens zeigt. Zwei Drittel der befragten Mütter sehen sich damit einer Doppelbelastung ausgesetzt und beinahe drei Viertel in ihren Karrierechancen gebremst.

Entgegentreten müsste man dem mit flexibleren Arbeitszeiten und breiteren Angeboten an Betreuungsplätzen, wie "market"-Projektleiter Födermayr schlussfolgert. Wie die im Oktober unter 1.000 Frauen durchgeführte Online-Umfrage ergab, besteht ein starker Wunsch nach familienfreundlicheren Arbeitszeiten (70 Prozent) und mehr Nachmittagsbetreuung (45 Prozent). Knapp 60 Prozent der Mütter geben präzise an, dass Schulbetreuungsplätze nicht ausreichend vorhanden sind. Zuhause sei die Schule indes oft Konfliktursache - eine Entlastung für die Kinder durch weniger Aufwendung für Hausaufgaben und Lernen zuhause würde in Folge auch die Mütter unterstützen.

"Stressfreie Schulräume"

Das von Ex-Finanzminister Hannes Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren fordert u.a. ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen, im Rahmen dessen das Wiederholen und Vertiefen nicht mehr zu Hause mit "teilweise hohen Nachhilfekosten", sondern an der Schule stattfinden soll. Neben einer Entlastung von Eltern soll Kindern mit "stressfreien Schulräumen, in denen die Freude am Lernen gefördert wird" unter die Arme gegriffen werden.

Auch die Arbeiterkammer (AK) sieht die Notwendigkeit, mit "qualitativ hochwertiger Kinderbertreuung" Frauen und Männer am Arbeitsmarkt zu stützen. Derzeit werden laut AK lediglich 20 Prozent der 6- bis 14-Jährigen Kinder in einer Ganztagsschule, einer schulischen Nachmittagsbetreuung oder im Hort betreut. (APA)

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Der Männer fühlen sich auch bei ihren Karrierechancen beeinträchtigt, nur fragt die halt keiner ggg

Das hat aber eher mit den richtigen oder falschen Seilschaften zu tun als mit Kindern.

Wieso denn das auf einmal.

Sonst heßt es doch immer, die Männer verdanken ihre Jobs nur ihren guten Seilschaften und Netzwerken.

Wie jetzt, haben die Frauen doch die bessern Seilschaften?

Grundsätzliche Probleme in Österreich (wurscht ob m oder w)

1. Kinderbetreuung gibts nur für 8 Stunden - wenn ich nicht direkt im Kindergarten arbeit, bin ich chancenlos, das zu schaffen

2. in unserer bescheuerten Gesellschaft hat man (im Unterschied zu Skandinavien) keine Chance auf Karriere, wenn man "Dienst nach Vorschrift" (sprich: 8 Stunden pro Tag und nicht mehr) arbeitet.

Kind und Karriere ist daher bei uns immer noch nicht unter einen Hut zu bringen ...

Also mein Schwedischer Kollege hat sich über ihren 2. Punkt sehr amüsiert.

Ob sie es glauben wollen oder nicht, auch in Skandinavien kann mann in der Freien Wirtschaft keine "Karriere" machen durch dienst-nach-Vorschrift. So etwas geht nur in geschützen bereichen, egal wo auf der Welt sie sind.

War vielleicht ein Einzelerlebnis, aber ...

... ich war in Norwegen doch sehr fasziniert, als der CEO eines großen Medienunternehmens, bei dem wir einen Termin hatten, um 15 Uhr sagte, er müsse jetzt gehen, um sein Kind vom Kindergarten abzuholen.

das klingt ja irgendwie toll...andererseits, wenn man ceo eines "großen medienunternehmens" sein kann, mit 7-8 stunden arbeit am tag. was qualifiziert einen denn dann dazu? reine genialität, die man in diesen 7-8 stunden einbringt?

Wenn ich als Frau ein Kind bekommen möchte, dann sollte ich mein Leben so weit geplant haben, dass ich mir dessen bewußt bin wie ich mein Kind und meinen Beruf vereinbare (sofern ich das wünsche).

Natürlich kann ich mit einem Baby und/oder Kleinkind nicht mehr zu 100% für meinen Beruf da sein. Jeder der kleine Kinder hat, weiß das.

Ich kann auch nicht gleichzeitig Starmusiker sein und 100% in meinem Managerjob geben. Sobald meine Interessen geteilt sind, wird irgendjemand oder etwas wird auf der Strecke bleiben.

Klare Absprachen mit dem Partner und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten sollten eigentlich selbstverständlich sein.

Die österr. Kinder haben offenbar alle keine Väter und der Staat fühlt sich auch nur für bauernbündlerische Belange zuständig.

In anderen Ländern funktioniert das ja auch und Väter haben komischerweise Managerjobs.

Genau Ihre Art von Denken stoppt in Ö weiter diese Entwicklungen und wenn ich obigen Artikel lese, bin ich froh, dass ich nie auf dieses System angewiesen war.

ich bin mir sicher

daß auch in anderen ländern, auch in schweden zb., die meisten manager in großen unternehmen entweder keine kinder/familie haben, oder ihre kinder fast permanent fremdbetreuen lassen.
selber sind die für ihre kinder nicht da....und zwar egal ob m oder w.

und warum? weil man nur so in seinem job die leistung bringen kann, die von jemanden in gehobener position erwartet wird.

Nicht jeder braucht Kinder um die Leere im eigenen Leben aufzufüllen und auch wenn viele Ösis das so sehen: Kinder sind KEIN Privatbesitz, sondern eigenständige Lebewesen, die Recht auf mehrere Bezugspersonen haben, als auf die Mutter u. den Wochenendvater.

Eine Frau die keine Kinder will, braucht ja keine zu bekommen.

Warum soll das Kind nur ein Recht auf einen Wochenendvater haben und was ist eine Mutter, die genauso einen Job wie der Vater hat/macht? Wohl auch nur eine Wochenendmutti.

aha - mehrere bezugspersonen

ist ja super wenn die kindergartentante oder die krippenmutter die bezugspersonen sind - personen die jederzeit aus dem leben des kindes verschwinden können, weil sie ihren job kündigen, umziehen, eine andere gruppe übernehmen oder die eltern umziehen.
ist ja super für das kind wenn die bezugsperson dann über nacht auf niemehrwiedersehen verschwindet.

Es ist ja viel besser wenn Kinder in Armut aufwachsen, bzw. mitbekommen, wie Mütter abhängig sind, nach Trennungen finanziell völlig am Boden usw. Sorry, aber das ist mutterkreuzlerisch.

Bezugspersonen verschwinden nicht über Nacht und wenn man so mies aussucht, dann hat das Kind in so einer Familie massivere Probleme als andere Bezugspersonen. Väter verschwinden manchmal über Nacht, aber DAS ist ja normal.

Naja, wenn sich die Frau so einen Loser aussucht ... dann kann man ihr aber auch nicht mehr helfen.
Daher - Augen auf bei der Partnerwahl.

Passen's lieber auf, dass IHR Lebensstandard Ihnen nicht abhanden kommt statt hier heisse Luft von leichtfertigen Trennungen abzulassen. Entweder sind's so ein naives Dummerl im goldenen Käfig oder sowas von arrogant - in beiden Fällen, interessiert mich nicht.

Leute die sich (meist leichtfertig) trennen, sollten sich überhaupt überlegen ob sie eine Familie gründen wollen. Denn von einer Familie kann man sich nicht trennen.

Partner können auch anderwärtig abhanden kommen. Krisen können Psychosen auslösen usw. usf. - Sie leben wirklich im goldenen Käfig, vom Leben bekommens nicht viel mit.

Psychosen kann man wohl behandeln und selbstverständlich würde ich meinem Mann da durchhelfen und ihn nicht im Stich lassen - umgekehrt natürlich genauso. Das ist eben der Sinn einer Ehe (für mich!) - dass man ALLE Krisen gemeinsam löst.
Was hat das mit "goldenem Käfig" zu tun? Ein Unternehmen von 0 aufzubauen hat genug Krisen gebracht, das können Sie mir glauben (sowohl privat als auch beruflich)-aber eben nur wenn man zusammen hält,egal was kommt,kommt man da gestärkt durch.

Genau und wenn er stirbt sind's natürlich fähig ihn wieder zum Leben zu erwecken - träumens weiter. Sie haben keine Ahnung vom Leben.

Ja genau, die Mehrzahl der Scheidungen geht auf den Tod oder die Psychose des Partners zurück ... Wers glaubt ;-)

und wenn du stirbst, dann ist das leben auch vorbei. ist das jetzt ein grund, vorher nicht zu leben?

Freigeistin behauptet, dass die Leute zu deppert sind sich richtige Partner zu suchen und auch aus Jux u. Tollerei scheiden lassen.

Ich lebe ja, nur schliesse ich nicht aus, dass Menschen sich ändern und manch eine/r - aus welchem Grund auch immer, sich schwer ändert, stirbt, vom Hafer gebissen wird usw. und die wenigsten jede Beziehungen (und schon gar nicht die mit Kindern) aus Jux u. Tollerei beendet werden.

Freigeistin lebt nämlich im Kristallkugelland, wo alles bis ans selig Ende glücklich vorhersehbar ist. Die Frauen, die ich in der Realität kenne und die diese "goldene Welt" mit aller Macht so "zusammenhalten" und andere Frauen als Schlampen usw. bezeichnen, müssen sich vom Partner ziemlich viel gefallen lassen, wie andere Frauen usw. Sonst hat man nämlich wenig Grund Männern so zu Füssen kriechen zu müssen und andere Frauen so bezeichnen zu müssen.

Warum wachsen Kinder deswegen in Armut auf?

Was ist besser daran, wenn Kinder sehen wie ihre Väter abhängig sind und diese nur noch dann sehen können, wenn eas der Alleinerzieherin gerade in den Kram passt?

Doch gewerbliche Bezugspersonen verschwinden von ein auf den anderen Tag.
Bei so manchen Alleinerzieherinnen verschwinden sogar die privaten Besugspersonen mit hoher Frequenz. ;-)

Geh bitte - haben's ausser Klischees auch was? Wenn's noch immer nicht kapieren, dass es Zusammenhänge zwischen diesen Abhängigkeiten gibt, dann kann Ihnen ohnehin niemand helfen.

Mir ist es wurscht - ich verdiene genug, dass ich gut leben kann - zusammen oder alleine und das ist wichitg.

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