Sexarbeit in Taiwan

Taiwan legalisierte die Prostitution

4. November 2011, 13:00
  • Artikelbild
    foto: reuters/nicky loh

    Bisher wurden in Taiwan SexarbeiterInnen bestraft. Nun gilt Prostitution als legal. Außerhalb bestimmter Zonen werden alle Beteiligten bestraft.

Prostitutionsverbot nach Jahrzehnten aufgehoben - Außerhalb von bestimmten Zonen, müssen nun alle Beteiligten, nicht nur SexarbeiterInnen, Strafen zahlen

Taipei  - Taiwan legalisiert mit einem neuen Gesetz die Prostitution in Rotlichtbezirken. Das Gesetz, das am Freitag verabschiedet wurde, beendet ein jahrzehntelanges Verbot, das zwar die SexarbeiterInnen kriminalisierte, nicht aber ihre Zuhälter.

Die Gemeinden können über die Grenzen der neuen Bezirke selbst entscheiden. Das neue Gesetz sieht vor, dass alle Beteiligten einer Prostitution, die außerhalb der Zonen ihrem Gewerbe nachgehen, eine Geldstrafe von bis zu 1.000 Dollar zahlen müssen.

Die Strafen für Zuhälter können 1.600 Dollar erreichen. Innenminister Chiang Yi-hua erklärte, die Prostitution werde in den Rotlichtbezirken toleriert. (APA)

Kommentar posten
14 Postings
Simplicius Simplicissimus
00
7.11.2011, 06:38
Vielleicht hat das ...

... eher mit Frauenmangel zu tun. Eine Lösung wäre, wenn Frauen mehrere Männer heiraten dürften, wie es aus Gründen der Gefahr der Überbevölkerung in Ladakh
noch heute vorkommt. http://www.orf.at/stories/2... 5/2087643/

Johannes Benn
11
6.11.2011, 17:23
.

die politiker sind doch fast ueberall auf der welt gleich kurzsichtig. tawain hat eine der niedrigsten geburtenraten der welt, das letzte was dieses land braucht ist eine weitere liberalisierung

Fritz Meyer
00
5.11.2011, 09:10
Die Betonköpfe in China, Korea und bei uns wird's kaltlassen.

Leider.

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
5.11.2011, 02:20

Während in Europa der Faschismus zurückkommt, entwickelt sich Ostasien erfreulich in liberale Richtung

h 90
00
5.11.2011, 09:43

Ich weiss nicht ob man es Faschismus nennen kann, oder ob alleine Faschismus als Erklaerung reicht.
Bei uns werden ja auch die Linken immer weniger tolerant.
Auch die politische Mitte hat es nicht so mit liberal.
Die Rechten haben ihre liberalen Wurzeln sowieso irgendwo tief vergraben

Zarathustra
02
5.11.2011, 15:52
Die Erklärung liegt darin,

dass es Begriffe, wie "links", "mitte", "rechts" nicht mehr gibt. Alle Parteien verschmelzen heute zu einer Einheitspartei unter der Knute des Geldadels. Nicht mehr fähig zu agieren, nur mehr fähig voraussehbar zu re-agieren. Die Einteilung der politischen Landschaft ist heute nur mehr ein nostalgisches Relikt, dass von den Parteien selbst gehegt und gepflegt wird, um irgendeinen Wiedererkennungswert zu garantieren. Da ein bissi Steuer hoch, da ein bissi Steuer runter, hier ein paar Bäume schützen, da welche wegreißen, etc. etc. Die wirklich großen Entscheidungen dagegen werden auf ganz anderer Ebene ohne Wahlvieh getroffen - die Demokratie wird zum Scheingefecht um Kleinigkeiten (Hundegesetze, verpfl. Deutschkurse, etc.).

h 90
00
6.11.2011, 01:06
Ja genau!

Es wird immer Ideologie freier. Eine Art Loewinger Stegreifbuehne.
Die einzelnen Akteure sind zwar schon noch mehr als bezahlte Schauspieler, weil sie an den Futtertrog wollen. Aber es ist ihnen egal welche Rolle sie spielen.
Die Leute die entscheiden sitzen ganz woanders.

Nur immer wenn ich sowas schreibe werde ich als Verschwoerungstheoretiker beschimpft.

Ergebnis wird sein: Wir werden alle unter der Knutte der Banken sein (Wirtschaftsregierung, Expertenregierung, wie auch immer man es nennt) oder dem Volk reichts und es werden die Herren in braun, in knallrot oder ganz neue maschieren=Krieg.

Drughi
00
7.11.2011, 09:31

zum letzten punkt mit dem krieg ,das ist gar nicht so sicher , wenn das volk sieht wer regiert wäre das ja gegenüber jetzt ein fortschritt. dann würde der irrglauben wegfallen etwas durch wahlen beeinflussen zu können , und damit würde sich ein großteil einfach damit abfinden...

h 90
00
7.11.2011, 09:58

Nein ich glaube so wie die Amis das bis jetzt gemacht haben klappts am Besten: Jede Wahl spannend machen, wie ein Fussballmatch inszenieren. Und immer die Hoffnung lassen: "In einem Jahr ist Wahl da zeige wir es denen und dann aendert sich alles...."
Momentan gibts zwar ein Problem aber von Bush auf Obama hats gut geklappt.

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
5.11.2011, 10:26

Die Erklärung liegt wohl darin, daß am ehesten nichtintellektuelle Kleinbürger und kleine Beamte dazu tendieren, alles regulieren zu wollen und an den Sinn dieser Regulation auch glauben

So, und nun sieh dir unsere Volksvertreter an

Bustardo
00
4.11.2011, 23:01

Versteh ich den Artikel richtig, dass Zuhälterei in den erlaubten Zonen ebenfalls legal ist?

Die Nutte La
00
5.11.2011, 21:37
dass Zuhälterei in den erlaubten Zonen ebenfalls legal ist?

Wenn unter "Zuhälterei" das Organisieren entsprechender Verhältnisse, die für ein effizienteres Gelingen des Geschäfts zuträglich sind, verstanden wird, warum nicht?

Wenn darunter natürlich die gewaltsame (oder welche auch immer) Nötigung der ArbeiterInnen zur Prostitution gegen ihren freien Willen verstanden wird, dann wohl hoffentlich nicht.

Gesetze gegen Nötigung und Menschenhandel sollten allerdings auch in einer legalen Rotlichtzone Gültigkeit haben, denke ich!

Andreas Hofer10
00
4.11.2011, 21:53

Das sollte ueberall legalisiert werden. Hat man am Ende Angst vor der Prostitution? Diese Leute gehoeren genauso vom Gesetz geschuetzt , wie alle anderen. Es sind Menschen.

Rainer Battler
00
4.11.2011, 19:37

erfreulich vernünftig

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.