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Auf babylog.at wird zur Abwechslung mal bei Papas nachgefragt, wie das jetzt so ist, mit Krippe oder Stillen.
Ende Oktober fand in Graz zum 15-jährigen Jubiläum der Männerberatung Graz eine Männertagung zum Thema "Diversität von Männlichkeit" statt. Internationale (Raewyn Connell) und nationale MännerforscherInnen (Erich Lehner) sprachen über dieses Gebiet der Genderforschung, das nach Meinung der Denkwerkstatt-Bloggerin in den Gender Studies aber eindeutig vernachlässigt werde. Sie hörte sich bei der Tagung um und stellte trotz "interessanter Vortragender ein Vorpreschen in eine recht problematische Richtung fest." So sei zwar ein kritischer Ansatz dagewesen, dennoch wurde das eine oder andere Klischee bemüht - etwa das vom von Lehrerinnen sanktionierten Bewegungsdrang von Burschen. Auch von einer weitrechenden Unkenntnis einiger grundlegender Ansätze und Überlegungen der Gendertheorie wurde auf Denkwerkstatt berichtet. Die auf der Tagung teilweise vorhandene Distanzierung von wissenschaftlichen Zugängen per se enttäuschte die Autorin, sollten diese doch gerade in der Arbeit zu den Themen Gewalt, Beziehungen oder Gesundheit in Männerberatungsstellen zur praktischen Anwendung kommen. Stattdessen trat dem Beitrag zufolge zutage, dass noch immer viele meinen, die Männer bzw. "Männlichkeit" wären in den Gender Studies nicht mitgemeint. Dass zahlreiche Studien zeigen, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer unter traditionellen Männlichkeitsbildern leiden, hätte sich auch bei Mitarbeitern von Männerberatungsstellen nicht ausreichend herumgesprochen. Weitgehend einig war man sich aber, dass Stereotypen wie die, dass sich nahezu alle Männer nicht um ihre Kinder kümmern wollen und jene von Frauen, die um jeden Preis Besuchsrechte unterbinden, langsam ad acta gelegt werden sollen.
Working Dad
Bleiben wir noch ein wenig bei den Vätern. Auf babylog.at wurde frau gleich doppelt fündig. Zum Beispiel in Sachen "Working Dad": In einem Video-Interview darf endlich auch mal ein "Karriere-Mann" Antworten auf Fragen wie "Wann mit dem Kind in die Krippe ?" oder Stillen geben. "Presse-Chefredakteur"-Michael Fleischhacker gibt in einem Video-Interview Auskunft. Das wollen wir öfter sehen: Arbeitende Väter erzählen, wie sie das alles so machen, mit Familie, Beruf und so weiter. Die Aufmerksamkeit etwas mehr auf Väter (und nicht nur auf Väterrechtler) zu richten ist längst überfällig und dreht den gestrengen Fokus von Müttern weg. Gute Idee und sehr sehenswert.
Und nochmal wird es interessant im Elternblog babylog.at. 2007 erschien der Roman "Bitterfotze" von Maria Sveland, in dem sie die emanzipatorischen Errungenschaften ihres Land am Leben einer frischgebackenen schwedischen Mutter abklopft. Der teilweise sehr autobiographische Roman beschreibt das Zerbrechen einer Illusion über einen Handlungsspielraum, der sich mit der Geburt eines Kindes selbst in einem Land mit einer ungleich höheren Bereitschaft zur Väterkarenz als Anderswo (Österreich, Deutschland z.B.) als erschreckend klein darstellt. In ihrem neuen Buch "Happy, happy" stellt Sveland ihren Weg aus dem wie sich herausstellte doch sehr traditionellen Beziehungsmuster vor: Scheidung. Wenig überraschend löste wie schon das erste Buch auch dieses eine Diskussion in Schweden aus. Ist Scheidung eine Lösung? Purer Egoismus von Frauen?
Netz-Feminismus hilft
Und zu guter Letzt: Über einen kleinen Erfolg von Netz-Feminismus konnte letzte Woche die mädchenmannschaft.net berichten. Sexistische und gewaltverherrlichende Facebook-Seiten wurden und werden teilweise noch immer geduldet. Zumindest für ein paar davon gab es aber nun das Aus. Nach einem umfangreichen Protest über Twitter und einer Petition auf change.org konnte einiges an Müll endlich entfernt werden. Dass Seiten mit Namen wie "What's 10 inches and gets girls to have sex with me? My knife" auf Facebook nicht nur problemlos online gehen konnten, sondern sich auch reger Beliebtheit erfreuten, ist an sich schon ein Desaster. Aber immerhin wurden nun auf konsequentes Drängen und protestieren hin einige Seiten dieser Art entfernt. Das ist zwar nur ein erster kleiner Erfolg, denn eine offizielle Stellungnahme von Facebook lässt noch auf sich warten. Der Blog des Ms. Magazine, der die Facebook-Auftritte von Gewalt gegen Frauen-Seiten schon länger verfolgt und kritisiert, listete daher einige neue und konkretere Forderungen an Facebook auf
Dort ist auch gleich die noch laufende Petition "Dislike" zu finden, mit der gegen Gewalt- und Sexismus Seiten unterschrieben werden kann. (beaha, dieStandard.at, 16. November 2011)
Streit um "ProQuote": Dürfen Journalistinnen für eine Frauenquote in Medien werben? Kommunikationswissenschaftlerin Elisabeth Klaus meint: Ja
Die "Anschläge" zeigen Alternativen zum heteronormativen Einheitsbrei, die AEP beleuchten Männlichkeit(en) in Bewegung
Wende unter der Leitung der neuen Präsidentin: "Entspricht nicht der Linie der TV-Anstalt"
Der Frauenanteil in ORF-Debatten stagniert - Weil sie zu passiv sind, sagt Robert Stoppacher - Weil der ORF zu lasch ist, sagt die Grüne Judith Schwentner
Magazin für das Frauennetzwerk Medien am Weg zum "billig-sexistischen Boulevard" - Rainer: "Profil" in bester Gesellschaft
Das Magazin habe bisher einen 30-prozentigen Frauenanteil, jedoch kaum in Bereichen, in denen journalistische Inhalte entschieden werden
Beauty-Terror made in Austria - Ab nächster Woche begleitet der Privatsender heimische Kandidatinnen auf ihrem Weg zur Schönheits-OP
Ab der nächsten Ausgabe erscheint das feministische Magazin wieder im Zwei-Monats-Rhythmus
Der neue Sender Sixx wirbt mit "Mädels, euer Fernsehen ist da!" - dieStandard.at fragt beim Sender nach dem Zusammenhang zwischen Programm und Frauen
Magazin habe Verantwortung, "ihr Gewicht in die relevanten Themen und Diskussionen der Branche einzubringen"
Das noch junge "Philosophie Magazin" fragt, ob Frauen von Natur aus gut sind - Das Heft liefert dennoch keinen Grund für Ärger, ganz im Gegenteil
Frauen seien bei Fernsehdiskussionen oft zu still, sagt ORF-Talkerin Ingrid Thurnher - Die grüne Frauensprecherin Judith Schwentner erwartet sich strategisches Bemühen
Eine türkische TV-Serie rückt das Thema Zwangsheirat ins Licht. Das Aufbrechen traditionell-konservativer Geschlechterrollen und Klischees gelingt aber nicht
Zwei Studentinnen bastelten das Video "Sh*it White Feminists Say" und nehmen darin sich und andere privilegierte Feministinnen auf die Schippe
Netzfunde über das Heranwachsen in einer nach Geschlecht sortierten Welt – Von der kindlichen Empörung in der Spielzeugabteilung bis zum Streit über Biologiebücher
Ex-Chefredakteurin Bascha Mika diskutiert am Mittwoch beim Wiener Journalistinnenkongress. Bequemlichkeit habe sie auch unter Kolleginnen beobachtet
Diesmal in der Blogrundschau: Ein Streifzug durch die Blogosphäre feministischer "Supermoms"
Bei "Regendering-Media" wurden stereotype Geschlechterrollen in den Medien hinterfragt und mögliche Gegenstrategien ausgelotet
Eine "Charta für rollenbildneutrale Mediendarstellung" soll Sexismen in den Medien verringern - dieStandard.at fragte nach, wie das gelingen soll
Schwesterlicher Rat an Charlotte Roche, Asexuelle und von ExpertInnen qua erfülltem Gebärauftrag: dieStandard.at startete eine neue Blog-Rundschau
Eine medienwissenschaftliche Tagung in Wien beschäftigte sich mit der Frage, inwieweit Fernsehen Klassenverhältnisse produziert
Dem Magazin "Gazelle" ist weitermachen allein nicht genug - Neue Abos sollen vier Ausgaben pro Jahr ermöglichen
Reaktionen auf den Roundtable: "Vereinnahmung" sagen die einen, "ein wichtiger Schulterschluss" die anderen
Die Zeitschrift "Grundrisse" widmet sich in der aktuellen Ausgabe Geschlechterverhältnissen und Arbeitsteilung
Wann kommt endlich dieses bekloppte, jegliche sprachliche Verständigkeit in den Schatten rückende frau/man wieder aus der Mode, das eine so bekloppte Formulierung, die jeder Grundlage entbehrt! "man" ist ein Pronomen und "Frau,Mann" sind Nomen! Niemand würde "jederfrau" statt jedermann sagen oder niefrau statt niemand, das wäre der selbe Unsinn. Mir tut solch dümmliche Wortverhunzung regelrecht weh, die in schlichten Gemütern vielleicht auch noch originell oder witzig anmutet.
http://www.duden.de/rechtschr... rgendeine/
...dass "man" vom althochdeutschen "mana" (=Frau) abstammt. Grammatikalisch ist es jedenfalls ein geschlechtsneutrales Indefinitpronomen und das Anhängen eines Nomens daran wegen "phonetischer Nähe" zum Wort "Mann" eher peinlich.
moechte ich erwaehnen, dass BTW By-the-way heisst, frei uebersetzt: "Nebenbei bemerkt".
Da anscheinend viele ihre jeweilige Sprache dafuer schaetzen, dass sie bestimmte Ausdrucksmoeglichkeiten enthaelt, die andere Sprachen nicht aufweisen, schliesse ich daraus, dass auch jeder Sprache einige Ausdrucksmoeglichkeiten fehlen. Das Uebernehmen solcher ausdrucksstarken Elemente aus anderen Sprachen ist also eine Bereicherung fuer die Ausdrucksmoeglichkeiten der eigenen Sprache, und somit zu befuerworten.
Wenn sich etwas auf Deutsch nicht treffend aussagen laesst, warum dann nicht einfach mal in Englisch, Franzoesisch, Spanisch, usw. - war doch auch immer schon so, siehe diverse franzoesischstaemmige Alt-Wiener Ausdruecke.
Im Prinzip kommen diese Akronyme aus einer anderen Netzära.
Heute werden die Daten sehr schnell übertragen aber es gab auch Zeiten, als die Übermittlung eines Textes sehr lange dauerte. Damals war von "Mulimedia" noch nichts in Sicht. Selbst einfachster HTML-Code brachte die Posterinnen auf die Wartezeit-Palme.
Nachdem das Netz Sprachen und Länder übergreifend ist, sind Akronyme wie "btw" natürlich sinnvoll.
Die Posterinnen, die mit der schnellen Schreib- und Denkweise Schwierigkeiten haben, entstammen erfahrungsgemäß der Generation, der fortgeschrittenen Jugend.
"Niefraud" ist z.B. eines dieser verdammt schnellen Wörter. Die Weitergebildeten wissen bei dem Wort sofort worum es geht.
Ich nicht, denn DAS ist tatsächlich Sprachentwicklung, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr immer alle solchen Abkürzungen kenne, finde ich völlig in Ordnung, dass neue Einflüsse da sind, war immer so und die Zeit bleibt nicht stehen!
Das ist ein völlig anderes Thema aber!
u. schoen, aber wenn ich "eigenes" durch "fremdes" ersetze, ist das nicht Entwicklung sondern schlicht "deppert". Vor allem im Marketingsprech ist das krass. Wandern musz jetzt hiking heiszen u. spazieren gehen "footing". Denen koennte ich stundelang in die Pappn hauen
auch in einer it. Variante, milanish genannt, gibt, kann es natuerlich sein, dasz ich das eher von hier habe. Ist jedenfalls Neusprech fuer Jogging.
http://www.fitforlife.ch/2011/02/a... 50-runner/
"Neugierig schlüpfte ich deshalb heute Mittag in dieses Wunderding, um damit ein kleines Footing zu absolvieren. Leicht ist er .................."
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