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Vor kurzem war es das erste Mal so weit. Das Kind machte eine Unterscheidung. Auf meinem Arm sitzend wollte es plötzlich unbedingt zu Papa. Und als Papa dann die Wohnung verließ, stellte es sich vor die Tür und begann fürchterlich zu weinen.
Auf so einen Fall war ich nicht vorbereitet. Nicht emotional und auch nicht intellektuell. Wie ein Zaungast stand ich hinter dem Kind und beobachtete die Szene. Wie konnte das sein: Mama abgelehnt, Papa innig gewollt?
Spontan schluckte ich meine gekränkte Eitelkeit hinunter und machte mich daran, mein Kind über den Papa-Verlust hinwegzutrösten. Was weiter hieß: Dass es jetzt erst einmal mit mir Vorlieb nehmen musste.
Und da wurde mir plötzlich bewusst: Einen Menschen unerwünscht mit meiner Anwesenheit zu beglücken und auch noch vehement darauf zu bestehen, war eine gänzlich neue Position für mich.
Irgendwie selbstlos und irgendwie grausam. Und das Kind leidet natürlich auch, aber nicht, weil es eine vor den Kopf stößt, sondern weil sie ihre Bezugsperson vermisst. Verzwickt ist das alles. Meine Freundin meint, dass frau eben nicht alles haben kann: geteilte Karenz und totale Fixierung auf die eigene Person. In diesen Momenten tröstet mich das aber nicht ... Falls es also bereits irgendwo eine Selbsthilfe-Gruppe für Zweitbeste Mamas geben sollte bin ich über Hinweise dankbar! (dieMama, 25.11.2011)
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es ist auch ein unglaublicher Schock für Frauen zu erkennen, dass im Leben des Kindes der Vater (ein Mann, ach du liebe Güte!) eine genauso wichtige Rolle spielt und Bezugsperson ist, wie das die Mutter ist, die ja in der feministischen Diskussion gerne mal überhöht wird (die reine, die gute, die nur das beste will - außer dann, wenn Mütter ihre Kinder schlagen, was bei 50% aller geschlagenen Kinder der Fall ist).
Kluge Einsicht, aber schade, daß Sie nicht selber darauf gekommen sind.
Davon abgesehen, und nicht auf Sie bezogen:
Mich würde interessieren, wieviele Mütter die geteilte Karenz von sich aus blockieren, um eben diesen Effekt zu vermeiden, und auch im Trennungsfall sicherzugehen, das Kind "behalten" zu dürfen.
Nur die Nummer 2 zu sein hat auch unschaetzbare Vorteile. Man muss sich z.B. seltener mit wurschteligen Strumpfhosen und widerspenstigen Zopffrisuren herumplagen, wenn das nuuuhuhur der Papa machen darf. Und kann stattdessen inRuhe den Kaffee austrinken, die Zeitung fertig lesen oder ohne schlechtes Muttergewissen joggen gehen, weil einem niemand an der Tuer nachheult. Kleine Gluecksmomente im Elternalltag.
Mhm...in dem Fall ist der Vater gleich wichtige Bezugsperson?
Oft ist es ja so, dass die Mutter sich mehr um die Erziehung kümmert und streng sein muss, während der Vater, der erst am Abend nach Hause kommt, nur nett ist und sich freut den Nachwuchs zu sehen.
Die Kleinen nutzen das natürlich aus und der großzügige, tolerante Vater ist dann vielleicht beliebter als die strenge Mutter...
Ich habe eine Tochter und einen Sohn. Während meine Tochter mich abgöttisch verehrt und die Mama gerne mal ignoriert, ist es beim Sohn genau umgekehrt. Der will alles nur von der Mama: Aus dem Bett genommen werden, gebadet werden, sein trinken bekommen. Wehe wenn ich ihm da was geben oder machen möchte. Also nicht zu Herzen nehmen, denn sie wissen nicht was sie tun.
Jedes Kind hat zwei Arme, zwei Beine, zwei Ohren, zwei Augen, zwei Nasenlöcher...
Aber nur einen Mund, ein Herz,...
Es muss sich die Proportionen selbst! zurechtlegen, damit seine Waage nicht nach einer Seite hängt.
Zuviel der Aufmerksamkeit, der Zuneigung, etc schadet einem Kind auch.
Ein Papa
Das Herz hat 2 Kammern, da hat jedes Elternteil Platz genug.
Es kommt darauf an, ob sie darin harmonisieren und das Auslangen finden. Sich und auch dem Kind zuliebe.
Die Erziehung, das Verhalten der Eltern spiegelt sich im selbigen des Kindes wider. Daraus können und sollten sie, die Eltern, profitieren und auch lernen.
Ein Kind ist viel klüger und vernünftiger, kurz zäher, als man sich denken kann. Je setzt es Grenzen, nimmt Schmerzen wahr und in Kauf, um sich emanzipieren zu können.
Es ist doch schön, wenn das Kind auch eine starke emotionale Bindung zum Vater hat!
Mein Sohn hat mich neulich von seiner Geburtstagsparty ausgeladen (er wird demnächst fünf), weil ich es gewagt habe, ihm kurz vor dem Essen ein Stück Schokolade zu verbieten...
Als Mutter muss ich nicht jede Sekunde von meinem Kind geliebt werden. Es genügt, wenn ich mein Kind liebe und mein Kind weiß, dass es immer zu mir kommen kann, egal was für Probleme es hat oder was es noch vor fünf Minuten zu mir gesagt hat.
Nicht, wenn es mit den Besitzansprüchen der Mutter am Kind kollidiert.
Obwohl in diesem Fall wohl nicht zutreffend, ist das auch ein Thema, das dieStandard mal aufgreifen könnte.
Eine Mutter hat viele undankbare Jobs, an die sie sich gewöhnen muss, sei es als Teilzeit-Karrierefrau, sei es als Hausfrau.
Die unangenehmen Situationen gehen vorbei, man darf nicht den Fehler machen, sie überzubewerten ( http://karinkoller.wordpress.com/2011/11/0... eing-born/ ) und dabei die schönen Erlebnisse zu ignorieren.
Allzugerne neigt man dazu, die Kleinigkeiten, die einem selbst zustossen, als furchtbar anzusehen, und die gleichen Dinge bei anderen überhaupt nicht wahrzunehmen.
Bist wohl neu in der Mutterrolle. Das ist normal in jedem Lebensalter eines Kindes!
Ein interessantes Spiel-und schon ist die Welt wieder in Ordnung!
Schlimmer wird´s bei den Großen, denn die lassen sich nimmer so leicht ablenken!
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