St. Petersburg

Homosexuelle unsichtbar machen

26. November 2011, 08:00
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    foto: apa/andreas gebert

    Die Regenbogen-Fahne als Symbol für die Homosexuellen-Bewegung, könnte in St. Petersburg bald verboten sein. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist besorgt über die Entwicklung in der zweitgrößten russischen Stadt.

Die Stadtregierung von St. Petersburg will jegliche Werbung in Bezug auf Homosexualität verbieten - Amnesty International ortet eine Legalisierung der Diskriminierung

Die Stadtregierung von St. Petersburg will jegliche Werbung von Homosexualität verbieten. Damit, so die Befürchtung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI), wird jede öffentliche Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen (LGBT) verboten. Das Aufhängen von Regenbogenfahnen - einem Symbol der Homosexuellen-Bewegung - oder öffentliche Auftritte von LGBT-Organisationen - wie Regenbogenparaden, Standaktionen oder Einladungen zu Kultur-Veranstaltungen - wäre nicht mehr erlaubt.

Die Österreich-Sektion von AI hat dazu das österreichische Außenministerium und die Botschaft in Moskau um Unterstützung gebeten - auch der Bürgermeister von Graz, Siegrfried Nagl, wurde gebeten, gegen das Gesetz aufzutreten - St. Petersburg ist eine Partnerstadt von Graz.

Legalisierung von Diskriminierung

Das Gesetz gefährdet nach Ansicht von AI das Recht der freien Meinungsäußerung. "Der Entwurf ist ein nur leicht verschleierter Versuch, Diskriminierung gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender Personen zu legalisieren", so die Menschenrechtsorganisation.

Das Stadtparlament in St. Petersburg hat am 18. November das umstrittene Gesetz in der ersten Lesung genehmigt. Die für 23. November geplante zweite Lesung wurde verschoben, da zunächst einige juristische Definitionen geklärt werden müssen, hieß es. Ob die finale Abstimmung um 30. November stattfindet, ist noch unklar. Daher, so AI via Aussendung, wurden das Außenministerium, die Botschaft und Bürgermeister Nagl aufgefordert, rasch zu handeln. (red)

HLAB27
00
27.11.2011, 14:25

ein ausgewiesener homophober wie herr nagel wird selbstverständlich nichts wichtigeres zu tun haben als rasch zu helfen........na klar^^

Igypop83
100
27.11.2011, 14:09
Die müssen es ja nicht jedem auf die Nase binden, dass sie schwul sind.

Thank God I'm A Country Boy
02
2.12.2011, 20:04

du bindest ja auch jedem auf die Nase, dass du hetero bist.. Du nimmst deine Freundin mit zu Freunden, du erzählst von ihr...

jeder Hetero outet sich täglich mehrmals.. man hat Bilder von Partner und den Kindern am Schreibtisch, man erzählt, was man am Wochenende gemacht hat, die Jungen, wen sie aufgerissen haben, in wen sie verliebt sind, von wem sie sich gerade getrennt haben..
Fotos im Geldbörserl, Begleitung zur Weihnachtsfeier...

Warum willst du diese Selbstverständlichkeit Homosexuellen verweigern?

Internetgenerationler
 
02
28.11.2011, 00:40
Und was ist mit der Redefreiheit?

Lesben und Schwule haben das Recht darauf, zu sich zu stehen und für Gleichberechtigung Stimmung zu machen. Wenn das Umfeld das nicht aushält ist das deren Problem.

Mir gefällt ein borniertes Posting wie das Ihre auch nicht - trotzdem haben Sie ein Recht darauf, es zu posten.

Bitte ein bisserl über den eigenen Tellerrand schauen!

Hofzwerg
00
26.11.2011, 08:19
ich bin immer dafür direkt kontakt solcher leute

habe leider nur offizielle pressestelle gefunden, aber pr ist für diese leute auch immer wichtig.
alina@press.gov.spb.ru

wer nichts sagt , kann nichts verändern und gehört zur schweigenden masse.

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