Klappe 3

Nur die Nützlichen sollen bleiben

Video | 30. November 2011, 11:25

Das neue Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz bringt Migrantinnen in höhere Abhängigkeiten - das Video von Lefö

Das mittlerweile schon nicht mehr ganz neue Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz ist mit 1. Juli 2011 in Österreich in Kraft getreten. Leider halten die gesetzlichen Regelungen das, was Nichtregierungsorganisationen wie LEFÖ bereits im Vorfeld kritisiert haben: Migrantinnen sind mit vielen Hürden konfrontiert, die ihnen ein eigenständiges und emanzipatorisches Leben in Österreich verunmöglichen. So ist es beispielsweise für Migrantinnen kaum möglich, ohne familiäre Anbindung, d.h. nicht mit einem Österreicher verheiratet zu sein, einen Aufenthaltstitel zu bekommen. Nur sogenannte Hochqualifizierte, d.h. diejenigen, die für die österreichische Wirtschaft als wichtig eingestuft werden, können unabhängiger und ohne österreichischen Ehepartner leben.

Auch der Passus, dass Drittstaatsangehörige schon bei Antragstellung auf Aufenthalt Deutsch-Kenntnisse auf einem A1-Niveau vorweisen müssen, erschwert für viele Migrantinnen die Einreise nach Österreich. Insbesondere Frauen sind durch solche Regelungen mehrfach diskriminiert, da sie oft weniger Geld verdienen, mehr reproduktive Arbeit verrichten und dadurch erschwert Zeit und Kosten für Deutschkurse aufwenden können.

Das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz verstärkt durch seine Regelungen Abhängigkeitsverhältnisse, trifft dabei vor allem sozial Schwache und bildet eine zusätzliche Hürde für die Erlangung elementarer Rechte für Migrantinnen. (red)

Credits:

Zeichnungen: Carla Müller
Gestaltung, Schnitt, Animation: Katja Schröckenstein, Tobias Hildebrandt
Sprecherin: Patricia Michalek-Kurucz
Trailer: Doris Mayer

Kommentar posten
13 Postings
17+4
11
1.12.2011, 09:51
wenigstens steht das auch im Grünen Konzept,

dass die Migranten gewissen Fähigkeiten, deren man bedarf, mitbringen müssen.
Bin neugierig, wie sie nun ihre eigenen Theorien wieder verwerfen werden.

Harry Y.
 
01
2.12.2011, 16:17
"Derer 'man' bedarf."

Sie (Mehrzahl) wissen doch gar nicht, wie viele Fähigkeiten den Österreichern fehlen. Dazu sind nämlich die Ihren viel zu dürftig.

Erwin Wolfram
01
1.12.2011, 09:48
uebersetzung

der staat stellt sicher, dass es mehr sklaven gibt um die wirtschaft zu stabilisieren. war auch 1945 so.

Camo Milla
12
30.11.2011, 23:49

Das ist doch ein Bewerbung der NGO Lefoe. Da stimmts ja von der ersten bis zur letzten Zeile nicht

Shagga Son of Dolf
 
41
30.11.2011, 20:46

Die aktuelle Problematik ist nur dadurch entstanden,dass man jahrzehntelang aufenthalts- und asylgesetze ausschließlich nach wirtschaftlichen Prinzipien ausgerichtet hat.Wies den Menschen,egal ob den zuwandernden oder den schon ansässigen dabei geht war komplett wurscht und ist es offenbar immer noch. Diese ach so tollen wirtschaftl.Maßstäbe sollten lieber in dem ganzen Asylverwaltungssystem anwendung finden.Da wird nämlich mit extrem hohem Aufwand ausschließlich versucht Menschen zu schaden und zu blockieren=Wirtschaftlich komplett wertlos.

Diskussion
03
30.11.2011, 20:45

Meines Wissens macht das Gesetz keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern- also können Frauen ebenso wie Männer zuwandern- sofern sie die Kriterien dafür erfüllen.

trugschlusskadenz
02
30.11.2011, 15:58
verfolgte emigranten instabiler zonen

und wirtschaftsflüchtlinge unter die begrifflichkeit "migrantInnen" zu subsumieren, lässt manipulationsversuchung konstatieren.

pjodre bär
414
30.11.2011, 14:16
so sei es und so soll es bleiben!

denn sobald der aufenthaltstitel vorliegt,wird sofort jemand aus dem jeweiligen flüchtlingsland geheiratet, und schon haben wir den familiennachzug!! die behörden haben scheinbar aus den fehlern der vergangenheit gelernt! bravo!

sleepy
91
30.11.2011, 21:08
Schwachmaten!

Wirklich keine Ahnung! Es geht hier um die Frauenthematik, nicht um Euren Ausländerhaß. Sie können wohl Ihren Haß den sie gegen wirkliche Ausländer haben (das sind nicht solche, welche nicht nur eine andere Nationalität haben, sondern auch noch dazu nach 10 Jahren noch immer kein Wort Deutsch können, sich assozial und entgegen aller Regeln des Anstandes und der Ethik verhalten ... und UNS, die wir hier leben nicht respektieren) - wohl nicht vom eigentlichen Thema hier unterscheiden. Gleich brüllen und ignorant in einen Topf schmeissen. Mit einem Aufenthaltstitel alleine kann ich noch niemanden nachholen ... so einfach ist das nicht. KEINE AHNUNG MENSCH .. aber alle gleich "brilliant" bewerten .. rassistische Dummköpfe!

Gallo Way
01
1.12.2011, 10:16

Ja manchmal ist es nicht der Hass gegen Andere der solche Worte motiviert sondern die Liebe zu sich selbst ;-) Mal nachdenken schadet nicht... :-)

Shagga Son of Dolf
 
80
30.11.2011, 20:44
SO EIN BLÖDSINN!

1.Was soll bitte an Familiennachzug so schlecht sein?
2.Was sie da behaupten ist ein komplett idiotischer Stereotyp ohne jede Ahnung von der Materie.Wenn man sich nämlich die Statistiken anschaut,so zeigt sich deutlich,dass Frauen höhere Einbügerungsquoten haben,öfter mit Österreichern verheiratet sind und meist besser sozial angepasst sind.(Falls es sie wirklich interessiert,was ich bezweifle:2.Österr.Migrations- und Integrationsbericht hrsg. von Heinz Fassmann 2007 bzw. div. Statistiken zum Thema von Statistik Austria)

bleak_vision
01
1.12.2011, 11:09

ad 1: Das ist Einwanderung ins Sozialnetz und das kann niemals sinnvoll sein. Es sei denn man gibt sich One-World-no-Borders Fantasien hin.

Count Saurüssel
04
1.12.2011, 09:09
"1.Was soll bitte an Familiennachzug so schlecht sein? "

Na dass das einzige Kriterium beim Familiennachzug naturgemäß das Verwandtschaftsverhältnis ist, und nicht Fähigkeiten und Qualifikationen.

Außerdem erzeugt er einen Schneeballeffekt, der das ganze Gerede von einer planvollen und kontrollierten Einwanderungspolitik ad absurdum führt.

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