Strauss-Kahn

Zu leichtgläubig für diese schlimme Welt

2. Dezember 2011, 12:55
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    foto: ap/yoan valat

    Die Verwicklungen in einen Sexarbeiterinnen-Ring passen Strauss-Kahn nicht ins Bild, immerhin "verabscheue" er Prostitution, und bezahlt habe er auch nie etwas.

Ex-IWF-Chef spricht in neuer Biographie von "einvernehmlicher, aber dummer Geschichte"

Der neueste Streich des Ex-IWF-Chefs Dominque Strauss-Kahn beschäftigt derzeit die französischen Medien. Das Buch "Affaires DSK - la contre-enquête" (dt. Die "Gegenuntersuchung") ist vergangene Woche in Frankreich erschienen. Verfasst hat die Biographie der Journalist und Strauss-Kahn-Vertraute Michel Taubmann.

Im Mittelpunkt stehen die Beschreibungen von Strauss-Kahn über die Geschehnisse an jenem Tag im Mai, an dem er auf die Hotelangestellte Nafissatou Diallo in einem Hotel in New York traf. Laut Süddeutscher Zeitung beschreibt er die Geschehnisse in dem Buch so: Er sei nackt aus dem Bad gekommen und habe plötzlich vor dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo gestanden. Dann habe sie habe ihm zunächst tief in die Augen geblickt und dann sein Geschlecht "fixiert". Strauss-Kahn habe dies als "Einladung" verstanden und es kam schließlich zu "dieser einvernehmlichen, aber dummen" Geschichte.

Ein Mann mit freier Sexualität

Einvernehmlich war er also, und dumm auch. In der neuen Biographie ist weiters zu lesen, dass Strauss-Kahn zu seinem "freien Sexleben" steht. Dies sei in der Politik- und Geschäftswelt nicht ungewöhnlich und vor allem "nicht illegal", lässt der Ex-IWF-Chef, die es bisher noch nicht mitbekommen haben, wissen.

"Verabscheute Prostitution"

Seine Verwicklung in einen illegalen Sexarbeiterinnen-Ring passt da freilich nicht ins Bild. Deshalb betont Strauss-Kahn in dem Buch weiters, er "verabscheue" Prostitution und Zuhälterei. Ähnlich wie Berlusconi scheint auch er mit Blindheit gegenüber den Rahmenbedingungen einer stets verfügbaren, körperlichen Zuwendung an älteren Männern geschlagen zu sein. In der Biographie ist diesbezüglich zu lesen, zwar habe er an "freizügigen Abenden" im Carlton teilgenommen, aber dafür nie "auch nur einen Centime bezahlt". Und natürlich ahnte er nicht, dass die Damen käuflich sein könnten. Ein Mann zu leichtgläubig für diese Welt. (red)

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Posting 1 bis 25 von 26
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Der letzte Demokrat
 
01
4.12.2011, 18:49
" ... und bezahlt habe er auch nie etwas."

... aber ist nicht genau diese Tatsache, das eigentlich Obszöne an diesen ungustiösen Angelegenheiten.

Ein mächtiger Mann, weit entfernt von Heim und Herd (und angetrauter Gattin), hat Bedürfnisse. Konkretisieren wir, sexuelle Bedürfnisse.

Einmal vorausgeschickt, es gibt eine Art von stillem Arrangement mit seiner Gattin, so folgt DSK also seinen "Bedürfnissen" - die, so wir uns nicht als hyperkorrekte Moralaposteln aufführen wollen, ja nichts Unlauteres sind.

Also geht es um die Art und Weise seiner Bedürfnisbefriedigung. Und da liegt wohl der Hund, äh sorry, "le chien" begraben.

Was hat die jeweilige Dame davon ...? - Und somit wären wir wieder beim eingangs erwähnten Statement angelangt.

miles a head
00
19.4.2012, 08:47
Naja

Bei den Sexparties scheint mir doch einschlägiges "Personal" anwesend gewesen zu sein. Natürlich nicht bezahlt von DSK , wohl eher von "Geschäftspartnern" oder solchen, die es werden wollten.

Personifizierte Unscheinbarkeit
03
4.12.2011, 16:55
So ein Opfer, der ach so arme DSK!

Der Schärdinger
 
52
4.12.2011, 09:49
Der Schärdinger

Eine 80 kg Frau kommt in ein Zimmer, sieht einen nackten Mann aus dem Bad kommen und hat nicht mehr die Zeit das Zimmer zu verlassen und die Tür von außen zuzumachen.
Ein 62 Jähriger hat gleich einen solchen Ständer, dass sie nicht mehr rechtzeitig den Mund zumachen kann, um der Eichel zu entgehen.
?????????????????????????????????????????

alexanderletten
 
30
4.12.2011, 13:01

Korrekt und SK ist schlau genug, diese offensichtliche Falle als kleines Techtelmechtel darzustellen.
Was bringt es jetzt zu sagen, Diallo ist Werkzeug einer gut angelegten Inszenierung gewesen?
Schlußendlich ist der Plan ja auch aufgegangen.

pox vobiscum
17
3.12.2011, 19:09
Brrrr

Peinliche Typen wie DSK oder Guttenberg sollten die Welt mit ihren Biographien verschonen.

V995
00
3.12.2011, 17:37
müßte wohl heißen

zu geil für diese welt

Chien de Pique
06
3.12.2011, 12:38

Frankreich muss Gott, Diallo oder wem auch immer wirklich dankbar sein, dass ihm diese Type als Präsident erspart bleibt. Es geht leider noch viel tiefer als Sarkozy.

Quer denker1
10
3.12.2011, 09:57
Die Medien sind nicht die Lösung, sondern das Problem.

Pygar
 
35
3.12.2011, 00:07

Der Kerl ist auch weiterhin peinlich. Dass er so selten dämlich ist, wie er sich hier darstellt, glaube ich nicht.

Das Buch kam auch relativ rasch, oder?

alexanderletten
 
11
4.12.2011, 14:22

Ob der Kerl peinlich ist hängt davon ab, inwieweit seine, bisher legalen, Privatangelegenheiten veröffentlicht werden.
Sich hinzustellen und sagen:
"Der ist aber bähh." , obwohl es gar nicht sein Ziel war dass das in die Öffentlichkeit kommen soll, ist auch hinterfragenswert.

Schwarzer hatte auch schon ein Buch über Kachelmann in der Pipeline, obwohl da noch Monate bis zum Urteil dazwischen lagen.
Es ist sein Recht, ein Buch zu veröffentlichen.
Man muss es nicht kaufen.
Steht der Diallo/Banon/Mansouret ja auch frei, diesen Weg zu gehen.

Pygar
 
33
4.12.2011, 14:53

Ob dieser Kerl ein Buch veröffentlicht oder nicht, ist mir relativ egal. Peinlich kann man das trotzdem finden, denn der ist so dreist, dass es der Dümmste durchschauen muss.

rr772
20
4.12.2011, 19:07
So ist die Diskussion auch ok,

wenn man sich nicht peinlich ahnungslos zum Rechtsstaat äussert, sondern über die gewiss "unterhaltsamen" Eigenarten des Herrn DSK sich seine Gedanken macht, politisch ist er ja eh' erledigt.
--> brav, weitermachen..;-)
Nur die strafrechtliche Sache muss eben hieb- und stichfest sein und das war es in NY nicht, wenn die Hauptbelastungszeugin nachweislich lügt, dann kommt es dort (im Gegensatz zu uns) auch nicht zum Prozess.
Zu Prostituierten zu gehen, ist ausser im dem etwas anghauten Schweden ja auch nicht strafbar, wenn diese volljährig sind.

Antagonist1
20
4.12.2011, 15:21
Dass ES?

- also Pygar....

Robert Schein
02
2.12.2011, 19:48
si tacuisses...

na, die ausrede ist ja mehr als peinlich. zeugt zumindest von einem doch fragewürdigen frauen- wie selbstbild

armer tropf

und mein mitgefühl mit allen, welche damit direkt konfrontiert werden

Amy4
1012
2.12.2011, 14:59
zu viel druck im gemächt? und selbstüberschätzung - und kein mut , mal `die hosen runterzulassen`

dieser mann lügt sich die welt nach seinem wunschdenken zurecht? häppchenweise gibt er nun seine sexuellen eskapaden zu und ist zu feige , sex. `verfehlungen` zu benennen? er nimmt sich, was er will - ob eine hotelangestellte , eine journalistin oder mitarbeiterin - seine unglaubwürdigkeit wird er mit diesem buch noch zusätzlich untermauern... großspurig in seiner selbstüberschätzung zu glauben, daß sein anblick (egal wie ER aufmarschiert) jede frau als einladung zu sexuellen handlungen verstehen müsste.. nur dort in der öffentlichkeit `die hosen runterzulassen` und `gesicht `zu zeigen , dazu fehlt die courage - eine typ. männl. haltung, den missbrauchten oder vergewaltigten frauen auch noch die schuld zuzuschreiben..

Pygar
 
42
3.12.2011, 00:08

Genau so ist es!

zahnloser Tiger
810
2.12.2011, 15:56
ihr Kommentar ist undifferenziert, sexistisch und verzichtbar

denn was sie als "eine typ. männl. haltung" bezeichnen ist nicht "typisch männlich" sondern bestenfalls "typisch für einen bestimmten Typ Mann aus einer bestimmten Zeit"

ersparen sie sich solche Aussagen über "typische" Verhaltensweisen wenn sie auch nur einen Funken davon verstanden haben was Egalität und Individualität bedeuten

ich muss nämlich aufgrund ihres sexistischen Auftretens vermuten dass sie die Bedeutung BEIDER Vokabeln nicht kennen

und das sollte jemandem der sich auf die Fahnen schreibt für die GLEICHWERTIGKEIT von Menschen beider Geschlechter einzutreten eigentlich ziemlich peinlich sein

oder verstehen SIE darunter stereotype Vorurteile übers andere Geschlecht nachzuplappern?

Pygar
 
86
3.12.2011, 00:09

Amy4 hat schon recht. Und wenn du vor Trotzigkeit explodierst!

readymate
54
2.12.2011, 20:17
Wenn Amy4

eine empirisch durchaus geschlechtsspezifisch zuordenbares Denkmuster mit der ugs. Formulierung "eine typ. männl. Haltung" wiedergibt, ist das weder "undifferenziert" noch "sexistisch"...!

.

AlliGator
01
4.12.2011, 11:24

Ich kenne auch genug Frauen die glauben, nur weil Sie die Bluse weiter aufknöpfen oder den engeren Pullover anziehen wären alle Männer sofort nur noch willfährige Puppen in ihren Händen.

Nur würde ich mir nicht anmaßen, diese Halluzination als "typisch weibliches Verhalten" zu bezeichnen.

Ich finde die Argumentation von z.T. sehr schlüssig. Wir sind alle die gleichen Menschen - alles andere sind dumme oder politisch motivierte Ausreden.

ciciban
60
2.12.2011, 16:49
Sonst geht's Ihnen eh gut?

Über diese belanglose Formulierung können Sie sich ganz schön ereifern.

navrat pospischil
 
12
2.12.2011, 19:13
hat er unrecht? nein.

stefan peter
 
06
2.12.2011, 18:10
ihm gehts sicher gut

ich glaube nicht, dass diese formulierung belanglos ist.
ich als mann möchte nicht mit triebgesteuerten, narzisstisch gestörten menschen in einen topf geworfen werden, und wenn es heißt " typ. männl. haltung, den missbrauchten oder vergewaltigten frauen auch noch die schuld zuzuschreiben", dann ist ja gemeint, dass ich als mann ebenso ein typ bin.

bedenken sie, ein a**** zu sein ist keine geschlechtsspezifische eigenschaft!

sprache kreiert wirklichkeiten, die mit der realität nicht immer übereinstimmen.
deshalb sollte man genau überlegen was man sagt, außer man ist rassist, sexsist oder nur einfach dumm

readymate
31
2.12.2011, 20:03
...das ist keineswegs damit gemeint!

"typ. männl. Haltung" heißt ugs. nichts anderes als "eine üblicherweise von Männern eingenommene Haltung".

Das impliziert aber keineswegs, dass sie sich zwangsweise so verhalten müssen...!

.

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