Australiens Labour Party

Grünes Licht für gleichgeschlechtliche Ehe

5. Dezember 2011, 11:14

Vorstoß zur Legalisierung dennoch unter schlechten Vorzeichen wegen vehementen Widerstands der konservativen Opposition

Sydney - Australiens regierende Labor Party hat sich auf ihrem Parteitag am Samstag in Sydney nach heftigen Debatten mehrheitlich für die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen ausgesprochen. Bislang war die Haltung der Partei eine ausdauernd ablehnende. So stellte es die Labour Party den Abgeordneten zugleich frei, nach ihrem Gewissen zu entscheiden, sollte im Parlament ein entsprechendes Gesetz eingebracht werden.

Negative Prognose

Den Vorschlag zur Gewissensentscheidung machte auf dem Parteitag Labor-Premierministerin Julia Gillard, die gleichgeschlechtliche Ehen ablehnt. Ein Vorstoß zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen im Parlament dürfte am Widerstand der konservativen Opposition scheitern.

Vor dem Parteitagsgebäude demonstrierten mehr als 5.000 Menschen für die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen. (APA)

Der Kluge
00
17.12.2011, 21:56

Das Konzept der Ehe bedeutet seit Jahrhunderten, dass sich 1 Mann und 1 Frau zusammenschließen, um Kinder zu zeugen und eine Familie zu gründen.

Diese Institution inkl. der damit verknüpften Werthaltungen (ewige eheliche Treue, Kooperation..) wird von Genderideologen/Feministinnen verhöhnt und soll als Patriarchat aufgelöst werden.

Gleichzeitig vergötzen die gleichen Leute diese unbegreifliche "gleichgeschlechtliche Ehe" eine völlig sinnlose Kopie, ja Karikatur, eben dieser Institution?

Die heterosexuelle Paarbeziehung ist Resultat dessen, das ein Kind immer 2 Eltern hat.

Aber was bringt 2 Männern so ein ewiger und unauflöslicher Lebensbund? Fasse es, wer es fasse...

BlackAdder
00
16.1.2012, 10:16

Was zu fassen jenseits ihrer beschränkten möglichkeiten liegt darf aber nicht zum nachteil anderer gereichen.

Das problem dabei ist die noch immer nicht vorhandene trennung kirche / staat, dummerweise heißt die im EheG geregelte gütergemeinschaft genauso "ehe" wie das, was die religionsgemeinschaften für sich als "ehe" = "familie" definieren.

Würde der staat sein konstrukt "zqwe" statt "ehe" nennen wäre mindestens das halbe konfliktpotenzial mit einem schlag weg.

Leider nur das halbe, denn verzopft-erzkonservative ewiggestrige würden einer menschenunwürdigen diskriminierung weiter das wort reden.

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