Wien

Weiter Förderung für "Queere Kleinprojekte"

5. Dezember 2011, 11:52

"Unverzichtbare Absicherung": 2012 stehen 20.000 Euro zur Verfügung

Wien - Der auf Initiative von Sandra Frauenberger 2010 neu eingerichtete "Queere Kleinprojektetopf" für Projekte im LesBiSchwulen- und Transgenderbereich habe sich als eine "unverzichtbare Absicherung" für queere Wiener Projekte etabliert: "Er wird daher selbstverständlich weiterbestehen", bekräftigt die für Antidiskriminierung zuständige Stadträtin.

In den ersten beiden Jahren seines Bestehens wurden 41 Projekte eingereicht, davon wurden 17 Projekte mit insgesamt 40.000 Euro gefördert. Über die Förderwürdigkeit der eingereichten Projekte entscheidet ein eigens geschaffener ExpertInnenbeirat unter dem Vorsitz der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt). "Diese Entscheidung ist oft nicht einfach, denn die Projekte sind vom Konzept und der Zielgruppe her höchst vielfältig", so Frauenberger. "Sehr homogen hingegen sind die Projekte, was ihre inhaltliche Qualität betrifft, ich bin immer wieder begeistert von der Kreativität und der Kompetenz unserer Wiener Vereine."

Zweite Einreichfrist ab April

Für das Jahr 2012 wurde der "Queere Kleinprojektetopf" nun wieder mit 20.000 Euro befüllt. Die erste Einreichfrist ist bereits zu Ende, die eingereichten Projekte werden gerade geprüft. Projekte, die in der zweiten Jahreshälfte durchgeführt werden sollen, können bei der zweiten Einreichfrist zwischen dem 1.4. und dem 31.5.2012 bei der WASt deponiert werden.

Schwerpunkte

Prinzipiell kann für jedes Projekt, das den Förderrichtlinien entspricht, eine Förderung beantragt werden. "Besonders förderwürdig sind für uns im Beirat jedoch Projekte, die aktuelle Themen der Community aufgreifen und die von uns bereits eröffnete Diskurse sinnvoll weiterführen", erläutert Wolfgang Wilhelm von der WASt die heuer aktuellen thematischen Schwerpunktsetzungen des "Queeren Kleinprojektetopfes". Das wären derzeit etwa die Themen homophobe und transphobe Gewalt, das Thema Regenbogenfamilien oder der kommende Themenschwerpunkt "sexuellen Identitäten". (red)

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