Die meisten kinderbetreuenden Männer sitzen im Innenministerium - Frauenministerin will Papa-Monat auch für Privatwirtschaft
Wien - Über 150 Väter haben zwischen 1. März und Ende Oktober den Papa-Monat im öffentlichen Dienst in Anspruch genommen. Das gab das Büro von Frauen- und Beamtenministerin Heinisch-Hosek bekannt. Spitzenreiter unter den Ressorts ist das Innenministerium.
Der März gilt aufgrund der Anmeldefrist als Startdatum. Bis Ende Oktober nutzten im Innenministerium 53 Väter den Papa-Monat. Dahinter folgt das Verteidigungsministerium, wo bisher 30 Männer den Papa-Monat in Anspruch genommen haben.
Ausweitung des Modells für Private
Die Ministerin beharrt auf ihrem Wunsch, den Papa-Monat auch in der Privatwirtschaft einzuführen. Zuletzt unterbreitete Heinisch-Hosek den Sozialpartnern bei einem Routine-Treffen ihre entsprechenden Ideen.
Andere Sorgen
Die Arbeiterkammer unterstützt das Anliegen eines Papa-Monats in der Privatwirtschaft, ExpertInnen sollten nun die Kostenseite erörtern, hieß es aus der AK. Die Wirtschaftskammer sei grundsätzlich über alles gesprächsbereit, meinte ein Sprecher, jedoch sei die Einführung des Papa-Monats angesichts der Wirtschaftskrise derzeit nicht die größte Sorge. (APA)