Afghanistan

Säureanschlag: Tochter wollte Kriegsherren nicht heiraten

9. Dezember 2011, 08:42

Nach einem Anschlag auf eine Familie intervenierten Frauenrechtlerinnen - Verdächtige wurden festgenommen und haben die Tat gestanden

Kunduz - In Afghanistan wurde eine ganze Familie von Bewaffneten mit Säure angegriffen, weil eine ihrer Töchter einen Kriegsherren nicht heiraten wollte. Vier Verdächtige wurden festgenommen. "Alle vier Brüder haben die Tat gestanden", sagte der Polizeichef der Provinz Kunduz, Samiullah Katra, am Donnerstag. Die Beamten hätten auch eine Kalaschnikow konfisziert. Die Brüder seien zu weiteren Ermittlungen in die Hauptstadt Kabul gebracht worden, hieß es.

Das Ehepaar und seine drei Töchter waren in der vergangenen Woche von bewaffneten Männern nahe der nordafghanischen Provinzhauptstadt Kunduz mit Säure überschüttet worden. Hintergrund des Angriffs war vermutlich Rache. Die Familie habe sich beharrlich geweigert, ihre älteste Tochter mit einem örtlichen Milizenchef zu verheiraten. Das hatte die Vorsitzende des Provinzdezernats für Frauenangelegenheiten, Nadira Giyah, nach dem Angriff gesagt.

Intervention durch Frauenrechtlerinnen

Die 18-Jährige erlitt nach Krankenhausangaben am ganzen Körper schwere Verbrennungen. Eine Frauenrechtsgruppe schickte das Mädchen Anfang der Woche nach Indien. Die beiden anderen 12 und 13 Jahre alten Töchter sowie die Eltern seien ebenfalls durch Säure am Körper und im Gesicht verletzt worden.

Nach Angaben der Vereinten Nationen ist etwa ein Drittel der afghanischen Frauen körperlicher oder seelischer Gewalt ausgesetzt. Afghanische MenschenrechtlerInnen zählten zwischen März 2010 und März 2011 fast 2300 Fälle von Gewalt gegen Frauen. (APA)

Dr Stänkerer
00
10.12.2011, 12:43
Das Tragische ist...

dass in den letzten zehn Jahren genau diese gesetzlosen und brutalen Warlords und lokalen Milizfuehrer Millionenbetraegen in US und NATO Dienste eingekauft wurden. Einer der Gruende fuer die anfaengliche Popularitaet der (ebenso brutalen) Taliban war deren Kampf gegen diese Kriegsherren und deren Banden unter dem Banner des Sharia Rechts. Nachdem sich nun NATO und Karzai dieser Verbrecher zur "Befriedung" des Landes bedienen, steigen die Beliebtheitswerte der Taliban wieder. Andere Alternativen haben die Afghanen - auch nach zehn Jahren westlichen "Nation-Building" - leider nicht.

bixente uhudla
 
00
10.12.2011, 14:09

nur war es eben vor dem westlichen nation building auch kaum besser dort...afghanistan war schon immer eine gegend in der diejenigen das sagen hatten,die auch die meisten gewehre hatten...und die taliban wahren ja auch nix anderes als warlords,in diesem fall eben paschtunische,und ausserhalb der paschtunischen bevölkerung afghanistans hatten die auch nie rückhalt

Diversion
31
9.12.2011, 14:14
was für ein barbarisches sch..... land!!

m_M
10
10.12.2011, 06:13
nein !

es ist die Religion und ihre dazugehörige Gesetzgebung!!
weiß ja fast schon jeder wie sich der propffett benommen hat!!

(°)(°)
01
10.12.2011, 01:43
Die alten Römer hätten denen schon Zivilisation gelehrt!

Zuerst hättens mal alle männlichen Afghanen umgebracht.
Dann hättens die Frauen versklavt.
Dann wär a Ruh gwesen.

Heavyweather
00
10.12.2011, 19:52

So haben es ja auch die Europäer in Amerika gemacht...
Was dabei herausgekommen ist schaut nicht besser aus als Afghanistan...der Unterschied ist der durchschnittliche ökologische Fußabdruck...

G. B. Corner
00
10.12.2011, 15:08

Nachdem sich die geographisch näheren Perser da schon ein paar Jahrhunderte davor nicht durchgesetzt haben, würde mich das stark wundern.

Nexialist
00
9.12.2011, 15:06
das land an und für sich kann nichts dafür

die "kleinen" Menschen sind die Leid tragenden hier wie dort - nur anders...

Sven Dirks
00
10.12.2011, 14:36
hier wie dort..

..finden sich immer wieder genügend "Kleine", die um ein bissl imaginären Machtgewinn ihren Mitmenschen grauslige Sachen antun.

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