Paradiesische Verhältnisse gibt es in der Dominikanischen Republik nur für TouristInnen - Die dominikanische Menschenrechtsaktivistin Sonia Pierre im Interview
Circa eine Million europäische Touristinnen und Touristen urlauben jährlich zu günstigen Konditionen in All-Inclusive-Clubs in der Dominikanischen Republik. Möglich wird dies u. a. durch die billige und rechtlose Arbeitskraft der Dominiko-HaitianerInnen und der haitianischen MigrantInnen.
Sonia Pierre (1963-2011), langjährige Leiterin der dominiko-haitianischen Frauenbasisorganisation MUDHA und weltweit prämierte Menschenrechtsaktivistin, spricht im Interview mit der Frauensolidarität über die spezielle Situation der Rechtlosigkeit der dominiko-haitianischen Frauen und der haitianischen Migrantinnen und über ihre Forderungen im Bereich der Menschenrechte auf nationaler und internationaler Ebene. Sie verweist auf die Wichtigkeit internationaler Solidarität bei der Einforderung von staatlich vornenthaltenen Grundrechten und auf die Notwendigkeit der Abhaltung einer 5. Weltfrauenkonferenz, um Rückschau zu halten und den Regierungen ihre Versäumnisse in Sachen Frauenrechte aufzulisten.
Erst im Herbst 2011 war die mutige Menschenrechtsverteidigerin Sonia Pierre wieder Hetzkampagnen von Seiten dominikanischer Mainstreammedien und nationalistischer Kräfte ausgesetzt - weltweit fürchteten Frauen- und Menschenrechtsorgansiationen um das Leben der Feministin. Am 4. Dezember 2011 erlag sie einem Herzversagen. Hier geht's zum Nachruf der Frauensolidarität über Sonja Pierre. (red)
Klappe 8 Frauensolidarität:
Interview und Übersetzung: Helga Neumayer
Kamera: Petra Steiner
Schnitt: Katja und Christina Schröckenstein
Trailer: Doris Mayer
Weitere Informationen:
Die Frauensolidarität informiert durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu Frauen in Afrika, Asien, Lateinamerika und zu globalen Machtverhältnissen aus feministischer Sicht.
www.frauensolidaritaet.org