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Sie sind auf vielfältigen beruflichen Wegen unterwegs, ihr Weltbild ist weniger technisch, eher das Soziale einschließend geprägt. Ihre Erfolgsdefinition basiert mehr auf subjektiven Erfolgskriterien als das ihrer männlichen Kollegen in vergleichbaren Berufen und ist sehr stark persönlich geprägt.
Es gibt zwar nur wenige Frauen in der Technik in Top-Positionen. Auch ist der Anteil an weiblichen Studierenden an der TU Wien mit 23 Prozent (2010) nicht gerade hoch. Und: Die Uni selbst wurde auch wegen der Behandlung von Frauen, wenn es um die Besetzung in der Lehre geht, gerügt. Dennoch: Es scheint sich schon etwas zu bewegen.
Christiana Hörbiger (Gesellschafterin Hörbiger-Konzern) hat nun gemeinsam mit dem Alumni-Club der TU Wien nicht die berühmte "leaky pipeline" angeschaut, sondern von Ina Wagner berufsbiografisch forschen lassen, um Role-Models aus dem Hause zu identifizieren und zu profilen: 25 Tiefeninterviews mit in der Wirtschaft erfolgreichen Absolventinnen wurden geführt.
Diskriminierung ohne Ohnmacht
Die Befragten berichten vereinzelt von Diskriminierungserfahrungen, allerdings ohne Ohnmachtsgefühle. Hohen Einsatz und Unterstützung im Umfeld nennen sie als Ingredienzen, auch wenn es um die Vereinbarkeit mit Kindern geht, welche als sehr große organisatorische Aufgabe empfunden wird. Ihr gutes Managementgehalt nennen sie als Hilfe dafür.
Der Aufbau von beruflichen Netzwerken wird als wichtiger Teil, wenn nicht sogar als Bedingung für Erfolg gewertet. Mentoring- und Coachingkonzepte werden lobend erwähnt. Immerhin die Hälfte der Frauen nennt männliche Vorgesetzte als starke Förderer. Ob es am Sample liegt oder so ist: Alle betonen die Machbarkeit guter Karrieren.
Die Ergebnisse sollen nun an Schülerinnen, Maturantinnen herangetragen werden, gleichzeitig plant die TU Wien, im Studienangebot karrieretechnisch nützliche Fähigkeiten verstärkt in die Vermittlung einzubauen. (kbau, DER STANDARD, Printausgabe 10./11.12.2011))
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