Friedensnobelpreis

"Meine Schwestern, meine Freundinnen, findet eure Stimme!"

10. Dezember 2011, 14:39

Bei der Verleihung richteten die Aktivistinnen eindringliche Appelle für Frieden, Demokratie und Gleichberechtigung an das Auditorium

Oslo - Am Samstag haben in Oslo drei Frauenrechts-Aktivistinnen den Friedensnobelpreis in Anwesenheit der norwegischen Königsfamilie und der Regierung in Empfang genommen. Zum ersten Mal wurde der seit 110 Jahren verliehene Preis an drei Frauen vergeben. Bei der Überreichung haben die Preisträgerinnen Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, Leymah Gbowee sowie Tawakkul Karman die Feier im Rathaus der norwegischen Hauptstadt Oslo zum Anlass genommen, mit Appellen für Frieden, Demokratie und vor allem Gleichberechtigung hervorzutreten. Johnson-Sirleaf und Gbowee wurden für ihr Engagement zur Beendigung des Bürgerkrieges in Liberia geehrt. In dem Konflikt wurden auch Vergewaltigungen als systematische "Waffe" gegen Frauen eingesetzt. Karman ist eine der treibenden Kräfte bei dem monatelangen Volksaufstand im Jemen gegen das Regime des nunmehr abgelösten Präsidenten Ali Abdallah Saleh, der seit 1978 an der Macht war.

Karman, die jüngste aller FriedensnobelpreisträgerInnen seit der ersten Vergabe im Jahr 1901, sagte in Oslo: "Während ich hier spreche, verlangen junge Araber, Frauen wie Männer, bei friedlichen Demonstrationen Freiheit und Würde von den Regierenden." Der Friedensnobelpreis an sie sei die "Anerkennung der ganzen Welt für den Triumph der friedlichen Revolution im Jemen".

Johnson-Sirleaf sagte zur Vergabe des Friedensnobelpreises an zwei Afrikanerinnen und eine Araberin, dies zeige die "Universalität unseres Kampfes". Sie meinte weiter: "Wenn ich hier zu Frauen und Mädchen überall sprechen darf, dann möchte ich eine simple Einladung aussprechen: Meine Schwestern, meine Töchter, meine Freundinnen, findet eure Stimme!"

Geteilte Dotierung für Gleichberechtigung

Gbowee hatte als Streetworkerin Frauen gegen den Bürgerkrieg in Liberia mobilisiert und ist jetzt beim Aufbau einer friedlichen Zivilgesellschaft aktiv. Nobelkomitee-Chef Thorbjörn Jagland sagte zu den drei Preisträgerinnen in seiner Laudatio: "Sie repräsentieren eine der wichtigsten Triebkräfte für Veränderung in der heutigen Welt, wenn es um den Kampf für Menschenrechte im Allgemeinen und für die Gleichberechtigung von Frauen sowie für Frieden im Besonderen geht."

Die drei Frauen teilen sich die Dotierung von umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Millionen schwedische Kronen). Im vergangenen Jahr ging der Friedensnobelpreis an den damals wie heute inhaftierten chinesischen Regimekritiker Liu Xiaobo. (APA)

Verleihung in Bildern: Eine Ansichtssache

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10 Postings
hema1
 
00
12.12.2011, 17:04
Ich gratuliere den Damen zur Auszeichnung

Friede allen Menschen und Freiheit den Völkern, besonders jetzt den Frauen und Kindern. Auch ihre Würde muss unantastbar sein. Da herrscht großer Nachholbedarf.

Erinnern möchte ich auch, dass die Menschenrechte in gleicher Weise auch für Männer, Frauen und Kinder gelten.
Bitte liebe Männer und Religionsführer, es liegt an euch danach zu handeln. Wir Frauen fordern das jetzt ein!
http://www.hopeland.at

living reef
43
11.12.2011, 08:42
gleichberechtigung wird erst dann stattfinden

wenn die männlichen dogmen der diversen weltreligionen überwunden werden. gesellschaftliches leben ist nach wie vor mehr oder weniger von religiösen "anordungen" geprägt welche rolle von mann und frau eingenommen werden muss.

Truth is a Troll
00
12.12.2011, 12:58

Wenn du auf unnötige kampfrethorik verzichten würdest könnte man sowas auch unterstützen.
So begiebst du dich nur auf augenhöhe dessen was du anprangerst.

Pygar
 
32
11.12.2011, 11:15

So ist es. Die (monotheistischen) Religionen sind so etwas wie ein Fluch für die Menschheit, den es zu überwinden gilt!

relatio subsistens
05
11.12.2011, 14:41

Der Fluch der Menschheit ist eher eine scheinbar grenzenlose Dummheit. Und die gibt es überall. Vor allem in Standard-Foren.

Pygar
 
71
11.12.2011, 15:03

Meine Rede; grenzenlose Dummheit zeigt sich gleich, wo sich Menschen für eine destruktive Religion unterwerfen. Auch ist klar, dass diese Freaks sich nicht auf Internet Foren beschränken. Dort, in scheinbarer Anonymität, zeigen diese Feiglinge nur oft ihr wahres Gesicht.

relatio subsistens
14
11.12.2011, 18:55

Laberst du von dir selbst, "Pygar"? Wohl zu viel "Barbarella" geschaut.

Pygar
 
31
11.12.2011, 21:11

Nein, ich sprach über Freaks wie dich.

relatio subsistens
13
11.12.2011, 21:27

Für einen blinden, traumatisierten "Engel" (Freak?), legst du aber ein ziemlich aggressives Kommunikationsverhalten an den Tag, liebes Pygar.

Pygar
 
51
11.12.2011, 22:00

Du verwechselst mich bloss. Ich bin weder traumatisiert, noch blind und auch kein Engel. ;-)

Ausserdem sprachen wir über dich und wollen hier nicht vom Thema ablenken.

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