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Susanne Muhar erarbeitet in internationalen und nationalen Projekten EU-Leitlinien für den Gewässerschutz sowie nachhaltige Renaturierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität von Bächen und Flüssen.
Um die Leistungen von Frauen in der Forschung sichtbar zu machen, wählt eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury eine herausragende Expertin auf dem Gebiet der Forschung und Technologie zur "FEMtech-Expertin des Monats". Im Dezember ist die Wahl auf die Landschaftsökologin Susanne Muhar gefallen.
Frauen sollen Berufswelt verändern
Seit 30 Jahren beschäftigt sich die Wissenschaftlerin Susanne Muhar mit den Strukturen von Flusslandschaften, deren Nutzung und dem Gewässerschutz. Zu ihrer Rolle in einem männerdominierten Forschungsbereich meint die promovierte Landschaftsökologin: "Für mich besteht die Herausforderung für Wissenschaftlerinnen darin, unter den noch immer herrschenden Bedingungen im Forschungsbereich nicht traditionelle Karrierewege einzuschlagen. Vielmehr bedarf es einer veränderten, durch Frauen entscheidend geprägten Berufswelt auch in führenden Wissenschaftspositionen."
Ganzheitliche Sicht auf das System Wasser
Muhar lehrt und forscht am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), wo sie bereits studierte. Aktuell arbeitet sie in nationalen und internationalen Projekten an der Erstellung von Leitlinien und Werkzeugen für eine kostengünstige Verbesserung des Zustandes von Flüssen und des Grundwassers. Diese Tätigkeit bedarf einer ganzheitlichen Sicht auf das System Wasser. Hochwasserschutz ist in ihrer Arbeit also ebenso Thema wie die Trinkwasserversorgung oder die Auswirkungen von Klimaveränderungen.
Vermittlerin
Darüber hinaus engagiert sich die geborene Mistelbacherin im Bereich der Wissenschaftsvermittlung für Jugendliche. Derzeit ist sie an der Entwicklung einer computerbasierten Software beteiligt, die komplexe Umweltvorgänge spielerisch vermitteln und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Natur anregen soll. (red)
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