100 Frauenhäuser werden geschlossen

Die Einrichtungen werden zum Opfer der rigiden Sparpolitik von Konservativen - Betroffene sehen den Schritt als "schlimmen Rückschritt"

Madrid - Knapp einhundert Frauenhäuser in der zentralspanischen Region Kastilien-La Mancha sollen Anfang 2012 geschlossen werden. Die konservative Regionalregierung habe beschlossen, aus Spargründen 98 Frauenhäuser zu schließen, teilte das spanische Fraueninstitut am Donnerstag mit. Es handle sich um einen "schlimmen Rückschritt", präzisierte das dem Gesundheitsministerium angegliederte Institut auf seiner Webseite. Es sei eine "harte und ungerechte Situation", die "einen Angriff auf die Rechte der Frauen" darstelle.

Die Verantwortlichen in der Region hätten zudem vorgeschlagen, die Frauenhäuser durch "ein neues juristisches Instrument" zu ersetzen, ohne genauere Angaben dazu zu machen. Eine Sprecherin des Fraueninstituts präzisierte auf Anfrage, die betroffenen Frauenhäuser hätten einen Brief erhalten, in dem sie über die Streichung der Gelder ab 2012 informiert wurden. Für eine Stellungnahme war in der Regionalregierung am Donnerstag niemand zu erreichen. Die spanischen Regionen stehen unter dem Druck, an der Reduzierung des spanischen Staatsdefizits mitzuwirken. (APA)

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