Frauenerwerbsarbeit

Kaum Männer in Teilzeit

19. Dezember 2011, 13:39

Statistik Austria: Auf 100 Teilzeitarbeiterinnen kommen 75 vollzeitbeschäftigte Frauen - Branchen mit niedrigem Auslastungsgrad durch hohe Teilzeitquoten und hohen Frauenanteil geprägt

Wien - In Österreich waren im Vorjahr 4,03 Millionen Erwerbstätige beschäftigt, die inklusive Überstunden und Nebentätigkeiten ein Arbeitsvolumen von 6,97 Mrd. Stunden leisteten. Umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigte gab es im Vorjahr 3,54 Millionen Erwerbstätige (Vollzeitäquivalente), geht aus einer erstmals auf Daten der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung durchgeführten Berechnung der Statistik Austria hervor. Teilzeitarbeit ist vor allem Frauensache: Der Frauen-Anteil an den Erwerbstätigen lag bei 45 Prozent bei einer Pro-Kopf-Betrachtung, umgerechnet auf Vollzeiteinheiten betrug er aber nur mehr 39 Prozent.

Die aktive Erwerbstätigenquote - Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) ohne Personen in Elternkarenz - lag 2010 bei 70,5 Prozent. Umgelegt auf potenzielle Vollzeitbeschäftigte waren es 62,5 Prozent. Der Unterschied beträgt 8,0 Prozentpunkte.

Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse betrug 4,187 Millionen.

Bei Männern lag die aktive Erwerbstätigenquote mit 76,6 Prozent leicht um 0,5 Prozentpunkte unter der Erwerbstätigenquote in Vollzeitäquivalenten (77,1 Prozent). Bei Frauen stand der Erwerbstätigenquote von 63,9 Prozent eine Quote in Vollzeitäquivalenten von 48,5 Prozent gegenüber. Die Differenz zwischen Männer- und Frauen-Quote umgerechnet auf Vollzeit lag bei 28 Prozentpunkten. Bei einer Pro-Kopf-Betrachtung betrug dieser Gender-Gap in der Erwerbstätigenquote nur 13 Prozent.

Kaum Männer in Teilzeit

Das durchschnittliche Beschäftigungsausmaß von Frauen entsprach drei Viertel einer Vollzeitstelle: 100 beschäftigten Frauen standen 75 Vollzeitbeschäftigte Frauen gegenüber. Bei Männern waren es 98 Prozent. Die Gründe für die Unterschiede zwischen Männern und Frauen "sind neben der unterschiedlichen Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung auch in der unterschiedlichen Verteilung von Überstunden und Nebentätigkeiten" zu finden, heißt es in der Pressemitteilung der Statistik Austria von Montag. Im Durchschnitt entsprach das Beschäftigungsausmaß einer Person inklusive Überstunden und Nebentätigkeiten 88 Prozent einer Vollzeitstelle.

Innerhalb der verschiedenen Wirtschaftszweige gebe es deutliche Unterschiede bei Teilzeitquoten bzw. Auslastungsgrad eines durchschnittlichen Arbeitsplatzes. Im Durchschnitt lagen die Vollzeiteinheiten je 100 Stellen bei 85 Prozent. Die Branchen mit dem höchsten Beschäftigung seien Produktion (Herstellung von Waren), Bau, Verkehr und Logistik sowie öffentliche Verwaltung. Ein Beschäftigungsausmaß mit Werten unter 80 Prozent wurde im Gesundheits- und Sozialwesen, bei der Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen wie etwa Reisebüros sowie "Kunst, Unterhaltung und Erholung" registriert. Unter dem Durchschnitt lagen auch Beherbergung und Gastronomie sowie der Handel. Deutlich erkennbar sei folgendes Muster: "Branchen mit einem niedrigen Auslastungsgrad sind durch hohe Teilzeitquoten und einen hohen Frauenanteil geprägt."

Die Pro-Kopf-Teilzeitquote in Österreich liegt in Österreich derzeit bei rund einem Viertel der Erwerbstätigen. Im Jahr 2000 betrug die Teilzeitquote erst 16,4 Prozent, Anfang der 1990er Jahre sogar noch unter 10 Prozent. (APA)

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16 Postings
Lectrice
11
19.12.2011, 21:45

Schauen wir mal die Betreuungslage, das Schulsystem und die Haltungen zu dem Thema in ö an und dann: wen wundert's.

Hatt ja alles überhaupt NICHTS miteinander zu tun.

Threonin
13
21.12.2011, 09:20

1) Das Schulsystem ist für Männer und Frauen gleich.

2) Betreut werden Kinder von Müttern und Vätern. Wenn Frauen sich gerne mit Männern einlassen, die sich dann nicht um die Kinder kümmern ist das wohl deren persönliches Problem.

3) Da wir freie Partnerwahl haben (praktisch keine Zwangsehen) und auch freie Berufswahl haben muss man davon ausgehen, dass die Frauen das so wollen bzw. für diese Frauen etwas Anderes mehr Priorität hat. Auch das ist zu respektieren.

Lectrice
01
21.12.2011, 20:52

Ich bin mir ja auch ganz sicher, dass Frauen früher wollten, dass sie völlig entrechtet waren.

Das Schulsystem ist für Schüler u. Schülerinnen gleich, für Frauen bedeutet es Halbtagsjob. Mir brauchen's nichts zu erzählen - oder wollen's mir einreden was ich erlebt habe und xxxxx Mütter mit mir, bilde ich mir ein.

Wo sind die vielen Männern in den Halbtagsjobs - Studenten.

So viel zu den Klugscheissereien Frauen wollen das. Klar, sie sind ganz geil drauf - auch auf die Mindestpension.

Threonin
13
22.12.2011, 09:03

1) Frauen primär als Mütter zu sehen ist doch wohl ein veraltetes Weltbild.

2) Wenn eine Frau Mutter wird, gibt es normalerweise auch einen Vater dazu und den sucht sich in unserer Gesellschaft eine Frau auch aus.

3) Es gibt Situationen im Leben, da muss man sich eben zwischen zwei Wegen entscheiden. Glücklicherweise haben wir eine Entscheidungsfreiheit.

Daher: Frauen sucht euch Männer, die ebenfalls bei den Kindern sind, die euch in eurer Karriere unterstützen.
Alternativ könnt ihr auch alleine und Kinderlos bleiben.
Letztlich bleibt euch noch die Möglichkeit von teilzeit oder Hausfrau.

Das sind die Möglichkeiten.

Lectrice
42
23.12.2011, 15:33

Das sind die Möglichkeiten, die ein Macho-Theronim Frauen zugesteht.

Kluge Frauen pfeifen auf solche Wurschteln. Die dürfen dann auf die Standard über ihr Armsein raunzen.

Superschurke
00
29.12.2011, 17:45

"Kluge Frauen pfeifen auf solche Wurschteln."

Das ist doch genau seine Aussage?

Threonin
12
28.12.2011, 12:03

Damit bestätigen sie genau, was ich Frauen rate. Sich entweder einen Mann zu suchen der das alles mitträgt oder aber nicht zu raunzen und sich zu entscheiden, Familie oder Karriere.

Lectrice
41
28.12.2011, 14:55

Was Sie und Ihresgleichen Frauen raten ist irrelevant und interessiert maximal vom Geist befreite.

Threonin
12
28.12.2011, 19:20

So verbittert wie Sie sein müssen, werde ich hoffentlich nie werden.

Jedenfalls haben Sie in der Diskussion zwar Beleidigungen ausgesprochen, aber kein einziges Argument vorgebracht.

again and again
20
24.12.2011, 15:08
Und wer raunzt, dass viele Frauen Teilzeit arbeiten.

Und wer raunzt darüber, dass Männer nur selten Teilzeit arbeiten?

Der ganze Artikel ist doch wieder nur eine Raunzerei.

Wäre aber kein Problem, Teilzeitarbeit einfach verbieten, dann haben wir eben anstatt 100 Teilzeitjobs ca 60 Vollzeitjobs und 40 Arbeitslose mehr.

Wo ist das Problem?

PQS
01
19.12.2011, 19:19
Was für eine Überraschung...

Threonin
32
19.12.2011, 18:18

Und was sagt uns das jetzt?

Dass Frauen nicht so gern arbeiten?

Dass sie nicht so viel arbeiten können?

Dass Frauen weniger verdienen, we1il sie weniger arbeiten?

Dass Frauen einfach die falschen Berufe ergreifen?

Oder gibt es vielleicht ein Gesetz, welches von einem Teil der Frauen verlangt in Teilzeit zu gehen?

Schuld sind sicher die bösen Männer, die die Frauen nicht in Vollzeitbeschäftigungen lassen.

Lectrice
31
19.12.2011, 21:46

Und wegen genau solcher intelligenzresistenten Österreicher, wird die Statistik noch lange auf dem Niveau bleiben.

Threonin
02
21.12.2011, 16:32

Ihr Post soll beleidigend sein (schafft nicht einmal das), beantwortet aber keine der gestellten Fragen.

Das lässt darauf schließen, dass Ihnen zwar die Antworten fehlen, die Fragen Sie dennoch schmerzen.

BK W. Shoyssel
01
19.12.2011, 16:13
unverschämterweise

bekommen die VollzeitarbeiterInnen tatsächlich sogar mehr Gehalt als die Teilzeitarbeiterinnen!

</ironie>

Bürger Europas
02
19.12.2011, 15:17

Da hat wohl jemand Spass an Zahlen.
Und dann wird es natürlich zur (beabsichtigten?) Manipulation verwendet:
"Auf 100 Teilzeitarbeiterinnen kommen 75 vollzeitbeschäftigte Frauen"

Wie jetzt? Arbeiten mehr Teilzeit als Vollzeit? Achnee, hier wird zwischen "arbeitenden" und "vollzeitbeschäftigten" unterschieden...

Und was soll das Ganze jetzt?

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