Wo Diebe länger sitzen als Vergewaltiger

Jelena Kulidzan, 19. Dezember 2011, 18:41
  • Jelena Kulidzan hat mit diesem Beitrag den zweiten Preis des 
diesjährigen Balkan Fellowship for Journalistic Excellence gewonnen.
    foto: abbé libansky

    Jelena Kulidzan hat mit diesem Beitrag den zweiten Preis des diesjährigen Balkan Fellowship for Journalistic Excellence gewonnen.

In Montenegro und Serbien werden gegen Vergewaltiger meist minimale Gefängnisstrafen verhängt, während die Opfer lange Jahre des Traumas bewältigen müssen. In Westeuropa sind die Strafen deutlich höher

Podgorica/Belgrad/London - Ljubomir Kotlica ist ein verurteilter Vergewaltiger aus Nikšić in Montenegro. Er wird bald ein freier Mann sein, weil seine zweijährige Gefängnisstrafe dem Ende zugeht. Kotlica hat die Freundin seines Freundes vergewaltigt. Sie hatte am 12. Dezember 2002 ihren Bus verpasst. Statt sie jedoch nach Hause zu bringen, fuhr Kotlica sie zu einem nahen Steinbruch und zwang sie zum Sex. Nicht nur dauerte es sieben Jahre, bis der Fall entschieden wurde - das Urteil liegt auch noch gerade einmal über dem Minimum, das Vergewaltigern nach montenegrinischem Recht droht.

Niemand kann sich daran erinnern, wann ein montenegrinisches Gericht das letzte Mal einen Vergewaltiger zur Höchststrafe von 15 Jahren verurteilt hat. Sicherlich hat es innerhalb der letzten fünf Jahre keine/n einzige/n RichterIn gegeben, die/der die härtestmögliche Strafe verhängte; die RichterInnen haben jedoch bei drei verschiedenen Anlässen Urteile von sechs Monaten verkündet. Im Schnitt werden Vergewaltiger in Montenegro nur zwei Jahre und acht Monate eingesperrt. Folglich wirkt es so, als ob Vergewaltigungsverbrechen tatsächlich auf das Niveau eines Diebstahls herabgestuft wurden. In vielen Fällen, so sagen AnwältInnen, sitzen Diebe länger im Gefängnis als Vergewaltiger.

Prävention verfehlt

"Die Praxis der montenegrinischen Vergewaltigungsurteile, wie ich sie sehe, ist unangemessen und inkonsequent. Zunächst verfehlt sie ihr Hauptziel - die Prävention. Sie schreckt potenzielle Vergewaltiger nicht ab", sagt Velimir Rakoèević, Professor für Kriminologie an der Universität von Montenegro. Er meint, dass milde Urteile das Verbrechen trivialisieren und nichts dahingehend bewirken, das öffentliche Bewusstsein für das Verbrechen zu erhöhen oder die moralischen Werte der Gesellschaft zu verbessern.

"Die verkündeten Urteile, die ich gesehen habe, waren so lächerlich, dass ich verwundert war. Was sind schon zwei Jahre und acht Monate? Das ist nichts im Vergleich zu dem zerstörten Leben des Opfers", sagt Ljiljana Raièević, Direktorin des Frauenhauses in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica.

Die meisten AnklägerInnen und RichterInnen jedoch finden nichts Falsches an der montenegrinischen Urteilspraxis. "Trotz des niedrigen Prozentsatzes an Urteilen, die an das Durchschnittsniveau des gesetzlichen Strafrahmens heranreichen, glauben wir, dass die Strafpraxis für dieses Verbrechen ausreichend und angemessen ist", sagt Veljko Rutović, ein Ankläger der Staatsanwaltschaft. Wenigstens fällten RichterInnen jetzt keine Urteile mehr, in denen gemeinnützige Arbeit für Vergewaltiger vorgesehen ist, was früher durchaus üblich war.

Dragica Vuković, Richterin am Hohen Gericht von Podgorica, glaubt, die Urteile, die sie und ihre KollegInnen verhängen, seien keineswegs unangemessen milde. "Jeder Fall ist anders. Wir beurteilen die mildernden Umstände, wie zum Beispiel die finanzielle Situation [soziale Situation] des Täters, seinen familiären Hintergrund, sein Alter und seine Haltung gegenüber dem Opfer nach der Tat."

Montenegro hat keine eigens ausgebildeten RichterInnen, AnklägerInnen und PolizeibeamtInnen, die an Vergewaltigungsfällen arbeiten, was oft als Grund für milde Urteile angeführt wird. "Es dürfen nicht nur Rechtsexperten sein, die sich mit Vergewaltigungsfällen befassen, sondern wir brauchen einen interdisziplinären Ansatz. Die Personen in unserem Justizwesen brauchen eine breiter angelegte Ausbildung, damit sie wissen, wie man Vergewaltigungsopfer behandelt und sie davor schützt, eine zweite Opferschikane [vor Gericht] zu durchleben", sagt Rakoèević.

Manche glauben, dass Montenegros Urteilspraxis in Vergewaltigungsfällen teilweise dadurch erklärt werden kann, dass das Land nach wie vor eine sehr patriarchalische Gesellschaft ist. "In außergewöhnlich patriarchalischen Gesellschaften wie Montenegro ist die Frau stets eine Bürgerin zweiter Klasse. Die Männer dominieren als Alphatiere, und die Gesellschaft ist damit einverstanden, deren gewalttätiges Verhalten zu akzeptieren", sagt Goran Velimirović, ein Anwalt und ehemaliger Richter.

Beweislast beim Opfer

Milde Urteile sind nicht das einzige Problem. Vergewaltigungsopfer in Montenegro müssen beweisen, dass sie mit Gewalt zum Sex gezwungen wurden, in der Erwartung, dass man physische Narben und Verletzungen sehen kann, die beweisen, dass es zu einem Kampf kam. "Das Justizsystem erwartet etwas, das es absolut nicht tun sollte - nämlich, dass sich das Opfer bis zum Schluss der Vergewaltigung widersetzt ... das ist inakzeptabel. Wir sollten vom Fehlen der Einwilligung ausgehen", sagt Rakoèević.

Vor nicht allzu langer Zeit ging man davon aus, dass allein das Tragen eines kurzen Rockes oder das Trinken von Alkohol die Aufforderung zum Sex war. Die Polizei führt dies routinemäßig als ausreichende Gründe an, um an der Wahrhaftigkeit der Beschwerde des Opfers zu zweifeln.

Frauenrechtlerinnen sagen, die Dinge hätten sich seitdem gebessert, aber Frauen haben immer noch wenig Vertrauen, dass das System sie fair und human behandeln wird. "Wir haben vor 16 Jahren [mit misshandelten Frauen] zu arbeiten begonnen, und seitdem hat sich die Haltung diverser Institutionen gegenüber Opfern sexueller und häuslicher Gewalt zum Besseren verändert. Jedoch gibt es in manchen Teilen des Systems immer noch Leute, die starke Vorurteile gegenüber Vergewaltigungsopfern hegen", sagt Aida Petrović von der Nichtregierungsorganisation Montenegrin Women's Lobby.

Nur fünf Frauen im ganzen Land haben 2010 bei der Polizei angezeigt, dass sie vergewaltigt wurden. Das öffentliche Bewusstsein bleibt schwach, und es hat bis heute keinen öffentlichen Aufschrei gegen die Vergewaltigungs- und Urteilspraxis gegeben.

Im Gegensatz dazu sind Vergewaltigungsurteile im benachbarten Serbien zum Gegenstand öffentlicher Diskussion geworden. Aber die Urteile selbst stehen auf derselben Stufe wie in Montenegro. 2009 wurde Serbiens Strafgesetzbuch erweitert und legt nun härtere Strafen für Vergewaltiger fest.

Im Anschluss an den vielbeachteten Fall eines Serienvergewaltigers, der gefasst wurde, nachdem er fünf Frauen geschändet hatte, wurde 2009 eine Facebook-Kampagne initiiert, die längere Haftstrafen für Vergewaltiger forderte. Auch ein führender serbischer Kriminologe schlägt Alarm. "Es ist unfassbar, dass unsere Gerichte sich der Tatsache nicht bewusst sind, dass Vergewaltigen ein Symptom einer schweren psychischen Störung ist und dass milde Urteile die Wahrscheinlichkeit der Wiederholung erhöhen", sagt der pensionierte Kriminalpsychologe Dobrivoje Radovanović.

Den bekannten Erklärungen für die milden Urteile - patriarchale Gesellschaft, Gesetzeslücken, soziales Stigma - fügt er Liste noch einen Faktor hinzu: "Die Existenz mildernder Umstände bietet eine gute Gelegenheit zur Korruption. Ein erfahrener Verteidiger wird auf mildernden Umständen bestehen und es schaffen, den Richter zu bestechen, damit dieser das Mindestmaß verhängt."

Innerhalb der EU schwankt die Urteilspraxis sehr stark. In Großbritannien etwa fallen die Urteile härter aus. Vergewaltiger erhalten im Schnitt acht Jahre Haft. Großbritannien hat auch große Fortschritte im Umgang mit Vergewaltigungsopfern gemacht, vom Moment der Anzeige bis zum Gerichtsprozess selbst.

Geschulte PolizistInnen

"Die beste Verbesserung ist, dass nun ganze Polizeistationen damit befasst sind, sich um Sexualgewalt zu kümmern. Beamte werden speziell ausgebildet, um zu verstehen, was es bedeutet, Überlebende eines Sexualübergriffs zu sein, deren emotionalen Zustand, sodass sie nun dazu in der Lage sind, mit ihnen auf menschlichere Weise zu sprechen", sagt Yvonne Traynor, Hauptgeschäftsführerin von Rape Crisis South London.

Die EU-Kommission verlangt inzwischen eine neue, unionsweite Gesetzgebung, um Rechte und Schutz von Verbrechensopfern zu stärken. In Montenegro, das sich auf den EU-Beitritt vorbereitet, werden die meisten Reformen durch Druck aus Brüssel angestoßen. Dass Podgorica seine Vergewaltigungsjustiz aus eigenen Stücken ändert, scheint unwahrscheinlich. Damit das geschieht, müssen sich Frauen in Montenegro - einschließlich der Opfer - die Last selbst aufbürden und für ihre Rechte kämpfen, so wie es ihre Mitstreiterinnen in Großbritannien getan haben. (Jelena Kulidzan/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.12.2011)


Jelena Kulidzan ist eine in Podgorica beheimatete Journalistin. Mit ihrem Beitrag (hier gekürzt) gewann sie den zweiten Preis des diesjährigen Balkan Fellowship for Journalistic Excellence, einer Initiative der Erste Stiftung und der Robert-Bosch-Stiftung in Kooperation mit dem Balkan Investigative Reporting Network (Birn).
Übersetzung aus dem Englischen: Devrim Karahasan.

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die problematik ist allerdings nicht nur auf serbien und montenegro beschränkt. delikte gegen das eigentum werden oftmals weit schwerer geahndet als gegen körperliche unversehrtheit.

Gesetze sind leider oft nicht logisch (emotional schon garnicht) nachvollziehbar.

Siehe zB §177a StGB

Die Herstellung und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen wird mit maximal 10 Jahren geahndet.

Höchststrafe in Österreich: 3 Jahre

Wird aber kaum in diesem Ausmaß verhängt.

Und wo dort ein Prozess 7 Jahre dauert, erhebt hierzulande die Staatsanwaltschaft nicht einmal Anklage (in 2/3 aller Fälle).

Da braucht man nicht über andere zu schimpfen.

das strafmaß für vergewaltigung liegt in österreich zwischen einem und 10 jahre haft.

"Im Schnitt werden Vergewaltiger in Montenegro nur zwei Jahre und acht Monate eingesperrt."

Bei uns wird man auch nicht zu mehr verurteilt! Aktuell: Eine 20-Jährige wurde zu zwei Jahren teilbedingt verurteilt, weil sie bereits vorbestraft war. Die zwei anderen Beschuldigten wurden zu zwei Jahren beziehungsweise sechs Monaten bedingt verurteilt.
Die 3 Frauen haben einen Mann brutal vergewaltigt...
http://noe.orf.at/news/stor... s/2514074/
Kommentare der 3: „Es war eine dumme Gaudi“, „es war eine Schnapsidee“, „es ist einfach so passiert“, „ich war betrunken“

Na ja, das ist jetzt Äpfel mit Birnen vergleichen. Hier handelt es sich kaum um eine klassische Vergewaltigung, sondern um Gewaltexzesse gegenüber einer schwächeren Person bzw. Folter unter Einbeziehung sexuellen Missbrauchs, sofern ich die richtige Wortwahl gefunden habe. Ich gehe auch nicht auf das ein, ob hier das Strafausmaß zu milde ausgefallen ist. Man sollte lediglich den Unterschied differenzieren können. Und 99 % (wenn nicht mehr) der Vergewaltigungen werden von Männern an Frauen ausgeübt. Und mit Einzelfällen davon abzulenken ist der Sache sicherlich nicht gedient.

Es geht dabei auch garnicht um die Anzahl an Fällen.

Es zeigt, dass es im umgekehrten Fall ganz genauso zu milden Stafen kommt. Eher sogar noch milder, da es hier nicht nur um Vergewaltigung geht, sonder Folter noch dazu kommt.

Was genau sehen Sie an Folter mit sexuellem Missbrauch (ist ja auch Vergewaltigung) denn als geringer an als eine klassische Vergewaltigung?

8404252 Personen davon 4091120 Männer, 4305132 Frauen leben laut Statistik Austria im 1. Quartal 2011 in Österreich

Bitte wie definieren sie Vergewaltigung wenn nicht als Gewaltexzess gegenüber einer schwächeren Person unter Einbeziehung sexueller Handlungen? ca 600 Vergewaltigungen werden in Österreich pro Jahr angezeigt. bei (angenommener) Hundert Facher (generell wird ein geringerer Faktor angenommen) Dunkelziffer: 60000, ergibt: 1.3% der Weiblichen Bevölkerung (wenn alle 60000 Vergewaltigungen NUR Frauen betreffen) 99% dieser 1,3% werden (laut ihnen) also von männer vergewaltigt... bedeutet: jedes Jahr werden 99% aller österr. Frauen von 99% aller österr. Männer NICHT vergewaltigt. Ich weiß auch nicht wie sie Einzelfälle definieren, aber eins weiß ich: Männer generell zu Kriminalisieren, damit ist keiner! Sache gedient!

Ergänzend dazu.

Sollte noch erwähnt werden, dass es weniger Täter als Opfer gibt. Ein Täter kann ja meherere Personen vergewaltigt haben, was wohl auch oft der Fall sein wird. Mehrere Täter auf ein Opfer wird da wsentlich seltener der Fall sein.

was zum teufel ist deine motivation, feministische foren wie diestandard permanent mit deinem frauenhass bzw. mit deiner verachtung gegenüber frauen zuzumüllen?

lass es einfach gut sein und akzeptiere es einfach, dass männer nicht mehr 100 % der gesellschaft dominieren, sonderen deren uneingeschränkte macht zunehmend aufgebrochen wird.

Ganz einfach. Opposition

Wenn solche feministischen Foren permanent Männerhass und Verachtung gegenüber Männern verbreiten ...

Männer haben/hatten nie 100% der Gesellschaft dominiert und haben/hatten nie uneingeschränkte Macht.
Genau solche hasserfüllten Aussagen sind der Grund, warum ich hier poste. :-)

Lassen Sie es gut sein und akzeptieren sie es einfach, dass solche Behautungen nicht mehr widerspruchslos hingenommen werden.

1. wie und wo verbreitet diestandard männerhass?

2. wie kommst du drauf, dass meine feststellung etwas mit "hass" zu tun hat? (es handelt sich eher um eine nüchterne feststellung; du hingegen sprichst frauen ihr selbstbestimmungsrecht ab und relativierst sexualisierte gewalt an frauen)

3. dass du nicht argumentieren kannst, sondern meinen text kopierst (vgl. deinen und meinen letzten absatz im vorigen post) bin ich schon gewohnt. aber sag mal: ist dir dieses ständige kopieren und keine eigenen ideen haben nicht furchtbar peinlich?

1. Wo und wie verbreite ich Frauenhass?

2. Wie kommen Sie darauf, dass meine Postings etwas mit "Hass" zu tun hat? Es war eine nüchterne Feststellung einer Tatsache und keine Relativierung von sexualisierte Gewalt an Frauen und schon garkein Absprechen von Selbstbestimmung. Wo haben Sie das herausgelesen?

3. Nein, warum sollte es das? Es ist auch kein kopieren Ihrer Ideen sondern ich habe Ihnen dazu halt genau das zu sagen, was Sie mir sagen. :-)

du bist ein troll der übelsten sorte.
du kopierst ja schon wieder meinen text (das machst du ständig, verwundert also nicht sonderlich).

aber ich akzeptiere, dass du einfach keine argumente hast, nur provozieren möchtest und selbst einfach nicht fähig bist, SELBSTSTÄNDIG zu ARGUMENTIEREN.

das hast du einige male eindrucksvoll bewiesen.

meinen text zu kopieren und deine worte einzufügen kannst dir gleich sparen, das find ich ziemlich kindisch und langweilig.
such dir ein leben.

Also ich habe in meinem Posting vom 26. 12.

eine Aussage bezüglich Anzahl an Tätern im Verhältnis zu Opfern gemacht.
Von Ihnen kam weder ein Argument noch eine Gegendarstellung oder sonst irgendetwas. Nur pöbelei und das nenne ich einen Troll. :-)

hab mich eher allgemein auf unsere letzte große diskussion bezogen und nicht auf dein posting vom 26.12.

Und was zum Teufel war dann Ihre Motivation auf dieses Posting zu antworten?

schau mal hier, das hast mir auch nicht geglaubt:
http://bit.ly/xpTGeI

eine frage-warum schreibt man über ein anderes land?"Wo Diebe länger sitzen als Vergewaltiger" passt doch auch zu unserer rechtssprechung wie die faust aufs auge.

leider sieht man bei den verfügbaren statistik-austria-dokumenten nicht die straflänge.

aber ich habe mal vor ein paar jahren von bmj.gv.at ein dokument gesichert das dazu auskunft gibt:http://www.albundyfan.info/docs/Stat... rechen.pdf

bei uns bekommt weniger als die hälfte überhaupt eine unbedingt freiheitsstrafe.davon wieder nur 1/3 über 3 jahre.
bei den teilbedingten überhauptkeiner über 3 jahre sondern die mehrzahl 12-24 monate von denen sie nur einen bruchteil absitzen müssen.

bei jugendlichen vergewaltigern bekommt nur 1/6 eine freiheitsstrafe von über 12 monaten.

warum in die ferne schweifen wenn das schlechte doch so nah liegt?

Die Männer vergewaltigen immer die Frauen und niemand tut was dagegen.

Die ganze Welt ist patriarchalisch organisiert. Deshalb wird sich nichts ändern.

:)

§ 201 Abs 1. StGB: "Wer eine Person mit Gewalt, durch (...) Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben zur Vornahme oder Duldung des Beischlafes (...) nötigt, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren zu bestrafen." § 3d VbtG: Wer öffentlich oder vor mehreren Leuten, in Druckwerken, verbreiteten Schriften oder bildlichen Darstellungen zu einer der nach § 1 oder § 3 verbotenen Handlungen auffordert, aneifert oder zu verleiten sucht, insbesondere zu diesem Zweck die Ziele der NSDAP, ihre Einrichtungen oder Maßnahmen verherrlicht oder anpreist, wird, sofern sich darin nicht ein schwerer verpöntes Verbrechen darstellt, mit Freiheitsstrafe von fünf bis zu zehn Jahren (...) bestraft. Willkommen in Österreich

Das finde ich aber per se nicht so absurd, weil Strafmasse mit der
Schwere der Verbrechen abzugleichen nur dort Sinn macht, wo von einer
gemeinsamen Absicht auszugehen ist, die zu den jeweiligen
Tatbestaenden fueren kann. Z.B. ist es sinnvoll, Raubmord haerter als
Drogenhandel zu bestrafen, weil plausibel ist, dass gewisse Personen
mit finanziellen Problemen und ohne moralische Bedenken sich genau
zwischen diesen Vergehen entscheiden. Doch scheint mir keine Situation
denkbar, in der sich Vergewaltigung und Verstoss gegen das
Verbotsgesetz alternativ gegenueberstehen.

vielleicht lieg ich ja falsch...aber versuchen sie tatsächlich vergewaltigung (und das leid von vergewaltigungsopfern) dazu auszunutzen, um gegen das verbotsgesetz zu wettern und indirekt werbung für rechtes gedankengut zu machen, wenn ja dann wäre das recht billig und unangemessen.

im allgemeinen nimmt man es in ö und d anscheinend auch nicht so ernst mit der ahndung und verfolgung des von ihnen genannten und beklagten tatbestandes siehe "döner-morde" und dt. verfassungsschutz, selbst wenn sie "nur" das straufausmaß bemängelt haben, dann würde ich gern wissen, wieviele nazis tatsächlich (und konsequent) eine höchststrafe von zehn jahren bekommen, diese höchstsätze kann man wohl an einer hand ablesen.

wo ist das problem. für ein verbrechen wird ein strafmaß angedroht, dass sich irgendwo in der lebensspanne eines menschen befindet. was hätte es für einen sinn, vergewaltiger 500 jahre einzusperren?

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