Wie gelingt Gleichstellung?

"Es gibt ein Bewusstsein für den Gesamtzusammenhang"

Interview | Ina Freudenschuß, 2. Jänner 2012, 06:15
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    foto: ams

    Zur Person:

    Iris Appiano Kugler (46) ist Juristin und hat als Gleichbehandlungs- und Gender Mainstreaming Beauftragte des AMS Wien maßgeblich an der Umsetzung des Frauenförderungsplans des AMS mitgewirkt. Sie ist neben ihrer Tätigkeit beim AMS als selbstständige Unternehmensberaterin tätig. Seit Dezember 2011 bekleidet sie das Amt der Personalchefin von AMS Österreich.

Auch beim AMS ist die Teilzeit weiblich, aber im Unterschied zu anderen Unternehmen stellt sie kein Karriere-Hindernis dar, sagt die neue Personalchefin Iris Appiano-Kugler

Iris Appiano-Kugler war die meiste Zeit ihres Lebens Teilzeit beim Arbeitsmarktservice (AMS) beschäftigt und nun ist sie Chefin der Personalabteilung von AMS Österreich. Wie das? Der in herkömmlichen Unternehmen anzutreffende "absolute Karrierekiller Teilzeit" existiert beim AMS nicht, erklärt die Gender Mainstreaming-Expertin im Interview mit dieStandard.at nicht ohne Stolz. Was das AMS sonst noch für seine MitarbeiterInnen tut und was es mit dem selbstauferlegten Ziel des AMS auf sich hat, die Fördergelder paritätisch unter den Kundinnen und Kunden aufzuteilen, erklärt sie Ina Freudenschuß.

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dieStandard.at: Beim AMS gibt es seit 1996 ein "Gleichstellungs- und Frauenförderungsprogramm", in dieser Zeit konnte der Frauenanteil an Führungspersonal von 23 auf 42 Prozent erhöht werden. Wie ist Ihnen das gelungen?

Appiano-Kugler: Das ist vor allem der Erfolg der Frauengrundsatzabteilung des AMS und ihrer Leiterin, Hilde Stockhammer, und der Erfolg des AMS-Managements.

Grundsätzlich war das sehr viel Arbeit. Ich war in diesen Jahren ja für die Gleichstellung in Wien zuständig. Wir haben zunächst begonnen alle Führungskräfte zu schulen: Sie sollten wissen, was mit Gender Mainstreaming gemeint ist. Anschließend kamen alle MitarbeiterInnen dran. Die Führungskräfte werden in Wien mittlerweile alle zwei Jahre in Gender und Diversity geschult, bei den MitarbeiterInnen sind wir inzwischen bei zwei Drittel angelangt. In den Bundesländern ist das zum Teil unterschiedlich, weil sie bei der Umsetzung des Plans aufgrund unseres föderalistischen Prinzips freie Hand haben.

Eine wichtige Voraussetzung für Gleichstellung in einem Unternehmen ist es, Akzeptanz und Bewusstsein bei den MitarbeiterInnen herzustellen: Es geht darum, Rollenklischees und Stereotypen zu korrigieren, die immer noch in Köpfen herumgeistern. Schulungen bereiten also den Boden auf, bei den Führungskräften selbst und zweitens bei den Mitarbeiterinnen, dass die sich auch für Führungspositionen bewerben. In Wien haben wir das Problem nicht so sehr, aber in gewissen Landesorganisationen hörten wir bis vor kurzem noch gerne den Satz: 'Es hat sich halt keine gemeldet'. Wenn ich das zum dritten Mal höre, lasse ich es schlicht nicht mehr gelten, weil so etwas dann ein Auftrag für die  Personalabteilung/Personalentwicklung ist.

dieStandard.at: Sie haben beim AMS ja einen recht hohen Frauenanteil, er liegt im Österreichschnitt bei 60 Prozent. Das ist der Frauenförderung vermutlich nicht abträglich.

Appiano-Kugler: Ja, in Wien sind es sogar fast 70 Prozent. Ein hoher Frauenanteil in einem Unternehmen ist aber noch keine Garantie für viele Frauen in Führungspositionen. In Wien sind derzeit 50 Prozent Frauen in Führung, aber nicht einmal hier repräsentieren sie an der Spitze ihren Anteil im Unternehmen. Anders gesagt: Männer sind zwar in der Unterzahl, auf Führungsebene aber immer noch mit 60 Prozent vertreten. Das ist in meinen Augen nicht gerechtfertigt.

dieStandard.at: Wo greift der Gleichstellungsplan sonst noch?

Appiano-Kugler: Mir ist sehr wichtig zu betonen, dass es Gleichstellungs- und Frauenförderplan heißt, d.h. der überwiegende Teil dieses Plans richtet sich an beide Geschlechter, da wo es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familien geht. Das AMS berücksichtigt, dass zwei Drittel der unbezahlten Arbeit in unserer Gesellschaft von Frauen geleistet wird. Für den Erfolg des Unternehmens ist es wichtig, solche gesellschaftlichen Eckdaten mit einzubeziehen und zu berücksichtigen. Das bedeutet aber auch, dass wir Männer und Väter einladen, in Karenz zu gehen und Teilzeit zu arbeiten.

dieStandard.at: Und wird das angenommen?

Appiano-Kugler: In Wien haben wir einen Teilzeit-Anteil von 21 Prozent, aber der Frauenanteil macht da mit zwei Drittel weit mehr aus. Österreichweit sind 29 Prozent der MitarbeiterInnen teilzeitbeschäftigt, wobei hier der Männeranteil bei nur acht Prozent liegt. Bei den Karenzen stellen die Männer drei Prozent.

dieStandard.at: Sie selbst haben beim AMS Karriere gemacht, seit Dezember 2011 sind Sie Personalchefin von AMS Österreich. Waren Sie immer Teilzeit beschäftigt?

Appiano-Kugler: Fast immer! Ich habe neben meiner Tätigkeit beim AMS Expertise im Bereich Unternehmensberatung aufgebaut und habe dann über viele Jahre zwei Jobs bedient, die beide so flexibel waren, dass sie auch noch mit Kind gut funktioniert haben. Bei uns ist Teilzeit kein Karrierenachteil, im Gegensatz zu anderen Unternehmen, wo Teilzeit normalerweise der Karriere-Killer schlechthin ist.

dieStandard.at: Ist das Signal des Unternehmens, dass ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig ist, also der zentrale Baustein, damit die Frauenförderung gelingen kann?

Appiano-Kugler: Nicht nur. Der AMS-Vorstand hat Gleichstellung als wichtigen Wert und Ziel in der Unternehmensführung festgeschrieben. Es macht einen Unterschied, ob ich als Frau in einem Unternehmen arbeite, wo das kein Thema ist und man einfach zu funktionieren hat, egal was frau sonst noch für Betreuungspflichten um den Job herum zu erledigen hat. Es gibt ein Bewusstsein für den Gesamtzusammenhang, in dem sich Frauen und immer mehr Männer befinden.

dieStandard.at: Das AMS hat sich nicht nur der Gleichstellung nach innen, sondern auch nach außen hin verpflichtet, indem es Gender Budgeting bei der Förderung ihrer KundInnen festgeschrieben hat. Können Sie diese Ziele erreichen?

Appiano-Kugler: Wir arbeiten daran und wir haben es implementiert. Es gibt zum Beispiel seit 2006 kein Datenpaket beim AMS, das nicht geschlechtsspezifisch ausgewertet werden kann. In anderen Unternehmen ist das ein großes Problem.

dieStandard.at: Und bei den Fördergeldern?

Appiano-Kugler: In der Vergangenheit haben wir die 50 Prozent österreichweit schon erreicht, derzeit liegen wir bei 49 Prozent, d.h. 49 Prozent des Förderbudgets werden für Frauen ausgegeben, der Anteil der Frauen an allen von Arbeitslosigkeit Betroffenen lag 2010 jedoch bei 43 Prozent. Man sieht also deutlich, dass Frauen vom AMS überproportional gefördert werden.

dieStandard.at: Hier gibt es sicher auch regionale Unterschiede.

Appiano-Kugler: Alle Länder bemühen sich, obwohl es ist nicht immer ganz leicht ist. Das AMS bewegt sich mit seinen Maßnahmen ja nicht im luftleeren Raum. In Wien gibt es zum Beispiel die Ausbildungsgarantie für junge Leute, der wir als AMS auch gerne nachkommen. Wenn man aber weiß, dass zwei Drittel der Lehrstellensuchenden Burschen sind, dann ist klar, dass sich das Halbe-Halbe Förderbudget nicht immer gut ausgehen wird angesichts der großen Kosten, die dieser Bereich verursacht.

Die zwei größten Förderpunkte sind für uns der Widereinstieg von Frauen und Frauen-Förderung in nicht-traditionelle Berufe. Mit dem Programm "Frauen in Handwerk und Technik" haben wir sehr viel Erfolg, weil es neben einer Langzeitförderung auch parallel Beratung und Unterstützung für die Kundinnen ermöglicht. Hier werden auch lange Ausbildungen wie Fachhochschulen, Fachschulen, Lehren und sogar Hochschulen gefördert. Gerade die Förderung von auch bildungsfernen Schichten in zukunftsfähige Berufe verstehen wir beim AMS unter Herstellung von Chancengleichheit. (dieStandard.at, 2.1.2012)

"Fit in Handwerk und Technik"

2006 startete das AMS das Programm "Frauen in Handwerk und Technik" (FiT). In den Jahren 2006 bis 2010 schlossen mehr als 3.300 Frauen eine handwerkliche oder technische Ausbildung ab. Das AMS richtet sich mit diesem Programm grundsätzlich an alle Frauen, die Interesse an einer technischen bzw. handwerklichen Ausbildung haben. Geteilt ist das Programm in drei Schritte: Berufsorientierung, technische Vorqualifizierung und Berufsausbildung. Für die Dauer der Teilnahme am FiT-Programm beziehen Frauen ihr Arbeitslosengeld weiter oder eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts.

Link

www.ams.at/fit

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
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frida1973
00
Zusatzinfos

...eine Personalchefin ist nicht zuständig für KundInnen, sondern, wie der Name schon sagt für die MitarbeiterInnen einer Firma!!!
....und, der Job einer Gleichbehandlungsbeauftragten ist sehr unfassend und vielfältig,...von daher bitte keine spitzen Bemerkungen über Aufgabenbereiche in die man keinen Einblick hat, das ist schlichtweg äußerst ungerecht und niveaulos!!

der gärtner
12

50:50 bei den mitteln wenn mehr männer arbeitslos sind ist eine sexistische diskriminierung

und wenn eine genderbeauftragte das auch noch gut findet hat sie jegliche qualifikation in sachen gleichstellung verloren.

ganz objektiv und ohne polemik.

Minister der Ökomonie
24
110% Führungskräfte beim AMS?

Also angeblich sind bereits 50% der Führungskräfte weiblich, im nächsten Satz wird bedauert, dass noch immer 60% männliche Führungskräfte beim AMS vorzufinden seien. Also entweder musste das Opferlamm forciert werden, oder die gute Dame leidet unter Dyskalkulie. Hier wäre ein Deppenkurs angebracht.

Weiters: Schon mal versucht, einen Teilzeitjob über das AMS suchen zu wollen? Bei verschiedenen Beratern in verschiedenen Bezirken wird man erst einmal gehörig zur Sau gemacht, Existenzängste geschürt, fast aufgehängt am Faulheitsargument, und dass man vermutlich verhungern wird... und: Das kann man nicht berücksichtigen, ausser man hat ein ärztliches Attest. Das Motto am AMS: Lieber Arbeitslos als Teilzeit!

RS69
 
12

Auch hier setzt das AMS den gesetzlichen Auftrag um: Arbeitswillige (das sind Leute die bereit sind einen Vollzeitjob anzunehmen) zu vermitteln.

Wenn Sie nach der gesetzlichen Definition nicht bereit sind, einen Job anzunehmen, was soll das AMS tun?

Sie haben natürlich jederzeit das Recht, einen Teilzeitjob zu finden, und auf die Leistungen des AMS zu verzichten.

Oder über den Politiker Ihres Vertrauens eine Änderung der gesetzlichen Regelungen azustossen.

Minister der Ökomonie
23

Sie meinen, jeder Arbeitswillige kann immer und jederzeit einen Vollzeitjob machen?

Oder umgekehrt:

Sie unterstellen Menschen, die einen Teilzeitjob suchen, nicht arbeitswillig zu sein? Und daher soll. wer eine Teilzeitstelle sucht und sich damit per se als Arbeitsunwillig outet auch seine Bezüge gesperrt werden?

Starke Leistung!

Aus dem obigen Text geht nicht hervor, dass Teilzeitarbeit vom AMS nicht gefördert wird, im Gegenteil, dass es sabotiert wird. Nicht jeder Mensch kann und muss Vollzeit arbeiten. Das "Recht" auf einen Teilzeitjob sollte jedem Menschen zustehen! Wir sind in einem freien Land... naja... mittlerweile nicht mehr. Wer nicht ins 08/15 Profil passt, soll verschwinden.

RS69
 
02

Nein. Ich unterstelle gar nichts. Ich weise auf die Regeln hin, die der Gesetzgeber dem AMS als Rahmenbedingungen für die Arbeit mit auf den Weg gegeben hat.

Auch das Thema Vollzeit / Teilzeit ist klar geregelt. Siehe Betreuungspflichten, ...

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Es hat auch jeder das Recht auf einen Teilzeitjob.

Wenn Sie allerdings einen Vollzeitjob ablehnen, verlieren Sie das Arbeitslosengeld. (Ausser in den festgelegten Fällen mit Betreuungspflichten, etc.)Auch dafür kann das AMS nichts, das ist auch keine Frage von "sollen", sondern von klaren gesetzlichen Regelungen.

Und Sie können ja aus dem Vollzeitjob heraus suchen und auf Teilzeit wechseln, sobald Sie was gefunden haben.

Minister der Ökomonie
24
F.I.T.

Das Frauenmanipulationsprogramm!

Infoveranstaltung, um Frauen weg von sozielen und kaufmännischen Berufen hin zur Technik zu bringen. Zwangsverpflichtung hier auch für Frauen die bereits einen technsichen Beruf haben, deplaziert, aber sonst gibts Sperrung.

Hochmotivierte Dame meldet sich, will eine Ausbildung zum SystemAdmin, wird von der Vortragenden zurechtgestutzt, sie können nicht wissen was sie wolle, erst müsse sie einen Orientierungskurs machen.

Orientierungskurs = 20 - 30 Frauen mit unterschiedlichsten Berufswünschen werden über 6 - 12 Wochen so lange demoralisiert, zermürbt und manipuoliert, bis sie endlich den Lagerlosgistikkurs machen, der zufällig von derselben Firma angeboten wird, wie der Vortrag und die Orientierung!

RS69
 
42

Der Gesetzlich Auftrag des AMS ist, möglichst viele Leute wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen. Nicht in die Jobs die sie wollen, nicht in gut bezahlte Jobs, nicht durch streicheln (Das ist aus dem gesetzlichen Auftrag heraus alles bestenfalls ein angenehmer Nebeneffekt).

Dh - wenn's Chancen gibt, Sie als Logistiker unterzubringen, hat das AMS den Auftrag auch Druck anzuwenden, um Sie hin zu bekommen.

Natürlich steht es jedem frei, einen anderen Wunschjob für sich zu finden.

Das ist alles nicht "Schuld" des AMS, sondern gesetzlicher Auftrag, klar nachlesbar.

Lectrice
01

Ich habe diese Vollkoffer vor sehr langer Zeit mal ertragen müssen - unglaublich die Unfähigkeit und das Unwissen. Ein reiner Schikanierbetrieb. Ein Buberl, der nicht einmal einen Durchgang über Personalvermittler in e. Fa. gemacht hat, keine ahnung von Bewerbungen hatte usw. wollte mir die Welt erklären. Der hat nicht mal das verdient, was ich im Monat weniger hatte.

Wäre es nach denen gegangen würde ich heute die Hälfte wenn überhaupt verdienen. Das Personal dort ist grenzgängig und kann den Arbeitslosen jeden Tag die Hände küssen, denn sie garantieren, dass sie selbst einen Job haben.

2023
00

ich habe das AMS vor ein paar jahren mal besucht, war nett, freundlich, kompetenz-überlassend, eine schöne abwechslung. gerne wieder.

Lectrice
00

.... das war eine Propaganda des Arbeitsministerium haben#s vergessen....

Die sind heute noch unfähig zum Quadrat....

Minister der Ökomonie
03

Nun, es mag der gesetzliche Auftrag sein, einen Menschen entgegen seiner Fähigkeiten, Qualifikationen und Wünsche in einen bestimmten Job hineinzuerpressen.
Immerhin zahlt dann auch das Sozialsystem die diversen Krankheiten die entstehen, wenn Menschen krank werden, weil sie in ihren Jobs unglücklich sind.
Dann wird dem Menschen vorgeworfen, nicht einen Job zu machen, den er "will". Aber nicht jeder hat die finanzielle Freiheit dazu. Und damit exisitert keine Freiheit. "Wunschjobs" können sich eben nur Reiche, oder die Kinder von Reichen machen. Der Rest kann eben um seine Lebenszeit erpresst werden, mit etwas Glück stirbt er daran, noch ehe er in Pension geht. Das wäre ein echter Erfolg!

RS69
 
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Es ist der Auftrag - das AMS gibt jedem mal Zeit, seinen Traumjob zu finden. Wenn das nicht klappt, ist ea auch die Aufgabe Eigenbild und Fremdbild zusammen zu führen, und dafür zu sorgen, dass es zumindest irgend ein Job wird.

Der sinnvolle Zugang zu "Traumjobs" ist, nicht zu warten bis man gekündigt wird, und dann die Verantwortung zum AMS schieben. Was besser funktioniert - Einen akzeptablen Job nehmen, und in kleinen Schritten qualifizieren und verbessern.
FInanzielle Freiheit ist weniger die Barriere als Durchhaltevermögen und Plan.

chaote2
 
00
dann über viele Jahre zwei Jobs bedient, die beide so flexibel waren

klar den zweiten hats ja beim AMS gleich miterledigen können.....

2012 wird wohl mein Annus mirabilis ...
 
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Wie gelingt Gleichstellung?

Indem man Menschen sowohl dieselben Rechte als auch Pflichten auferlegt!

Das Hervorheben einer bestimmten Gruppe, das Ausstatten einer bestimmten Gruppe mit Privilegien halte ich hingegen für problematisch.

Natürlich gibt es etliche Bereiche, in denen Frauen benachteilligt sind, aber es gibt auch viele Bereiche, in denen dies auf Männer zutrifft!

Eine echte, ehrliche Genderpolitik muß die Gerechtigkeit als oberstes Prinzip sehen und nicht die Bevorzugung eines Geschlechts.

P.S.: Dennoch sehe ich in einer Übergangsphase in manchen Bereichen das Setzen von Quoten als sinnvoll an. Dies muss jedoch äußerst behutsam und auf jeden Fall zeitlich befristet erfolgen.

weisungsgebunden
06
Das AMS tut viel für arbeitslose Frauen, aber die Situation der Trainerinnen wird immer schlechter

Es gibt zwar keine direkte Diskriminierung von Frauen gegenüber Männern in diesem Bereich, aber kaum ein anderer Beruf ist innerhalb der letzten Jahre/Jahrzehnte gehaltsmäßig dermaßen in den Keller gerasselt- von "gut bezahlt" zu "prekär"- und zwar ganz offensichtlich parallel zum Ansteigen des Frauenanteils unter den Beschäftigten.. Am höchsten ist der Frauenanteil bei den DeutschtrainerInnen- und dort ist die Lage am schlimmsten: Leute mit zwei Studienabschlüssen und 20 Jahre Berufserfahrung verdienen weniger als ein Bauhilfsarbeiter im ersten Jahr, wenn man die tatsächliche Arbeitszeit, nämlich incl Vorbereitung der Stunden, berechnet.
Das AMS als einziger Auftragggeber fördert gezielt das Lohndumping, das die Firmen betreiben.

Keyser
20

Wer sich mit den Schweinen ins Bett legt, braucht sich nicht zu wundern, irgendwann im Dreck aufzuwachen.

misterhm70
06
da kann man nur...

...von Glück reden, dass die alleinzerziehende Billa-Kassierin mit 1x35 Stunden und zwei Kinder mit ca 950.- € keine Zeit hat, den Beitrag zu lesen.

zahnloser Tiger
21
erzählen sie das doch einfach ihrem männlichen Kollegen an der Supermarkt-Kasse der genau gleich viel bekommt

dann könnens mit ihm:

1) über die nichtexistente Lohnschere diskutieren
2) ihn fragen wie viel Qualifikation und Leistung er und die Kollegin erbracht haben um in diesem Job ihr Dasein zu fristen

einen Kassenjob im Handel bekommens auch ohne Schulabschluss...

woody999
00
Widereinstieg

jaja sehr widrige verhältnisse beim wiedereinstieg

Fragender
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Wie kann es sein, dass

eine Jobsuchende (tolle Frau), +45, sich beim AMS in Schwechat für einen ausgeschriebenen Posten im Kundenverkehr beworben hat (Überqualifiziert sogar) und den Job dann ein junger unerfahrener Mann bekommen hat? Soviel zu Gender und Diversity beim AMS.
Alles läuft nur über Sympathie und Freunderlwirtschaft. Qualifikation und Engagemnet ist fehl am Platz. Am Land verstärkt.
In den Reihen der Jobsuchenden Frauen +45/50 die beim AMS gemeldet sind gibt es genügend sehr gute Frauen, deren Potential einfach ignoriert wird.
Umdenken ist hier von Nöten.
Zur Fr. Kugler kann man nur sagen, dass Sie sicherlich auf das Mäusegehalt des AMS nicht angewiesen ist.Als selbsttändige Beraterin verdient sie gut und gerne €1.000,- p/T netto. Also wozu 2Jobs?

frida1973
00
Aufnahmeerfahren für alle geich

...beim AMS gibt es ein sehr aufwendiges Aufnahmeverfahren das von allen BewerberInnen gleichermaßen duchlaufen werden muss,...

Minister der Ökomonie
21

Warum zwei Jobs?

Nun: Für ihren Privatjob, braucht sie Klientel. Dieses kann sie leicht über ihren Job beim AMS generieren.

Das wird das Hauptanliegen sein.

Und nebenbei nimmt sie, natürlich mit dem Argument, die Frauenquote in den oberen Etagen zu forcieren, einer anderen Frau diesen lukrativen Job weg. Nicht, um überleben zu können... darum geht es doch keinem Menschen der einen Erwerbsjob braucht... arbeiten ja alle nur aus Spaß, oder beziehen Arbeitslosen nur aus Hass auf das AMS. Beruf und Berufung schließen einander aus. Ansprüche stellen an das, wofür man die meiste Energie und Lebenszeit opfert, den Job, - NEIN! Wir leben um zu arbeitem und arbeiten nicht um zu leben. Wir sind Sklaven, es geht nicht um unser Glück!

RFD
313
In einem Unternehmen, welches sich seine Kunden nicht suchen muss, sondern diese zugeteilt bekommt, kann auch (das richtige Parteibuch vorausgesetzt) ein Kleiderständer oder Hosenträger Karriere machen.

s'Kipferl
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hiu hiu

schon wieder ein AMS Mitarbeiter mit mehr als einem Job - wie geht dies bei einer 40 Stunden Woche?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
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