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Wien - Frauen tun sich auch in staatsnahen Betrieben schwer, Toppositionen zu ergattern. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Einkommensbericht des Rechnungshofs hervor. Laut dieser Erhebung verdienen 64 Geschäftsführer in 23 Staatsunternehmen mehr als der Bundeskanzler (über 285.600 Euro) - und Fraueneinkommen im Management dieser Betriebe erreichen nur 64 Prozent der Höhe der Gagen von männlichen Topleuten.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sieht daher "massiven Nachholbedarf" - der Frauenanteil von 15 Prozent in den Vorständen und 21,5 Prozent in den Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen sei zwar "deutlich besser als in den Jahren davor", aber das für 2018 vereinbarte Ziel von 35 Prozent Frauenanteil ist noch längst nicht erreicht.
Von 2007 bis 2010 sind die Durchschnittseinkommen der Vorstandsmitglieder um 19,6 Prozent gestiegen, jene ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur um 10,4 Prozent.
Im Detail zeigt der Bericht, dass allein im Verbund-Konzern 16 Manager mehr als Kanzler Werner Faymann verdienen. Im Verbund kassierten die Vorstände durchschnittlich 721.800 Euro. Allerdings ist da auch Vorstand Christian Kern enthalten, der im Juni 2010 ÖBB-Chef wurde und im Verbund von der Payroll rutschte. Wäre Kern beim Verbund geblieben, dann wäre die durchschnittliche Vorstandsgage (auf Vollzeitäquivalente gerechnet) sogar bei 841.800 Euro gelegen.
Insgesamt standen im Vorjahr 396 Unternehmen und ausgegliederte Einrichtungen mit 556 Vorstandsmitgliedern und 166.490 Mitarbeitern im Einflussbereich des Bundes. Zudem erhielten 25.409 Personen Zusatzpensionen, in Summe 522,34 Millionen Euro. (red, APA, DER STANDARD, Printausgabe 29.12.2011)
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