Diskriminierung

Arbeiterkammer erreichte 5000 Euro Entschädigung

29. Dezember 2011, 11:22

Eine Verkäuferin wurde nach einem Krankenstand wegen einer Fehlgeburt gekündigt - Laut AK ein "klarer Fall von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts"

Linz - Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat für eine Schuhverkäuferin, die nach einer Fehlgeburt gekündigt wurde, 5.000 Euro Entschädigung erstritten. In einer Aussendung am Donnerstag sprach die Interessenvertretung von einem "klaren Fall von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts". Für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses habe es keine sachlichen oder fachlichen Gründe gegeben, so die AK, die einen außergerichtlichen Vergleich erreicht hat.

Rund einen Monat, nachdem die Frau ihre Vorgesetzte über die Schwangerschaft informiert hatte, stellte der behandelnde Arzt fest, dass kein Herzschlag zu hören war. Die Mitarbeiterin verlor ihr Kind und ging zehn Tage in Krankenstand. Etwa eine Woche später wurde sie laut Arbeiterkammer gekündigt.

Von der Reinigung bis zur Kassa

Die Teilzeitbeschäftigte sei zuvor in allen Bereichen des Geschäfts eingesetzt worden - vom Verkauf über die Warenschlichtung und Reinigung bis zur Kassa. Beschwerden habe es keine gegeben, hieß es. Zudem sei das ursprünglich befristete Arbeitsverhältnis anstandslos in ein unbefristetes umgewandelt worden. Die Frau erhielt schließlich eine Entschädigung für die psychische Belastung. Die 5.000 Euro würden etwa zehn Monatsgehältern entsprechen, berichtete die Arbeiterkammer. (APA)

Hubert Ungeist
 
00
30.12.2011, 10:05
Man muss dieses Urteil zu Kenntnis nehmen

aber ich habe bis jetzt geglaubt in Österreich muss man eine Kündigung nicht begründen - daher ist es auch vollkommen egal ob es sachliche, fachliche oder gar keine Gründe gibt. Für den Arbeitgeber ist es sogar wesentlich besser, und sicherer keine Gründe anzugeben.

Ich nehme daher an, dass das Gericht aufgrund von Aussagen und Indizien zur Erkenntnis gelangte, das die Frau wegen der Fehlgeburt, bzw. wegen des Krankenstands gekündigt wurde.

wg 1980
01
29.12.2011, 14:28
"eine Vorgesetzte"

es bewahrheitet sich: homo homini lupus est!

Eins von Gottes Ebenbildern
00
30.12.2011, 10:39

Richtig, das ist der tragische Höhepunkt des Falles, "die Vorgesetzte".

Es zeigt sich wieder ganz klar, dass Frauen und Männer einen gemeinsamen Feind haben: Frauen

lg mensch

A Friend In Need...
00
16.2.2012, 22:00
Gratulation!

Sie haben gerade eine schier unglaubliche Leistung volbracht: Sie haben das Dümmste, was ich heute gelesen habe, hervorgebracht!

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