ORF-Personalpolitik

Frauenquote als Gefahr für Nikolaus Pelinka

29. Dezember 2011, 17:05
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    foto: apa/herbert neubauer

    Alexander Wrabetz (li.) und Nikolaus Pelinka stehen nach ihrer Personalentscheidung unter Kritik.

Gleichstellungsbeauftragte will Hearing - Finanzielle Seltsamkeit bei Ausschreibung

Wien - Eines ist ziemlich fix: Nikolaus Pelinka wird nicht am 11. Jänner in seinem neuen Büro auf dem Küniglberg Platz nehmen. Denn: "Wenn sich auch nur eine qualifizierte Frau bewirbt, werde ich ein Hearing fordern", sagt Monika Rupp, Gleichstellungsbeauftragte im Staatsrundfunk. "Es ist in diesem Fall wie in jedem anderen zu verfahren", argumentiert sie.

Rupp ist die Einzige, die nach Ablauf der Bewerbungsfrist für den als "Redakteur/in (Leitung des Büros GD)" ausgeschriebenen Posten am 10. Jänner die Möglichkeit hat, den Auswahlprozess zu beeinflussen. Denn im ORF-Gesetz ist vorgesehen, bei gleicher Qualifikation so lange Frauen zu bevorzugen, bis es einen Anteil von mindestens 45 Prozent gibt. In der entsprechenden Besoldungsgruppe "hatten wir im Oktober einen Anteil von 24,3 Prozent", sagt Rupp im Standard-Gespräch.

Dazu kommt: Im Paragraf 27 des ORF-Gesetzes findet sich im zweiten Absatz der Passus, dass bei Personalentscheidungen "in erster Linie die fachliche Eignung zu berücksichtigen" sei. Welche fachliche Eignung für den Büroleiterposten erforderlich ist, steht in der Stellenanzeige übrigens nicht.

Es gibt aber im ORF definierte Arbeitsbilder, die monetären "Verwendungsgruppen" zugeordnet sind. Ausgeschrieben ist der Büroleiterposten als Verwendungsgruppe 16 - jener eines Ressortleiters. "Es gibt aber ein eigenes Arbeitsbild ,Referent des Generaldirektors'", heißt es im ORF. Der liege allerdings in der schlechter dotierten "Verwendungsgruppe 15".

ORF-Sprecher Martin Biedermann sieht kein Problem: "Es gibt Jobs, wo es eben zusätzlich auf ein persönliches Vertrauensverhältnis ankommt", sagt er. Auch bei ihm sei es so gewesen. Generaldirektor Alexander Wrabetz habe ihn schon vor Ende der Ausschreibung gefragt, ob er sich eine Rückkehr von ATV auf den ORF-Pressesprecherposten vorstellen könne. Aber selbstverständlich werde der 10. Jänner abgewartet, ehe eine Entscheidung getroffen wird. (Michael Möseneder, DER STANDARD, Printausgabe 30.12.2011)

zahnloser Tiger
20
30.12.2011, 12:49
rofl

ob er jetzt Pelinka oder eine Quotenfrau einsetzen würde macht für Wrabetz wohl keinen Unterschied mehr

entweder er gibt sich die Blöße seine Authorität selbst untergraben zu haben (Pelinka), oder er impliziert mit der Bestellung einer Quotenfrau die höhere Priorität einer Quote gegenüber einer Qualifikation

letzteres hat er in Teilen ja auch schon eingeräumt, Qualifikation ist ja auch bei Pelinka keine zu sehen

ändern würde sich also von der Bedeutung her NICHTS auch wenn eine Frauenquote mit einer "Versorgungsschweinerei" befriedigt würde...

wieso reitet Hr. Möseneder also drauf herum?

für das Anliegen der Frauenquote sind solche Berichte ohnehin nur ein Eigentor...

too small to bail
10
31.12.2011, 14:27
nomen est omen?

notanickname
12
30.12.2011, 12:40

"Welche fachliche Eignung für den Büroleiterposten erforderlich ist, steht in der Stellenanzeige übrigens nicht."

Wozu auch, wo doch jedem klar ist, daß fachliche Kompetenz im Staatsfunk sowieso keine Rolle spielt......

Laandaks
13
30.12.2011, 10:16
Das ist ja schrecklich mit dieser Weyberquote..!

...

Dann muß der arme Wrabetz ja die Rudas nehmen...

...

(Juppeidi, juppeida, zwischen Pest und Cholera...)

...

Raupe Rosenblatt
10
30.12.2011, 14:49

Juppeidi... *lol*

Na, vielleicht kann man die Rudas aus Altersgründen schon als überqualifiziert bezeichnen. Irgendwas wird sich für den armen Buben doch drehen lassen!

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