Serbien

Verbot der Homosexuellen-Parade ist verfassungswidrig

30. Dezember 2011, 12:43

Kläger und Leiter der NGO bewertet die Entscheidung des Gerichts als "mutig" - Parade wurde 2011 aus "Sicherheitsgründen" untersagt

Belgrad - Durch das Verbot einer Homosexuellen-Parade in Belgrad im Herbst 2009 haben die Behörden nach einer nun veröffentlichten Meinung des serbischen Verfassungsgerichtes gegen die Verfassung verstoßen. Die NGO "Zentrum für Menschenrechte" hatte eine entsprechende Klage im Namen der OrganisatorInnen der Parade eingereicht.

Der Völkerrechtsexperte und Leiter des Zentrums, Vojin Dimitrijevic, wertete die Gerichtsentscheidung "angesichts der in der serbischen Gesellschaft herrschenden Homophobie" als äußerst "mutigen" Schritt. Sie liefere klare Signale, dass sich ähnliche Situationen in der Zukunft nicht wiederholen dürfen, sagte Dimitrijevic gegenüber der Tageszeitung "Danas" (Freitag-Ausgabe).

Verbot aus "Sicherheitsgründen"

2010 wurde die erste Regenbogenparade in Belgrad abgehalten. Am Rande kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen nationalistischen Gruppen und der Polizei. Daher wurde die Parade heuer aus "Sicherheitsgründen" von den Behörden erneut untersagt. (APA)

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Danas

Novak-Nr-1
01
Ich bin Serbe ...

und finde das Verhalten der Parade-Gegner lächerlich. Soll doch jeder feiern was er will, und die Polizei hat dann auch mal was gscheids zu tun, und nich alle Serben die nach Hause fahren abzuzocken (im Sinne von Geldkursen und Autobahnpolizei).

sternwerk
03
31.12.2011, 15:21
Schön

dass Verfassungsgerichte, und dieses im Speziellen, Grund- und Menschenrechte ernst nehmen und es nicht nur leere Phrasen sind.

Traurig, dass dies die Ansichten von (gebildeten) Höchstrichtern sind, während zurückgebliebene Nationalisten die Straßen unsicher machen.

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