Eigentragene Partnerschaften

Zahl der Verpartnerungen 2011 zurückgegangen

4. Jänner 2012, 11:08

240 Paare gaben sich das Ja-Wort - Lesbische Paare weiterhin in der Minderzahl

Wien - Die Zahl der Schließungen von eingetragenen PartnerInnenschaften ist 2011 zurückgegangen. 240 gleichgeschlechtliche Paare gaben sich  2011 das Ja-Wort, im Jahr 2010 waren es 429 Paare.

Überhang abgearbeitet

Dieser Rückgang verwundert ExpertInnen allerdings nicht weiter. Nachdem es 2010 erstmals die Möglichkeit gab, sich in Österreich verpartnern zu lassen, wurde in diesem Jahr der Überhang an Partnerschaftswilligen abgearbeitet, heißt es auf der Homepage partnerschaftsgesetz.at.

Bezogen auf die Bevölkerungsanzahl liegt Österreich bei den Partnerschaftsschließungen im Mittelfeld Europas.

In Wien ist es gleichgeschlechtlichen Paaren möglich, sich an allen Orten, wo auch Eheschließungen vorgenommen werden, verpartnern zu lassen. Frauenstadträtin Sandra Frauenberger erklärte, dass die beliebtesten Verpartnerungsmonate Mai bis August waren. 163 männliche standen 77 weiblichen Paaren gegenüber.

Resolutionsantrag in Wien gegen Diskriminierung

Frauenberger nahm die Jahresbilanz der Verpartnerungen zum Anlass, die nach wie vor bestehenden rechtlichen Benachteiligungen für gleichgeschlechtliche Paare zu kritisieren: "Von einer absoluten Gleichstellung sind wir noch weit entfernt", meinte sie in einer Aussendung. In Wien ging man mit einem rot-grünen Resolutionsantrag zur Gleichstellung von Regenbogenfamilien, der vom Wiener Landtag im November beschlossen wurde, "in die Offensive", betonte Frauenberger. Mit dem an den Bund gerichteten Forderungspaket wolle man die umfassende Gleichstellung von Regenbogenfamilien erreichen.

Forderungskatalog

Konkret umfasst dieser Forderungskatalog die medizinisch unterstützte Fortpflanzung auch für alleinstehende Frauen und Lesben in Eingetragener PartnerInnenschaft, das Ermöglichen der Adoption für Eingetragene PartnerInnen, die Abschaffung der eigens geschaffene Kategorie "Nachname" und die Reformierung und Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. (red)

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25 Postings
byron sully
23

ich denke, das liegt auch am diskriminierenden charakter der eingetragenen partnerschaft. bei einer gleichberechtigten ehe wären es vermutlich mehr.

relatio subsistens
62

Reine Spekulation! Ebenso könnte man sagen, dass gleichgeschlechtliche Paare einfach nicht so stabil sind oder homosexuell veranlagte Menschen weniger beziehungsfähig.

Timagoras
 
00
"Reine Spekulation!"

.
nein.
ich kenne einige paare, die sich genau wegen dem diskriminierenden charakter dieses schmierentheaters nicht "verpartnern" lassen, sondern lieber weiter in "wilder ehe" leben.

Tethys
00

Welche Studien belegen das konkret?

Die Edle
13
Also bitte

Ich kenne homosexuelle Männer, die das Vida Loca mit hoher Rate an wechselnden Sexualpartnern leben und solche, die seit fast 10 Jahren eine monogame Beziehung führen. Und jetzt setzen wir statt „homo“ „hetero“ ein und der Satz würde genau so stimmen. Zu behaupten, dass Homosexuelle weniger beziehungsfähig sind, weil sie in ein paar Serien als partywütige, sexbesessene Meute dargestellt werden, ist eine reichlich kurzsichtige Verallgemeinerung.

relatio subsistens
31

Sie sind vermutlich zu edel, um sich mit der ganz normalen Realität auseinanderzusetzen.

Tethys
00

Welche Realität meinen Sie jetzt?

Pantera
11

In einer Gesellschaft, in der man als homosexuelles Paar nach wie vor schief angeschaut und insgeheim von vielen auch verachtet wird, ist es auch nicht grad leicht, ganz unbekümmert eine Beziehung zu leben.

relatio subsistens
21

Es gibt auch in relativ geschlossenen homosexuellen Subkulturen eine vergleichsweise wesentlich höhere Promiskuitätsrate. Das könnte man dann schon als stark "unbekümmertes Beziehungsverhalten" interpretieren.

Dass es für viele homosexuelle Paare nach wie vor nicht leicht ist, stimmt natürlich. Aber eigentlich ist es für kein Paar leicht.

Pantera
11

Ergänzung: Den Zusammenhang zwischen "unbekümmertem Beziehungsverhalten" und "wesentlich höhere Promiskuitätsrate" finde ich übrigens etwas aus der Luft gegriffen. Beziehungsunfähigkeit kann viele Ursachen haben und nur eine einzige davon ist der Unwille, auf Geheiß des Partners monogam zu leben. Oft sind es auch gerade jene Menschen, die sexuell überhaupt nicht aktiv sind, weil sie psychische Probleme haben, die auch nicht imstande sind, überhaupt eine Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen -- aus Angst.

Dass es für die meisten Paare nicht leicht ist ("für kein Paar" ist doch eine etwas zu starke Aussage) mag schon sein. Es geht aber darum, dass neben den alltäglichen Sorgen noch zusätzlich die Diskriminierung hinzukommt.

Pantera
11

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Promiskuitätsrate der Heterosexuellen auch dasselbe Niveau erreicht hat, sofern das nicht schon geschehen ist -- Vorurteile verhindern, eine genaue Sicht der Dinge zu bekommen (das ist jetzt keine persönliche Unterstellung!). Homosexuelle sind Vorreiter im anonymen Dating z.B. übers Internet, Heterosexuelle machen es ihnen nach. Der Wunsch nach möglichst unkompliziertem Sex nach einer katalogartigen Partner-Auswahl hat nichts mit der jeweiligen sexuellen Orientierung zu tun. Lediglich die Verwirklichungsstrategien sind unterschiedlich weit fortgeschritten.

relatio subsistens
01

Das, was Sie beschreiben, ist, sollte es wahr sein, mit Sicherheit kein Fortschritt, sondern ein gewaltiger Rückschritt, nämlich die Banalisierung bzw. Brutalisierung von Sexualität und die Destabilisierung von Paarbeziehungen.

Pantera
10

Banal war Sex immer schon ... gewissermaßen. So wie Essen und Trinken. Wie Sie auf Brutalisierung kommen, kann ich nicht nachvollziehen. Vergewaltigung gab es schon immer, hingegen basieren One-Night-Stands für gewöhnlich auf Vereinbarungen. Was die Untreue in Partnerschaften betrifft: auch nichts Neues. Nur früher war es üblich, das restliche Leben mit verbitterter Miene und einem Partner abzusitzen, für den man aufgrunddessen nur noch Hass empfindet.

Es gibt natürlich auch Extremfälle, die mit dieser neuen sexuellen Freiheit nicht umgehen können und irgendwann auch alt und verbittert werden. Aber das ist in allen Bereichen so. Freiheit muss Hand in Hand mit Eigenverantwortung gehen.

zahnloser Tiger
00
sorry, aber bei allem Verständnis...

sind sie wohl nicht besser als ihr homophober Gesprächspartner....

"Nur früher war es üblich, das restliche Leben mit verbitterter Miene und einem Partner abzusitzen, für den man aufgrunddessen nur noch Hass empfindet. "

alle Heteros sind also promisk und beichten das irgendwann und nur die klugen trennen sich von ihren betrogenen PartnerInnen....

mir scheint sie sind doch nicht ganz so aufgeklärt und weltoffen wie sie zu sein denken...

Pantera
10
"alle Heteros sind also promisk und beichten das irgendwann und nur die klugen trennen sich von ihren betrogenen PartnerInnen...."

Das spiegelt weder meine Meinung wieder, noch habe ich das irgendwo in meinen Postings geschrieben. Wie Sie mit dem zitierten Satz auf diese Unterstellung kommen, ist mir schleierhaft.

Ahja, mein "homophober Gesprächspartner" weiß im Gegensatz zu Ihnen, die Diskussion nicht auf eine persönliche Ebene runterzubrechen. Deshalb ist das auch meine letzte Antwort auf ein Posting von Ihnen, das mit einer dermaßen unnötigen Schlussbemerkung endet.

byron sully
01

man KÖNNTE es sagen, ja. aber ihre annahme kann durch studien leicht widerlegt werden.

karakal
10
Kurze Umfrage gemacht:

Doch ist so. Zumindest ist mein Datenmaterial "wissenschaftlicher" als ihr Nonsens...

relatio subsistens
31

Die Wahrheit ist oft unangenehm, weil sie Dinge in Frage stellt, die fürs eigenen Ego lebenswichtig sind. Da muss man dann natürlich eine Immunisierungsstrategie fahren. Rein menschlich kann ich Sie verstehen.

noirc80
41

oder man sagt einfach gar nichts, könntest du dir auch mal überlegen.

zahnloser Tiger
11
ach, und da wirfst genau DU dann den ersten Stein?

Pharisäer!

relatio subsistens
21

Was ist nur aus dieser höflichen jungen Frau geworden, die du mal warst. Es ist ein Jammer ...

palazzo
00
Falsche Zahl für das Jahr 2010

Im Jahr 2010 waren es in Wien laut Statistik Austria 349 Verpartnerungen und nicht 429.

Johannes99
01

und wo, bitte, bleibt die Zahl der Entpartnerungen? Bei den Hochzeiten stehen ja auch immer gleich die Scheidungen dahinter. Oder hat man beim Gesetz auf die Entpartnerung vergessen? Dann ruf ich gleich zur Demo auf!!!

noirc80
10

mach das. ich freu mich schon auf deine demo.

jutta.zalud
00
man hat natuerlich nicht vergessen

Sie §§ 13 ff EPG http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeF... r=20006586

Und die Vorjahrsstatistik ist unter http://www.statistik.at/web_de/st... index.html zu finden

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