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Gesundheitsminister Xavier Bertrand fordert strengere Regelungen für die Prüfung von Implantaten.
Paris - Im Skandal um defekte Billig-Brustimplantate hat sich die französische Regierung für strengere Regeln auf EU-Ebene bei der Zulassung von Medizinprodukten ausgesprochen. Gesundheitsminister Xavier Bertrand sagte am Donnerstag dem Sender LCI in Paris, er werde mit anderen europäischen GesundheitsministerInnen darüber sprechen. "Für Medizinprodukte brauchen wir andere Regeln, nur einfach ein Prüfzeichen reicht nicht." Während Medikamente eine strenge Zulassungsprozedur durchlaufen müssen, sind die Kontrollen bei Medizinprodukten weit geringer.
Der Minister forderte auch Aufklärung in der Frage nach den Verantwortlichkeiten in dem Skandal. "Ich will wissen, wer Fehler gemacht hat, wer betrogen hat", sagte er. Bertrand wollte zunächst keine Angaben zu Presseberichten machen, wonach auch Männern PIP-Produkte zur Brustmuskel-Vergrößerung beziehungsweise an den Hoden eingesetzt worden seien. Der Minister sagte, dazu habe er noch keine zuverlässigen Informationen. Es müsse auch abgewartet werden, wie viele Personen betroffen seien und was in diesen Prothesen für Männer enthalten gewesen sei.
Kommission für Stärkung der EU-Richtlinie
Der Skandal um defekte Billig-Brustimplantate beschäftigt seit Donnerstag auch die EU-Kommission. Ein Sprecher der Brüsseler Behörde erklärte, die Kommission trete für eine Stärkung der EU-Richtlinie ein. Vor allem die Rückverfolgbarkeit solcher Prothesen und anderer medizinischer Geräte müsse in den nächsten Monaten verbessert werden.
Die derzeitige Richtlinie datiert aus dem Jahr 2007. Die Kommission arbeitet seit Monaten an einer Adaptierung und will noch im ersten Halbjahr eine entsprechende Fassung präsentieren. Bei der Nachverfolgbarkeit gehe es um den Weg von der Produktionsstätte an bis zu den Personen, die die Implantate verpflanzt bekommen haben.
Außerdem soll das Genehmigungsverfahren schärfer gestaltet werden. Am gestrigen Mittwoch hatten sich GesundheitsexpertInnen aus den 27 EU-Staaten im Rahmen des Gesundheitskomitees zu dem Thema getroffen.
Weltweiter Verkauf von Billig-Silikon
Die 2010 aufgelöste Firma PIP hatte weltweit hunderttausende mit einem Billig-Silikon gefüllte Brustimplantate verkauft; danach war es vermehrt zu Rissen in den Einlagen und in der Folge zu Entzündungen bei den betroffenen Frauen gekommen. Der Firma wird vorgeworfen, sie habe medizinisches Silikongel aus Kostengründen durch Industriesilikon ersetzt. Der TÜV Rheinland, der das europaweite Zertifikat für das Produkt ausgestellt hatte, sieht sich selbst durch die Firma getäuscht und hat deshalb bereits Anzeige erstattet.
In einem bisher einzigartigen Aufruf hatten die Behörden in Frankreich rund 30.000 Frauen empfohlen, sich die PIP-Silikonkissen vorsichtshalber wieder entfernen zu lassen. Nach jüngsten Angaben sind inzwischen 20 Frauen mit PIP-Implantaten an Krebs erkrankt. Einen Beweis für einen Zusammenhang zu den Silikonkissen gibt es aber nicht. Auch Frauen in Deutschland tragen die Einlagen, offizielle Zahlen liegen nicht vor. In anderen Ländern sind zehntausende Frauen betroffen, allein in Großbritannien sollen es bis zu 50.000 sein. (APA)
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Wie verblödet ist die Menschheit schon, dass sie sich selber so etwas antut?
Ich hab kein Mitleid mit ihnen.
Weder mit den Männern, noch mit den Frauen.
Besser wäre es für die Gesundheit dankbar zu sein.
Diese Geschäftemacher gehören für immer eingesperrt, einfach unglaublich wie gewissenlos mit der Gesundheit anderer umgegangen wird.
mir tun die Menschen leid, die solche kaputten Implantate bei einer OP erhalten haben die wirklich notwendig war
(Verbrennungschirurgie, rekonstruktive Chirurgie)
denn die brauchen diese wirklich, stellen aber leider nur die Minderheit solcher Eingriffe dar.
Wer sich ein Silikonkissen einsetzen lässt weil er/sie mit seinem/ihrem Aussehen nicht ganz zufrieden ist, der/die ist das Risiko ja willentlich und aus eigenem Vorsatz eingegangen. Klar, das entlastet nicht den Hersteller, aber verringert in gewisser Weise das Verständnis für Menschen die rein kosmetische Eingriffe in Anspruch nehmen
über das Risiko einer OP wird nämlich jede/r PatientIn aufgeklärt.
und kosmetische OPs sind ein unnützes Risiko, Qualität des Silikons hin oder her.
Bei der Aufklärung war sicher nicht von billigem Industriesilikon die Rede.
Über den Sinn der kosmetischen OPs brauchen wir nicht diskutieren, das ist jedes Menschen eigene Sache. Aber Jede(r) soll bekommen, was er bestellt hat.
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