Vor den Australian Open

"Martina, Gott liebt dich, aber ..."

11. Jänner 2012, 14:23

Die australische Tennislegende Margaret Court polarisiert mit homophoben Aussagen - Aus Protest wurden in der Tennisarena Regenbogenfahnen gehisst

Melbourne - Regenbogenflaggen über der Margaret-Court-Arena: AktivistInnen haben vor Beginn der Australian Open in Melbourne zu Protesten aufgerufen. Nicht von ungefähr, hat doch Margaret Court, Namensgeberin der Arena und Grande Dame des australischen Tennissports, erst kürzlich in der heimischen Presse erneut über ihre religiösen Ansichten gesprochen. Court, die 24 Grand-Slam-Titel im Einzel sammelte, ist mittlerweile Pastorin der Victory-Life-Center-Kirche in Perth und ist strikt gegen gleichgeschlechtliche Eheschließungen.

"Ich glaube, eine Ehe ist etwas zwischen einem Mann und einer Frau", sagte die 69-Jährige im Vorfeld des ersten Grand-Slam-Turniers 2012. Dann wurde sie deutlicher und bezeichnete den Kampf um die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen als Förderung "ungesunder" und "unnatürlicher" PartnerInnenschaften. Mit diesen und ähnlichen Äußerungen sorgte Court nicht nur für einen Popularitätsschub der Proteste, sondern handelte sich auch Ärger mit den Tennis-Ikonen Martina Navratilova und Billie Jean King ein, beide bekennende Homosexuelle.

"Martina, Gott liebt dich, aber aus einem Unrecht kann man nie ein Recht machen. Versuche nicht, mich zu ändern", konterte Court die Kritik von Navratilova: "Tatsächlich liebe ich Homosexuelle. Ich habe nichts gegen sie. Das ist nur meine Meinung zu gleichgeschlechtlichen Ehen, und es steht in der Schrift. Die Bibel wird immer die Fernsehzeitung meines Lebens sein", so Court weiter.

"Nicht die Meinung des australischen Tennisverbands"

Eheschließungen von Homosexuellen sind in einigen Ländern erlaubt, in Australien bleiben sie verboten. Die Proteste bei den Australian Open sollen den Kampf der homosexuellen Gemeinde für eine Legalisierung unterstützen. Die nationale Kampagne "Equal Love" unterstützt die Initiative und erwartet mindestens 1000 TeilnehmerInnen.

Die VeranstalterInnen wollten sich zu ihrem Umgang mit den Protesten nicht äußern. "Wir werden unseren ganz normalen Sicherheitscheck vor Beginn des Turniers durchführen, und natürlich ist das etwas, dass wir bedenken werden und worauf wir uns vorbereiten müssen", sagte Turnierdirektor Craig Tiley. "Margaret Court hat mehr Grand-Slam-Titel gewonnen als jede andere Spielerin. Sie ist eine Legende des Sports. Aber ihre persönlichen Ansichten sind nicht die des australischen Tennisverbandes", sagte Tiley. (red, sid)

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Posting 1 bis 25 von 27
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Nemi
00
18.1.2012, 13:15

Für die Gläubigen unter uns:

Irgendetwas wird sich Gott auch dabei denken, wenn er einem verlieben Homosexuellen einen zweiten zur Seite stellt!!!

Gott sei Dank schließen sich für mich Glaube und Tolleranz NICHT aus. Aber deshalb hab ich auch mit der katholischen Kirche nix am Hut...

Graph Bobby
01
13.1.2012, 10:54
Heirat abschaffen

Die standesamtliche Heirat ist im Prinip ja nichts anderes als das Erklaeren der Zugehoerigkeit und zusaetzlicher Rechte, wie sie ganz aehnlich auch Verwandte geniessen.

Warum sich ein Staat, der Unabhaengig von der Religion sein sollte, darauf versteift, ausschliesslich das Modell des Christentums zu unterstuetzen, d.h. die Heirat zweier Menschen unterschiedlichen Geschlechts, ist mir unklar.

Warum nicht einfach fuer alle enweder Heirat oder eingetragene Lebensgemeinschaft, und das fuer mehrere Partner beliebigen Geschlechts?
Das bringt fuer die bisherige traditionelle Heirat keine Nachteile, aber gewaehrt anderen Partnerschaftsmodellen fairerweise die selben Rechte.

Mathias Steinlaus
 
00
18.1.2012, 09:23
Modell des Christentums??

Sowas können nur Christengegner schreiben und die Geschichte der Menschheit auf das Christentum zu reduzieren.

Schon vor den Monotheistischen Religionen gab es Kulturen auf diesem Planeten!

Oder denken Sie und Ihre Anhänger, daß die alten Kulturen in Amerika, Afrika, Asien und Europa die Ehe zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts erst durch das Christentum / Judentum / Islam eingeführt haben???

Die Menscheit gibt es schon seit der Bronzezeit, und damals gab es auch schon diese Ehen. Was auf die Natur des Menschen zurückzuführen ist ...

Kazimierz
40
12.1.2012, 15:29

Ich habe nichts gegen Homosexuelle und ich habe auch nichts dagegen, wenn sie heiraten möchten, aber besonders spießig finde ich es schon, muss ich sagen. Dass heterosexuelle heiraten finde auch spießig, kann es aber verstehen aus Tradition heraus. Aber dass Homosexuelle auch heiraten wollen... nee.

Lichtfreak
00
16.1.2012, 15:11

Da die Ehe Bedingung für gewissen Dinge ist....

Jehane
00
14.1.2012, 00:24

"Ich habe ja nichts dagegen, aber..." Meine Güte....

Kazimierz
00
14.1.2012, 09:40

Was meinen Sie genau mit "Meine Güte"? Sind Vorbehalte nicht erlaubt? Machen sie eine Meinung völlig zunichte?

Jehane
00
16.1.2012, 10:02

Nö, Ihre Meinung ist Ihre Meinung. Ich find nur das "aber" sehr relativierend im Hinblick auf die Aussage, dass Sie nix gegen Homosexuelle haben. Genauso gut hätten Sie schreiben können "Ich hab nix gegen Homosexuelle, aber heiraten dürfen sie nicht".

Timagoras
 
04
13.1.2012, 12:44
"Aber dass Homosexuelle auch heiraten wollen... nee."

.
1. wollen das eh nicht alle, und 2. sind homosexuelle ganz normale menschen mit den selben bedürfnissen und gefühlen, wie heteros oder Luxemburger.
machen wollen heiraten, manche nicht, und manchen ist es egal.
aber darum geht es nicht.
es geht ums DÜRFEN!

Tethys
04
13.1.2012, 09:08
Aber dass Homosexuelle auch heiraten wollen... nee

SIE haben die Wahl, ob Sie heiraten wollen oder nicht. SIE haben die Wahl, sich gegen eine Heirat auszusprechen, weil Sie sie "spießig" finden. Fein.

Homosexuelle haben diese Wahl nicht.

Merken Sie, wo da vielleicht der Haken ist?

emanze c
01
12.1.2012, 22:29

Dass Menschen wollen, was sie (v.a. ungerecht) vorenthalten bekommen, ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen und überrascht mich jetzt gar nicht.

noirc80
01
12.1.2012, 20:50

gewöhn dich dran. homosexuelle wollen die gleichen rechte haben wie alle anderen auch und das steht ihnen auch zu.

Jehane
29
12.1.2012, 10:24

Mei. Diese bigotten, hinterfotzigen Menschen a la "Ich hab nix gegen Homosexuelle, ABER..." hab ich besonders gern. Vor allem dann, wenn sie sich auf die Bibel berufen.

noirc80
02
12.1.2012, 20:51

ich hab auch nichts gegen religiöse, wenn sie den mund halten...

siliconvalley
32
11.1.2012, 23:32
"PartnerInnenschaften"

man kann das mit dem Binnen-I auch übertreiben ;-)

Pygar
 
48
11.1.2012, 21:26

Seitdem ich Dana Fairbanks in L Word gesehen habe, ist es geradezu eine gewisse Erwartung, dass eine Tennisspielerin Lesbisch ist. ;-)

Aber hier haben wir es wieder mit einer Frau zu tun, die sich mit Monotheismus infiziert hat. Das ist heilbar, aber ich hoffe, dass sie niemand ansteckt!

zahnloser Tiger
41
12.1.2012, 09:58
"Seitdem ich Dana Fairbanks in L Word gesehen habe, ist es geradezu eine gewisse Erwartung, dass eine Tennisspielerin Lesbisch ist."

du bist und bleibst ein wirklich erbärmlicher Sexist.

glaubst du eigentlich dass deine Kommentare "lustig" sind? oder spricht aus dir der Selbsthass eines rosa Pudels?

Pygar
 
20
12.1.2012, 12:48

Ich reagiere nicht auf Trolle und deren Hassparolen oder versuchten Beleidigungen. Dies nur einmalig nochmals zu deiner Information. Kannst ja in die Tischkante beissen.

zahnloser Tiger
21
12.1.2012, 13:01
richtig, du reagierst nicht auf Hassparolen sondern setzt selbst welche ab

XD und dafür dass du nicht reagierst reagierst du aber sehr heftig "nicht"

du bist arm, ich weiss es eh...

Timagoras
 
15
11.1.2012, 17:23
"Die Bibel wird immer die Fernsehzeitung meines Lebens sein", so Court"

.
die soll mal den gesamten Leviticus lesen
http://www.joyma.de/033mose.htm
und dann erklären, dass Sie sich an all das hält, was da drin steht!
oder ob Sie sich nur 18,22 herausgepickt hat?
übrigens heißt es ja genaugenommen da "und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Greuel ist es",
das bedeutet ja, dass frau Navratilova die gebote des herrn befolgt, während frau Court greulicherweise "bei einem mann liegt"!
für frauen gilt ja nur: "Und eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, damit es sie begattet".

außerdem müsste frau Court (wenn sie wirklich die bibel ernstnimmt) dann alle gleichgeschlechtlich liebenden "ausrotten".

also was jetzt?

Pygar
 
20
11.1.2012, 21:30

Gut, danke für den Auszug aus der Bibel. Hätte nicht gedacht, dass ich bei dieser Passage zustimmen kann.
;-)

Denn sonst ist es ja so:
http://comics.dp.cx/archiveco... 2012-01-11

Ein Mann
11
11.1.2012, 21:05
Solchen Religionsfanatikerinnen kann man stets nur Timotheus 2:12 ans Herz legen.

Antagonist1
01
11.1.2012, 20:30
"Für Frauen gilt ja nur...."

Schon das bestätigt, dass alle anderen Ge- und Verbote sich an Männer wenden!
Diese Men only-Perspektive (die ja auch in den 10 Geboten so überreichlich vorgeführt wird, "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib", etc.) könnte eher thematisiert werden als Texte à la Leviticus, die vielleicht aus ihrer Zeit heraus einmal Sinn machten...

siliconvalley
13
11.1.2012, 23:38
"Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib",.."

oh, da tun sich ja ganz neue Perspektiven auf. ich hatte das noch nie bedacht, aber da steht tatsächlich nix davon, dass man der Nächsten Mann nicht begehren darf. Das heisst doch, dass nach strenger Auslegung der 10 Gebote nur Männern das Schielen nach dem Weib des Nachbarn verboten ist, während Frauen sehr wohl ein Auge auf den Mann der Nachbarin werfen dürfen.

Ich glaube ich finde doch noch Gefallen an der Bibel ;-)

Vergelt's Göttin!

again and again
00
13.1.2012, 12:58
Den Frauen das Begehren des Mannes der Nachbarin zu verbieten, ...

Schätze mal, da waren der GöttIn die Grenzen des Machbaren bewust. ;-)

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