Mehr Betroffene in Österreich als angenommen

16. Jänner 2012, 11:19

Zahl der Betroffenen dreistellig: Operationen dürften im benachbarten Ausland durchgeführt worden sein

Nicht zehn Österreicherinnen, wie es zuletzt offiziell geheißen hatte, sondern Hunderte könnten die defekten Implantate der Herstellerfirma PIP (Poly Implant Prothese) im Körper tragen. Das berichtet "Die Presse am Sonntag". Die Betroffenen dürften sich in Tschechien und Ungarn operieren haben lassen.

Hunderte Anfragen "verängstigter Patientinnen"

Der plastische Chirurg Thomas Aigner hatte demnach kurz vor Jahreswechsel einen Aufruf gestartet und Beratungsgespräche sowie die kostenlose Rückoperation in der Privatklinik Währing angeboten. Seitdem habe er hunderte Anfragen "verängstigter Patientinnen" bekommen. Etwa 40 von ihnen wüssten, dass sie PIP-Produkte im Körper haben. "Und ausschließlich alle haben sich in Ungarn oder in Tschechien operieren lassen", so der Chirurg gegenüber der "Presse". Demnächst habe er die 20. Rückoperation auf dem Programm.

Auch am Institut des Wiener Promi-Chirurgen Artur Worseg seien bisher zehn Frauen die französische Diskontware entfernt worden. Bei einer Patientin sei das Implantat bereits gerissen und das Silikon in den Körper ausgetreten gewesen. Auch bei den Patientinnen in der Döblinger Klinik gilt: Die Betroffenen haben sich in Ungarn oder Tschechien operieren lassen.

Laut den bisherigen Informationen der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sind in Österreich zehn Frauen von den defekten Implantaten der Herstellerfirma PIP betroffen. (APA)


Link

Die Presse: Schönheit zum Diskontpreis

Shit happens,

wenn man so blöd ist, sich ohne medizinische Indikation unter's Messer zu legen.

man sollte die Anzahl der Dummen in Österr nie zu niedrig schätzen

mich erschreckt, dass so viele bereit sind, überhaupt eine schönheits-op zu machen; "botox-lippen" und "silikon-brüste" sind ja nur eine modeerscheinung. In ein paar jahren ist dann wieder was anderes in.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.