Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Linz - Sexarbeit bezeichnet sexuelle Dienstleistungen, die von Erwachsenen freiwillig erbracht werden. Diese Handlungen wurden über Jahrhunderte hinweg tabuisiert, stigmatisiert, reglementiert und verfolgt, dennoch sind Angebot und Nachfrage ungebrochen. Sexarbeit ist häufig von Prekarisierung geprägt, die rechtlichen Rahmenbedingungen sind oft unklar, ob es sich dabei um eine Dienstleistung oder um eine unerwünschte, jedoch unvermeidbare gesellschaftliche Erscheinung handelt. Die Bandbreite reicht dabei von Ignoranz über ein Verbot und Bestrafung der Kunden bis hin zur Anerkennung als Arbeit.
Erster Abend zu rechtlichem Rahmen
In diesem Spannungsfeld erfahren Fragen nach der grund- und menschenrechtlichen Position von SexarbeiterInnen sowie nach den Dimensionen sexueller Autonomie nur wenig Beachtung. Diese Lücke will eine am Mittwoch startende VHS-Vortragsreihe im Linzer Wissensturm füllen. In "SexWork(s)" geht es vorrangig um die aktuellen rechtlichen Regelungen von Sexarbeit im nationalen und internationalen Vergleich. Das Impulsreferat hält Lyane Sautner, das Hauptreferat am ersten Abend kommt von Tanja Marktler. Im Anschluss daran findet eine Podiumsdiskussion mit Luzenir Caiexta von "maiz" und Elke Welser von "Lena" statt.
"Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Sexarbeit lassen mitunter eine klare Positionierung vermissen. Eine öffentliche Auseinandersetzung dazu ist ein wichtiger Schritt dieses Thema zu enttabuisieren", so Frauenstadträtin Eva Schobesberger. Veranstalter sind das Institut für Legal Gender Studies unter der wissenschaftlichen Leitung von Elisabeth Greif in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Linz und der Volkshochschule Linz. (red)
Termine
Mittwoch, 18. Jänner, 19 - 21 Uhr
Veranstaltungsraum E09
Anmeldung unter 0732/24 68 36 20 bzw. E-Mail
Teil zwei am 23. Mai zu "Rechtlichen Regelungen der Sexarbeit im europäischen Vergleich".
Eintritt frei.
Link
Eine Fachtagung in Bochum warf einen Blick auf die Situation von SexarbeiterInnen in den europäischen Ländern
"Gewerbsmäßige Unzucht" gelte nicht mehr als "sonstige Einkünfte" urteilt der Bundesfinanzhof nach einer Steuerrechtsdebatte
Das kommunistische Land plant eine Gesetzesänderung und will anstelle der Anstalten nun Geldstrafen einheben
Auch Bordellbetreiber wurden angezeigt - Polizei spricht von größter Schwerpunktaktion der letzten Jahren
Landeshauptmann verließ das Sitzungszimmer: "Prostitution nicht mit Menschenwürde vereinbar"
Der wachsende ökonomische Druck fördert Übergriffe gegen SexarbeiterInnen, berichtet ein Report aus London
Die katalanische Metropole verschärft die Gangart gegen Freier von Straßen-Prostituierten - Für die Frauen werden Schutzmaßnahmen ergriffen
Bis zu 70 Frauen wurden zur Prostitution in Bordellen im Innviertel gezwungen - Vier Verdächtige sind in Untersuchungshaft
Ein neuer Video-Clip zeigt Sexarbeit in einer ungewöhnlich normalisierenden Perspektive - EU-Projekt "Indoors" fordert mehr Rechte für Sexarbeiterinnen
Ex-IWF-Chef droht weiter Prozess wegen bandenmäßiger Zuhälterei
"Langfristiges Projekt": Sozialistin Vallaud-Belkacem stellt Strafen für Freier in Aussicht
FPK-Finanzlandesrat will bei SexarbeiterInnen 100 Euro pro Monat einheben - Begutachtung fällt negativ aus
"Und das ist ... Sexarbeit in Wien": Grüne starten zum Internationalen Hurentag Kampagne gegen Marginalisierung und Verdrängung von Sexarbeiterinnen
Laut Stadthauptmann Kraft wirke diese Strategie in Verbindung mit Alkoholkontrollen
Richterin und Staatsanwaltschaft können Kritik an "mildem Urteil" nicht nachvollziehen - Richterin: TäterInnen nicht wegen Menschenhandels angeklagt
Die Situation am Straßenstrich hat sich zum Teil verschärft, Laufhäuser als Alternative sind umstritten
Kernpunkt ist 300-Meter-Schutzzone um viele öffentliche Einrichtungen
Sandra Frauenberger und Birgit Hebein ziehen eine gemischte Bilanz - Alle Probleme seien nicht gelöst worden, dafür gebe es jetzt eine klare Situation
Die norditalienische Stadt hat mit einer Zählung von Prostituierten begonnen, um sie zu besteuern - Anzeigen blieben dabei nicht aus
Harald Dobernig sieht eine Landessteuer auf Prostitution vor - Die Freiheitlichen erwarten sich 500.000 Euro jährlich
Parlament will kommendes Jahr die Prostitution verbieten, Vorbild dabei ist Schweden - Sexarbeiterinnen protestieren gegen das Vorhaben
Der Bürgermeister der belgischen Stadt meint, dass "eine Stadt wie Gent Prostituierte braucht, aber sie müssen gewisse Regeln beachten"
Während europäische Frauenlobbys gegen Prostitution als Gewerbe kampagnisieren, hält man in Österreich unbeirrt am Fernziel der "selbstbestimmten Sexarbeiterin" fest
Anna-Maja Henriksson: Erwerb von Prostituierten soll unter Strafe gestellt werden - Das derzeitige Gesetz reiche nicht aus
Frauenministerin begrüßt deutliche Empfehlung: "Wichtiger Schritt, um die Rechte von Sexarbeiterinnen zu stärken"
Wie geht denn das mit der Anerkennung als Arbeit?
Wie wird da vom Privatakt abgegrenzt? Durch Rechnungstellen allein kann ja nicht sein, sonst wäre der Privatakt einfach nur Schwarzarbeit und damit verboten.
Verbieten geht natürlich nicht, weil es jeder Person unbenommen sein muss, von einem Geschlechtsakt so glücklich und begeistert zu sein, dass sie der anderen Person etwas schenken möchte.
es heisst Sexwork(s), nicht Sex works(so wie Sex sells) - Sexarbeit also, ein erfundenes Wort der Schönsprechgeneration, das aber als eine der wenigen Ausnahmen eine für die Gesellschaft wichtige Tätigkeit endlich aufwertet.
Leider ändert das nicht die hasserfüllte Einstellung vieler (Ehe)frauen gegenüber dieser Tätigkeit ihrer Rivalinnen, die ja in Wirklichkeit gar keine Rivalinnen sind, sondern viel mehr Beziehungen retten als sie zerstören.
Die Ehefrau sieht sie als Rivalin, der Mann jedoch kaum. Er kann Sex haben OHNE sich mit den alltäglichen Beziehungsproblemem auch noch herumschlagen zu müssen - denn davon hat er ja zu Hause eh schon genug - aber eben ohne Sex.
So kann er sich den Sex woanders holen und das Leid zu Hause ertragen. Hätte er gar keinen Sex mehr, würde er die Beziehung beenden (müssen), da er es einfach nicht mehr aushält.
Das ist jetzt sehr einfach und klischeehaft formuliert, weiss ich schon, aber ich denke, der Kern meiner Aussage kommt klar heraus. Zu viel mehr reicht der Platz leider nicht.
Warum soll ein Mann mit einer Frau verheiratet sein, mit der er keinen Sex hat, nur Beziehungsprobleme?
Was auch immer seine Motive sind - warum soll so eine Beziehung aufrecht erhalten werden? (Ich hab ja da eine Theorie aus eigener Erfahrung: Der Partner wird behalten, damit einem die anderen nicht zu nahe kommen können.)
Hat eigentlich die Frau in Ihrem Klischee Sex?
Spannende Geschichte. Ich werde Sie wohl weiter ausfratscheln müssen. Dieses Phänomen interessiert mich nämlich sehr.
Die Menschheit übertreibt wieder einmal. Das ist das Ergebnis der Sexuellen Freiheit aus der 68er Revulution. Dass bei diesem Geschäft Menschen meist Frauen leiden und das oft nicht freiwillig machen,dürfte in der patriarchalen Gesellschaftsstruktur nicht wichtig sein. Ich verstehe nicht wie man als Staat das verantworten kann. Dabei möchte ich ausdrücklich erwähnen dass auch Frauen Täter sein können.
Denn Sinn des Lebens haben diese Menschen nicht verstanden.
Vor Jaheren gab es eine Statistik aus Italien, nach der der Anteil der Maturantinen und Akademikerinnen unter den Prostituierten sgnifikant höher ale im Durchschnitt der Italienerinnen war. Glauebn sie, dass hochgebildete Frauen sich so einfach unterdrücken und zu etwas zwingen lassen?
Die gehen eben diesem Bereuf nach, aus welchen Gründen auch immer. Das Streben nach mehr Geld ist ja nicht per se zu verurteilen, oder wollen Sie mir da widersprechen?
eine patriarchale Unterdrückung der armen Opferfrauen unter männliche Herrschaft darstellt?
Abgesehen davon wen interessiert die Prostitution hierzulande?
Herr und auch Frau ÖsterreicherIn fahren doch eher nach Südostasien respektive Afrika wenn sie der Drang nach käuflichem Sex im Urlaub übermannt/überfraut...
da sind die paar Madeln die das Geld für ihr Heroin am "Babystrich" im Prater erwirtschaften doch eh bedeutungslos dagegen...
dass das Geschäft mit Sex eine Sache ist, die sie nicht lokal ausrotten können.
In Schweden ist Prostitution legal, wobei der Kauf von Sex illegal ist, also nur die Freier bestraft werden.
Und trotz allem gehen Frauen auf der Malmskillnadsgatan anschaffen.
glauben sie dass ausgerechnet in diesem Land in dem besonders viel Wert auf die Förderung und den Schutz von Frauen gelegt wird eine "gute" Lösung gefunden wurde, indem man die Prostituierten in den Untergrund abgedrängt hat?
Verbote mögen ein schönes Bild ergeben, aber die Frauen die trotz allem beschliessen so ihr Einkommen zu erwirtschaften werden umso größeren Gefahren ausgesetzt.
Gleichzeitig ist Sex IMMER ein Handelsgut. Jeder Mann bezahlt auf irgend eine Art...
So ist es wohl auch wieder nicht.
Aber insgesamt ist es so, dass Männer offenbar mehr Sex von Frauen wollen als Frauen von Männern.
Damit wird Sex zum knappen Gut, für das sich ein Preis erzielen lässt.
So einfach ist das, und man braucht keine Moral und keine bösen Männer und ausgebeuteten Frauen zum Erklären.
Menschenhandel und Zwang sind sowieso strafbar, mit oder ohne Prostitutionsumfeld.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.